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Veröffentlicht am 28.11.2025

Künstliche Intelligenz von den Anfängen bis in die heutige Zeit

Durchblick Künstliche Intelligenz
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Das vorliegende Sachbuch handelt von der Künstlichen Intelligenz Und der Titel lautet auch „Künstliche Intelligenz – Einfach erklärt, schnell verstanden“ von Brian Clegg. Es ist ein sehr hehres Ziel, das ...

Das vorliegende Sachbuch handelt von der Künstlichen Intelligenz Und der Titel lautet auch „Künstliche Intelligenz – Einfach erklärt, schnell verstanden“ von Brian Clegg. Es ist ein sehr hehres Ziel, das der Autor hier verfolgt Schon das Cover zeigt die Verbindung zwischen Mensch und Maschine, also hier der künstlichen gegen die menschliche Intelligenz. Auf der ersten Seite schon ein sehr philosophischer Satz; „Intelligenz ist ein Konzept, das ohne ein Maß an Intelligenz nicht definiert werden kann“. Bei diesem Satz musste ich leicht schmunzeln, ist manchmal so wenn es so einfach klingt. Die Einfachheit zieht sich wie ein roter Faden durch das Buch.
Auch die Struktur, die hier vorliegt, ist einfach zu durchschauen, denn der Autor hat alles farbig gekennzeichnet und auch noch immer wieder die gleichen Farben benutzt. Gelb steht hier für eine schematische Darstellung, die dann auf der nächsten blauen Seite erläutert wird. Die nächsten Seite beginnt dann immer mit einer Frage, deren Beantwortung sich anschließt und auf der folgenden orangenen Seite das Ganze mit einem Beispiel abgerundet wird. Mehr an Ordnung geht nicht und das ist wohl auch der KI geschuldet. Die Kapitel sind gut nach Zeiten sortiert natürlich das Kapitel 1 auch mit frühe KI überschrieben, mit den Anfängen und Grundlagen für die KI. Es zieht sich dann von Spezialisierungen, und vielleicht für die heutige Zeit ganz interessant, die KI in autonomen Fahrzeugen, bis hin zur schlechten KI. Hier wird natürlich auch diese Art von Intelligenz hinterfragt und Maßstäbe aufgestellt, um die KI zu kontrollieren. Spannend finde ich auch das alles ein wenig auf der Spieltheorie beruht und ja man kann mit KI gut spielen und viele Dinge probieren.
Dieses Buch ist eine gute Übersicht über die Künstliche Intelligenz und deren Einsatzmöglichkeiten. Es ist in meinen Augen ein sehr gute Übersicht über die vielen Möglichkeiten, die sich mit dieser Form bieten. Natürlich ist es nicht nur ein Buch voll des Lobes, sondern es werden auch Grenzen aufgeführt und Gefahren verdeutlicht. Alles in allem eine super Übersicht für erste Fragen an die KI. Ich finde es empfehlenswert.

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Veröffentlicht am 26.11.2025

Ein besonderer Mordfall

Der Blutmensch zu Köln
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Ein Brand im Köln von 1847 tötet eine ganze Familie und auch eine Schuldige wird ganz schnell gefunden, die 16-jährige Haushälterin Ida und ihr Verlobter Hannes. Ida macht sich schuldig, da sie wegen Diebstahl ...

Ein Brand im Köln von 1847 tötet eine ganze Familie und auch eine Schuldige wird ganz schnell gefunden, die 16-jährige Haushälterin Ida und ihr Verlobter Hannes. Ida macht sich schuldig, da sie wegen Diebstahl am selben Tag entlassen worden ist und Verlobter ist seit dem Tag des Brandes verschwunden. Die Journalistin Mathilde von Tabouillot nimmt sich dieser Geschichte an, da sie von Idas Unschuld überzeugt ist. Auch der Rechtsreferendar Bas Sello unterstützt sie wie der Jurist Venedey, der sich des Falles annimmt. Außerdem werden sie noch von dem Gendarmen Schäng unterstützt. Im Köln des Jahres 1847 und dem vorherrschenden Rechtssystem kein einfaches Unterfangen.
„Der Blutmensch zu Köln“ von Eva-Maria Silber und Kirsten Wilczek ist ein Historischer Kriminalroman, dass das Justizsystem des Jahres und die Situation in der Stadt Köln zum Thema hat. Das Cover weist dem Leser den Weg in die Stadt mit einem Blick auf den Dom, der noch gebaut wird und seine Umgebung und die Menschen, die in der typischen Kleidung von besser gestellten auf die Szene der anderen Rheinseite schauen. Das ist für mich, wie ein plastisches Einsteigen in den Krimi. Auch der Prolog nimmt den Leser an die Hand und führt ihn in die Tat eine, und zwar mit einer sehr bildhaften Sprache. Das ist auch für den Rest des Romans typisch. Es ist wie ein historischer Film, der vor dem geistigen Auge des Lesers abzulaufen scheint. Die Hauptcharaktere werden so intensiv beschrieben, dass es möglich ist sich in die Figuren hineinzuversetzen, mit all ihre Besonderheiten. Das liegt in meinen Augen an den verschiedenen Mundart Sprachschnipseln der Kölner Figuren und auch der Sächsischen Mundart und die Berliner Schnauze des Gefängniswärters. Die Verhandlung um den Brandanschlag mit den neun Toten nimmt den Hauptteil des Romans ein und wenn man meint, dass ist langweilig, dann weit gefehlt. Für mich war es so spannend, dass ich dringend weiterlesen musste. Ebenfalls wird die Stellung der Frau in der spielenden Zeit unter die Lupe genommen, wie auch das Rechtssystem in toto. Es ist schon ein Kampf den Mathilde ausfechten muss, dass unter ihre Artikel auch ihr Name platziert wird. Der Spannungsbogen ist sehr gut bis zum Ende aufgebaut und durchgehalten worden.
Ich bin immer noch sehr begeistert von diesem Roman und möchte den Hut vor dem Autorenduo ziehen. Das ist sicher einer der besten Kriminalromane, den ich in der letzten Zeit gelesen habe. Deshalb kann ich dieses Buch auch von ganzem Herzen empfehlen, weil mir die Geschichte auch sehr ans Herz gegangen ist.

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Veröffentlicht am 20.11.2025

Schwierige Ermittlungen

Die Tiefe: Versunken
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Beim Tauchen nach einem Wrack findet eine Hobbytaucherin ein gesunkene Segelyacht und eine tote Frau. Die Polizei findet in dem Boot noch weitere Tote, zwei Kinder und einen Mann. Eine ganze Familie wurde ...

Beim Tauchen nach einem Wrack findet eine Hobbytaucherin ein gesunkene Segelyacht und eine tote Frau. Die Polizei findet in dem Boot noch weitere Tote, zwei Kinder und einen Mann. Eine ganze Familie wurde ermordet. Schnell war klar, wer die Toten waren und eine Sonderkommission unter Hauptkommissar Tom Engelhardt wird einberufen, die die Ermittlungen durchführen sollen. Es sind nur eine Handvoll Polizisten, die den Mörder finden sollen. Es werden auch ein paar Spuren aufgenommen, doch irgendwie kommen die Ermittler nicht weiter. Gleichzeitig wird eine andere SOKO gegründet, die den Tod einer jungen Frau klären soll. Ob die beiden Fälle zusammenhängen, bleibt lange im Dunkeln.
Der Thriller „Die Tiefe – Versunken“ von Karen Sander ist ein Teil einer Trilogie um Tom Engelhardt und Mascha Krieger. Die beiden sind bei der Kripo und auf dem Weg ein Liebespaar zu werden. Doch bis dahin sind sie erst einmal an verschiedenen Fällen eingesetzt. Es sind Fälle, die in die deutsche Vergangenheit ragen und die bei Mascha persönliche Probleme aufrufen. Sie weiß nicht, wer ihre Mutter ist und sie such diese sehr intensiv. Sie hat einen Stiefbruder, der auch bei der Polizei ist und alles tut damit es ihr nicht gut geht. Dieser Bruder fühlt sich immer wieder zurückgesetzt. So hat der Autor hier eine ganz persönliche Ebene in diesen Thriller gezogen. Die Fälle, die die Kripo bearbeiten muss, sind sehr komplex und mysteriös, da sie überhaupt kaum Anhaltspunkte haben. Sie tappen lange im Dunkeln und es wird lange dauern, bis in allen Fällen etwas Licht ins Dunkle fällt Trotzdem ist die Story sehr spannend konstruiert, denn es werden so viele Fäden gefunden, dass man immer mit den Kommissaren mitfiebert. Das finde ich ist sehr gelungen und auch das Cover spricht mich an, da ich mir den Darß und die Ostseeküste in Stralsund und Umgebung gut vorstellen kann. Diese Vorstellungen unterstützt der Autor mit einer Sprache, die sehr gut beschreibt und auch die Spannung antreibt. Der Spannungsbogen dieses ersten Bandes ist sehr gut gelungen.
Ich finde diesen Thriller gut gelungen. Das Manko ist, dass es noch zwei weitere Bände gibt und das dieses ein bisschen die Spannung in ein offenes Ende führt. Ich hatte mir gerade am Ende ein wenig mehr gewünscht. Es weist alles auf den nächsten Band hin und lässt einiges an Bruchstücken übrig.

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Veröffentlicht am 18.11.2025

Der Schlingenmörder

Tödliche Wetten
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Als Zoe Mohn nach einem ereignisreichen Abend in einer fremden Wohnung am nächsten Morgen aufwacht, kann sie sich an nichts mehr erinnern und ihr ist speiübel. Als sie sich im Bett umdreht, fällt ihr Blick ...

Als Zoe Mohn nach einem ereignisreichen Abend in einer fremden Wohnung am nächsten Morgen aufwacht, kann sie sich an nichts mehr erinnern und ihr ist speiübel. Als sie sich im Bett umdreht, fällt ihr Blick auf einen Toten, der mit einer Schlinge ermordet wurde. Doch was geschehen ist, ein kompletter Black-out hat sie getroffen. Deshalb macht sie sich auch umgehend aus dem Staub, um nicht verdächtigt zu werden. Da sie nicht weiß, was mit ihr los ist, nimmt sie Kontakt mit einer alten Freundin auf, die Ärztin ist. Die stellt fest, dass sie KO-Tropfen im Blut hatte. Es wird alles noch viel mysteriöser, als sie zu ihrem Chef ins Büro will und der ebenfalls ermordet wurde, mit einer Schlinge. Hier kommt ihr Aufklärungswille zum Tragen, als ehemalige Staatsanwältin und sie macht sich auf eigene Faust auf die Suche nach dem Täter.
„Tödliche Wetten“ von Andreas M. Sturm ist ein Dresden Krimi mit einer ehemaligen Staatsanwältin als Ermittlerin. Der Autor baut sehr geschickt die Hauptperson als Ermittlerin auf, da sie ja eigentlich nur noch Callcenter Mitarbeiterin ist. Doch der Autor findet einen Dreh, um diese Ermittlungsarbeit von der Polizei geduldet, am Ende sogar unterstützt wird. Es ist so ein Ding wie „zwei Frauen fangen einen Mörder“, da die Polizistin auch sehr unzufrieden mit ihrer Position bei der Kripo ist und sehr gut Hilfe brauchen kann. Die Story gefällt mir gut, da sie einen gewissen Realitätsbezug hat und auch das Motiv des Täters nachvollziehbar ist. Der Autor erzählt die Story sehr flüssig, aber er hält sich oft mit Details auf. Die Rückblenden, die er einbaut, erklären die Hintergründe der Motivation des Täters und der >Grund für die Ermordung gerade dieser Personen. Den Täter hält er allerdings sehr lang geheim und so kann der Leser gut miträtseln und das trägt natürlich zur Spannungssteigerung bei. Deshalb ist auch der Spannungsbogen gut bis zum Ende aufgebaut, mit einer sehr bildhaften Sprache und natürlich einem überraschende Ende.
Ich finde diese Dresden-Krimi spannend und unterhaltsam und ich habe mich gut unterhalten gefühlt. Ein leichter Abstrich sind die undurchsichtigen und unorthodoxen Ermittlungsmethoden von Zoe Mohn. Nichtsdestotrotz kann ich dieses Buch empfehlen.

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Veröffentlicht am 13.11.2025

Spannender Agententhriller

Kälter
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Luca Morgenroth ist eine Polizistin auf Amrum und führt dort ein sehr entspanntes Leben. Bis ein Mann in einer Sturmnacht verschwindet. Sie nimmt die Suche auf, doch sie findet keine Spur, bis er eines ...

Luca Morgenroth ist eine Polizistin auf Amrum und führt dort ein sehr entspanntes Leben. Bis ein Mann in einer Sturmnacht verschwindet. Sie nimmt die Suche auf, doch sie findet keine Spur, bis er eines Tages am Strand angeschwemmt wird. All diese Ereignisse sind für Luca überraschend, doch bald hat sie die Gewissheit, dass mehr dahintersteckt als sie alle ahnen. Es sieht so aus, dass sich ein Killerteam auf der Insel aufhält, das einen bestimmten Auftrag hat und sie weiß auch, wen es treffen soll. Sie mobilisiert ihre alten Kontakte und erhält auch die Information, die sie erwartet hat und weiß, jetzt wird sie wieder in ihre Vergangenheit zurückgeworfen. Doch sie muss sich ihr stellen und nimmt den Kampf auf. Keiner auf der Insel weiß, wer sie früher einmal war.
Der Agententhriller „Kälter“ von Andreas Pflüger erzählt die Geschichte einer Agentin, die in den Zeiten des kalten Krieges beim BKA als Personenschützerin gearbeitet hat und nach einem traumatischen Erlebnis, die Stelle auf Amrum angenommen hat, um zur Ruhe zu kommen. Der Autor erzählt die Geschichte sehr spannend und die Figuren und der Verlauf nehmen an Tempo zu. Das heißt, es jagd eine Episode die andere und zeigt, wie brutal das Agentengewerbe und das Leben eines Agenten sein können. Der Autor erzählt die Geschichte über seinen Hauptcharakter sehr drastisch und man merkt schnell, dass das Leben eines Agenten nicht sehr viel wert ist. Es geht aber auch um einige historische Inhalte, die mir beim Lesen deutlich geworden sind. Das sind die Stories rund um Israel und auch das geteilte Deutschland und die Zeit nach dem Mauerfall. Das Hauptgeschehen sind natürlich die Aktivitäten der Geheimdienste, die hier sehr detailliert beschrieben werden. Vieles lässt der Autor Lucy erleben, aber es taucht in Berlin dann noch ein Charakter auf, der die Arbeit der Stasi und des KGB erzählt, auch hier in sehr drastischen Geschichten. Genauso brutal geht es zu, wenn die beiden zusammen unterwegs sind. Also fast auf den Spuren James Bond, nur ein bisschen detailgetreuer auf die Historie hin. Der Bad Boy des Romans ist natürlich auch ein Agent, wo lange nicht klar ist für wen er arbeitet, aber des eine Todesspur über die Welt verteilt. Ich möchte auch ein Wort zu dem Cover verlieren, dass mir lang nicht einleuchtete, aber schon eine gewisse Rolle spielt und meine Erinnerungen an Wienaufenthalte wieder aufwärmten. Die Story ist auf jeden Fall sehr spannend geschrieben und gut recherchiert. Der Spannungsbogen ist bis auf die letzte Seite entwickelt und lässt nicht viele Fragen offen.
Ich finde diesen Agententhriller sehr gut von der Sprache über die Spannung bis hin zu den meisten historischen Geschichten. Für mich gehört er in das obere Regal dieses Genres.

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