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Veröffentlicht am 18.10.2024

Der Teufel von New York

Der Teufel von New York
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New York 1845 – die Polizei ist gerade gegründet worden. Sie hängt stark mit der demokratischen Partei zusammen und ist auf keinen Fall unabhängig. Die Brüder Val und Tim Wilde werden beide Polizisten. ...

New York 1845 – die Polizei ist gerade gegründet worden. Sie hängt stark mit der demokratischen Partei zusammen und ist auf keinen Fall unabhängig. Die Brüder Val und Tim Wilde werden beide Polizisten. Val, weil er stark mit der Partei verbunden ist. Tim ist eigentlich Barkeeper, doch nach einem Brand sind seine Arbeit und alle Ersparnisse weg und damit auch die Aussicht, seine Angebetete Mercy zu heiraten. Er ist nicht glücklich, als Polizist zu arbeiten, doch er hat keine andere Wahl. Wenigstens findet er jetzt ein Zimmer über einer Bäckerei und muss auch nicht hungern. Die Polizei läuft anfangs nur Streife und soll eher für Ordnung auf den Straßen sorgen. Die Kriminalpolizei, wie wir sie heute kennen, gibt es nicht mal ansatzweise. Da läuft Tim bei einer seiner Streifen ein kleines Mädchen – völlig mit Blut überströmt – in die Arme. Bei weiteren Nachforschungen werden 19 grausam zugerichtete Kinderleichen gefunden und Tim erhält den Auftrag, die Sache möglichst heimlich aufzuklären, denn neben den Problemen zwischen den politischen Parteien gibt es noch die Probleme zwischen den verschiedenen Einwanderernationen, zwischen Protestanten und Katholiken, Schwarzen und Weißen … Und Tim erhält auch eher wenig Unterstützung…

Was nach einem richtig guten Krimi klingt, hat mich eher enttäuscht. Das Buch wurde als „Thriller“ und „historischer Roman“ beworben, wobei der Verlag es selbst einfach „Roman“ nennt. Letzteres trifft es wohl am ehesten, denn Thriller ist die völlig falsche Bezeichnung. Im Gegenteil – die ersten Seiten lasen sich für mich einfach nur zäh. Ausgewalzte Erklärungen zu allem und jeden, kaum Handlung und Null Spannung. Ich war mehrfach versucht, das Lesen aufzugeben. Dazu kam noch die Verwendung der Gaunersprache. Ich weiß nicht, ob es nur an der Übersetzung lag – aber die seitenlangen Dialoge in der Sprache nervten mich irgendwann einfach nur. Es gibt ein Glossar am Ende des Buches, doch ein dauerndes Nachblättern störte meinen ohnehin eher langsamen Lesefluss noch mehr, so dass ich es irgendwann gelassen habe. Die meisten der auftretenden Figuren (bis auf Tim, zum Teil Val und vor allem Bird) blieben blass oder klischeehaft, nicht immer überzeugend. Vor allem Mercy wurde am Anfang zum nur „helfenden Engel“ stilisiert und wirkte wie eine Fee und nicht wie ein Mensch, die Änderung im Laufe des Buches war für mich nicht glaubhaft. Die Reaktion von Tim darauf auch nicht wirklich. Alles in allen bin ich im Mittelteil sogar mehrfach eingeschlafen und erst im letzten Teil gab es mehr Handlung, eine Art Ermittlung und damit auch etwas Spannung. Das Ende war nicht wirklich überraschend für mich, wenn es dazwischen auch einige Wendungen gab. Die Autorin hat sicherlich viele Recherchen zum Hintergrund und zur Geschichte von New York angestellt. Doch mir war es insgesamt zu viel Detailverliebtheit und zu wenig Handlung (für Fachwissen würde ich eher ein Sachbuch lesen), eine sicherlich geplante Fortsetzung werde ich eher nicht lesen.

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Veröffentlicht am 18.10.2024

Ein mallorquinischer Sommer

Ein mallorquinischer Sommer
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Jenn und Greg sind viele Jahre verheiratet, er arbeitet an der Universität, sie in einem Altenheim. Dann gibt es noch Gregs Tochter Emma, 15. Sie verbringen seit vielen Jahren ihren Urlaub im Haus Ana ...

Jenn und Greg sind viele Jahre verheiratet, er arbeitet an der Universität, sie in einem Altenheim. Dann gibt es noch Gregs Tochter Emma, 15. Sie verbringen seit vielen Jahren ihren Urlaub im Haus Ana auf Mallorca und sind glücklich. Doch dieses Jahr ist es etwas anders. Die erste Woche sind Greg und Jenn allein, in der zweiten Urlaubswoche bringt Emma ihren ersten richtigen Freund Nathan mit. Nathan ist 17 und passt auf den ersten Blick gar nicht in die Familie. Doch Jenn verfällt mehr und mehr Nathan …
Genau das ist mein Problem. Außer das Nathan gut aussieht, erschließt sich mir nicht wirklich, was Jenn an ihm findet. Ein schneller Sex zwischen Tür und Angel und einige Gewissensbisse. Doch eigentlich war sie bisher glücklich mit Greg und so richtig überzeugt mich ihr „Verfall“ für Nathan nicht. Überzeugend ist die Beschreibung von Mallorca, man spürt förmlich die Sonne, Strand, das Urlaubsgefühl. Man sieht das tolle Haus vor Augen, die schönen Restaurants, das andere Leben, die Kultur. Überzeugend auch die pubertären Probleme und Verhaltensweisen von Emma. Nicht überzeugend, dass Emma und Jenn nahezu Modellmaße haben müssen, die Seitenhiebe auf die Menschen, die das nicht haben. Benötigt es diese Vorstellung, damit Nathan Sex mit der Mitte 40-jährigen Jenn hat? Für mich machte es eher den Eindruck, dass Nathan an allen Frauen Interesse zeigt, die nicht bei 3 „auf dem Baum sind“. Im Alter von 17 sicher nicht so ungewöhnlich. Insgesamt waren für mich die Figuren aber irgendwie zu klischeehaft. Ein netter Roman, aber bei weitem werden die Ankündigungen des Klappentextes nicht erfüllt. Insgesamt finde ich den Preis von rund 15 € zu teuer für die wenigen Seiten. Und was mich sehr gestört hat: Der Verfasser des Klappen- bzw. Rückseitentextes hat das Buch scheinbar nicht selbst gelesen. Denn wie kann es sonst passieren, dass „Jen“ dort nur mit einem „n“ geschrieben wird, im Buch aber durchweg mit zwei n. .

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Veröffentlicht am 18.10.2024

Die dritte Stimme

Die dritte Stimme
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In Südfrankreich wird eine junge blinde Frau gefunden. Sie arbeitete in einem Zirkus. Zur gleichen Zeit erhängt sich in Schweden ein Zollbeamter. Wie sich herausstellt, wurden beide ermordet. Scheinbar ...

In Südfrankreich wird eine junge blinde Frau gefunden. Sie arbeitete in einem Zirkus. Zur gleichen Zeit erhängt sich in Schweden ein Zollbeamter. Wie sich herausstellt, wurden beide ermordet. Scheinbar ist das nur ein Zufall und beides hat nichts miteinander zu tun. Und so beginnen die Ermittlungen völlig unabhängig …

Mir fällt es etwas schwer, das Buch zu beurteilen. Es hat mich nicht restlos überzeugt. Dabei hat es alles, was zu einem guten Krimi gehört. Morde, anfangs ein großes Tappen im Dunkeln, verschiedene Ermittler, gute Schauplätze. Und trotzdem zog es mich nicht wirklich in seinen Bann. Zum einen waren mir die vielen privaten Probleme und Abweichungen dazu von der Handlung einfach viel zu viel. Zum anderen fehlte mir über weite Strecken auch irgendwie die Spannung. Ich konnte jederzeit das Lesen unterbrechen und es gab nur wenige Teile, die ich wirklich länger am Stück gern gelesen habe. Es gab ein paar gute Einfälle zwischendurch, am Ende eine interessante Lösung, dazwischen aber eben auch vieles, was ich nicht gebraucht hätte. Alles in allem: ein solider Krimi, der sicher seine Freunde findet. Für mich war es aber nur ein eher durchschnittliches Buch.

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Veröffentlicht am 18.10.2024

Zerrissen

Zerrissen
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David Evans ist Neurochirurg und lebt nach dem krankheitsbedingten Selbstmord seiner Frau allein mit seiner Tochter Julia. Er hat immer das Gefühl, zu wenig Zeit für seine Tochter zu haben und ist froh, ...

David Evans ist Neurochirurg und lebt nach dem krankheitsbedingten Selbstmord seiner Frau allein mit seiner Tochter Julia. Er hat immer das Gefühl, zu wenig Zeit für seine Tochter zu haben und ist froh, endlich ein gutes Kindermädchen gefunden zu haben. Da kommt ein Mann – Mr. White – auf ihn zu und teilt ihm mit, dass er seine Tochter Julia entführt hat und David sie nur wiedersieht, wenn er bei der nächsten Operation den Patienten sterben lässt. Nur ist der Patient der Präsident der USA – und jetzt steht David vor der Entscheidung, ob er seine Tochter sterben lässt oder sein Land und seinen Eid als Arzt verrät …
Genau diese Entscheidung zieht sich durch das ganze Buch und macht es sehr spannend. Zum einem ist da die Entscheidung von David für oder gegen seine Tochter. Zum anderen ist da die Spannung, wie das ganze entgegen aller Sicherheitsvorkehrungen funktionieren soll. Und auch David versucht, sich dem perfiden Plan mit allen Mitteln entgegen zu stellen. Alles in allem habe ich das Buch fast in einem Ruck gelesen und konnte nicht aufhören. Immer hatte ich bestimmte Vorstellungen, immer war das ganze wie ein Film (vermutlich wird die Verfilmung auch nicht lange auf sich warten lassen). Aber immer war ich richtig gut unterhalten. Der Stil – sehr direkt und schnörkellos – hat mir gut gefallen. Der Wechsel zwischen der Version von David in (Tage)buchform und den Einfügungen von Mr. White bringt zusätzliche Spannung. Alles in allem – ein Buch, das ich weiterempfehlen kann

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Veröffentlicht am 18.10.2024

Mittenrein ins Leben

Mittenrein ins Leben
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Hilde ist fast 50 und Sekretärin in der Fa. ihres Ex-Schwiegervaters in der Eifel. Doch dann übernimmt ihr Ex-Mann die Firma und Hilde wird sofort gekündigt. Da sie in der Eifel keine neue Stelle findet, ...

Hilde ist fast 50 und Sekretärin in der Fa. ihres Ex-Schwiegervaters in der Eifel. Doch dann übernimmt ihr Ex-Mann die Firma und Hilde wird sofort gekündigt. Da sie in der Eifel keine neue Stelle findet, entschließt sie sich nach einiger Zeit, zu einer Freundin nach Köln zu ziehen und dort einen Putzservice zu starten. Das funktioniert auch gut, wenn sie dabei auch einige schräge Leute kennenlernt und einige mehr als unangenehme Erfahrungen machen muss. Doch so richtig glücklich ist sie mit dieser Arbeit auf Dauer nicht und es kommen gesundheitliche Probleme dazu. Dann braucht ihre Freundin, von einem Stalker verfolgt, ihre Hilfe, eine weitere wird von ihrem Stiefsohn bedroht und ihre Tante bleibt allein. Hilde hat alle Hände voll zu tun – und da gibt es auch noch Günther, den netten Polizisten …

Ich bin mit dem Buch nicht wirklich glücklich geworden. Die Idee ist gut und es werden viele aktuelle Probleme angesprochen. Sei es das Alleinsein älterer Leute, Stalking oder die Situation auf dem Arbeitsmarkt. Die Figuren sind ziemlich sympathisch. Allerdings waren die vielen verschiedenen Probleme auf einmal irgendwie doch etwas zu viel. Und dann gibt es die „reiche Antonia“, die mit Geld viel lösen kann. Und am Ende löst sich alles irgendwie in Wohlgefallen auf und jede ist glücklich. Natürlich sind die Bücher dieses Genres so gestrickt. Aber ich frage mich immer aufs Neue, warum aber auch unbedingt jedes Problem rosarot gelöst werden muss. Während die Probleme sehr realistisch sind, ist das Ende dann mehr als unrealistisch. Allerdings ist das Buch gut lesbar und zumindest langweilt es nicht (die Rezepte am Ende sind auch gut). Alles in allem: ganz nette Unterhaltung für einen Abend auf dem Sofa – mehr allerdings nicht.

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