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Veröffentlicht am 13.03.2019

Realistisch wirkende Obduktionsszenen & ein grandioses Sprecher-Duo

Abgeschnitten
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Warum habe ich mich für dieses Hörbuch entschieden?
Ich bin Sebastian Fitzek Fan und wollte gerne ein früheres Werk hören.

Cover:
Das Cover finde ich schlicht, aber genial. Die Rasierklinge sorgt dafür, ...

Warum habe ich mich für dieses Hörbuch entschieden?
Ich bin Sebastian Fitzek Fan und wollte gerne ein früheres Werk hören.

Cover:
Das Cover finde ich schlicht, aber genial. Die Rasierklinge sorgt dafür, dass es mir schon beim Ansehen des Covers kalt den Rücken runterläuft. Auch finde ich es passen, dass das S im Titel durchgeschnitten aussieht.

Inhalt:
Linda ist Comiczeichnerin und versteckt sich auf Helgoland vor ihrem gerade aus dem Gefängnis freigelassenen Stalker-Exfreund Danny. Als sie panisch das Haus verlässt, findet sie eine Männerleiche am Strand. Parallel findet der Rechtsmediziner Paul Herzfeld in einer total verstümmelten Leiche die Telefonnummer seiner wohl entführten Tochter Hannah. Sowohl für Linda als auch für Paul Herzfeld beginnt eine Schnitzeljagd des Grauens.

Handlung und Thematik:
Das Hörbuch teilte sich in zwei Handlungsstränge, die sich immer wieder überschnitten zu später zusammenführten. Man konnte es gut auseinanderhalten, da es ja zwei Sprecher waren. Die Handlung war zwar nicht soo umfangreich, es hat mir aber trotzdem gut gefallen. Es gab viele blutige und gewaltbehaftete Szenen, das konnte man sich aber schon allein beim Cover denken. Besonders die Obduktionsszenen haben mir sehr gut gefallen, da sie sehr real wirkten. Die Autoren haben gut dargestellt, dass man als Angehöriger schnell mal Regeln brechen möchte, da man sich im Recht fühlt. Netter Thriller für zwischendurch, der nur wenige überraschende Wendungen beinhaltet.

Charaktere:
Linda wirkte anfangs etwas überängstlich und unbegründet panisch. Nachdem aber rauskam, wie brutal ihr Exfreund wirklich war, wurde sie mir sympathischer.
Mit Paul Herzfeld fieberte ich schneller mit, allerdings war er mir weder unsympathisch noch sympathisch.

Sprecher:
Sowohl David Nathan als auch Simon Jäger habe ich schon bei Hörbüchern gehört und fand sie bisher immer gut. Auch bei diesem Werk haben sie wieder ihr Bestes gegeben. Für mich waren sie die Idealbesetzung in diesem Hörbuch. Intonation und Einsatz waren perfekt. Man wurde direkt von ihnen mitgezogen und es war angenehm ihnen zuzuhören.

Persönliche Gesamtbewertung:
Auch wenn die Handlung nichts wirklich Neues war, so zeichnete sich dieses Hörbuch von anderen Fitzek-Büchern ab. Realistisch wirkende Obduktionsszenen und ein grandioses Sprecher-Duo machten es zu etwas Besonderem.

Veröffentlicht am 13.03.2019

Omnia vincit amor – oder doch nicht?

Die einzige Geschichte
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Warum habe ich mich für das Buch entschieden?
Ich fand vor allem die Leseprobe des Buches sehr vielversprechend, sie machte ich neugierig, was Paul so erleben wird.

Cover:
Mich hat irgendwie der durchgestrichene ...

Warum habe ich mich für das Buch entschieden?
Ich fand vor allem die Leseprobe des Buches sehr vielversprechend, sie machte ich neugierig, was Paul so erleben wird.

Cover:
Mich hat irgendwie der durchgestrichene Text des Covers irritiert. Ich musste erst zweimal hinsehen, um zu kapieren, dass es identisch der gleiche Text ist nur nicht handgeschrieben. Ich finde es zwar schön, dass es nicht mit Bildern oder ähnlichem überladen ist, aber mir fehlte hinten der Klappentext (auch wenn das Zitat vom Buchbeginn sehr schön ist).

Inhalt:
»Würden Sie lieber mehr lieben und dafür mehr leiden, oder weniger lieben und weniger leiden? Das ist, glaube ich, am Ende die einzig wahre Frage.«
Das ist der erste Satz im Buch und beschreibt wunderbar den Kern der Handlung. Paul ist mit seinen jungen 19 Jahren stolz, der Liebhaber der 30 Jahre älteren und verheirateten Susan zu sein. Leider bleibt nicht alles immer nur Sonnenschein.

Handlung und Thematik:
Die Handlung beginnt gemächlich aber dennoch nicht uninteressant. Im Mittelteil nimmt sie so richtig Fahrt auf. Im letzten Drittel ist leider nur noch wenig Neues dabei, sondern ein Großteil nur noch Wiederholungen und kritische Gedanken. Besonders im zweiten Drittel stellte Julian Barnes gut dar, dass man in der Liebe nicht immer nur profitiert und vor allem, dass es schwierige Zeiten geben kann. Es regte auf alle Fälle zum Denken an, dass nicht immer das kurzfristige Liebesvergnügen die gesamte Zukunft bestimmen sollte.

Charaktere:
Paul ist fast das ganze Buch über sehr naiv und jugendlich. Ohne an Konsequenzen zu denken setzt er immer nur seinen Willen durch. Als er im Mittelteil Opfer für Susan gebracht hat, hatte er kurz meine Anerkennung. Leider verlor sich das ganze wieder.
Susan passte gut zu Paul. Auch sie wirkte jugendlich und naiv, ja fast schon unreif für ihr Alter. Dadurch, dass Gordon ihr erster und einziger Mann war, war klar, dass sie nochmal etwas erleben musste. Leider wurde ich nicht wirklich warm mit ihr. Sie wirkte oft zornig und gefühlskalt.

Schreibstil:
Ich fand es großartig, wie das Buch begann! Das Buch begann in der ersten Person Singular, also direkt Pauls Ich-Perspektive, in der er sogar den Leser direkt ansprach. Man konnte sich super hineinversetzen und wurde mitgerissen. Ca. ab Seite 150 änderte sich der Erzählstil in die zweite Person Singular, was mich schon ein bisschen störte, da es besonders auffällig war und ich mich im Lesefluss gestört gefühlt habe. Ich konnte keine Verbindung mehr zu Paul empfinden, was es schwieriger machte, da mir der Charakter auch nicht so sympathisch war. Als dann im hinteren Drittel die Perspektive noch in die dritte Person Singular wechselte und auch die Handlung nur noch aus Wiederholungen und kritischen Gedanken dazu bestand, verging mein Lesevergnügen völlig. Ich hätte mir eine größere Ausarbeitung des Mittelteils gewünscht, das Ende hätte man kürzer fassen können. Was mir auf alle Fälle noch gut gefallen hat, waren die Metaphern und Umschreibungen, die der Autor stellenweise gewählt hat.

Persönliche Gesamtbewertung:
Ein nettes Buch mit einigen wundervollen Metaphern, aber das Ende fand ich anstrengend. Es ging nicht um die typische Liebesgeschichte „Und sie lebten glücklich bis in alle Zeit“, sondern eher um eine wahre Geschichte, die sich bei unseren Großeltern abspielen hätte können. Julian Barnes regte durch die kritischen Elemente sehr zum Denken an. Leseempfehlung, die genug von seichten Liebesschnulzen haben und mit der dritten Person Singular leben können

Veröffentlicht am 02.03.2019

Krimi der etwas anderen Art - Lesenswert!

Miese kleine Morde
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Warum habe ich mich für das Buch entschieden?
Ich habe schon viel über den Autor gehört und war neugierig.

Cover:
Das Cover finde ich ganz interessant. Die gelbe Schrift auf dem schwarzen Hintergrund ...

Warum habe ich mich für das Buch entschieden?
Ich habe schon viel über den Autor gehört und war neugierig.

Cover:
Das Cover finde ich ganz interessant. Die gelbe Schrift auf dem schwarzen Hintergrund macht es auffällig. Der große Fisch, der den kleinen Fisch frisst, finde ich schon fast ein bisschen witzig.

Inhalt:
Lars‘ Ehe ist am Ende. Als seine Frau ihn dann auch noch als Langweiler bezeichnet, beschließt Lars, sein Leben zu ändern. Während eines Friseurbesuches bei François Friseursalon beschließt er, sich einer grandiosen Geschäftsidee zu widmen, er wird Auftragsmörder.

Handlung und Thematik:
Der etwas andere Krimi, der zeigt, wie ein normaler Mann zum Killer wird. Die ganze Handlung wirkt durch so manch witzige Anspielung eher wie eine Satire, besitzt aber doch Krimi-Elemente. In den wenigen Seiten des Buches war ich total gefesselt und es passierte Einiges. Das Buch endet mit einem grandiosen Abschluss.

Charakter:
Lars Hansen ist ehetechnisch am Ende. Sein Wille sein Leben zu ändern ist groß, dafür geht er über Leichen Er wirkte ein bisschen tollpatschig, was ich ganz süß fand.

Schreibstil:
Ich war überrascht, dass ein Krimi auch witzige Elemente haben kann. Allein schon die Erzählperspektive und ein Satz relativ am Anfang („Komm, Lars, jetzt reiß dich zusammen!“ S. 11) fand ich auflockernd und amüsant. Jussi Adler Olsens Schreibstil riss mich von der ersten bis zur letzten Seite total mit. Besonders die Gedankengänge von Lars alias Michél fand ich super.

Persönliche Gesamtbewertung:
Krimi der etwas anderen Art. Das Büchlein war amüsant zu lesen wie ein angehender Mörder so agieren würde. Dafür, dass es so kurz war, passierte ganz schön viel. Ich denke das war nicht mein letztes Jussi Adler Olsen Buch. Klare Leseempfehlung für Jussi Adler Olsen-Fans und alle die es werden wollen.

Veröffentlicht am 02.03.2019

Mörderrisches Geocaching – super spannend!

Fünf
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Warum habe ich mich für dieses Hörbuch entschieden?
Ich habe jetzt schon mehrere Bücher/Hörbücher von Ursula Poznanski gelesen/gehört und war bisher immer begeistert. Nun möchte ich auch „ältere“ Werke ...

Warum habe ich mich für dieses Hörbuch entschieden?
Ich habe jetzt schon mehrere Bücher/Hörbücher von Ursula Poznanski gelesen/gehört und war bisher immer begeistert. Nun möchte ich auch „ältere“ Werke lesen/hören.

Cover:
Das Cover ist eigentlich eher nicht so mein Fall. Ich fand es nicht auffällig, es ist mir nämlich schon oft untergekommen, aber ich habe mich nie dazu bewegen lassen, den Klappentext zu lesen. Als ich gezielt nach diesem Hörbuch gesucht habe, war ich überrascht, dass es so unauffällig ist.

Inhalt:
Eine Tote liegt mitten auf einer Kuhweide. Als das Salzburger Ermittlerduo Beatrice Kaspary und Florin Wenninger den Koordinaten folgen, die sich auf den Fußsohlen der Ermordeten befinden, werden sie Teil einer mörderischen Schnitzeljagd. Sie müssen sich mit Geocaching, Körperteilen in Cache-Behältern und einigen kniffligen Rätseln befassen, um dem Mörder auf die Spur zu kommen. Als jeder befragte Zeuge kurze Zeit später getötet wird, begreifen die Ermittler, dass ihnen die Zeit davonläuft und der große Showdown kurz bevorsteht.

Handlung und Thematik:
Zuerst mal muss ich sagen, dass ich es super finde, dass das Buch ziemlich in der Nähe meines Wohnortes spielt. Die Schnitzeljagd durch dieses Gebiet fand ich super spannend. Geocaching war für mich mehr oder weniger Neuland. Ich kannte es bisher nur aus kurzen Erzählungen, im Buch wurde es für mich aber so interessant, dass ich mir auch gleich einen Account zugelegt habe Man kann der Handlung auch super ohne Geocaching-Vorkenntnissen folgen, da alles super erklärt wird. Bis zum Schluss war mir nicht klar, was die Morde ausgelöst hat. Zum Thema wer es war, hatte ich schnell eine Vermutung. Trotzdem hat es mich bis zum Ende gefesselt.

Charakter:
Beatrice Kaspary hat es nicht immer leicht. Sie kämpft mit den üblichen Problemen die Frauen haben, wenn sie ein Kind haben, aber in Scheidung leben. Der Spagat zwischen Beruf und Privatleben gelingt ihr aber ganz gut. Sie kämpft dafür, die besten Lösungen für alle zu finden, was sie total sympathisch machte. Ich fand es gut, dass sie eng mit dem Team zusammengearbeitet hat.

Sprecherin:
Ich kenne die Sprecherin bereits aus dem Computerspiel Diablo 3 und war begeistert, als ich feststellte, dass sie das Hörbuch spricht. Nicole Engeln war zwar stimmtechnisch ideal, allerdings gab es ein paar Stellen, an denen ich mir mehr Variation gewünscht hätte bzw. mir irgendwie was fehlte. Sie wirkte manchmal ein bisschen genervt. Aber zum Großteil hat sie mir gut gefallen.

Persönliche Gesamtbewertung:
Wiedermal ein super spannender Thriller von Ursula Poznanski. Das Thema Geocaching hat mich neugierig gemacht und ich wird mich vielleicht mal dran versuchen (und hoffen, keine Leichenteile zu finden ). Klare Empfehlung für Fans von Schnitzeljagden.

Veröffentlicht am 02.03.2019

Warum wir nicht der Herde folgen sollen – bewegendes Buch!

Cows
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Warum habe ich mich für das Buch entschieden?
Ich fühlte mich durch den Klappentext angesprochen, da er beschrieb, dass dieses Buch für Frauen ist, die in keine Schublade passen

Cover:
Das Cover ist ...

Warum habe ich mich für das Buch entschieden?
Ich fühlte mich durch den Klappentext angesprochen, da er beschrieb, dass dieses Buch für Frauen ist, die in keine Schublade passen

Cover:
Das Cover ist durch die gelben Lippen auf dem schwarzen Hintergrund super auffällig. Man kann sich darunter nichts vorstellen und muss einfach den Klappentext lesen. Mir gefällt so etwas gut!

Inhalt:
Tara ist eine berufstätige, alleinerziehende Mutter Anfang 40, die um ein Gleichgewicht zwischen Familie und Beruf kämpfen muss. Sowohl im Berufs- als auch im Privatleben kann sie nicht ihre 100% geben. Cam ist eine bewusst kinderlose Lifestyle-Bloggerin die gegen das Bild der Allgemeinheit kämpft, dass jede Frau Mutter werden sollte. Stella hatte es bisher in ihrem Leben nicht leicht. Um die einzige Chance zu ergreifen, Mutter zu werden, muss sie sich etwas einfallen lassen. Was die drei Frauen nicht wissen: Ein einziger Fehltritt führt sie alle zusammen, denn alle drei wollen am Schluss das Gleiche: Nicht der Herde folgen!

Handlung und Thematik:
Zu Beginn gibt es drei Handlungsstränge, die im Laufe des Buches immer mehr miteinander verwoben werden. Kinderwunsch, Wunsch der Kinderlosigkeit, Brustkrebs, One-Night-Stands, Mobbing, sexistische Machos am Arbeitsplatz, Alleinerziehende Mütter und deren Kampf zwischen Familie und Beruf, … In diesem Buch werden wahnsinnig viele hochaktuelle Themen aufgezeigt, die alle die gleiche Lösung haben. Die Autorin hat auf bewegende Art und Weise gezeigt, dass man dafür kämpfen muss, um so sein zu können wie man will. Von der ersten bis zur letzten Seite sehr lesenswert. Meines Erachtens ist das Buch nicht nur für Frauen die in keine Schublade passen, sondern generell für alle Frauen! Folgt nicht der Herde

Charaktere:
Tara hat es in ihrem Leben nicht leicht. Ihr Alltag besteht eigentlich die ganze Zeit nur aus Rechtfertigungen und Kämpfen. Ich bewundere sie, für mich ist sie eine starke Person, die nur jemanden braucht, der hinter ihr steht. Ich habe total mit ihr mitgefiebert.
Cam steht auf den ersten Blick voll im Leben und macht es super gut. Bei genauerem Hinsehen hat sich gezeigt, dass auch sie Schwächen hat. Das machte sie menschlich, wodurch sie mir gleich sympathischer wurde.
Stella hatte mein vollstes Mitgefühl. Auch wenn ihre Denkweisen und Methoden nicht mit einen übereinstimmen, war sie mir aufgrund ihres bisherigen Lebensverlaufs gleich sympathisch.

Schreibstil:
Dawn O‘Porter hat einen sehr mitreißenden Schreibstil. Es fühlte sich an, als wäre ich mittendrin im Geschehen. Sie hat die Perspektiven der drei Handlungsstränge verschieden aufgebaut, somit wirkten es wirklich wie drei verschiedene Leben. Dadurch, dass Taras Leben aus der Ich-Perspektive geschrieben wurde, fühlte es sich an als wäre sie das Zentrum des Buches und sie war dadurch mein Lieblingscharakter im Buch. Die Autorin hielt sich nicht lange auf mit großen Vorreden, sondern fing gleich ziemlich rasant an, wodurch ich direkt mitgerissen wurde. Sie hat mich nicht nur zum Schmunzeln gebracht, nein auch das ein oder andere Tränchen musste ich wegdrücken. Dadurch, dass immer wieder zwischen den drei Perspektiven gewechselt wurde, kam man direkt wieder in die nächste Emotion. Sehr bewegendes Buch!

Persönliche Gesamtbewertung:
Super Schreibstil, tolle Perspektivenwechsel und interessante Charaktere die mit unterschiedlichen Problemen kämpfen. Folgt nicht der Herde, sondern kämpft für eure Träume! Wahnsinnig bewegendes Buch, das jede Frau lesen sollte.