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Veröffentlicht am 10.11.2019

So viel mehr als eine Liebesgeschichte

Die schönste und die traurigste aller Nächte
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Meine Meinung:
Ich bin ein großer Fan von Geschichten, in denen Zeitreisen thematisiert werden und wurde damit auch noch nie enttäuscht. "Die schönste und die traurigste aller Nächte" bildet da keine ...

Meine Meinung:
Ich bin ein großer Fan von Geschichten, in denen Zeitreisen thematisiert werden und wurde damit auch noch nie enttäuscht. "Die schönste und die traurigste aller Nächte" bildet da keine Ausnahme. Dieses Buch ist einfach wundervoll. Es bietet die ganze Bandbreite an Emotionen auf, beinhaltet eine wundervolle Liebesgeschichte, ist aber auch sehr spannend. Ich konnte es kaum aus der Hand legen. „Die schönste und die traurigste aller Nächte“ ist die erste deutsche Übersetzung des Autors und ich bin jetzt schon ein Fan. Bei richtig guten Büchern fallen mir Rezensionen immer sehr schwer, da ich einfach überhaupt nichts auszusetzen habe. Ich könnte zeilenweise vom Buch schwärmen, aber ich möchte die Erwartungen auch nicht hochschrauben. Mir hat dieses Buch jedenfalls sehr gut gefallen und ich kann es voll und ganz weiterempfehlen.

Fazit:
Eine Liebesgeschichte, die so viel mehr ist als das, weil dieses Buch die ganze Bandbreite an Emotionen aufbietet. Und vor allem ein Buch über Zeitreisen, Brasilien, Italien und Wein.

Veröffentlicht am 10.11.2019

Ein Mahnmal für den Umgang mit Menschen - brutal, inspirierend & großartig

Die Arena: Grausame Spiele
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Meine Meinung:
Zuerst einmal muss ich etwas zur Liebesgeschichte in dem Buch sagen, weil ich da mittlerweile so viel Negatives drüber gelesen habe. Ich denke, dass ich da nicht spoiler, da das ja schon ...

Meine Meinung:
Zuerst einmal muss ich etwas zur Liebesgeschichte in dem Buch sagen, weil ich da mittlerweile so viel Negatives drüber gelesen habe. Ich denke, dass ich da nicht spoiler, da das ja schon im Klappentext verraten wird. Viele sagen, dass ihnen die Gefühle zwischen Hoshiko und Ben zu schnell entstanden sind. Ich möchte den Leuten ihre persönliche Meinung nicht absprechen und das ist natürlich immer auch ein individuelles Empfinden. Trotzdem sollte man aber nicht vergessen, dass Hoshiko trotz ihrer oftmals sehr erwachsenen Vernunft noch ein Teenager ist und in ihrem Leben wohl noch nie verliebt war. Die erste Liebe ist meist ein Hals-über-Kopf-Ding und wenn es einen dann erwischt, wirft man eben auch mal seine eigenen Moralvorstellungen über Bord.

„Die Arena“ ist irgendwie auch ein politisches Buch, weil den Spiegel vorhält, wenn es um den gesellschaftlichen Umgang mit Menschen anderer Herkunft oder um die Kluft zwischen Armen und Reichen geht. Die Pures und die Dregs. Stehst du auf und setzt dich ein oder guckst du nur zu, als ob es dich nicht betrifft? Die Handlung spielt in der Zukunft und ist daher auch ein Mahnmal, welches zum Nachdenken anregt. Als Jugendbuch würde ich „Die Arena“ eher nicht bezeichnen, auch wenn man gerade Jugendlichen aufzeigen sollte, welche Auswirkungen Rassismus usw. haben, aber einige Szenen sind doch ziemlich krass.

Ich habe mich sehr schnell in das Buch eingefunden und einige der Charaktere sind mir sehr ans Herz gewachsen. Die Handlung ist durchgehend interessant und teilweise sehr spannend. Mein eigener Gerechtigkeitssinn wurde auf jeden Fall getriggert und ich habe wohl auch deshalb sehr mit den Protagonisten mitgefiebert. Ein großartiges Buch, welches ich gern weiterempfehle. Der 2. Teil, den ich definitiv ebenfalls lesen werde, erscheint am 19. November.

Fazit:
Ein spannender Roman über den Zirkus, eine gesellschaftlich verbotene Liebe und Rassismus. Brutal, inspirierend und großartig.

Veröffentlicht am 10.11.2019

Unterhaltsamer Genre-Mix - augenöffnend & nachhallend

Die Welt in allen Farben
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Meine Meinung:
Die Welt in allen Farben entführt einen eindrucksvoll in die Welt der Nichtsehenden und in die Probleme derer, die sich einer Operation zum Sehenden unterziehen. Nova ist ein sehr stolzer ...

Meine Meinung:
Die Welt in allen Farben entführt einen eindrucksvoll in die Welt der Nichtsehenden und in die Probleme derer, die sich einer Operation zum Sehenden unterziehen. Nova ist ein sehr stolzer und selbstsicherer Charakter, der keineswegs auf Mitleid aus ist und gut mit ihrer Blindheit klar kommt. Sie macht es einem sehr leicht, sie vom ersten Augenblick an zu mögen. Sehen und Nichtsehen ist aber nicht das einzige Thema der Geschichte. Das Buch hat zusätzlich einen Liebesroman-, einen Drama und einen Thrilleraspekt. Gerade zum Ende hin wird es sehr spannend und dramatisch. Dieser Genremix macht das Buch für mich ebenfalls zu etwas besonderem.

Die Geschichte ist aus der Perspektive von Nova und auch von Kate erzählt, so, dass man die beiden unabhängig voneinander kennenlernt und mit beiden gut mitfühlen kann. Der Schreibstil ist leicht verständlich, prägnant und mitreißend. Das Buch war für mich zu keinem Zeitpunkt langweilig.

Fazit:
Ein bunter Genre-Mix aus Drama, Liebesroman und Thriller, der noch lange nachhallt und einen die Welt mit anderen Augen sehen lässt.

Veröffentlicht am 10.11.2019

Unterhaltsamer britischer Agentenkrimi für Low-Tempo-Fans

Dead Lions
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Meine Meinung:
Der Autor behält auch im zweiten Teil seinen detaillierten, mit britischem Humor versehenen Schreibstil bei. Auch hier geht die Handlung ein wenig schleppend voran. Es gibt halt viele agierende ...

Meine Meinung:
Der Autor behält auch im zweiten Teil seinen detaillierten, mit britischem Humor versehenen Schreibstil bei. Auch hier geht die Handlung ein wenig schleppend voran. Es gibt halt viele agierende Personen, die alle eine eigene Perspektive erhalten. Wenn man jeden einzeln beleuchtet, kommt man halt etwas langsamer zum Ziel. Trotzdem hat das alles seinen Sinn und gegen Ende des Buches ergibt sich daraus ein großes Ganzes. Den Weg dahin würde ich als interessant und unterhaltsam bezeichnen, aber wer temporeiche Bücher bevorzugt, die von Anfang bis Ende spannend sind, ist mit dieser Serie eher nicht gut beraten. Die ganzen Perspektivenwechsel, die teilweise auch in Cliffhangern enden, machen das Buch einerseits unterhaltsamer, sind aber andererseits auch irgendwie nervig, weil man sich ständig neu einfinden muss. Besonders ungünstig ist das, wenn der Perspektivwechsel von einer auf die andere Seite stattfindet und man erstmal gar nicht weiß, um wen es eigentlich geht. Das kam in Dead Lions öfter mal vor. Mir persönlich ist das alles immer noch zu wenig Miteinander unter den Charakteren. Es passt irgendwie zur Situation und es hat sich, im Vergleich zum ersten Teil schon einiges verbessert, aber der Begriff „Team“, der sich zum Ende des ersten Bandes gefestigt hatte, hat sich im zweiten Teil dann doch irgendwie wieder verloren. Wenn es drauf ankommt funktioniert es, aber im Alltag ist wieder jeder für sich. Das stört mich irgendwie. Deshalb steige ich, denke ich, nach dem zweiten Teil aus der Serie aus, kann sie aber trotzdem guten Gewissens weiter empfehlen.

Das Cover ist, mit dem farbigen Londoner Hintergrundbild und dem Labyrinth von weißen (U-Bahn?)-Linien, an das Design vom ersten Band angelehnt und unterscheidet sich sonst eigentlich nur in der Farbe, die auf den ersten Blick vielleicht ein wenig seltsam, aber auffallend ist. Durch die weißen Linien wirkt es auf mich ein wenig überladen, aber irgendwie passt es trotzdem zum Buch. Wenn man beide Teile nebeneinander legt, schließen die Linien aneinander an, was schon ziemlich cool aussieht. Mehrere Linien, die den gleichen Weg laufen und ab und zu aufeinander treffen. Ähnlich wie die Agenten in Slough House.

Fazit:
Ein unterhaltsamer Agentenkrimi mit britischem Humor, der sich zwar langsam aufbaut, aber in einem spannenden Finale endet.

Veröffentlicht am 27.10.2019

Inspirierend & unterhaltsam

Was würde Frida tun?
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„Was würde Frida tun?“ ist ein unterhaltsames und lehrreiches Sachbuch. Die beiden Autorinnen schreiben nach dem Motto „Haltet zusammen, Schwestern“, was sich auch in dem Schreibstil widerspiegelt. Ich ...

„Was würde Frida tun?“ ist ein unterhaltsames und lehrreiches Sachbuch. Die beiden Autorinnen schreiben nach dem Motto „Haltet zusammen, Schwestern“, was sich auch in dem Schreibstil widerspiegelt. Ich fühlte mich abgeholt und mitgenommen. Auf eine Reise durch die Zeitgeschichte zu inspirierenden Frauen, die man teilweise kennt, von denen mir manche aber auch noch komplett unbekannt waren. Zu jeder dieser Frauen gibt es 3-4 Seiten Text und ein skizziertes Porträt, so, dass man eine ungefähre Vorstellung von den Frauen erhält. Außerdem bekommt man eine grobe Zusammenfassung über deren Leben und ihren Errungenschaften, die uns auch heute noch inspirieren und motivieren. Das Buch war zu keinem Zeitpunkt langweilig. Das lag zum einen an dem lockeren, Schreibstil und zum anderen an den kurzen Kapiteln. Ob man jetzt wirklich von jeder dieser Frauen etwas für sein eigenes Leben mitnehmen kann, wage ich zu bezweifeln. Für mich persönlich ist dieses Buch einfach eine Inspiration und gleichzeitig ein Wissensspeicher, der uns diese großartigen Frauen nicht vergessen lässt und kurz & knackig über diese informiert.