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Veröffentlicht am 16.09.2025

Eine Geschichte über Heimat, Fremdsein und die Suche nach Zugehörigkeit

Altes Land
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Der Roman hat mir gut gefallen, auch wenn der Einstieg etwas ungewohnt war.
Es ist ein vielschichtiges Buch, mit einer Mischung aus feinem Humor, Melancholie und sprachlicher Eigenwilligkeit, und es erzählt ...

Der Roman hat mir gut gefallen, auch wenn der Einstieg etwas ungewohnt war.
Es ist ein vielschichtiges Buch, mit einer Mischung aus feinem Humor, Melancholie und sprachlicher Eigenwilligkeit, und es erzählt die Geschichte zweier Frauen: Vera, die als Flüchtlingskind ins „Alte Land“ kam, und ihre Nichte Anne, die mit ihrem Sohn aus Hamburg in das alte Bauernhaus zieht.

Der Sprachstil ist besonders: sehr knapp, oft mit kurzen, fast abgehackten Sätzen. Am Anfang fand ich das etwas gewöhnungsbedürftig, aber mit der Zeit merkt man, wie gut das zur Geschichte und zur norddeutschen Atmosphäre passt. Gerade die spröde, klare Sprache macht das Buch authentisch und bringt die Eigenheiten der Figuren gut rüber.

Mir hat gefallen, dass die Geschichte ohne große Dramen auskommt und trotzdem berührt. Man erkennt vieles wieder – das Festhalten an Traditionen, das Misstrauen gegenüber Fremden, aber auch die Sehnsucht nach Geborgenheit.

Ein lesenswertes Buch, wenn man sich auf den besonderen Stil einlässt.

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Veröffentlicht am 12.09.2025

Ein bewegender Roman über Erinnerung und Neubeginn

Die Verlorene
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Es gibt Bücher, die man liest – und es gibt jene, die einen mitnehmen, als würde man selbst Seite für Seite mitleben. Dieser Roman gehört für mich zu den Werken, die man nicht nur verschlingt, sondern ...

Es gibt Bücher, die man liest – und es gibt jene, die einen mitnehmen, als würde man selbst Seite für Seite mitleben. Dieser Roman gehört für mich zu den Werken, die man nicht nur verschlingt, sondern durchlebt.

Miriam Georg erzählt das Schicksal einer Familie aus Schlesien, die in den Wirren des Zweiten Weltkriegs auseinandergerissen wird. Und doch endet die Geschichte nicht dort – sie zieht ihre Fäden bis in unsere Gegenwart, wo die Nachkommen noch immer den langen Schatten jener Zeit spüren.

Mit poetischem Gespür erzählt die Autorin von Verlust und Flucht, aber auch von Neubeginn und Hoffnung. Besonders die Frauen dieser Geschichte beeindrucken: Sie tragen eine stille, doch ungeheure Stärke in sich.

Berührend ist, wie Vergangenheit und Gegenwart sich durchdringen – wie das Ungesagte fortlebt, wie Fragen, die einst verschwiegen wurden, Jahrzehnte später an die Oberfläche drängen. Man leidet mit den Frauen, die alles verloren haben, und fühlt zugleich ihre unstillbare Sehnsucht nach Zugehörigkeit – eine Sehnsucht, die bis in die nächste Generation weiterreicht.

Dieser Roman ist mehr als eine Geschichte über Krieg und Schmerz. Er ist ein Zeugnis für die Macht der Erinnerung und Hoffnung, und er erinnert daran, dass die Vergangenheit nie ganz vergeht.


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Veröffentlicht am 19.08.2025

Ein Ökothriller, der unter die Haut geht

Animal
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Schon nach dem Prolog war für mich klar: Dieses Buch lässt einen nicht kalt. Und nach den ersten Seiten hatte ich keinen Appetit mehr auf Fleisch. So eindringlich und beklemmend beschreibt Tibor Rode die ...

Schon nach dem Prolog war für mich klar: Dieses Buch lässt einen nicht kalt. Und nach den ersten Seiten hatte ich keinen Appetit mehr auf Fleisch. So eindringlich und beklemmend beschreibt Tibor Rode die Situation der Tiere, dass man gar nicht anders kann, als sein eigenes Verhalten zu hinterfragen.

Die Geschichte selbst ist dann genauso fesselnd wie der Einstieg. Ein Schwein, das zum „Mandanten“ in einem Gerichtsverfahren wird, dazu die Forschung, die mithilfe von KI echte Kommunikation zwischen Mensch und Tier ermöglichen will. Ein origineller Plot, provokant und hochaktuell.

Besonders spannend sind die wissenschaftlichen Hintergründe zu KI und Sprachforschung. Alle Figuren wirken lebendig und dynamisch.

Mich hat sehr beeindruckt, dass Animal weit über den Thriller hinaus Fragen aufwirft: Was würde es bedeuten, wenn Tiere wirklich sprechen könnten? Wie sehr verdrängen wir die Realität in unserem Alltag? Und wären wir bereit, die Konsequenzen zu tragen?

Ein intelligenter, emotionaler Pageturner, der mich gleichzeitig gefesselt und zum Nachdenken gebracht hat – so sehr, dass er sogar mein Essverhalten beeinflusst hat.

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Veröffentlicht am 18.08.2025

Ein atmosphärischer Roman, der Herz und Sinne gleichermaßen auf Reisen schickt.

Der Duft der fernen Insel
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Die Autorin beschreibt die Landschaften und die Stimmungen so eindringlich, dass man sich beim Lesen sofort in ferne Welten getragen fühlt. Ihre Sprache ist reich an feinen Details und zugleich geprägt ...

Die Autorin beschreibt die Landschaften und die Stimmungen so eindringlich, dass man sich beim Lesen sofort in ferne Welten getragen fühlt. Ihre Sprache ist reich an feinen Details und zugleich geprägt von Leichtigkeit, Wärme und Feinfühligkeit. Mir hat gefallen, wie beeindruckend sie ihre Figuren beschreibt.

Die Charaktere sind sorgfältig ausgearbeitet und wirken in all ihren Facetten glaubwürdig und lebendig. Durch die eindringliche Erzählweise entsteht eine Atmosphäre, die man nicht nur erfasst, sondern regelrecht durchlebt. Besonders bemerkenswert ist, dass die Autorin nicht allein die Schönheit Sansibars einfängt, sondern auch die dunklen Seiten jener Epoche sichtbar macht: die Grausamkeit der Sklaverei und die erschütternden Schicksale der Betroffenen.

Der Roman ist ein aussergewöhnliches Leseerlebnis.

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Veröffentlicht am 25.07.2025

Die Vergangenheit lässt sich nicht ändern – aber sie kann heilen

Der alte Apfelgarten
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„Der alte Apfelgarten“ war mein erster Roman von Sharon Gosling – und ich war auf Anhieb begeistert.
Schon das stimmungsvoll gestaltete Cover weckt Erwartungen an eine berührende Geschichte – und das Buch ...

„Der alte Apfelgarten“ war mein erster Roman von Sharon Gosling – und ich war auf Anhieb begeistert.
Schon das stimmungsvoll gestaltete Cover weckt Erwartungen an eine berührende Geschichte – und das Buch hält, was es verspricht.

Im Mittelpunkt stehen zwei sehr unterschiedliche Schwestern, die nach dem Tod ihres Vaters und der damit verbundenen Schulden gezwungen sind, sich wieder miteinander auseinanderzusetzen.

Der Schreibstil ist angenehm leicht und flüssig zu lesen, zugleich aber reich an emotionaler Tiefe.
Zwar ist die Handlung in weiten Teilen vorhersehbar, doch lebendige Dialoge, geschickt platzierte Geheimnisse und vielschichtige Figuren sorgen dafür, dass der Roman nie ins Oberflächliche abrutscht.

Besonders berührend ist der alte, verwilderte Apfelgarten – ein Ort voller Geschichte, Erinnerungen und leiser Magie. Er wird zum Symbol für alles, was verloren gegangen ist – und für das, was zwischen den Schwestern vielleicht wieder wachsen kann.

Ein melancholischer, leiser Wohlfühlroman, der von Verlust, Versöhnung und Neuanfang erzählt – und davon, dass es nie zu spät ist, die eigene Geschichte neu zu formen.

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