Profilbild von raschke64

raschke64

Lesejury Star
online

raschke64 ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit raschke64 über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 11.05.2026

Irgendwie charmant

Hope Joanna
0

Hope Joanna ist Polizistin und arbeitet seit kurzem mit einem neuen Team zusammen. Nachts hat sie sich gegen eine Horde Männer gewehrt und das wurde gefilmt und nun wird sie von der Innensenatorin als ...

Hope Joanna ist Polizistin und arbeitet seit kurzem mit einem neuen Team zusammen. Nachts hat sie sich gegen eine Horde Männer gewehrt und das wurde gefilmt und nun wird sie von der Innensenatorin als neue Hoffnung Berlins aufgebaut und muss sich auf Social Media zeigen, auch wenn sich ihre Begeisterung dazu in Grenzen hält. Gleichzeitig hat sie einen sehr komischen Fall zu bearbeiten und es wird nicht der einzige bleiben…

Das Buch ist irgendwie schräg und charmant. Ich kann es nicht anders beschreiben. Als Kriminalroman ist es eigentlich ein wenig spannungslos, als witziges Buch nicht richtig witzig genug. Und trotzdem liest man es gern und kann es trotz des teilweise sehr unwahrscheinlichen Geschehens tatsächlich genießen und fühlt sich gut unterhalten. Viele Sachen sind wirklich absolut absurd und normalerweise würde ich das Buch dann in der Luft zerreißen. Aber hier muss ich einfach sagen, es hat was. Ich weiß zwar nicht was, aber es hat was und so kann ich eine Leseempfehlung aussprechen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 07.05.2026

Sehr solider Krimi

Totentanz
0

Marie ist Reporterin in Südtirol. In letzter Zeit hat sie es vor allem mit rätselhaften Todesfällen zu tun. Ein schwerer Unfall mit dem Motorrad, ein toter Pfarrer oder komische Inszenierungen von ermordeten ...

Marie ist Reporterin in Südtirol. In letzter Zeit hat sie es vor allem mit rätselhaften Todesfällen zu tun. Ein schwerer Unfall mit dem Motorrad, ein toter Pfarrer oder komische Inszenierungen von ermordeten Menschen. Sie ermittelt mehr oder weniger auf eigene Faust und teilweise gegen die Anweisung ihres Chefs und sieht als einzige bestimmte Zusammenhänge.

Das Buch wird als Südtirol-Thriller beschrieben. Das war es für mich ganz und gar nicht. Stattdessen würde ich es eher als sehr soliden Regionalkrimi bezeichnen. Warum? Für einen Thriller fehlte mir durchweg etwas die Spannung. Außerdem kam mir viel zu viel Privates darin vor. Trotzdem hat mir das Buch gut gefallen. Es lässt sich sehr gut lesen und die Einbindung Südtiroler Befindlichkeiten, Spezialitäten oder einfach nur Beschreibungen von Land und Leuten ist gelungen. Ich kenne mich in Südtirol nur wenig aus, aber die Orte, die ich besucht habe, habe ich im Buch sofort wiedererkannt. Als Beispiel die Beschreibung des Kalterer Sees, wo man wirklich nicht mehr an den See herankommt. Die Geschichte um die Hintergründe der Morde ist interessant. Wenn ich wieder dort in der Nähe bin, werde ich mir das beschriebene Kunstwerk gern ansehen. Zusammenfassend kann ich sagen, dass ich für das Buch eine Leseempfehlung für diejenigen ausspreche, die regionale Krimis und Südtirol mögen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 04.05.2026

Macht Lust auf Wandern

LONELY PLANET Bildband Legendäre Küstenwanderungen in Europa
0

Wer bei dem Buch detaillierte Beschreibungen über Wanderwege mit Kilometerangaben, Tagesetappen, Hotels und Pensionen und ähnliches erwartet, ist erst einmal falsch. Hier werden Wanderungen querbeet durch ...

Wer bei dem Buch detaillierte Beschreibungen über Wanderwege mit Kilometerangaben, Tagesetappen, Hotels und Pensionen und ähnliches erwartet, ist erst einmal falsch. Hier werden Wanderungen querbeet durch Europa vorgestellt und zwar geht es von Pilgerreisen bis zu einer einfachen Wanderung durch das Watt. Es sind Wege, die hunderte Kilometer lang sind oder nur wenige. Das Besondere ist, dass die Autoren diese Wege selbst gelaufen sind und über ihre Erfahrungen erzählen. Über ihre Erlebnisse und auch ihre Gefühle. Das macht es besonders. Erst am Ende gibt es eine kurze Zusammenfassung zu Start und Ziel, die Länge der Wanderung, beste Jahreszeit oder auch Tipps zu Anreise und Übernachtung. Alles extrem kurz gefasst, denn dann gibt es eine E-Mail-Adresse, wo man viele Details nachlesen und die Planung vornehmen kann. Nach der eigentlichen Wanderseite gibt es noch jeweils drei Tipps, was man abseits machen kann oder sollte. Das Ganze wird untermalt mit wieder traumhaften Fotos, die dazu verführen, dass man sofort die Wanderschuhe schnüren möchte. Aufgrund des Aufbaus ist das Buch gut geeignet für Leute, die eine Idee für den nächsten Urlaub suchen und sich bewegen möchten. Aber eben auch für Leute, die wandergeübt sind und einen groben Überblick über mögliche Wanderung in ganz Europa bekommen und die sich dann einfach weiter informieren möchten. Auch als Geschenk für Wanderfreunde ist es bestens zu empfehlen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
Veröffentlicht am 04.05.2026

Spannungslos

Home Before Dark
0

Marsi kommt zurück in den kleinen Ort, in dem sie aufgewachsen ist und in dem ihre Schwester vor zehn Jahren spurlos verschwand. Sie möchte versuchen, endlich aufzuklären, ob ihre Schwester eventuell noch ...

Marsi kommt zurück in den kleinen Ort, in dem sie aufgewachsen ist und in dem ihre Schwester vor zehn Jahren spurlos verschwand. Sie möchte versuchen, endlich aufzuklären, ob ihre Schwester eventuell noch lebt und was damals passiert ist. Doch überall rennt sie eigentlich gegen Wände und niemand will darüber sprechen, selbst ihre Eltern nicht.

Das Buch wird als atemberaubender Psychothriller beworben. Dann muss ich ein anderes Buch gelesen haben. Der Stil ist okay, die Autorin kann gut schreiben. Allerdings fehlte für mich dieses Mal komplett und durchgehend die Spannung. Anfangs wird vor allem damit gespielt, dass Stina noch leben könnte. Komischerweise hatte ich niemals dieses Gefühl. Nicht eine Sekunde lang. Auch das eigenartige Verhalten der Eltern fand ich eher komisch, aber nicht unbedingt spannend. Es wurden auch einige weitere Verdächtige präsentiert, aber irgendwie hat mich das alles nicht vom Stuhl gerissen. Zum Ende hin gibt es noch einige überraschende Wendungen. Sie kommen für mich aber so spät, dass es das Buch insgesamt nicht mehr gerettet hat. Es ist für mich maximal ein eher durchschnittlicher Krimi.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 04.05.2026

Zu wenig

Amalfi Mortale. Kein Urlaub ohne Mord
0

Die Autorin Eleanor fährt zu einer Lesereise nach Italien und wird von einigen anderen Autoren und ihren engsten Mitarbeitern begleitet. Dabei ist auch ein Fanclub. Die Reise verläuft nicht ungestört und ...

Die Autorin Eleanor fährt zu einer Lesereise nach Italien und wird von einigen anderen Autoren und ihren engsten Mitarbeitern begleitet. Dabei ist auch ein Fanclub. Die Reise verläuft nicht ungestört und es gibt mehrere Mordanschläge und letztendlich auch Tote. Die Polizei scheint unfähig zu sein und so beginnen sie, selbst zu ermitteln.

Ich hatte mir unter dem Buch einen Cosy crime mit Italien-Flair vorgestellt. Ein wenig Flair gab es. Doch bei allem anderen wurde ich über weite Strecken eher enttäuscht. Es war von allem viel zu wenig: zu wenig Witz, zu wenig Krimi, und viel, viel zu wenig Spannung. Selbst wenn es in diesem Genre generell nicht so spannend ist, aber über lange Seiten fühlte ich mich eher „zugelabert“. Auch damit wäre ich klargekommen, denn es war zumindestens gut lesbar. Bis man an eine Stelle mit einer Fußnote kommt. und letztendlich gibt es mehr als 200 Fußnoten. Und damit wird jeder Lesegenuss und auch jeder Lesefluss komplett unterbrochen. Zumal dort auch irgendwie sehr viel gespoilert wird und manche Anmerkungen hätte man problemlos in den normalen Text unterbringen können. Die meisten allerdings hätte man weglassen sollen. Am Ende habe ich sie gar nicht mehr gelesen, weil ich einfach nur darüber genervt war und nicht verstehe, wie man auf so eine komische Idee kommen konnte. Auch beim Täter lag ich sehr zeitig schon richtig, ohne das Motiv zu wissen. Alles in allem ist daher das Buch für mich nur durchschnittlich und mäßig und ich würde nicht unbedingt eine Leseempfehlung aussprechen wollen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere