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Veröffentlicht am 14.10.2024

Rosen, Tulpen, Nelken

Rosen, Tulpen, Nelken
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Sophie ist 7, als ihre Mutter stirbt. So wächst sie bei Vater und Stiefmutter und hat eine schöne Kindheit. Doch an ihre richtige Mutter erinnert sie sich kaum. 23 Jahre später findet die Stiefmutter das ...

Sophie ist 7, als ihre Mutter stirbt. So wächst sie bei Vater und Stiefmutter und hat eine schöne Kindheit. Doch an ihre richtige Mutter erinnert sie sich kaum. 23 Jahre später findet die Stiefmutter das Poesiealbum von Sophies Mutter und gibt es ihr. Es ist ein richtig typisches Poesiealbum mit sinnigen und vielen unsinnigen Sprüchen, die wohl jede Frau kennt und selbst im Poesiealbum in der einen und anderen Form stehen hat. Sophie macht sich gemeinsam mit ihren Freundinnen Sandra und Vanessa in einem engen Wohnmobil auf und sucht nach den Schreiberinnen in Mutters Album. Sie findet davon 3 unterschiedliche Frauen und erfährt vieles aus dem Leben ihrer Mutter.
Das Buch hat mir gut gefallen. Es geht darin in allererster Linie um Freundschaft – Freundschaft zwischen Frauen, die die Zeiten überdauert und die auch viele Unterschiede toleriert. Durch die vielen kurzen Kapitel ist das Buch flüssig zu lesen, ohne sehr ins Kitschige abzurutschen, auch wenn natürlich einige der üblichen Zutaten für ein „Frauenbuch“ nicht fehlen. Aber insgesamt ist es ein gelungenes Buch über den wirklichen Wert von Freundschaft und deren Wichtigkeit, über Toleranz und Zusammenhalt.

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Veröffentlicht am 14.10.2024

Bittere Sünde

Bittere Sünde
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In einer Gartenanlage wird eine Leiche gefunden. Der Mann wurde ermordet, aber vorher noch gequält und mit kochendem Wasser übergossen. Dabei war er harmlos und leicht behindert. Doch bei den Ermittlungen ...

In einer Gartenanlage wird eine Leiche gefunden. Der Mann wurde ermordet, aber vorher noch gequält und mit kochendem Wasser übergossen. Dabei war er harmlos und leicht behindert. Doch bei den Ermittlungen von Kommissar Kalo und seinem Team kommt heraus, dass der Vater des Opfers vor Jahren in Argentinien in Zeiten der Militärjunta ein Mädchen vergewaltigt hat. Und so weiten sich die Ermittlungen bis Argentinien aus.
Das Buch beginnt eher ruhig. Es ist in viele Abschnitte unterteilt und diese nochmals in kurze Kapitel. So kommt man beim Lesen schnell vorwärts, weil man sicher immer sagt: noch einen Abschnitt, noch einen. Die Kapitel wechseln zwischen den polizeilichen Ermittlungen, dem Familienleben des Kommissars und Argentinien. Ganz schnell „weiß“ man, wer der Täter ist. Trotzdem verfolgt man das Geschehen mehr als interessiert und je weiter das Buch fortschreitet, umso mehr baut es auch Spannung auf. Noch dazu, als der „Täter“ gefasst wird …und er dann aber wieder freigelassen werden muss. Es ist ein sehr geradliniges Buch, klare Sprache, nachvollziehbare Beweggründe und ein vernünftiger Umgang der Polizisten untereinander. Man spürt, wie der Druck im Laufe der Ermittlungen immer größer wird und man versteht die Ermittler. Auf der Rückseite des Buches steht: Magnus Kalo ermittelt in seinem ersten Fall … ich hoffe, es werden bald weitere folgen, das erste Buch hat großes Potential für hoffentlich viele Nachfolger.

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Veröffentlicht am 14.10.2024

Journeyman

Journeyman
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Der Autor Fabian Sixtus Körner beschliesst, eine Art Weltreise zu unternehmen, d. h., er möchte auf jedem der 5 Kontinente wenigstens ein Land besuchen und dort arbeiten für Unterkunft und Essen. So eine ...

Der Autor Fabian Sixtus Körner beschliesst, eine Art Weltreise zu unternehmen, d. h., er möchte auf jedem der 5 Kontinente wenigstens ein Land besuchen und dort arbeiten für Unterkunft und Essen. So eine Art Walz, die früher die Handwerker gemacht haben. Er stellt sich auch „Walzregeln“ auf, die er dann aber schnell nicht mehr alle einhält, sondern den Gegebenheiten anpasst. Und er startet mit noch genau 255 € auf dem Konto. Eigentlich eine verrückte Idee, doch ganz so blauäugig, wie es der Klappentext darstellt, ist Fabian dann doch nicht. Er versucht, sich jeweils im Voraus schon mal eine Arbeit zu organisieren und eine Unterkunft. Es klappt oft, wenn auch nicht immer. Und so zieht er von Land zu Land und von Kontinent zu Kontinent und bekommt die unterschiedlichsten Arbeiten angeboten und lernt die unterschiedlichsten Menschen kennen. Und seine Art zu reisen funktioniert super.
Und auch als Leser macht es großen Spaß, Fabian auf seiner Reise zu folgen. Er bemüht sich dabei, den Einheimischen so nah wie irgend möglich zu kommen und die Sitten und Bräuche der Länder zu beachten, die Menschen möglichst nicht aus „deutscher“ Brille zu sehen und ihnen vorurteilsfrei zu begegnen. Dabei trifft er Menschen aus aller Welt und macht viele gute und wenige schlechte Erfahrungen. Das ganze wird durch teils ziemlich witzige Fotos gut illustriert. Die Texte sind kurz gehalten (manchmal hätte ich mir mehr Ausführlichkeit schon gewünscht), wunderbar zu lesen und neben guter Unterhaltung lernt man auch einiges über die Länder, was nicht unbedingt in normalen Reiseführern steht.

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Veröffentlicht am 14.10.2024

Unruhe

Unruhe
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In Kopenhagen wird ein Jugendzentrum geräumt. Im Zuge der Unruhen gibt es auf einem Friedhof einen Mord, obwohl niemand auf das abgesperrte Gelände hätte kommen können. Kommissar Axel Steen wird mit den ...

In Kopenhagen wird ein Jugendzentrum geräumt. Im Zuge der Unruhen gibt es auf einem Friedhof einen Mord, obwohl niemand auf das abgesperrte Gelände hätte kommen können. Kommissar Axel Steen wird mit den Ermittlungen betraut und sein Verdacht richtet sich auch auf die eigenen Kollegen. Im Zuge der Ermittlungen geraten die verschiedensten Menschen ins Visier seiner Ermittlungen: Journalisten, makedonische Drogenhändler, Mädchenhändler, Bekannte von ihm ... Durch seine mehr als unkonventionellen Ermittlungen gerät er auch selbst ins Visier seiner Vorgesetzten und ihm drohen mehrfach verschiedene Sanktionen bis zum Entzug des Falls.

Das Buch war mit viel Vorschusslorbeeren bedacht. Meiner Meinung nach hat es die Erwartungen nicht erfüllt. Der Anfang ist spannend, aber durch die vielen in die Ermittlungen eingebauten Umwege und die nötigen Erklärungen dazu, zieht es sich danach doch sehr in die Länge und die Spannung ging für mich gegen Null. Ich war mehrfach versucht, das Buch ganz aus der Hand zu legen. Hier war viel gewollt, in meinen Augen zu viel. Die Figur des Kommissars war für mich nicht wirklich unsympathisch, aber auch nicht sympathisch. Seine Drogensucht hat mich nicht überzeugt, sein familiärer Hintergrund war sehr schwarz/weiß. Ich hatte das Gefühl, der Autor musste auch unbedingt seine sexuellen Fantasien irgendwie mit unterbringen, für die Handlung und das Innenleben des Kommissars fand ich sie mehr als überflüssig. Ab Mitte des Buches nahm die Handlung dann aber deutlich an Fahrt auf und das Buch wurde wesentlich interessanter und spannender. Mein Fazit am Ende: ein solider Krimi mit deutlichen Steigerungsmöglichkeiten. Ob ich eine Fortsetzung lesen möchte, kann ich im Moment allerdings noch nicht entscheiden.

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Veröffentlicht am 14.10.2024

Abbey Road Murder Song

Abbey Road Murder Song
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In der Nähe des berühmten Abbey Road Studios wird die Leiche einer jungen Frau auf einem Müllhaufen gefunden. Sie ist nackt und wurde erdrosselt. Aber niemand scheint sie zu vermissen. So landet der Fall ...

In der Nähe des berühmten Abbey Road Studios wird die Leiche einer jungen Frau auf einem Müllhaufen gefunden. Sie ist nackt und wurde erdrosselt. Aber niemand scheint sie zu vermissen. So landet der Fall bei Detective Breen, einem irischstämmigen Polizisten, der so seine eigenen Vorstellungen hat und aufgrund eines Vorfalls gerade nicht sehr beliebt bei seinen Kollegen ist. Unterstützt wird er bald von Helen Tozer, die Polizistin werden will. Aber Ende der 1960er Jahre waren Polizistinnen bei den eigenen Kollegen nicht sehr beliebt und sie hat auch so ihre eigenen Vorstellungen. Bei den Ermittlungen stoßen sie immer wieder auf die Fans der Beatles und auf eine doch unerwartete Lösung des Falls.

Das Buch hat mir gut gefallen. Der Einstieg ist rasant und auch gleich spannend. Die Differenzen zwischen den verschiedenen Polizisten (aus heutiger Sicht würde man sagen, die haben sich alle stark gemobbt) und den Ansichten über weibliche Mitarbeiterinnen wurden gut rübergebracht. Man spürt auch in Bezug auf die Beatles den damaligen Zeitgeist gut. Leider wurden gerade die Differenzen im Büro dann in der Mitte des Buches für meinen Geschmack etwas zu sehr ausgeweitet, so dass die Spannung um einiges nachlässt. Erst gegen Ende des Buches werden die Ermittlungen wieder schneller und auch spannender. Aber insgesamt ist es für einen Erstling wirklich gut gelungen und durch die Einbauten von realen Personen und Geschehnissen vergisst man manchmal, dass es ein fiktiver Krimi ist.

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