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Veröffentlicht am 07.01.2025

Urs Meier - Mein Leben auf Ballhöhe

Urs Meier
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Der ehemalige Schweizer TOP-Schiedsrichter berichtet in diesem Buch über seine Entwicklung. Von den Anfängen als Fußballer bis zum Leiter wichtiger Spiele und zu seinen heutigen Verpflichtungen. Es werden ...

Der ehemalige Schweizer TOP-Schiedsrichter berichtet in diesem Buch über seine Entwicklung. Von den Anfängen als Fußballer bis zum Leiter wichtiger Spiele und zu seinen heutigen Verpflichtungen. Es werden verschiedene Spielszenen vorgestellt und erläutert, die damaligen Entscheidungen erklärt und über die Eigenheiten verschiedener Spieler berichtet. Ebenfalls über die Entwicklung des Profifussballs und die eher fehlende Entwicklung der Profi-Schiedsrichter.

Für mich war das Buch gut lesbar. Vom Stil her einfach und direkt war es auch für einen Laien gut verständlich. Ich bin – von WM- und EM-Turnieren mal abgesehen – kein Fußballfand und auch eher gelegentlicher Zuschauer. Die meisten Spieler waren mir vom Namen her bekannt, wenn auch eher aus den Nationalmannschaften. Ich finde trotzdem, dass das Buch eher etwas für einen Fußballfachmann oder einen Fußballfan ist. Mir fehlte einfach der „persönliche“ Urs Meier. Ich hätte gern einfach mehr privates erfahren. Ich meine jetzt hier keine „schmutzige Wäsche“ oder familiäre Enthüllungen. Sondern ganz einfach: wie ging es dem Mensch Urs Meier, wenn er nach einem körperlich und/oder emotional anstrengenden Spiel nach Hause kam in die „Normalität“. Wie kam er dann mit den Forderungen der Familie zurecht, was hatte er in der Firma für Aufgaben? Wie viel Zeit blieb ihm dafür? Hatte er andere Hobbies? Genau das hätte das Buch für mich richtig interessant gemacht. So war es gut lesbar, hat mich aber nicht sehr berührt.

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Veröffentlicht am 07.01.2025

Sommerreise

Sommerreise
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Sara ist Anfang 50 und geschieden. Für ihren Ex soll sie das Motorrad verkaufen, doch sie behält es selbst und überredet statt dessen ihre Freundin Jessica, sie auf eine Motorradtour auf ein Schloß in ...

Sara ist Anfang 50 und geschieden. Für ihren Ex soll sie das Motorrad verkaufen, doch sie behält es selbst und überredet statt dessen ihre Freundin Jessica, sie auf eine Motorradtour auf ein Schloß in die Toscana zu begleiten. Sara war dort viel als Jugendliche, ihr Opa hat dort gearbeitet. Doch es kommt ganz anders, schon unterwegs trennen sich die beiden Frauen …

Ich war von den beiden Vorgängerbüchern von Asa Hellberg begeistert. Frauenromane mit Tiefgang. Um so mehr war ich über dieses Buch enttäuscht. Die Figuren waren einfach nur platt: reiche gut aussehende Frauen und Männer (und man wusste ziemlich am Anfang, wo es hingeht), dazwischen ein paar Sexszenen (die wohl neuerdings ausgeschmückt nicht mehr fehlen „dürfen“), ein paar böse Schloßbesitzer, ein paar kleinere Abenteuer, einiges an Streit und Zickereien und am Ende löst sich alles in Wohlgefallen auf. Ein Buch wie jedes andere, die Besonderheit von Asa Hellberg ist leider für mich dahin. Dabei ist auch dieses Buch gut und flüssig lesbar, aber der Tiefgang der Vorgänger fehlt fast völlig. Schade drum …

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Veröffentlicht am 07.01.2025

Hades

Hades
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Hades ist der Chef der Unterwelt … oder besser gesagt, der Chef einer großen Mülldeponie am Rande von Sydney. Er macht viele illegale Sachen, beseitigt Leichen, wird nie erwischt. Eines Tages werden ihm ...

Hades ist der Chef der Unterwelt … oder besser gesagt, der Chef einer großen Mülldeponie am Rande von Sydney. Er macht viele illegale Sachen, beseitigt Leichen, wird nie erwischt. Eines Tages werden ihm zwei kleine Kinder gebracht, die er beseitigen soll. Der Junge ist schwer verletzt, das Mädchen traumatisiert. Sie wurden entführt, ihre Eltern wurden umgebracht. Doch Hades zieht sie groß und gibt ihnen eine Ausbildung und sie werden Mitarbeiter in der Mordkommission …

Das Buch hat mir gut gefallen. Es ist schnell zu lesen, jedenfalls konnte ich nicht aufhören und hatte es an einem Tag durch. Der Wechsel zwischen Gegenwart und Vergangenheit sorgt für durchgehende Spannung. Da ist die Geschichte von Hades und von den Kindern, da ist die Geschichte des neuen Mitarbeiters der Mordkommission Frank und die Reaktion von Eden und Eric darauf und da ist die Geschichte des Serienmörders, dessen Taten sie aufklären müssen. Diese drei Ebenen werden immer wieder gut verbunden. Den Punktabzug gibt es für mich, weil es für mich nicht logisch war, das Eric und Eden mit dieser Vergangenheit ohne Überprüfung bei der Mordkommission arbeiten und weil mir das Ende auch nicht plausibel erschien. Trotzdem gibt es für mich eine absolute Leseempfehlung und ich freue mich auf den 2. Teil.

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Veröffentlicht am 07.01.2025

Wenn Du mich tötest

Wenn du mich tötest
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Im Nordwesten von Schottland in einem kleinen Ort sitzen die Leute im Pub, als ein Mann zur Tür herein kommt und ein Einzelzimmer verlangt. Der Mann – Julian – ist ein deutscher Tourist. Komisch ist nur, ...

Im Nordwesten von Schottland in einem kleinen Ort sitzen die Leute im Pub, als ein Mann zur Tür herein kommt und ein Einzelzimmer verlangt. Der Mann – Julian – ist ein deutscher Tourist. Komisch ist nur, dass er eigentlich Urlaub mit seiner Frau gemacht und noch vor wenigen Tagen einen Bootsausflug unternommen hat. Doch dabei gab es Streit. Jetzt meldet sich der Mann bei der Polizei und seine Frau als vermisst. Bald glaubt der ermittelnde Detective nicht mehr an die Unschuld von Julian und dann wird auch noch die Leiche einer Frau angespült …

Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Die Spannung wird durchgehend hoch gehalten. Dabei passiert gar nicht so viel. Aber dieses ständige Spiel damit, ob Julian seine Frau getötet hat oder nicht, hält die Spannung hoch. Eigentlich ist er sympathisch, doch dann erfährt man etwas aus seiner Vergangenheit oder er verhält sich eigenartig und sofort zweifelt man wieder. Ich habe das Buch fast in einem Rutsch gelesen. Wenn ich aufhören wollte, sagte ich mir – erst noch das Kapitel zu Ende. Und ehe ich mich versah, war ich schon beim nächsten oder übernächsten Kapitel. Ich konnte kaum aufhören. Die Figuren – vor allem die schottischen Bewohner – und die Landschaft sind sehr treffend beschrieben und ich hatte sofort wieder die Bilder meiner eigenen Reisen vor Augen.

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Veröffentlicht am 07.01.2025

In Liebe, Layla

In Liebe, Layla
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Layla ist die Tochter eines vermögenden Senators und musste noch nie in ihrem Leben arbeiten. Sie amüsiert sich, besucht eine Party nach der anderen und flirtet. Als sie sich weigert, den vom Vater ausgesuchten ...

Layla ist die Tochter eines vermögenden Senators und musste noch nie in ihrem Leben arbeiten. Sie amüsiert sich, besucht eine Party nach der anderen und flirtet. Als sie sich weigert, den vom Vater ausgesuchten Verlobten zu heiraten, kommt es zu einem Streit, bei dem der Vater ihr die finanzielle Unterstützung entzieht und sie zum Arbeiten zwingt. Über einen Onkel kommt sie in ein Projekt und in die Kleinstadt Macedonia in West Virginia. Dort soll sie anlässlich der 150-Jahr-Feier ein Buch über die Geschichte der Stadt schreiben. Anfangs findet sie alles grauenvoll und fühlt sich in der Familie, in der sie zur Untermiete wohnt, einfach nur unwohl. Doch dann lernt sie Felix kennen...

Mich hat das Buch nicht überzeugt. Den dauernden Wechsel der Erzähler fand ich anstrengend und anfangs auch verwirrend. Am besten gefielen mir die Teile, die als Brief geschrieben waren. Und die Teile, die die Buchkapitel der Stadtgeschichte waren, die waren sehr humorvoll. Ansonsten habe ich mich 400 der 600 Seiten teilweise durchgequält und oft gelangweilt. Alles wurde so breit gezogen und ausgewalzt. Hier hätte für meine Begriffe eine Straffung gut getan. Erst im letzten Drittel kam ein wenig Spannung auf und ich konnte flüssiger lesen. Das Ende wiederum fand ich nicht überzeugend. Keine der Figuren mit Ausnahme von Emmet war mir besonders sympathisch oder nähergehend. Am Schluss war ich einfach nur froh, dass das Buch zu Ende war.

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