Tiefgründig, fantasievoll - ein wirklich schöner Liebesroman
Wo gehen die Sterne hin, wenn es hell wird?𝙺𝚕𝚊𝚙𝚙𝚎𝚗𝚝𝚎𝚡𝚝:
An ihrem achtzehnten Geburtstag erleidet Elena einen Autounfall und fällt ins Koma. Die Monate vergehen, aber sie wacht nicht auf, obwohl sie medizinisch als geheilt gilt. Während sie ein ...
𝙺𝚕𝚊𝚙𝚙𝚎𝚗𝚝𝚎𝚡𝚝:
An ihrem achtzehnten Geburtstag erleidet Elena einen Autounfall und fällt ins Koma. Die Monate vergehen, aber sie wacht nicht auf, obwohl sie medizinisch als geheilt gilt. Während sie ein körperloses und einsames Dasein in der Finsternis ihres Verstandes fristet, kümmert sich der Pfleger Bastian hingebungsvoll um sie, der von Anfang an verzaubert von dem schlafenden Mädchen ist. Tief von ihrem tragischen Schicksal berührt, beschließt er, Elena durch seine erfundenen Geschichten auf eine phantastische Reise mitzunehmen - wenn auch nur im Geiste. Gemeinsam bereisen sie Orte, an denen die Welt keinen Zaun und die Realität keine Grenzen zu haben scheint. Wirklichkeit und Fantasie verschmelzen dabei zu besonderen Abenteuern, die zwischen den Sternen liegen. Doch bald schon müssen sich Elena und Bastian wieder dem Hier und Jetzt stellen.
𝙼𝚎𝚒𝚗𝚎 𝙼𝚎𝚒𝚗𝚞𝚗𝚐:
Man darf die Geschichte aus der auktorialen Perspektive (= als Außenstehender, der aber auch die Gedanken und Gefühle der Charaktere wahrnehmen kann) erleben und ist gefühlt hautnah dran, sie berührt das Herz und beeindruckt und erfrischt dadurch, dass man abwechselnd zwischen Bastians lebhaften, fantasievollen, teilweise kindlichen Geschichten und seiner Realität hin- und herwechselt.
Ein Buch, das nicht nur zeigt, wie wertvoll und schön das Leben sein kann, sondern dass es sich lohnt zu kämpfen. Auch wenn man in der derzeitigen Situation nur schwarzsieht, so strahlen trotzdem die Sterne. Um Bastian zu zitieren: „Ich bin doch nicht hässlich“, sagte die Nacht zu den Sternen und begehrte auf. „Ich existiere, damit ihr scheinen könnt!“
Bastian ist ein fantasievoller, witziger, charmanter, junger Mann, der als Pfleger in dem Krankenhaus arbeitet, in dem Elena seit einem Jahr im Koma liegt. Obwohl Bastian sie gar nicht kennt, so hat er sie irgendwann ins Herz geschlossen. Dies ging sogar so weit, dass er sich in das Mädchen verliebte, von dem er vieles durch die Eltern erfuhr, die ihm bereitwillig von Elena erzählten.
Elena, dem Mädchen, das im Koma lag und vor dem Unfall eine frohe Natur mit dem Plan, ein Jahr mit ihrer besten Freundin um die Welt zu reisen, war. Sie steckt nun seit einem Jahr aus unersichtlichen Gründen in ihrem eigenen Verstand fest – eine Dunkelheit, in der sie sich körperlos aufhält und die ich als Verdrängung interpretiere. Als jedoch zeitweise diese durch Bastians Geschichten ersetzt wird, bekommt man das Gefühl, dass sie sich da lieber in eine Traumwelt zurückzieht, die mit ihrer Schmerzlosigkeit und Schönheit lockt, als in eine Realität zurückzukehren, von der sie nicht weiß, wie sie wirklich aussieht.
Ob Bastians Hoffnung erfüllt wird, dass Elena aus ihrem tiefen Schlummer erwacht, könnt ihr nur durchs eigenhändige Lesen erfahren, sorry 😁✌️