Zurück in der Heimat
Das BierkomplottDie Staatsanwältin Evi Pflaum ist nach ihrer Trennung wieder zurück in ihrer ländlichen Heimat. Sie lebt wieder in ihrem alten Kinderzimmer, was ihr so gar nicht passt. An ihrem ersten Arbeitstag nimmt ...
Die Staatsanwältin Evi Pflaum ist nach ihrer Trennung wieder zurück in ihrer ländlichen Heimat. Sie lebt wieder in ihrem alten Kinderzimmer, was ihr so gar nicht passt. An ihrem ersten Arbeitstag nimmt sie die Fahrt mit ihrem Jugendfreund Peter in Anspruch, um pünktlich ins Gericht zu kommen. Dort wartet nicht nur der LOST (Leitender Oberstaatsanwalt) auf sie, sondern auch eine Menge Arbeit. Und prompt bekommt sie auch einen Todesfall auf den Tisch, der nun wirklich sehr mysteriös ist. Aber sie lernt auch den Gerichtsmediziner Rosenbeet kennen und nicht nur das. Sie macht sich an die Arbeit und kommt in ihren normalen Rhythmus auch in ihrer Freizeit. Doch neben einigen Kopfschmerzen wartet auch eine weitere Leiche auf sie. Eine herausfordernde Zeit beginnt.
„Das Bierkomplott“ von Carina Heer ist ein Kriminalroman, der in der fränkischen Provinz spielt und sich um das Leben der Staatsanwältin kümmert. Dieses stellt sich als sehr kompliziert heraus und die Autorin lässt in meinen Augen auch kein Klischee aus. Da wäre das alte Kinderzimmer in das Evi wieder einzieht und das Saufen mit der Clique, das ihren Alltag begleitet. Natürlich ist auch ein Liebesstory dabei und die ermüdenden Arbeit einer Staatsanwältin, die gerade neu ist und mit allen Fällen sich beschäftigen muss, die gerade liegen geblieben sind. Aber es sind nicht nur die Toten, die sie interessieren auch häuslich Gewalt liegt auf ihrem Tisch und natürlich, die Vetternwirtschaft wird thematisiert. Es ist so ein kleiner Rundumschlag in die Provinz. Die Story ist leicht erzählt und es blitzen immer wieder Mundart auf und ich kann mir die Szenen, die in diesem Dorf sich abspielen sehr gut vorstellen. Die Spannung ist nicht sehr stark und entwickelt sich bis zum Ende nur marginal. Es ist mehr eine Charakterbeschreibung des dörflichen und kleinstädtischen Lebens,
Ich finde diesen Krimi mäßig spannend, aber die Beschreibungen der Situation, die die Staatsanwältin Evi in ihrer Heimat erlebt sehr interessant und amüsant. Das ist auch etwas, dass für mich typisch an einem regionalen Krimi sein kann. Also lesenswert ja, aber für mich ein wenig zu chaotisch, als das ich ihn in meine oberste Schublade legen würde.