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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.04.2025

Mehr erwartet

Green Bonanza
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Ich habe mir dieses Kochbuch geborgt, da ich nicht sicher war, ob es das richtige für mich ist. Ich bin kein Vegetarier, probiere aber immer gern mal wieder solche Rezepte aus. Daher war ich auf das Kochbuch ...

Ich habe mir dieses Kochbuch geborgt, da ich nicht sicher war, ob es das richtige für mich ist. Ich bin kein Vegetarier, probiere aber immer gern mal wieder solche Rezepte aus. Daher war ich auf das Kochbuch gespannt. Für mich war es aber rein inhaltlich nur Durchschnitt, und zwar besonders aus folgendem Grund. Insgesamt etwas mehr als 50 Rezepte für 24 € empfand ich als zu teuer. Oder anders gesagt, es waren nicht so viele neue Informationen bei den allgemeinen Zwischenteilen. Es wurde viel über die Autorin berichtet, das ist zwar recht nett, mir war es für ein Kochbuch zu viel. Auch einige Aufzählungen (Was darf in der Küche nicht fehlen) empfand ich als unnötig. Gut dagegen fand ich die Aufstellung der wichtigsten Zutaten und vor allem die Erklärungen zu eher ungewöhnlichen Zutaten.

Die Rezepte selbst sind interessant, teils aber auch extrem aufwendig in der Zubereitung bzw. in der Anzahl der Zutaten. Schnell mal „nebenbei“ ist eher nicht und selbst für ein Wochenendessen war mir vieles dann schlicht zu aufwendig. Natürlich nicht alles: Ofenkartoffeln gehen z. B. schnell und sind einfach. Wobei die Erklärungen aller Rezepte sehr ausführlich und nachvollziehbar sind. Das hat mir gut gefallen. Leider fehlt die Angabe, wieviel Zeit zur Herstellung ungefähr eingeplant werden sollte.

Alles in allem waren es mir insgesamt zu wenig Rezepte und zu viel „Nebenbei“, das für mich nicht nötig gewesen wäre.

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Veröffentlicht am 23.04.2025

Schwer

SOG
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Nach dem letzten Fall wurden sowohl Kommissar Huldar wie auch Psychologin Freyja degradiert. Freyja muss sich bewähren und will eigentlich nicht mehr mit der Polizei zusammenarbeiten. Huldar bekommt untergeordnete ...

Nach dem letzten Fall wurden sowohl Kommissar Huldar wie auch Psychologin Freyja degradiert. Freyja muss sich bewähren und will eigentlich nicht mehr mit der Polizei zusammenarbeiten. Huldar bekommt untergeordnete Arbeiten und Fälle. So wird nach 10 Jahren bei einem Schulprojekt u. a. eine Liste mit Namen ausgegraben, die eine Art Todesliste sein soll. Huldar geht dem nach und ahnt nicht, in was für einen Fall ihn die Ermittlungen führen werden.

Nach DNA ist es das 2. Buch mit Huldar und Freyja. Man muss den Vorgängerband nicht kennen, um „SOG“ folgen zu können. Doch es ist hilfreich, um die persönlichen Beziehungen zwischen Huldar und Freyja zu verstehen, denn die nehmen in dem Buch einen großen Raum ein, mir war es manchmal zu viel. Der Fall selbst - ich würde ihn nicht als Thriller, sondern als soliden Krimi bezeichnen - ist schwer zu verdauen. Mir hat ein wenig die Spannung gefehlt und ich ahnte relativ bald schon, wer der Täter sein könnte, ohne allerdings die ganzen Verwicklungen und Zusammenhänge zu erkennen. Alles in allem war das Buch trotz einiger Längen gut lesbar, die Geschichte heftig, die Reaktionen nachvollziehbar. Von mir gibt es eine Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 23.04.2025

Herrlich schräg

Hamstersaurus Rex
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Sam geht in die 6. Klasse und ist nicht unbedingt so ganz glücklich mit dem Schulleben. Da steht auf einmal ein Hamster in der Klasse. Keiner weiß, woher der kam. Und Sam tauft ihn aufgrund seiner Ähnlichkeit ...

Sam geht in die 6. Klasse und ist nicht unbedingt so ganz glücklich mit dem Schulleben. Da steht auf einmal ein Hamster in der Klasse. Keiner weiß, woher der kam. Und Sam tauft ihn aufgrund seiner Ähnlichkeit zum Hamstersaurus Rex – denn er hat kurze Arme und knurrt. Sam denkt sofort an einen Dino. Wie nahe er damit liegt, ahnt er nicht. Denn Rex verschwindet schnell wieder, schnappt sich einen Powerriegel vom Sportlehrer und mutiert zu einer Art Hamster-Dino mit kleinem Schwanz und immerwährenden pausenlosen Hunger. Das gefällt einigen nicht und so steht Sam und Rex einiges bevor …

Das Buch ist herrlich schräg. Gedacht für Kinder in Sams Alter hat es aber mir als Erwachsenem viel Freude gebracht. Zum einen die schönen Bilder – damit es ist auch vorlesetauglich. Zum anderen der schräge Humor. Und trotzdem ist es nicht nur Klamauk – es beschreibt den Schulalltag der Kinder, erzählt von Freundschaft – und kommt bei all dem ohne Belehrungen und Zeigefinger aus, sondern vermittelt pures Lesevergnügen.

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Veröffentlicht am 23.04.2025

Schwächer

Nachts am Brenner
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Grauner und Saltapepe stehen vor einem kniffligen Fall. Ein alter Mann wird grausam ermordet, von einem Pferd zu Tode geschleift. Während die Ermittlungen anlaufen, wird der nächste Tote gefunden. Wieder ...

Grauner und Saltapepe stehen vor einem kniffligen Fall. Ein alter Mann wird grausam ermordet, von einem Pferd zu Tode geschleift. Während die Ermittlungen anlaufen, wird der nächste Tote gefunden. Wieder ein alter Mann und ein Bekannter des ersten Toten. Während sich die Ermittlungen in Richtung Drogenhandel bewegen, entdeckt Grauner Unterlagen, die mit dem Mond an seinen Eltern zusammenhängen und begibt sich auf einen gefährlichen Alleingang...

Im Vergleich zu den beiden Vorgängern fand ich dieses Buch schwächer. Zum einen hatte ich das Gefühl, Grauner wird immer mehr als ein kauziger rückwärtsgewandter Mensch dargestellt, der eigentlich mit seiner Polizeiarbeit nur hadert. Zum anderen fehlte mir eine durchgehende Spannung. So wirklich Verdächtige gab es für mich nicht, weil so ziemlich jedes mögliche Verbrechen als Motiv herhalten musste. Ich bekam mehr und mehr das Gefühl, auf dem kleinen Stück Brenner gibt es nur noch Verbrecher. Alles musste irgendwie untergebracht werden. Das nahm mir etwas die Lust am Lesen und ich kämpfte mich über große Strecken durch das Buch. Selten hatte ich das Gefühl, unbedingt weiterlesen zu wollen. Gut gefallen haben mir die Landschaftsbeschreibungen und die Eigenheiten der Menschen in der Region. Alles in allem für mich ein eher durchschnittliches Buch mit einigen Längen und für mich von den drei bisher vorliegenden Bänden das am wenigsten interessante.

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Veröffentlicht am 23.04.2025

Unspannend komisch

Wildfutter
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Rosenheim - idyllische Stadt in Bayern, bis der Ex-Kommissar Vitus im Wildpark eine Hand findet. Es ist der Rest des verschwundenen Jugendfußballtrainers Tiger. Vitus Nachfolger tappt im Dunkeln und Vitus ...

Rosenheim - idyllische Stadt in Bayern, bis der Ex-Kommissar Vitus im Wildpark eine Hand findet. Es ist der Rest des verschwundenen Jugendfußballtrainers Tiger. Vitus Nachfolger tappt im Dunkeln und Vitus ermittelt zusammen mit seiner Tochter Jo, die als Journalistin arbeitet. Und dabei stellt sich heraus, dass Tiger nicht nur auf dem Fußballplatz gespielt hat, sondern auch reichlich mit den Müttern seiner Schüler trainiert hatte...

Mein erster Gedanke nach dem Lesen des Buches war, dieses komplett zu verreißen, denn mit einen Krimi hat es wenig bis gar nichts zu tun. Spannung kommt nicht auf, Ermittlungen gibt es wenige. Es kommt ziemlich viel Fußball darin vor - okay, bei einem Opfer, das als Trainer arbeitet noch verständlich. Doch im Laufe des Buches hatte ich mehr und mehr das Gefühl, dass ich eine Art Softporno lese, bei dem die Autorin alle ihre Wünsche untergebracht hat.
Trotz allem ist das Buch nicht so schlecht, wie es meine Eingangssätze vermuten lassen. Man darf es nur eben nicht als Krimi lesen. Ansonsten ist es nämlich über große Strecken richtig witzig mit vielen direkten und versteckten Anspielungen auf die Fußballwelt, dem heilen (bayerischen) Familienleben und den dortigen Bräuchen. So habe ich öfter schmunzeln und lachen können und aus diesem Grund beurteile ich das Buch noch als "gut".

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