Ein unterhaltsamer Roman
Cartier. Der Glanz von GoldSchon das Cover des Buches zieht den Blick auf sich: In edlem Goldglanz schimmert der Titel, eingefasst in ein Design, das an die Eleganz und das Prestige des weltberühmten Schmuckhauses erinnert. Im Mittelpunkt ...
Schon das Cover des Buches zieht den Blick auf sich: In edlem Goldglanz schimmert der Titel, eingefasst in ein Design, das an die Eleganz und das Prestige des weltberühmten Schmuckhauses erinnert. Im Mittelpunkt steht Jeanne Toussaint, eine Frau, die mich wirklich beeindruckt hat. Elegant, mutig, kreativ – und das alles in einer Zeit, in der Frauen in der Schmuckbranche kaum etwas zu sagen hatten. Jeanne trotzt den Erwartungen, bringt frischen Wind ins Haus Cartier und wird zur treibenden Kraft hinter dem legendären Stil des Unternehmens.
Was mir besonders gefallen hat: Die fundierte historische Recherche, die sich durch den gesamten Roman zieht. Die Autorin schafft es, reale Persönlichkeiten und Ereignisse mit fiktiven Elementen so zu verbinden, dass man völlig in die Zeit eintaucht. Gerade das Nachwort zeigt, wie viel Sorgfalt und Hintergrundarbeit in der Geschichte steckt. Sophie Villard gibt hier Einblick in ihre Quellen und erklärt, welche Freiheiten sie sich beim Erzählen genommen hat.
Ich liebe historische Romane, wenn sie gut recherchiert und zugleich lebendig erzählt sind – und genau das gelingt Sophie Villard. Man erlebt den Glanz der Goldenen Zwanziger, spürt aber auch die politischen Umbrüche und persönlichen Herausforderungen, mit denen Jeanne konfrontiert ist.
Insgesamt ein glänzendes Leseerlebnis über starke Frauenfiguren.