Profilbild von readingmakesmefeellike

readingmakesmefeellike

Lesejury Star
offline

readingmakesmefeellike ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit readingmakesmefeellike über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.05.2018

Cozy Crime

Der Tote in der Kapelle
0

Worum geht's?

"England 1953: Nach einer Verletzung im Einsatz wird Geheimagent Hugo Hawksworth an den Schreibtisch versetzt. Nur widerwillig begibt er sich ins Kriegsarchiv im ländlichen Selchester, befürchtet ...

Worum geht's?

"England 1953: Nach einer Verletzung im Einsatz wird Geheimagent Hugo Hawksworth an den Schreibtisch versetzt. Nur widerwillig begibt er sich ins Kriegsarchiv im ländlichen Selchester, befürchtet er doch, sich in seiner neuen Stelle zu langweilen. Doch kaum ist er auf Selchester Castle angekommen, weckt ein rätselhafter Fall Hugos Neugier. In einer stürmischen Winternacht vor sieben Jahren verschwand der Earl of Selchester spurlos, und jetzt wird bei Renovierungsarbeiten in der Schlosskapelle sein Skelett entdeckt. Die Behörden wollen die Akte eilends schließen und küren einen Toten zum Täter. Doch Hugo wähnt den wahren Mörder noch unter den Lebenden und begibt sich mit der burschikosen Freya, der Nichte des Earls, auf die Suche ..."


Warum hab ich es gelesen?

Nachdem ich durch dieses unfassbar großartige Cover auf das Buch aufmerksam geworden bin, lies der Klappentext mein bekanntermaßen anglophiles Herz gleich höher schlagen. Also auf in die 50er!


Wie war's?

Dieses Büchlein ist schon etwas besonderes, denn trotzdem es sich hier um einen Krimi handelt, sprüht es vor englischem Humor und witzigen Dialogen. Dabei rutscht es nie in Klamauk ab, es ist schlicht und ergreifend unterhaltsam (ich musste so einige Male schmunzeln).

Protagonist Hugo Hawksworth fand ich sehr sympathisch. Seine Ermittlungen in englischen Adelskreisen waren herrlich unaufgeregt und nachvollziehbar. Ich denke jedem ist klar, dass ein klassischer englischer Krimi nun mal recht unblutig und ohne große Hektik daher kommt. Und eben das hat die Autorin hier sehr gut getroffen - der Fall war spannend und mit einigen Überraschungen gespickt, die ich so nicht unbedingt vermutet hätte.

Am Ende wird leider nicht alles aufgelöst, da hat mein innerer Monk schon ein wenig rebelliert. Da das Ganze aber ursprünglich wohl als Reihe geplant war, lässt sich dieser Umstand natürlich verzeihen.


Was war besonders?

Der Autorin ist es sehr gekonnt gelungen, mich in die 50er Jahre zu versetzen. Diese Zeit mit ihren ganz eigenen Besonderheiten, geprägt durch den vorangegangen Krieg, mitten in neuen politischen Unruhen, wurde für mich sehr interessant und passend in die Handlung eingebettet.


Reading Der Tote in der Kapelle makes me feel like...

...ganz großartig - für alle Fans von Agatha Christie und Sir Arthur Conan Doyle zu empfehlen!


Mit herzlichem Dank an das Bloggerportal und den Verlag für das Rezensionsexemplar

Veröffentlicht am 01.05.2018

Das ging schon mal besser...

Origin
0

Worum geht's?

"Die Wege zur Erlösung sind zahlreich.
Verzeihen ist nicht der einzige.
Als der Milliardär und Zukunftsforscher Edmond Kirsch drei der bedeutendsten Religionsvertreter der Welt um ein Treffen ...

Worum geht's?

"Die Wege zur Erlösung sind zahlreich.
Verzeihen ist nicht der einzige.
Als der Milliardär und Zukunftsforscher Edmond Kirsch drei der bedeutendsten Religionsvertreter der Welt um ein Treffen bittet, sind die Kirchenmänner zunächst skeptisch. Was will ihnen der bekennende Atheist mitteilen? Was verbirgt sich hinter seiner "bahnbrechenden Entdeckung", das Relevanz für Millionen Gläubige auf diesem Planeten haben könnte? Nachdem die Geistlichen Kirschs Präsentation gesehen haben, verwandelt sich ihre Skepsis in blankes Entsetzen.
Die Furcht vor Kirschs Entdeckung ist begründet. Und sie ruft Gegner auf den Plan, denen jedes Mittel recht ist, ihre Bekanntmachung zu verhindern. Doch es gibt jemanden, der unter Einsatz des eigenen Lebens bereit ist, das Geheimnis zu lüften und der Welt die Augen zu öffnen: Robert Langdon, Symbolforscher aus Harvard, Lehrer Edmond Kirschs und stets im Zentrum der größten Verschwörungen."


Warum hab ich es gelesen?

Ich mag die Schnitzeljagdromane rund um Robert Langdon sehr gerne, vor allem da sie meist kontroverse Thematiken behandeln. Und da der Klappentext von Origin mehr als kryptisch klang (für mich ungeduldiges, neugieriges Wesen eine reine Katatsrophe!), war ich gespannt, was Professor Langdon nun wieder entdeckt.


Wie war's?

Beim fünften Band kennt man ja nun den Protagonisten und das Plotmuster des Autors. Ich möchte von der Story nichts vorwegnehmen (ja, diese Rezension wird dem Stil des Klappentextes folgen!), aber als klar war, in welche Richtung die Geschichte gehen würde, ließ sich das Ende recht schnell erahnen. Hierdurch hatte das Buch dann auch so einige Längen, durch die ich mich etwas durchkämpfen musste. Vor allem die letztendliche Auflösung und die große Entdeckung waren dann doch ein bisschen...halbgar. Der große Wow-Effekt blieb bei mir dieses Mal leider aus.

Nichtsdestotrrotz fand ich die gesamte Thematik sehr interessant und beängstigend. Ich denke da wäre noch wesentlich mehr Potenzial gewesen, um mit dem Leser zu spielen und etws mehr Spannung rein zu bringen.

Was Dan Brown allerdings sehr gut versteht ist, seine Leser lange Zeit über die Motive und Positionen seiner Figuren im Unkaren zu lassen. Das fand ich auch in diesem Band wieder sehr gelungen.


Was war besonders?

Mich begeistert es immer wieder, wie wissenschaftlich fundiert alles in Dan Browns Büchern klingt. Auch nach Origin musste ich unbedingt einige Dinge googeln, um seine Aussagen und angesprochenen Vorfälle zu prüfen.


Reading Origin makes me feel like...

...stolzer Preis, interessante Thematik, jedoch träge Story - das ging schon mal besser Mister Brown!

Veröffentlicht am 29.04.2018

Neues von den Shadwhuntern

Lady Midnight
0


Worum geht's?

"Niemals wird sie den Tag vergessen, an dem ihre Eltern starben. Die 17-jährige Emma Carstairs war noch ein Kind, als sie damals ermordet wurden, und es herrschte Krieg. Die Wesen der Unterwelt ...


Worum geht's?

"Niemals wird sie den Tag vergessen, an dem ihre Eltern starben. Die 17-jährige Emma Carstairs war noch ein Kind, als sie damals ermordet wurden, und es herrschte Krieg. Die Wesen der Unterwelt kämpften bis aufs Blut gegeneinander, und die Schattenjäger, die Erzfeinde der Dämonen, wurden fast völlig ausgelöscht. Aber Emma glaubt bis heute nicht, dass ihre Eltern Opfer dieses dunklen Krieges wurden, sondern dass sie aus einem anderen rätselhaften Grund sterben mussten.

Inzwischen sind fünf Jahre vergangen, und Emma hat Zuflucht im Institut der Schattenjäger in Los Angeles gefunden. Eine mysteriöse Mordserie sorgt für große Unruhe in der Unterwelt. Immer wieder werden Leichen gefunden, übersät mit alten Schriftzeichen, ähnliche Zeichen wie sie auch auf den Körpern von Emmas Eltern entdeckt worden waren. Emma muss dieser Spur nachgehen, selbst wenn sie dafür ihren engsten Vertrauten und Seelenverwandten Julian Blackthorn in große Gefahr bringt..."


Warum habe ich es gehört?

Da es sich hierbei um den Auftakt einer neuen Reihe der Shadowhunter handelt und ich ein großer Fan der Chroniken der Unterwelt bin, musste ich natürlich reinhören!


Wie war's?

Die Grundsituation war ja bereits im letzten Teil der Chroniken der Unterwelt (Heavenly Fire) geschaffen: Ohne zu spoilern kann ich wohl sagen, dass man die Protagonisten Emma und Julian dort bereits kennengelernt hat. Nun, fünf Jahre später, erfahren wir, wie es mit den beiden Parabatai weitergeht.

Ganz wichtig ist mir an dieser Stelle der Hinweis, dass man zwar diese Reihe anfangen kann, ohne die vorherigen gelesen zu haben, allerdings wird kräftig gespoilert und z.T. auch Wissen bzw das Verstehen von Zusammenhängen vorausgesetzt.

Nun aber zum inhaltlichen: Cassandra Clare hat es irgendwie geschafft, eine ganz neue, eigenständige und in sich stimmige Geschichte im altbekannten Shadowhunter-Universum zu erschaffen. Ich mochte Julian und Emma sehr gerne, aber ja, ich bin bekennender Mark Fan. Seine Figur ist so herrlich vielschichtig und undurchschaubar, dass ich mich bereits auf die kommenden Teile und seine Entwicklung freue. Es gibt neue und altbekannte Wesen, einen Haufen interessanter Charaktere und vieles zu lernen (es gibt z.B. eine Empfängnisverhütungsrune - da musste ich schon ordentlich schmunzeln!).

Die Gefühle von Emma und Julian, ihre als Parabatai verbotene Liebe und trotzdem so starke Anziehungskraft fand ich ganz ganz furchtbar. Also in dem Sinne, dass ich wirklich mit den beiden gelitten habe und man sich doch einfach von Beginn nur wünscht, dass sie zusammen sein können. Hach.

Auch das Mysterium um die seltsamen Morde und Emmas verstorbene Eltern konnte mich packen. Doch leider war es mir ab einem gewissen Punkt einfach zu lang. Nach dem dramatischen Höhepunkt folgten noch so viele Erzählabschnitte, dass für mich der Spannungsbogen leider nicht mehr funktionierte (ein 28-stündiges Hörbuch dauert nun mal).

Simon Jäger mag ich ja schon allein deshalb unglaublich gerne, da ich dann immer das Gefühl habe, Heath Ledger würde mir etwas vorlesen. Trotzdem der Großteil der Geschichte rund um Emma stattfindet, hat es für mich mit der männlichen Stimmer trotzdem sehr gut funktioniert. Einzig die Lautstärke empfand ich manchmal als zu stark wechselnd.


Was war besonders?

Neben kleinen Erwähnungen der Charaktere aus den vorangegangenen Reihen gibt es zum Schluss noch einen großen Bonus für Fans, denn man erfährt natürlich, wie es Jace, Clary und dem Rest ergangen ist.


Listening to Lady Midnight makes me feel like...

...neue Geschichte im altbekannten Universum. Emma und Julian (und Mark!) haben definitiv Potenzial!

Veröffentlicht am 22.04.2018

Ein Binus für Fans

Paper Party
0


Worum geht's?

"Als ältester der Royal-Brüder war Gideon schon immer der Vernünftige. Liebevoll kümmerte er sich um seine jüngeren Geschwister und um seine Mutter bis sie starb. Er geht aufs College und ...


Worum geht's?

"Als ältester der Royal-Brüder war Gideon schon immer der Vernünftige. Liebevoll kümmerte er sich um seine jüngeren Geschwister und um seine Mutter bis sie starb. Er geht aufs College und trainiert hart für sein Sportstipendium. Doch auch Gideon hat eine düstere Seite und ein Geheimnis, das er seit Langem hütet. Warum zerbrach die Beziehung zwischen ihm und seiner großen Liebe Savannah? Und wird es ihm gelingen, ihr Herz zurückzuerobern? Nach den Erfolgsromanen um Reed und Ella beglückt uns Erin Watt nun mit einer Fortsetzung über die glamourösen, attraktiven und abgründigen Royals."



Warum hab ich es gelesen?

Die Paper-Reihe rund um Ella und die Royal-Brüder hat mich im vergangenen Jahr ordentlich mitfiebern lassen - und da ich auf die Fortsetzung von Paper Passion und meinem heiß geliebten Easton noch ein Weilchen warten muss, vertreibe ich mir die Zeit gerne mit Gideon und seiner Geschichte.


Wie war's?

Hmm..naja...Gideon war ja noch nie so wirklich mein Favorit. Ich finde seine Figur recht blass und unspektakulär. Aber als großer Fan gibt man ihm natürlich eine Chance. Aufgrund des Klappentextes hatte ich gehofft, dass der gute Gideon für mich etwas an Charakter gewinnt. Eine "düstere Seite und ein Geheimnis"? Leider wurde ich was das angeht ziemlich enttäuscht, denn wenn man die Vorgänger gelesen hat, erfährt man nicht wirklich etwas Neues. Und an dieser Stelle sei ausdrücklich erwähnt: Ja, es gibt einen Haufen Spoiler zu den Vorgängern (sprich es empfiehlt sich absolut nicht, mit Paper Party in die Reihe zu starten!).

Die Geschichte wird abwechselnd von Gideon und Savannah erzählt, noch dazu auf verschiedenen Zeitebenen. Auf diese Weise erfährt man, was, wie und warum es dazu kommen konnte, wie es eben ist. Es war ganz interessant, Savannah näher kennenzulernen, die ja in den Büchern sonst immer eher die Rolle des Miststücks inne hatte. Mehr mögen tue ich sie nun zwar trotzdem nicht, aber ich kann ihr Verhalten und ihre Beweggründe nun definitiv besser nachvollziehen. Außerdem muss man sich immer vor Augen halten, dass wir uns hier im Royal-Universum befinden und eben alles recht hoch auf der Teenie-Daily-Soap-Dramatik steht. Für die Royals gilt die normale Messlatte eben nicht.

Und auch wenn das alles recht negativ klingt: Ich hatte viel Freude beim Lesen. Die gut zweihundert Seiten sind flux gelesen, die Story an sich stimmig und im gewohnt flüssigen Schreibstil des Autorinnenduos. Noch dazu ist das Cover (mal wieder) ein echtes Träumchen und macht sich neben seinen Vorgängern und dem Nachfolger ganz fantastisch im Regal.


Was war besonders?

Ich fand besonders die Rückblicke interessant, in denen auch Reed und Easton vorkamen. Ihre Erfahrungen kannte man zwar aus Erzählungen, aber so fühlte es sich so doch noch einmal wesentlich intensiver an.


Reading Paper Party - Die Leidenschaft makes me feel like...

...man muss dieses Buch als das nehmen, was es ist: ein netter Bonus für Fans der Reihe. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.


Mit herzlichem Dank den Verlag für das Rezensionsexemplar

Veröffentlicht am 15.04.2018

Interessanter Fall mit ein paar Längen

Die Tote im roten Kleid
0

Worum geht's?

"Eine Lawine aus Schlamm und Dreck

Es ist dunkel und kalt in Shetland. Seit Monaten regnet es. Auf dem Weg ins Tal reißt das Wasser gewaltige Erdmassen mit sich, die Teile des kleinen Örtchens ...

Worum geht's?

"Eine Lawine aus Schlamm und Dreck

Es ist dunkel und kalt in Shetland. Seit Monaten regnet es. Auf dem Weg ins Tal reißt das Wasser gewaltige Erdmassen mit sich, die Teile des kleinen Örtchens Ravenswick unter sich begraben. Bei den Aufräumarbeiten findet man in den Trümmern eines Hauses die Leiche einer unbekannten Frau in blutrotem Seidenkleid. Kommissar Jimmy Perez will wissen, wer sie ist – doch stößt er bei den Inselbewohnern auf eine Mauer des Schweigens. Als sich herausstellt, dass die Frau ermordet wurde, ruft Perez seine alte Kollegin Willow Reeves aus Inverness zur Hilfe. Die ist noch nicht vor Ort, da gibt es bereits das zweite Opfer ..."


Warum hab ich es gelesen?

Als großer Fan der von itv produzierten Shetland-Serie wollte ich mich nun endlich mal an die Buchvorlage begeben.


Wie war's?

Natürlich ist es immer etwas seltsam, wenn man schon Vorstellungen der Personen durch die Schauspieler im Kopf hat. Nichtsdestotrotz war es für mich sehr spannend, die Figuren in ihrer ursprünglichen Form kennenzulernen. Ermittler Jimmy Perez ist mir nach wie vor sympathisch.

Ann Cleeves Schreibstil ist recht angenehm zu lesen, vor allem die Ruhe und das Gefühl ihrer Schauplätze bringt sie sehr gut rüber. Leider leidet manchmal das Tempo darunter, das Buch hatte für mich so einige erzählerische Längen, die auch in kürzerer Form ihren Sinn erfüllt hätten. Für mich dürfte es generell gerne etwas weniger um das Privatleben der Ermittler gehen, aber in einem siebten Band muss man natürlich damit rechnen. Nichtsdestotrotz hätte ich mir etwas weniger Privatprobleme und dafür etwas mehr Krimi gewünscht. Der Fall an sich war definitiv gut überlegt und auch nicht sofort zu durchschauen.

Übrigens war es für mich kein Problem, mit dem siebten Band in die Reihe einzusteigen, da alle Figuren und Situationen nochmal ausführlich vorgestellt werden.


Was war besonders?

Dasselbe wie in der Serie - die Landschaft der einsamen Shetlands.


Reading Die Tote im roten Kleid makes me feel like...

...ein interessanter Fall mit erzählerischen Längen. Nichtsdestotrotz sollte man einen Versuch mit Ann Cleves wagen!#



Mit herzlichem Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar