Profilbild von sansol

sansol

Lesejury Star
offline

sansol ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit sansol über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.03.2024

KIsmet übernimmt das Spiel auf Leben und Tod

Die Burg
0

Milliardär Nevio hat ein neues Ziel. Unter Einsatz größter Kosten hat er Burg Greifenau umfangreich aus- und umgebaut. Die ganze Anlage wird zu einem besonderen Erlebnis – in den unterirdischen Räumen ...

Milliardär Nevio hat ein neues Ziel. Unter Einsatz größter Kosten hat er Burg Greifenau umfangreich aus- und umgebaut. Die ganze Anlage wird zu einem besonderen Erlebnis – in den unterirdischen Räumen befinden sich von einer KI gesteuerte Escape-Room-Anlagen.

Vor der eigentlichen Eröffnung findet eine Art Probelauf mit speziell ausgewählten Gästen statt. Zuerst sind alle von der Qualität der Räume begeistert doch dann beginnt die KI ein eigenes Spiel – ein Spiel um Leben und Tod.

Mal davon abgesehen dass meines Wissens nach eine KI zu dieser Vorgehensweise (heute) noch nicht in der Lage ist so handelt es sich trotzdem um eine sehr spannend geschriebene Geschichte. Im Gegensatz zu den letzten Büchern der Autorin hat mir hier der Schreibstil wieder sehr gut gefallen, ich konnte mir die Atmosphäre in den Räumen sehr gut vorstellen und fand auch die Story sehr gelungen.

Durch die verschiedenen Teilnehmer bzw. das Personal gab es eine große Bandbreite an Charakteren, doch leider blieben sie zumindest für mich leider überwiegend blass.

Trotzdem war das Buch insgesamt gute Unterhaltung, die Bezeichnung Thriller halte ich allerdings für nicht passend.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 29.02.2024

Lesen nervt! Oder doch nicht?

Lesen NERVT! – Bücher? Nein, danke! (Lesen nervt! 1)
0

Lesen nervt! Oder doch nicht? Die Büchereispinne Karoline Kneberwecht ist entsetzt, dass ausgerechnet die Bücher ausgeliehen werden sollen wo sie ihr Spinnennetz gewoben hat. Das geht doch gar nicht, außerdem ...

Lesen nervt! Oder doch nicht? Die Büchereispinne Karoline Kneberwecht ist entsetzt, dass ausgerechnet die Bücher ausgeliehen werden sollen wo sie ihr Spinnennetz gewoben hat. Das geht doch gar nicht, außerdem sind Bücher doch sooo langweilig.

Sie versucht, durch mehrere interaktive Episoden (Bildergeschichte, Lückentext, Rätsel, Buchstabentausch etc) ihre Sicht der Dinge zu vermitteln. Wenig und gut verständlicher Text, eine große Schrift und nette Zeichnungen schaffen einen sehr positiven Eindruck.

Soll allerdings der braune Hintergrund der Seiten die Augen schonen? Oder einen Recycling-Charakter vermitteln? Dies hat mir persönlich nicht so sehr gefallen, ich würde bei Leseanfängern einen größeren Kontrast positiver sehen. Es handelt sich aber nur um die Optik, der Inhalt war absolut unterhaltsam und hatte mit der Spinne eine ungewöhnliche aber äußerst sympathische Protagonistin.

Für Leseanfänger ist das Buch absolut geeignet und spaßig, es fällt mir schwer zu sagen ob es auch Lesemuffeln gefallen kann denn die habe ich überhaupt nicht.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 21.02.2024

wenig Jennerwein dafür sehr abstrus

Am Tatort bleibt man ungern liegen
0

Ist dies überhaupt ein Jennerwein-Krimi? Jedenfalls kein typischer aus dieser Reihe (Band 10 und 11 fielen ja auch bereits als etwas ungewöhnlich auf). Hier taucht Kommissar Jennerwein eher als Nebenfigur ...

Ist dies überhaupt ein Jennerwein-Krimi? Jedenfalls kein typischer aus dieser Reihe (Band 10 und 11 fielen ja auch bereits als etwas ungewöhnlich auf). Hier taucht Kommissar Jennerwein eher als Nebenfigur auf, irgendwie ist er nie da, steht seinen Mitarbeitern kaum zur Verfügung löst aber so ganz nebenbei einen Mord.
Waren die Ausblicke auf ein paar Tausend Jahre in die Zukunft ja noch als witziges Element platziert so war mir persönlich dieser Band in vielen Aspekten einfach zu abstrus. Was haben Sancho Pansa und Don Quichotte die niemand sehen kann im Kurort zu suchen? Warum muss die beerdigte Leiche mit dem Leser sprechen? Wie ist es möglich dass innerhalb von wenigen Tagen (inkl. der durchgeführten Obduktion) die Mordopfer bereits beerdigt sind – im Fall von Alina Rusche findet die Seebestattung vor Norwegen vier (!) Tage nach dem Mord statt.
Der Schreibstil und das Setting im Kurort sind ja bekannt und gut, außerdem sind manche Ideen der Story vom Ansatz her gut und unterhaltsam, doch mehr als 2,5 Punkte kann ich dafür nicht vergeben. Ich hoffe, die nächsten Bände sind wieder mehr in der ursprünglichen Form.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 15.02.2024

Cosy Crime im Périgord - Band 1

Trüffelgold
0

Die Pariser Kommissarin Marie Mercier nimmt sich eine Auszeit um den von ihrer Großmutter geerbten Hof zu renovieren. Das kleine Dorf im malerischen Périgord wird wunderbar beschrieben, die Menschen, die ...

Die Pariser Kommissarin Marie Mercier nimmt sich eine Auszeit um den von ihrer Großmutter geerbten Hof zu renovieren. Das kleine Dorf im malerischen Périgord wird wunderbar beschrieben, die Menschen, die Gegend und ganz besonders das Essen spielen eine große Rolle - als Leser möchte man am liebsten direkt losfahren und dort einen Urlaub verbringen.

Die Idylle wird nur vom mysteriösen Tod eines Bikers, des Verlobten ihrer Jugendfreundin Helene, getrübt. Auch wenn der zuständige Komissar Leblanc die Ermittlungen leitet so kann Marie doch nicht aus ihrer Haut und beginnt ebenfalls zu recherchieren.

Am meisten hat mir wirklich die Stimmung die in dem Buch vermittelt wird gefallen. Die ein wenig überzogenen aber doch liebevoll schrullig dargestellten Charaktere und die spzielle Landschaft bilden den größten Reiz. Es gibt zwar unerwartete Wendungen, jedoch würde ich das Buch aufgrund des eher niedrigen Spannungsbogens eher als Cosy Crime einordnen, durchaus sehr unterhaltsam.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 13.02.2024

Tolles Cosy-Crime Erstlingswerk

Das Mörderarchiv
0

Annie hat ihre vermögende Großtante Frances bisher nie kennengelernt (warum nur?) doch dann wird sie überraschend von ihr eingeladen. Frances gilt als eigenartig, glaubt sie doch seit einer Jahrmarkt-Weissagung ...

Annie hat ihre vermögende Großtante Frances bisher nie kennengelernt (warum nur?) doch dann wird sie überraschend von ihr eingeladen. Frances gilt als eigenartig, glaubt sie doch seit einer Jahrmarkt-Weissagung von vor 60 Jahren dass sie umgebracht werden wird.
Kaum in Castle Knoll angekommen erfährt Annie, dass Frances recht hatte – sie wurde tatsächlich umgebracht. Gemäß Testament erben entweder ihr Neffe Saxon oder Annie, je nachdem wer schneller innerhalb einer Woche den Mörder findet, sonst wird der ganze Besitz zugunsten der Krone verkauft.
Annie findet Frances‘ Tagebuch und durch Rückblenden wird beschrieben was vor 60 Jahren passierte – die Weissagung, das Verschwinden ihrer Freundin Emily und die Beziehungen der Freundes-Clique.
Nicht nur dass Annie viel über ihre eigene Familie erfährt, sie will unbedingt dass nicht nur der Mord an Frances sondern auch das Verschwinden von Emily aufgeklärt wird. Bis zum Ende bleibt die Geschichte spannend.
Ein sehr angenehmer Schreibstil, die Wechsel zwischen den Zeitebenen empfand ich beim Lesen als sehr gelungen und Annie ist eine sympathische Protagonistin. Ein sehr stimmiger Cosy-Crime, vor allem da es sich hier um ein sehr schnell gelesenes Erstlingswerk der Autorin handelt.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere