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Veröffentlicht am 04.07.2023

Eine Liebe zum falschen Zeitpunkt? Sehr wechselhafte Liebesgeschichte mit wankelmütigen Protagonisten

Eine Nacht mit dir
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Nach einer schmerzhaften Dreiecksbeziehung hat sich Ruby vorgenommen, ein Jahr nur für sich zu verbringen. Sie zieht deshalb von London nach Manchester, um sich ganz auf ihren Masterstudiengang zu konzentrieren. ...

Nach einer schmerzhaften Dreiecksbeziehung hat sich Ruby vorgenommen, ein Jahr nur für sich zu verbringen. Sie zieht deshalb von London nach Manchester, um sich ganz auf ihren Masterstudiengang zu konzentrieren.
Nic hat sich von seiner langjährigen Jugendliebe getrennt und zieht von Liverpool nach London, wo er neu anfangen und unbeschwert Spaß haben möchte.
Der Verkauf eines Sofas führt die beiden an Rubys letztem Abend in London zusammen. Nic, der offen für Anschluss ist, verbringt den Abend bei Pizza und Tanz mit Ruby und ihren Freunden in ihrer Wohngemeinschaft und letztlich die ganze Nacht mit Ruby. Die beiden haben nichts zu verlieren, werden sich vermutlich nicht wiedersehen und lassen sich deshalb auf einen One-Night-Stand ein.
Durch eine medizinische Notwendigkeit nehmen sie Wochen später ungeplant Kontakt zueinander auf. Auch wenn Ruby eine Anziehung zu Nic verspürt und er ihr an dem einem Abend schon viel näher war, als ihr Exfreund, ist sie nicht bereit für eine Beziehung. Sie möchte sich von nichts ablenken lassen und ganz auf ihr Studium und das Dokumentarfilmprojekt mit dem betagten JP stürzen, der seine große Liebe wiederfinden möchte, die er vor 78 Jahren verloren hat. Nic denkt hingegen sehnsüchtig an Ruby.

"Eine Nacht mit dir" wird aus den Perspektiven von Ruby und Nic erzählt, wobei Rubys Leben zunächst stärker in den Fokus rückt und ihr Charakter präsenter ist. Nic und sein Neustart in London bleiben im Hintergrund, seine Person eher blass, bis auch er später seine eigene Geschichte bekommt.

Ruby und ihr Vorsatz "Ein Jahr für mich" wirken verbissen und Ruby dadurch sehr auf sich selbst bezogen. Die Liebe auf den ersten Blick zwischen Ruby und Nic ist durch die erste Nacht sehr auf das Körperliche beschränkt, weshalb die Trennung nicht emotional berührend ist und es auch weniger bedeutend erscheint, dass sich Ruby ihrem Glück selbst im Weg zu stehen scheint. Erst durch den Kontakt zu JP und seinen Erfahrungen mit der Liebe wird sie offenherziger und gibt der Beziehung zu Nic eine Chance. Als sie sogar bereit erscheint, ihre Vorsätze aufzuweichen und eine Fernbeziehung einzugehen, kommt Nics Vergangenheit dazwischen, die Rubys Entscheidung erneut ins Wanken geraten lässt.

Die Liebesgeschichte ist deshalb ein ständiges Auf und Ab, geprägt von dem mangelnden Mut, sich zu entscheiden, entwickelt sie sich nicht weiter. Es wird zwar häufig von der großen Liebe gesprochen, sie ist allerdings nicht zu spüren. Auch erscheinen die Beteuerungen unglaubwürdig, wenn letztlich andere Prioritäten gesetzt werden.

Mit der Suche nach JPs großer Liebe Amelie erhält die Geschichte einen Hauch Romantik, auch wenn sie nach all der vergangenen Zeit und dem hohen Lebensalter des ehemaligen Liebespaares sehr blauäugig erscheint. Des Weiteren ist befremdlich, dass JP weitaus jünger wirkt und Ruby mit ihm wie mit einem Gleichaltrigen spricht - Sex, Verhütung und traumatische Erlebnisse aus der Vergangenheit plaudert sie ganz offen gegenüber einem Fremden aus, der als Greis selbst in Messengerchats schlagfertig antwortet.

Durch die wankelmütigen Charaktere, ihre eigenen Unsicherheiten und Hürden, die sich ihnen in den Weg stellen, ist die Geschichte abwechslungsreich und lebendig. Die Themen wie Selbstbestimmung, Erwachsenwerden, Freundschaft, Kinderwunsch und Familienplanung, die in beiden Erzählsträngen zum Tragen kommen, bleiben allerdings oberflächlich und scheinen den Roman nur zu füllen, da die unnötig komplizierte Liebesgeschichte überhaupt nicht vorankommt.
Die wesentlichen Entscheidungen und Handlungen sind nicht immer nachvollziehbar, die Charaktere wenig sympathisch. Ob es den richtigen Zeitpunkt für die Liebe gibt, wird letztlich nur unbefriedigend beantwortet, da die Hauptfiguren im entscheidenden Moment kein Risiko eingehen. Das gefällige Ende ist dann so unrund wie die gesamte wechselhafte Geschichte, die immer nur um ihren rote Faden herum mäandert.

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Veröffentlicht am 02.07.2023

Drei Kurzgeschichten über Schwestern, die die Vergangenheit bewältigen, um bereit für die Zukunft zu sein - zwei davon gut, eine enttäuschend belanglos.

Seeglasschwestern
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Das Buch enthält drei Kurzgeschichten mit einer Länge zwischen 70 und 100 Seiten. Alle drei handeln von Geschwisterbeziehungen und ereignen sich zumindest am Rande in den Outer Banks vor North Carolina ...

Das Buch enthält drei Kurzgeschichten mit einer Länge zwischen 70 und 100 Seiten. Alle drei handeln von Geschwisterbeziehungen und ereignen sich zumindest am Rande in den Outer Banks vor North Carolina auf Hatteras Island und sind damit inhaltlich und atmosphärisch durch einen roten Faden miteinander verbunden.

Die erste, titelgebende Geschichte "Die Seeglassschwestern" handelt von Schwestern, die sich während eines Hurrikans nach einem Streit wieder einander nähern. Im Fokus ist jedoch mehr die Tochter einer der Schwestern, die nach einem traumatischen Ereignis Zuversicht findet und bereit für einen Neuanfang ist.

"Die Gezeitenschwestern" handelt von zwei entzweiten Schwestern und einem Geheimnis, das die Beziehung der beiden weiter belastet. Die jüngere Schwester findet nach einer Aussprache zu neuem Selbstbewusstsein und ist sodann bereit für den nächsten Schritt mit ihrem Verlobten.

Die dritte Geschichte ist am kürzesten und handelt von zwei Schwestern, die herausfinden, dass sie eine ältere Halbschwestern haben. Kurzentschlossen besuchen sie diese auf Hatteras Island, wo dem Glück einer der beiden Schwestern auf die Sprünge geholfen wird.

Die ersten beiden Geschichten haben mir ganz gut gefallen, auch wenn "Die Seeglasschwestern" mit zu vielen Dramen überfrachtet war, die sich letztlich alle gut und versöhnlich auflösen. Beide Geschichten hatten ihre spannenden Momente und reichlich Emotionen. Trotz der Kürze der Handlungen war ausreichend Tiefgang und Einfühlungsvermögen für die Charaktere vorhanden.
"Die Sandburgschwester" ist die schwächste der drei Geschichten. Der Plot hatte zwar Potenzial, entwickelte sich aber ohne Hoch- und Tiefpunkte völlig belanglos und endete reichlich kitschig.

Gemeinsam ist allen drei "Schwester"-Geschichten, dass diese sich mit ihrer Vergangenheit versöhnen und bereit für die Zukunft sind. Alle Geschichten sind hoffnungsvoll und machen Mut, sich aus der eigenen Komfortzone zu bewegen, an sich zu glauben und die Liebe zuzulassen.

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Veröffentlicht am 30.06.2023

Der Roman lässt das Gärtnerherz aufblühen, die Geschichte ist allerdings arg konstruiert und die großen und kleinen Dramen lösen sich am Ende zu leicht in Wohlgefallen auf.

Wie Träume im Sommerwind
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Emilia ist zusammen mit ihrer drei Jahre älteren Schwester Clara auf dem Rosenhof ihrer Eltern auf Usedom aufgewachsen. Im Gegensatz zu ihrer Schwester wollte Emilia den Hof jedoch nicht übernehmen, sondern ...

Emilia ist zusammen mit ihrer drei Jahre älteren Schwester Clara auf dem Rosenhof ihrer Eltern auf Usedom aufgewachsen. Im Gegensatz zu ihrer Schwester wollte Emilia den Hof jedoch nicht übernehmen, sondern Parfumeurin werden und ist dafür zur Ausbildung nach Paris gegangen. Ihr Traum hat sich Jahre später nicht erfüllt. Emilia arbeitet stattdessen als Kellnerin in einem Bistro in Paris, als sie der Anruf ihrer Mutter erreicht, dass Clara nach einem Autounfall schwer verletzt im Krankenhaus liegt. Ohne zu zögern eilt Emilia nach Hause und findet bald ein Foto einer Rose mit einer rätselhaften Widmung und dass Clara vorgehabt hatte, zeitnah nach England zu reisen, wo sie nach ihrer Schulzeit ein Jahr verbracht hat. Als Emilia dann auch noch herausfindet, dass der Rosenhof in Existenznöten ist, beschließt sie zusammen mit ihrer Nichte nach England zu reisen, um herauszufinden, was es mit der ominösen Rose auf sich hat und was Clara dort wollte. Einerseits hegt sie die Hoffnung, Clara mit dem Duft der Rose aus dem Koma holen zu können und andererseits herauszufinden, ob es sich bei dem Briefeschreiber um den geheimen Vater ihrer Nichte handeln könnte.
Emilia selbst hegt immer noch Gefühle für ihren Jugendschwarm, der sich scheinbar nicht für sie interessierte.

Die Geschichte wird in der Gegenwart aus der Perspektive von Emilia geschildert, die wegen des Unfalls ihrer Schwester zurück in ihre Heimat kehrt und trotz ihres Alters ihren Platz im Leben noch nicht gefunden hat und noch nie eine Beziehung geführt, die länger als nur ein paar Monate dauerte. Wechselweise erfolgen Kapitel aus der Sicht von Clara, die 16 Jahre früher handeln, als sich die ältere der beiden Schwestern nach dem Abitur in England aufhielt.
Die Schauplätze, insbesondere die Gärten, die wie die Rosen in dem Roman eine Schlüsselrolle spielen, werden bildhaft beschrieben. Auch die intensiven Düfte, die vor allem olfaktorisch begabte Emilia wahrnimmt, sind eindringlich beschrieben.
Die Geschichte birgt so manches Geheimnis, das allerdings darin begründet liegt, dass die Protagonisten aus nicht immer nachvollziehbaren Gründen nicht mit einander kommunizieren. Geplatzte Träume, finanzielle Sorgen, unglückliche Liebschaften... zu viel wird verdrängt und sorgt nur für noch mehr Probleme. Claras Gesundheitszustand und die Eheprobleme der Eltern kommen noch obendrauf.
Die Suche nach der Rose und die eigentümliche Reise nach Kent erscheinen ein wenig blauäugig und abenteuerlich, aber Sorgen zumindest für ein wenig Spannung, nachdem die Geschichte auf Usedom zu Beginn auf der Stelle tritt.

Möglicherweise sind es zu viele Probleme und Geheimnisse auf einmal, weshalb kein Aspekt wirklich in die Tiefe geht und nachhaltig erörtert wird. Vor allem auch die Gefühle und Beziehungen der Personen untereinander werden überhaupt nicht deutlich. Weder ist das Band innerhalb der Familie noch sind die seit Jahren erhofften Liebesbeziehungen spürbar. Die Liebe zu Pflanzen und zu Düften nimmt in der Geschichte weit mehr Worte ein, als die so romantisch erdachten Liebesgeschichten. Diesbezüglich kann auch nur die zugegebenermaßen sehr dramatische Liebe von Clara überzeugen. Emilias Heimlichkeiten und Unsicherheiten sind in ihrem Alter dagegen nur schwer nachvollziehbar. Auch das Verhalten ihres Schwarms, das Emilia auf Abstand hielt, ist so wenig verständlich wie die abrupte Annäherung der beiden.

Der Roman lässt das Gärtnerherz aufblühen, ist inhaltlich anfangs nur mäßig spannend und birgt zu viel Ungesagtes, das aufgesetzt wirkt, so dass man nicht wirklich mit den Hauptfiguren und ihren großen und kleinen Dramen mitfühlen kann. Dass sich am Ende wirklich alle Schwierigkeiten in Wohlgefallen auflösen, ist für das romantische Leserherz zwar schön, aber nur wenig realitätsnah.

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Veröffentlicht am 29.06.2023

Abwechslungsreiche Kurzgeschichten, aber nur einige wenige konnten mich durch einen gekonnten Twist überraschen und mit einem zufriedenen Gefühl zurücklassen

Hotel Seattle
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"Hotel Seattle" ist eine Sammlung von zehn Kurzgeschichten, die zwischen zehn und 44 Seiten lang sind. Sie handeln von Liebe, Begehren, Sehnsüchten und Familie und haben Charaktere verschiedenen Alters ...

"Hotel Seattle" ist eine Sammlung von zehn Kurzgeschichten, die zwischen zehn und 44 Seiten lang sind. Sie handeln von Liebe, Begehren, Sehnsüchten und Familie und haben Charaktere verschiedenen Alters - vom Kind bis zum alten Mann - als Erzählstimme. Auch wenn die Liebe ein zentrales Thema ist, sind es keine romantischen Geschichten. Es geht um unerfüllte Liebe, um Verlust und Tod, um die Annäherung zwischen Eltern und Kindern, zwischen Großeltern und Eltern, brüchigen Familien und missbräuchlicher Liebe.
Nicht alle Geschichten sind gleich einnehmend oder verständlich, nicht immer fällt es leicht, sich in die Hauptfiguren hineinzuversetzen. Die Geschichten sind so bunt wie das Cover des Buches und lassen nie auf das Ende schließen.

Ich tauche lieber tief in Charaktere und ihre Geschichten ein, befasse mich lieber intensiver mit einer Thematik, weshalb ich kein großer Freund von Kurzgeschichten bin. Auch wenn die Einzelgeschichten nicht lang sind, ist nicht jede pointiert und fesselnd. Viele enden abrupt, manche ganz ohne Aha-Effekt.

Die Geschichten sind abwechslungsreich, aber nur einige wenige konnten mich durch einen gekonnten Twist überraschen und mit einem zufriedenen Gefühl zurücklassen. Andere sind schnell vergessen und nicht umsonst nur als Kurzgeschichte verblieben, deren schmaler Inhalt keinen ganzen Roman gefüllt hätten.

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Veröffentlicht am 27.06.2023

Naturverbundene Geschichte über Einsamkeit, Außenseitertum, Unerschrockenheit und Heimat, die ich mir packender, emotionaler und gehaltvoller erhofft hatte.

So weit der Fluss uns trägt
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Die 17-jährige Victoria Nash lebt am Rande der Kleinstadt Iola am Fluss des Gunnison River in Colorado, wo ihre Familie eine Pfirsichfarm betreibt. Nach einem Verkehrsunfall vor sechs Jahren, bei der ihre ...

Die 17-jährige Victoria Nash lebt am Rande der Kleinstadt Iola am Fluss des Gunnison River in Colorado, wo ihre Familie eine Pfirsichfarm betreibt. Nach einem Verkehrsunfall vor sechs Jahren, bei der ihre Mutter, ihre Tante und ihr Cousin ums Leben gekommen sind, ist Torie allein in einem Männerhaushalt. Sie hat die Aufgaben ihrer Mutter übernommen und kocht und putzt für ihre verstockten Vater, den verbitterten Kriegsveteran Onkel Ogden und ihren aggressiven Bruder Seth sowie die Hilfsarbeiter auf der Farm.
Ohne eine mütterliche Ratgeberin manövriert sich Torie durch die eintönigen Tage und ist deshalb umso aufmerksamer für einen Fremden, der ihr zufällig begegnet. Doch Wilson Moon ist indigener Abstammung, für die Bewohner der Kleinstadt nur ein krimineller Vagabund, den es zu vertreiben gilt. Torie aber überträgt alle Sehnsüchte auf ihn, schenkt ihm ihre ganze Liebe und wird unbedarft schwanger. Diese kann sie über Monate hinweg geheim halten, flieht aber letztendlich aus Angst um das Leben ihres ungeborenen Kindes in die Berge.
Aus einer einsamen Entscheidung heraus entwickelt sie eine ungeahnte Stärke und kämpft um die Bewahrung des Erbes ihrer Familie, als Iola geflutet werden soll.

Der Roman handelt von 1948 bis 1971, weshalb der Klappentext nur einen kleinen Ausschnitt beschreibt. Tatsächlich konnte mich die Geschichte auch erst nach einem Drittel für sich einnehmen, als Victoria mehr Mut und Stärke entwickelt hatte, eigeninitiativ handelte und unerschrocken für ihre Ziele kämpfte. Bis dahin ist die Geschichte in der Beschreibung des Alltags auf der Farm düster und eintönig und auch die Liebesgeschichte bringt kein Licht und Hoffnungsschimmer in das Leben der 17-jährigen Torie. Statt einer romantischen Liebe wirkt ihre Leidenschaft für Wil wie eine Flucht vor den rauen Männern, die sie bisher kannte.
Die Schwangerschaft und Flucht sind letztlich doch ein Ausweg aus der Monotonie, wenn auch anders als gedacht.

Victoria entwickelt sich weiter, reift zur Frau und agiert vorausschauender und mutiger als so manch anderer Bewohner Iolas, als deutlich wird, dass der Ort keine Zukunft mehr hat. Sie hat weiterhin nur wenig Kontakt zu Menschen, kümmert sich lieber um Tiere, Pflanzen und die Ernte und möchte das schier Unglaubliche schaffen - das Erbe ihrer Familie bewahren. Auch wenn die Farm und die Plantage verloren scheint, setzt sie Hoffnung in ihre Bäume, um auch weiterhin die berühmten Nash-Pfirsiche ernten zu können.

Nach einem schwachen und zähen Anfang entwickelte sich die Geschichte anders als erwartet und fasziniert mit dem Kampf für die Natur und was mit Mut, den richtigen Helfern und einem Quäntchen Glück alles möglich ist. Allerdings verliert sich die Handlung auf dem Weg zum versöhnlichen Ende ein wenig. Der Perspektivwechsel ist zwar aufschlussreich, wirkt jedoch unbeholfen und wenig kreativ.
Der Roman ist naturverbunden, handelt von Einsamkeit und Rassismus, von Verlust, Entwurzelung und Heimat und insbesondere von Außenseitertum, Unerschrockenheit und der grenzenlosen Liebe für das, was wichtig erscheint. Die Geschichte hatte ich mir jedoch packender, emotionaler und gehaltvoller erhofft.

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