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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.11.2025

Charmant

Der Donnerstagsmordclub und der unlösbare Code (Die Mordclub-Serie 5)
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Joyces Tochter Joanna heiratet endlich. Ihr Mann Paul scheint der große Fang zu sein. Doch sein Trauzeuge Nick bittet nach der Hochzeit Elizabeth um Hilfe. Die ist zwar aufgrund ihrer Trauer um ihren Mann ...

Joyces Tochter Joanna heiratet endlich. Ihr Mann Paul scheint der große Fang zu sein. Doch sein Trauzeuge Nick bittet nach der Hochzeit Elizabeth um Hilfe. Die ist zwar aufgrund ihrer Trauer um ihren Mann noch nicht ganz wieder auf der Höhe, verspricht aber Hilfe. Denn da ist eine Bombe unter dem Auto. Nur ist diese bald weg und Nick ebenso. Dafür explodiert die Bombe bei seiner Geschäftspartnerin. Was nach einem großen Durcheinander aussieht, stellt sich schnell als die Suche nach dem großen Geld heraus … dumm nur, dass Ron private familiäre Probleme hat, Ibrahim beschäftigt ist und Joyces eher an den Kreisen von Paul interessiert ist.

Das Buch ist die bewährte Fortsetzung der Reihe. Wie immer geht es nicht um brutale Kriminalfälle – auch wenn es Tote gibt. Viel mehr macht der Charme des Schreibens und Beschreibens vor allem der vier Hauptfiguren das Buch gut. Es ist eher ruhig und oft ist der Witz in einem Nebensatz untergebracht. Alle Figuren sind nicht nur gut und böse, sondern fast immer irgendwie dazwischen. Ich würde sagen: britischer Humor vom Feinsten. Auch wenn für mich persönlich ein wenig mehr Spannung dabei sein dürfte.

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Veröffentlicht am 10.11.2025

Mord bei Avignon

Das Rot der Vaucluse
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Bei einem Sturz von einem alten Äquadukt stirbt ein Mann. Kommissar Luc übernimmt den Fall. Doch erst einmal ist gar nicht aufzuklären, wer der Tote überhaupt ist. Es gibt einen Verdächtigen, doch der ...

Bei einem Sturz von einem alten Äquadukt stirbt ein Mann. Kommissar Luc übernimmt den Fall. Doch erst einmal ist gar nicht aufzuklären, wer der Tote überhaupt ist. Es gibt einen Verdächtigen, doch der ist nicht aufzufinden. Unter anderem auch, weil er zusammen mit seiner Freundin die Flucht mit Fahrrädern in unwegsames Gelände vornimmt.

Das Buch konnte mich nicht ganz überzeugen. Der erste Teil ist fast komplett ohne Spannung und ich brauchte eine längere Weile, um die verschiedenen Personen zu erkennen und zuordnen zu können. Teil 2 ist dann wesentlich spannender und die Handlung nimmt an Fahrt auf. Das Ende lässt mich nicht wirklich glücklich zurück, für Details müsste ich aber zu viel spoilern. Was also den Krimi-Teil der Handlung angeht, gibt es Steigerungsmöglichkeiten nach oben. Was allerdings sehr gut gelungen ist, sind die Landschaftsbeschreibungen. Selbst wenn man noch nie in der Gegend war, kann man sich alles bildlich vorstellen und ist mitten in den Örtlichkeiten dabei.

Daher würde ich das Buch empfehlen, wenn jemand eher auf ruhige Krimis steht.

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Veröffentlicht am 07.11.2025

Überwiegend sehr spannend

Lügennebel
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Sechs Studenten wollen gemeinsam ein paar Tage Winterferien im Are verbringen. Die 2 Mädchen und 4 Jungen feiern anfangs sehr ausgelassen mit extrem viel Alkohol, fahren Ski und nehmen auch Drogen. Bis ...

Sechs Studenten wollen gemeinsam ein paar Tage Winterferien im Are verbringen. Die 2 Mädchen und 4 Jungen feiern anfangs sehr ausgelassen mit extrem viel Alkohol, fahren Ski und nehmen auch Drogen. Bis eines morgens eines der Mädchen tot im Schnee liegt. Niemand will der Täter gewesen sein. Doch fast alle lügen bei den Aussagen.
Kommisssarin Hanna unterbricht für den Fall ihren Kurzurlaub mit ihrem neuen Freund. Auch Daniel kniet sich rein, was ihm viele familiäre Probleme einbringt. Und auch Anton gerät in Schwierigkeiten.

Das Buch lässt sich sehr gut lesen und ist auch überwiegend sehr spannend. Gerade am Anfang geht es quasi hin und her mit den Verdächtigungen. In der Mitte lässt die Spannung etwas nach, hier geht es oft um die privaten Probleme. Trotzdem ist man irgendwie immer dabei, denn es gibt in jedem neuen Kapitel Informationen, die alles verändern und teilweise kippen. Die Dynamik in der Jugendlichengruppe ist extrem und sehr schnell brechen die Gegensätzlichkeiten auf. Dabei gehen die Ermittlungen nur langsam vorwärts und die Gefahren werden immer größer. Das ist sehr gut beschrieben. Es gibt auch genügend Ansätze für eine Fortsetzung. Von mir gibt es eine Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 04.11.2025

Leider ohne Spannung

Der Tag, an dem Barbara starb
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Margaret ist 89, als ihre Freundin ermordet wird. Die Polizei tappt im Dunkeln und alle Verdächtigen haben ein Alibi. Irgendwann beschließt Margaret, zusammen mit ihrem Enkel James die Sache selbst in ...

Margaret ist 89, als ihre Freundin ermordet wird. Die Polizei tappt im Dunkeln und alle Verdächtigen haben ein Alibi. Irgendwann beschließt Margaret, zusammen mit ihrem Enkel James die Sache selbst in die Hand zu nehmen und zu ermitteln. Leider fällt ihr das zunehmend schwerer, denn sie leidet an fortschreitendem Alzheimer. Und den wichtigsten Satz, den Barbara ihr kurz vor dem Tod gesagt hat, hat sie vergessen.

Mich konnte das Buch nicht überzeugen. Auch wenn ein Cosy Krimi nicht super spannend ist, sollte doch wenigstens ein bisschen Spannung vorhanden sein. Doch das fehlt in diesem Buch komplett. Über weite Strecken geht es ausschließlich um Margarets Krankheit und die entsprechenden Folgen. Da ich selbst erst kürzlich familiär davon betroffen war, kann ich nachvollziehen, dass die Schilderungen sehr authentisch sind. Und ich konnte Margarets Tochter vollkommen verstehen. Im Buch wird sie ziemlich hartherzig dargestellt. Immer, wenn die Geschichte ein klein wenig Fahrt aufnimmt, kommt das Familiäre wieder dazwischen und sofort war alles vorbei. Was die Auflösung des Falles angeht, hatte ich schon sehr zeitig eine berechtigte Ahnung, auch wenn ich den wahren Grund nicht kannte. Alles in allem ist mein Fazit: ein nettes Buch, das man lesen kann, aber nicht unbedingt muss. Falls eine Fortsetzung angedacht ist, bin ich nicht mehr dabei

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Veröffentlicht am 04.11.2025

Ich bin etwas in Sorge

Mahlzeit! Geschichten von Europas Tischen
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Wladimir Kaminer bereist halb Europa, meist eingeladen zur Veröffentlichung eines seiner neuen Bücher in dem jeweiligen Land. Dabei lernt er die Menschen, aber vor allem die Küche und die Getränke besser ...

Wladimir Kaminer bereist halb Europa, meist eingeladen zur Veröffentlichung eines seiner neuen Bücher in dem jeweiligen Land. Dabei lernt er die Menschen, aber vor allem die Küche und die Getränke besser kennen.

Das Buch ist wie immer sehr gut zu lesen. Die kurzen Abschnitte zeigen den genauen Beobachter. Allerdings bin ich etwas in Sorge, denn Wladimir muss mehr als nur einfach trinkfest sein, sondern trinkt sich fröhlich durch diverse Länder, dass einen Angst und Bange wird. Das beschreibt der allerdings mit sehr viel Selbstironie und so lernt man Land Leute und Küchen nebenbei kennen.

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