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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.02.2025

Schwierige Entscheidungen

Im Nordlicht
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Hamburg 1914. Alice kämpft immer noch um die Scheidung und um das Sorgerecht für ihre Tochter Rosa. Doch das ist extrem schwierig. Ihr Ehemann hat Rosa versteckt. Um bei Gericht mehr Chancen zu haben, ...

Hamburg 1914. Alice kämpft immer noch um die Scheidung und um das Sorgerecht für ihre Tochter Rosa. Doch das ist extrem schwierig. Ihr Ehemann hat Rosa versteckt. Um bei Gericht mehr Chancen zu haben, beginnt Alisa bei der Familie von John als Dienstmädchen zu arbeiten. Doch das ist für alle eine schwierige Situation.

Das Buch ist der zweite Teil der Reihe. Ich habe beide Teile mit zeitlichem Abstand gelesen und hatte am Anfang einige Probleme, die vielen Namen den entsprechenden Personen und Familienverhältnissen zuzuordnen. Da wäre ein Personenregister am Anfang wirklich hilfreich gewesen. Ansonsten ist die Geschichte wiederum sehr gut geschrieben und deckt über verschiedene Personen die unterschiedlichen Klassen der Gesellschaft und ihre Probleme ab. Das alles ist gut lesbar und vermittelt ganz nebenbei auch einiges an Wissen. Gegen Ende hin überschlagen sich die Ereignisse und die Familienmitglieder werden aus unterschiedlichsten Gründen stark ausgedünnt. Allerdings fand ich das Ende sehr gut gelungen. Es spiegelt die damaligen Möglichkeiten wider und ist nicht kitschig. Von mir gibt es eine Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 30.01.2025

Die Unbeugsamen Teil 7

Idefix und die Unbeugsamen 07
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Auch in diesem Comic gibt es – wie in den vorherigen Büchern schon - wieder drei unterschiedliche Teile, in denen die Unbeugsamen es mit diversen Römern und ihren meist schlechten Idee zu tun bekommen. ...

Auch in diesem Comic gibt es – wie in den vorherigen Büchern schon - wieder drei unterschiedliche Teile, in denen die Unbeugsamen es mit diversen Römern und ihren meist schlechten Idee zu tun bekommen. Und meist sind es auch alte Bekannte aus den vorherigen Bänden – sowohl bei den Menschen wie auch bei den Tieren. Wie immer geht es am Ende natürlich gut für die Idefix-Truppe aus, aber bis dahin müssen sie sich viel einfallen lassen und brauchen auch immer mal Hilfe.

Die Figuren sind einfach köstlich. Wie auch in den großen Asterix-Bänden ist alles liebevoll gezeichnet und die Namen sind oft einfach zum Schießen schräg. Das macht einen Teil des Reizes aus. Dann natürlich auch die lustigen Texte. Für Leseanfänger nicht unbedingt leicht, aber auch als Erwachsener amüsiert man sich oft. Der Spagat dazwischen ist nicht einfach, für mich aber gelungen.

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Veröffentlicht am 30.01.2025

Komisch

»Wenn Ende gut, dann alles«
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Der Möchtegern-Schriftsteller Tommi lebt mangels Geld in einem Wohnwagen und die ukrainische Putzfrau Svetlana hat er sozusagen von seinem Vater geerbt und sie putzt bei ihm. Als beide zusammen mitten ...

Der Möchtegern-Schriftsteller Tommi lebt mangels Geld in einem Wohnwagen und die ukrainische Putzfrau Svetlana hat er sozusagen von seinem Vater geerbt und sie putzt bei ihm. Als beide zusammen mitten im Wald ein kleines Mädchen finden, beginnt ein Abenteuer und die Suche nach seiner Mutter. Da sich scheinbar die Polizei nicht dafür interessiert.

Irgendwie ist das Buch komisch für mich. Ich kenne mehrere Bücher des Autoren-Duos und habe nach dem Lesen dieses Buches das Gefühl, Klüpfel war zuständig für die Abteilung Humor bei den Kluftinger-Büchern und nicht unbedingt für die Abteilung Spannung. Jedenfalls ist es das, was dem vorliegenden Buch für mich völlig fehlt. Natürlich, es ist weder als Thriller noch als Krimi beschrieben. Doch irgendwie will es zumindest ein Krimi sein. Doch dafür fehlt mir einfach zu viel. Und was das Lustige angeht, die Wortspiele mit der ukrainisch-deutschen Sprache und die Spielchen im Altersheim haben sich relativ schnell abgenutzt. Es fällt mir irgendwie schwer, das Buch zu empfehlen. Ich fand keinen rechten Zugang. Für mich war es allenfalls Durchschnitt.

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Veröffentlicht am 29.01.2025

Guter Abschluss

Die Töchter der Ärztin
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Inzwischen ist es das Jahr 1931. Die Töchter der Ärztin leben in Deutschland und den USA. Doch hier wie dort ist das Leben nicht einfach. In Amerika herrscht große Arbeitslosigkeit, in Deutschland kommen ...

Inzwischen ist es das Jahr 1931. Die Töchter der Ärztin leben in Deutschland und den USA. Doch hier wie dort ist das Leben nicht einfach. In Amerika herrscht große Arbeitslosigkeit, in Deutschland kommen die Nazis mehr und mehr an die Macht. Gleichzeitig gibt es auch innerhalb der Familie Probleme. Kinder werden geboren, Menschen sterben und für alles müssen sich Lösungen finden.

Das Buch ist der Abschluss der Reihe. Ein sehr gelungener Abschluss. Wie schon vorher steht zwar die Familie im Mittelpunkt, doch durch die Arbeit und die verschiedenen Personen geht es sowohl um die Medizin, ihre Fortschritte, aber auch ihre Schwierigkeiten. Aber eben auch um die unterschiedlichen Menschen, die kommenden Probleme der Juden und Homosexuellen z. B. Das alles wie gut beschrieben und sehr gut zu lesen. Am meisten hat mich das Nachwort berührt.
Von mir gibt es eine Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 27.01.2025

Zu kalt

Ginsterburg
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1930 in der fiktiven Kleinstadt Ginsterburg beginnt auch hier die Herrschaft der Nazis. Die Menschen unterschiedlicher Profession und unterschiedlicher Klasse fangen an, sich mehr oder weniger mit den ...

1930 in der fiktiven Kleinstadt Ginsterburg beginnt auch hier die Herrschaft der Nazis. Die Menschen unterschiedlicher Profession und unterschiedlicher Klasse fangen an, sich mehr oder weniger mit den neuen Machtverhältnissen zu arrangieren oder sie auch auszunutzen. Das Buch springt dann in das Jahr 1940 und man sieht, was aus einigen der Menschen geworden ist und wie sich die Verhältnisse geändert haben. Noch krasser im Jahr 1945, mit dem das Buch endet.

Man merkt dem Buch deutlich an, dass der Autor die damaligen und die heutigen Zeiten vergleichen möchte. Der Ansatz ist sehr gut und das Buch ist auch gut lesbar. Der Stil ist interessant. Leider an manchen Stellen für meine Begriffe viel zu ausschweifend. Da werden Örtlichkeiten im Detail beschrieben. Leider trifft das auf die Menschen nicht zu. Und genau das ist meine Kritik an dem Buch. Die Menschen werden manchmal nur kurz vorgestellt, tauchen später ebenfalls nur für Momente oder gar nicht mehr in der Geschichte auf. Und irgendwie findet man zu ihnen keinen gefühlsmäßigen Zugang. Und dies ist mein Problem. Wenn man vor den damaligen Zeiten warnen will und Vergleiche zu heute zieht, muss man definitiv die Menschen über Gefühle erreichen. Das fehlt mir hier leider völlig. Sie kommen mir alle sehr kalt vor und teilweise hatte ich das Gefühl, dass alle irgendwie sehr speziell und gar nicht der Durchschnittbürger sind. Ein weiterer Kritikpunkt für mich ist, dass zwei der Figuren - nämlich Lothar und Erich - reale Personen sind. Darauf bin ich eher zufällig gestoßen und hier vermisse ich, dass im Anhang darauf eingegangen wird. So hat das Buch letztendlich leider meine Erwartungen nicht erfüllt.

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