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Veröffentlicht am 18.09.2025

Überraschender Besuch

Lorenz Lovis / Tote wohnen besser
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Lovis hat schon lange keinen neuen Fall gehabt, sodass er seinen Mitarbeitern bei der Apfelernte helfen muss. Gott sei Dank erreicht Lovis dann doch eine Anfrage, den Mord an Reinis Vater aufzuklären. ...

Lovis hat schon lange keinen neuen Fall gehabt, sodass er seinen Mitarbeitern bei der Apfelernte helfen muss. Gott sei Dank erreicht Lovis dann doch eine Anfrage, den Mord an Reinis Vater aufzuklären. Er lehnt erst ab, da Reini ihn schon mal gelinkt hat. Doch sein Konkurrent als Detektiv, der Grödner Mader übernimmt ihn und um die Kontrolle zu behalten übernimmt auch Lovis. Mader ist ein sehr smarter Mann und Lovis traut ihm nicht. Doch auch Angelika seine Verlobte will, dass sie zusammenarbeiten. Doch irgendetwas ist faul an Marder. Doch Lovis tappt noch im Dunkeln, ebenso in dem Fall. Es gibt allerdings Hilfe von Helga, der Urlauberin aus Deutschland. Langsam, aber sicher bekommt Lovis etwas mehr Gefühl für den Fall, aber ist das alles, was hier im Argen liegt?
„Tote wohnen besser“ von Heidi Troi ist eine neue Geschichte des Lorenz Lovis aus Brixen, in dem er ermittelt. Schon das Cover zeigt die Schönheit der Landschaft Südtirols und die wird auch in der Story deutlich. Es sind auch die Menschen, die diesen Roman prägen, allen voran Lovis und seine Braut Angelika. Aber auch alle anderen auf dem Hof tragen zur guten Atmosphäre bei. In diesem Fall kommen bekannte Charaktere hinzu, die schon vorher auftauchten, die Urlauberin Helga und ihre Familie, sowie der Detektiv und Konkurrent Mirko Mader. Schon von der ersten Seite an, habe ich mich wieder wohl gefühlt in diesem Krimi, denn es war ein nach Hause kommen. Auch der Fall war ein typischer für Lovis, nicht alles ganz klar, was geschehen ist und wer der Täter ist. Sehr viel Arbeit wartet auf Lovis und er muss auch noch mit seinem Kontrahenten Mader zusammenarbeiten. Doch die Autorin bekommt, das Wechselspiel zwischen den beiden sehr gut hin lässt auch Helga einen größeren Freiraum. Das tut diesem Krimi sehr gut und belebt die Ermittlungen. Der Schachzug mit dem Besuch ist ihr ebenfalls sehr gut gelungen. Das bedeutet auch, dass der Spannungsbogen schön bis zum Ende entwickelt wurde, mit einigen spannenden Wendungen.
Ich bin ein Fan dieser Serie um Lorenz Lovis und ich freue mich auch schon auf die Hochzeit, mal sehen was der Autorin, da noch einfällt. Empfehlen kann ich den Krimi allen Krimifans und vor allen denen die regionale Krimis mögen.

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Veröffentlicht am 17.09.2025

Ein Mord mit Hintergrund

Wolfstal
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Die Gemeinde Espelette im französischen Teil des Baskenlandes ist Ziel von vielen Touristen, die den Jakobsweg gehen wollen. Deshalb stört es auch, dass es einen Schäfer gibt, der mit Gewehrschüssen die ...

Die Gemeinde Espelette im französischen Teil des Baskenlandes ist Ziel von vielen Touristen, die den Jakobsweg gehen wollen. Deshalb stört es auch, dass es einen Schäfer gibt, der mit Gewehrschüssen die Wanderer erschreckt. Außerdem har er ein besonderes Verhältnis zu einem wolf, der die Schafe von anderen Schäfern reißt. Alle in Espelette hassen ihn und deshalb ist es verwunderlich das die Tochter des Schäfers mit ihm ausgeht, da er ihr Leben gerettet hat. Es war ein schöner Abend auch für den Einsiedler, doch am nächsten Morgen wird er tot aufgefunden. Das ruft die Polizisten Luc Verlain und seinen baskischen Kollegen Etxebarria auf den Plan. Zusätzlich wird ihnen noch die Polizistin Schellinger zur Seite gestellt. Sie tappen lange in Dunkeln doch durch Zufall kommen sie dem Mörder auf die Spur.
„Wolfstal“ von Alexander Oettker ist ein Aquitaine-Krimi mit dem Ermittler Luc Verlain. Es ist ein spannender und gut inszenierter regionaler Krimi, mit interessanten Ermittlern in einer sehr speziellen Region, dem Baskenland. Die Personen dieses Ermittlerteams sind allesamt sehr speziell, allen voran Luc, einem erfahrenen und hochdekorierten Polizisten aus Bordeaux, der dort mit seinen Chefin liiert ist und ein Kind hat. Dieses wird auch immer wieder thematisiert und gibt dem Krimi eine Menschlichkeit, die Spaß macht. Ebenso sein baskischer Kollege und Freund ist sehr interessant beschrieben, nur die neue Kollegin ist still, griesgrämig und zurückgezogen und passt eigentlich nicht ins Team. Es ist so, als wenn sie ein Geheimnis mit sich tragen würde. Die Story um den Mord an dem Schäfer ist sehr gut entwickelt und aufgebaut. Das Cover zeigt schon den Weg, denn es ist ein Blick aus den Bergen auf das Meer. Der Autor erzählt diese Geschichte sehr leicht und bildhaft, so dass jedenfalls mein Kopfkino gleich angesprungen ist und ich mich gut in die Region hineinversetzen konnte. Die Spannung ist sehr gut auf den Punkt gebracht und lässt den Leser miträtseln und auch die Hilflosigkeit spüren, und zum Ende nimmt die Spannung rapide zu.
Ich mag diese Art von regionalen Krimis, weil ich mich gut in die Szenen hineinversetzen kann und auch die Beschreibung dieser Region und deren Menschen macht mich sehr neugierig. Für mich ist dieser Krimi sehr lesens- und empfehlenswert.

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Veröffentlicht am 11.09.2025

Auf der Suche nach dem Nichts

Dr. No
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Professor Wala Katu wird von dem Milliardär John Sill angeheuert, um ein Kästchen aus Fort Knox zu stehlen. Mit ihm wird Walas Kollegin Eigen Vector von John eingeladen seine Gäste zu sein. Wala ist Mathematik ...

Professor Wala Katu wird von dem Milliardär John Sill angeheuert, um ein Kästchen aus Fort Knox zu stehlen. Mit ihm wird Walas Kollegin Eigen Vector von John eingeladen seine Gäste zu sein. Wala ist Mathematik Professor an der Boston University und sein Spezialgebiet ist das Nichts. Dafür wird er von John sehr gut bezahlt, doch er gerät auch in die Aufmerksamkeit des Geheimdienstes. Doch John nimmt Wala und Eigen, und Walas Hund Trigo, mit auf seine Reisen um die Welt. So lernen sie John besser kennen und es stellt sich heraus das er Schurkereien im Sinn hat. Aber sie können sich auch nicht aus seinen Fängen befreien, so bleibt ihnen nichts anderes übrig als John zu folgen.
Der Roman „Dr No“ von Percival Everett ist ein sehr verwirrender Roman, der auf der einen Seite sehr informativ, auf der anderen Seite aber auch sehr abgedreht geschrieben wurde. Ich habe etwas gebraucht, um das Wichtige von Unwichtigen zu trennen. Die Sprache ist sehr kompliziert und ich würde mal sagen pseudo-wissenschaftlich, obwohl ich davon ausgehe, dass der Autor die wissenschaftlichen Teile hervorragend recherchiert hat. Das Ganze hat er dann in eine Spionage Story verpackt, wo die Ironie immer wieder durchscheint. Ich bin mir manchmal nicht ganz sicher, was denn jetzt der Inhalt des Buches ist. Auf jeden Fall gibt es sehr überraschende Szenen, die an einen James Bond Film erinnern, ganz, wie das Cover darstellt. Hier ist allerdings der Hund, nicht der Hund des Bösewichts, sondern des Guten, wenn man das so sagen kann. Oder auch eine Szene in der, ein Mitarbeiter plötzlich verschwunden ist, erinnert an diesen Film und sicherlich noch vieles mehr. Es sind viele lustig satirische Szenen eingebaut, die dem Buch einen besonderen Anstrich geben. Vor allem ist die philosophische Suche nach dem Nichts und deren Erläuterungen sehr interessant amüsant. Der Spannungsbogen, wenn man ihn so bezeichnen möchte, ist am Ende ziemlich abgedreht, aber es war auch nicht anders zu erwarten.
Ich habe dieses Buch von Everett mit Interesse gelesen, obwohl ich mich manchmal im Nichts verlaufen habe. Ist das Buch empfehlenswert frage ich mich natürlich und ich muss sagen, es wird seine Bewunderer finden. Ich gehöre nur am Rande dazu, weil es Passagen gab, die ich gut fand, aber natürlich auch weniger Gute. Es bleiben bei mir ein paar Fragezeichen.

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Veröffentlicht am 07.09.2025

Bizarre Morde

Schwüre, die wir brechen
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Als seine Chefin bei Jon Nordh anklingelt weiß er, dass es sich um einen komplizierten Fall handelt, um einen sehr bizarren Mord. Ein Krokodilkopf ist der Leiche, anstatt des eigenen Kopfes angenäht worden. ...

Als seine Chefin bei Jon Nordh anklingelt weiß er, dass es sich um einen komplizierten Fall handelt, um einen sehr bizarren Mord. Ein Krokodilkopf ist der Leiche, anstatt des eigenen Kopfes angenäht worden. Jon weiß, das dies ihn in die Öffentlichkeit bringt, die er momentan persönlich nicht gebrauchen kann. Doch seine Chefin will ihn und deshalb handelt er Informationen über den Unfalltot seiner Frau heraus, damit er damit abschließen kann. Seine Kollegin Svea Karhuun unterstützt ihn dabei, da sie diese Fälle liebt. Also machen sie sich auf den Weg, um Spuren zu sichern und Informationen einzuholen und zu verbinden. Es bleibt sehr undurchsichtig, bis ein nächster Toter gefunden wird, auch mit einem Tierkopf versehen. Es scheint sich um einen Mythos zu handeln und so nehmen sie die Verbindungen in die Vergangenheit auf.
„Schwüre, die wir brechen“ von Voosen/Danielsson ist ein spannender Krimi um das Ermittlerduo Svea Karhuus & Jon Nordh. Das Cover gefällt mir ganz gut und wird auch noch einen Bezug zum Inhalt bekommen, der ganz wichtig ist. Aber zu Beginn gibt es wirklich sehr bizarre Morde und mir fällt auf Anhieb kein Krimi ein, der dieses thematisiert. Es werden in eingeschobenen Kapiteln Ausflüge in die Vergangenheit eines und später mehrerer Beteiligter beschrieben. Diese Einschübe haben die Autoren sehr klug und langsam in den Roman eingebaut. Langsam meine ich Schritt für Schritt, um dem Leser Zeit zu geben, diese Inhalte für sich einzuschätzen. Auch die Ermittlungen gefallen mir sehr gut, da immer wieder klar wird, dass sie viel Informationen von außerhalb gebrauchen, um einen
roten Faden zu finden. Ich habe auch viel über die ägyptische Mythologie erfahren. Außerdem wird auch der Druck der Öffentlichkeit ansprechend dargestellt und es dauert schon eine ganze Zeit bis sich so ganz langsam, die Verbindungen der handelnden Personen herauskristallisieren. Das ist aber noch nicht alles, denn es werden auch die Personen Jon und Svea an anderen Schauplätzen dargestellt. Denn Jon ist noch nicht fertig mit dem Unfalltot seiner Frau und Svea hat noch ihre Stockholmer Baustelle, denn sie und ihr Lebensgefährte werden bedroht und auch hier ist sie gefragt. Außerdem hat Jon auch seinen Kinder und man sieht wie anstrengend diese Doppelrolle für ihn ist. Das Ganze ist wunderschön choreographiert, so dass keine Langeweile aufkommt. Auch die Sprache lässt keine Wünsche offen, mein Kopfkino hat mich mit in die Story hineingezogen. Der Spannungsbogen ist gut aufgebaut und die Autoren haben auch noch einen weiteren Schlenker als Nebenschauplatz eingebaut.
Das ist jetzt der zweite Band, den ich über dieses Ermittlerduo lese und ich werde langsam warm mit den beiden. Sie sind ein tolles Paar, dass hier erfolgreich ermittelt, obwohl sie unterschiedlicher nicht sein können. Ich kann das Lesen dieses Buches nur empfehlen und freue mich schon auf einen weiteren Band dieser Autoren

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Veröffentlicht am 02.09.2025

Die Erbschafr

Sirmione & Mord - Pizza, Pasta, Tod
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Niels und seine Schwester Sofia erfahren das ihre Tante Teresa gestorben ist und ihnen ein Restaurant und ihre Villa vererbt hat. Ihre Mutter hat in Sirmione am Gardasee gelebt und ist dann der Liebe wegen ...

Niels und seine Schwester Sofia erfahren das ihre Tante Teresa gestorben ist und ihnen ein Restaurant und ihre Villa vererbt hat. Ihre Mutter hat in Sirmione am Gardasee gelebt und ist dann der Liebe wegen nach Deutschland gezogen. So machen sich die beiden Geschwister auf den Weg an den Gardasee um ihr Erbe anzutreten. In der Villa treffen sie auf Francesca der Haushälterin ihrer Tante und die kennt sich sehr gut in Sirmione aus und kann ihnen weiterhelfen. Der erste Schritt soll der Verkauf des Restaurants sein und deshalb treffen sie sich mit dem Makler Alessio. Die erste möglich Käuferin fällt gleich raus, doch dann hat Paolo, der Koch einen Vorschlag, den er ihnen am nächsten Tag mitteilen möchte. Am nächsten morgen ist Paolo allerdings tot.
Der Krimi „Sirmione & Mord - Pizza, Pasta, Tod“ von Wolf September ist ein spannender regionaler Krimi vom Gardasee. Das heißt erst einmal eintauchen in die sommerliche Atmosphäre von Sirmione. Das Cover lädt schon mal ein durch das Fenster des Restaurants auf die engen Gassen der Stadt zu blicken, begleitet von Al Bano dem Hund Francescas. Dieser Al Bano hat sich auf jeden Fall schon mal Niels ausgeguckt und weicht ihm nicht von der Seite. Das ist ein interessanter Seiteneffekt, den der Autor ganz liebevoll einbaut. Der zweite ist das Aufeinandertreffen von Luca und Domenico, Francescas Söhne, auf Niels und Sofia und gleich knistert es ganz gewaltig. Dieses knistern überlagert für mich die ganze Geschichte. Dann wäre da allerdings, als Kontrapunkt, der Onkel Alessio, Polizist seines Zeichens, der die beiden Geschwister gar nicht leiden kann und ihnen das auch deutlich zeigt. Aber natürlich geht es auch einen Kriminalfall, der mit dem Erbe zusammenhängt. Diese Hauptstory baut der Autor sehr nachvollziehbar auf und schließt den Spannungsbogen auch sauber zum Ende ab. Die Sprache des Romans gefällt mir sehr gut, denn sie macht bildlich klar, dass auch die Region um den Gardasee eine Idylle ist, Sonne, gutes Essen und die Liebe.
Ich liebe die Atmosphäre um den Gardasee, was natürlich auch Einfluss hat auf die Beurteilung dieses Krimis. Trotz all der Schönheit ist auch dieser Fall sehr gut dargestellt und beschrieben, mit einigen Bon Mots bestückt und deshalb gut zu empfehlen.

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