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Veröffentlicht am 28.06.2025

Außergewöhnlicher Genre-Mix. Ein ganz besonderes Buch. Große Leseempfehlung!

Der letzte Mord am Ende der Welt
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Bis zur Hälfte des Buches wusste ich nicht so richtig, ob dieser Roman etwas für mich ist. In das Setting dieser einsamen Insel mit den Dorfbewohnern und ihren komischen Namen, was ein Kritikpunkt ist, ...

Bis zur Hälfte des Buches wusste ich nicht so richtig, ob dieser Roman etwas für mich ist. In das Setting dieser einsamen Insel mit den Dorfbewohnern und ihren komischen Namen, was ein Kritikpunkt ist, musste ich mich erst mal eingewöhnen. Es braucht einfach etwas Geduld seitens des Lesers, der Geschichte Raum und Zeit zu geben, um sich zu entfalten.

Aber dann wurde es richtig stark. Als unsere Hauptprotagonistin Emory angefangen hat zu ermitteln, obwohl allen Mitgliedern der Gemeinschaft von der KI namens Abi das Gedächtnis gelöscht wurde, und sie die Spuren und Hinweise zu einem großen Ganzen zusammengefügt hat.

Gleichzeitig ist der Zeitdruck, unter dem sie steht, sehr gut ausgearbeitet, denn wenn sie den Mörder einer bestimmten Person nicht findet, wird die noch verbliebene Menschheit ein für allemal ausgelöscht.

Ich würde den Roman als Sci-Fi-Krimi-Thriller-Dystopie bezeichnen, weshalb das Buch, aufgrund des Genre-Mixes, schon etwas sehr Besonderes ist. Es gab tolle Twists, mit denen ich nicht gerechnet hätte. Der Autor hat eine sehr dichte, morbide Atmosphäre und interessante Charaktere erschaffen. Die ganze Idee, was auf dieser Insel wirklich abgeht und die Auflösung, haben mir sehr gut gefallen.

Für mich war das Buch ein Highlight und ich werde alles von Stuart Turton lesen. Man merkt, dass seine Geschichten anders sind und sehr viel mehr zu bieten haben, als es zunächst der Klappentext verrät. Sein Nachwort und seine Danksagung fand ich auch sehr interessant.

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Veröffentlicht am 28.06.2025

Tolle Geistergeschichte für Jugendliche.

Twelve Bones (Die Souls-Dilogie, Band 2)
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Vermutlich verdient dieser wirklich gut geschriebene 2. Band der „Souls“ Dilogie mehr als nur 3 Sterne, aber mir war es alles in allem doch zu jugendlich und auch zu langatmig. Es war irgendwann einfach ...

Vermutlich verdient dieser wirklich gut geschriebene 2. Band der „Souls“ Dilogie mehr als nur 3 Sterne, aber mir war es alles in allem doch zu jugendlich und auch zu langatmig. Es war irgendwann einfach alles zu viel des Guten.

Zu viele Personen, Verstrickungen, Intrigen und Quests. Ähnlich wie bei der „Katmere Academy“ Reihe, wo die Protagonisten ab Band 3 auch nur noch von A nach B gerannt sind und sich sofort ein neues Problem aufgetan hat, sobald eins gelöst wurde. 100 Seiten weniger wären besser und knackiger gewesen.

Das Ende war unerwartet, der Schreibstil der Autorin und die ganze Idee sind wirklich richtig gut, aber ich denke es ist einfach nicht meine Altersklasse. Jugendliche werden bestimmt davon begeistert sein. Die Bücher sind gruselig, brutal, spannend und atmosphärisch. Den 1. Band fand ich aber besser als den 2.

Hier werden die Freunde Zeuge eines brutalen Autounfalls, obwohl das Opfer völlig alleine auf der Straße unterwegs war. Ein neuartiges Wesen hat es offensichtlich auf Menschen abgesehen. Zeitgleich verschwinden aus der Pathologie eines Krankenhauses echte Menschenknochen. Sam und Charlie wollen herausfinden, was es damit auf sich hat und ob ein Zusammenhang zwischen diesen Vorkommnissen besteht.

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Veröffentlicht am 28.06.2025

Torture Porn Mischung aus "Hostel" und "96 Stunden".

LOST LOVE CIRCUS
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Der 2. und letzte Band der LOST LOVE CIRCUS Dilogie ist wirklich nicht ohne. Ich würde es als eine Mischung aus „Hostel“ und „96 Stunden“ bezeichnen, dementsprechend könnt ihr euch denken, worum es hier ...

Der 2. und letzte Band der LOST LOVE CIRCUS Dilogie ist wirklich nicht ohne. Ich würde es als eine Mischung aus „Hostel“ und „96 Stunden“ bezeichnen, dementsprechend könnt ihr euch denken, worum es hier geht. Es wird also sehr brutal und menschenunwürdig.

Der Plot (Torture Porn) steht hier im Vordergrund und nicht der Spice zwischen den beiden Hauptprotagonisten. Die ganzen Machenschaften und die Entstehungsgeschichte des „Lost Love Circus“ werden hier aufgedeckt und auch, was Malyshkas Familie damit zu tun hat.

Alles in allem eine der „besseren“ Dark Romance Reihen, wenn man bedenkt, dass das meiste, was in diesem Genre regelrecht auf den Markt geschmissen wird, einfach nur Schrott ist. Allerdings mag ich gar nicht diesen Schreibstil, in dem der Protagonist quasi ständig Selbstgespräche führt, z. B. „Ich sehe dir ins Gesicht und weiß, was du durchgemacht hast. Ich werde dich hier rausholen. Ich werde alle vernichten.“ etc. Und das PERMANENT, das ganze Buch durch.

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Veröffentlicht am 28.06.2025

Spannendes Justiz-Drama, das man gelesen haben muss. Schwer zu ertragen, aber ein so gutes Buch!

Kleine große Schritte
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Wow. So ein gutes Buch versteckt sich hinter diesem unfassbar unpassenden und unscheinbaren Cover. Was sich der Verlag dabei gedacht hat, ist mir echt ein Rätsel, aber sei es drum.

Der Plot ist wirklich ...

Wow. So ein gutes Buch versteckt sich hinter diesem unfassbar unpassenden und unscheinbaren Cover. Was sich der Verlag dabei gedacht hat, ist mir echt ein Rätsel, aber sei es drum.

Der Plot ist wirklich hart und schwer zu lesen, denn es geht um Rassenhass und damit einhergehend Beleidigungen (Nig**r) unterster Schublade, krasse Brutalität, Ungerechtigkeit und Unterdrückung.

Da es um das Justizsystem bzw. eine Gerichtsverhandlung geht, hat man sehr stark „Die Jury“ oder „Eine Frage der Ehre“ Vibes. Der Roman wurde übrigens auch mit Julia Roberts und Viola Davis unter dem Namen „Small Great Things“ verfilmt.

Es geht um die farbige Krankenschwester Ruth Jefferson, die beschuldigt wird, für den Tod eines Säuglings verantwortlich zu sein. Der bekennende Rassist und Vater des kleinen Jungen strebt eine Klage an. Das Krankenhaus wirft Ruth raus und den Wölfen zum Fraß vor. Mit Hilfe der Pflichtverteidigerin Kennedy McQuarrie versucht sie ihre Unschuld zu beweisen.

Die Autorin hat sehr viel für diesen Roman recherchiert und, wie ich finde, einen äußerst guten Job gemacht, um den Leser die Welt durch die Augen einer Person mit dunkler Hautfarbe zu sehen. Es war auch sehr interessant zu erfahren, wie und warum Skinheads sich so sehr radikalisieren, dass ein Menschenleben nichts mehr wert ist.

Gerade zum Ende hin wird es richtig spannend und dramatisch und mit der einen oder anderen Sache hätte ich nicht gerechnet. Ein tolles Buch. Unbedingt lesen!

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Veröffentlicht am 25.06.2025

Etwas schwächer als Band 1, aber tolle Tension und Spice-Szenen.

Ashen Throne
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Den 2. Band der „Dragonbound“ Trilogie fand ich etwas schwächer als den ersten Teil 1, weil es hier einige lange Passagen gab, die mich genervt und/oder nicht interessiert haben. Im Grunde passiert auch ...

Den 2. Band der „Dragonbound“ Trilogie fand ich etwas schwächer als den ersten Teil 1, weil es hier einige lange Passagen gab, die mich genervt und/oder nicht interessiert haben. Im Grunde passiert auch nichts Großartiges, außer dass von A nach B gereist wird und Yessa Cassims Geheimnis und Herkunft erfährt.

Es kommt zum Miscommunication-Trope nach dem Schema: SIE erfährt etwas Schlimmes, ER will es ihr erklären, SIE will rein gar nichts darüber hören, läuft weg, begibt sich in Gefahr, nur um dann von IHM wieder eingefangen und gerettet zu werden. Ich kann es nicht mehr lesen/hören. Kann man Dramatik nur noch so herstellen?

Die Tension und Spice-Szenen zwischen den beiden haben mir allerdings richtig gut gefallen und auch der ganze Schreibstil der Autorin ist super. Viele Dialoge und Gedankengänge von Yessa haben mich aber oft extrem genervt und mit den Augen rollen lassen.

Das Ende mit seinem Cliffhanger hat mir am besten gefallen, weshalb ich die Reihe natürlich mit Erscheinen des 3. Bandes auch abschließen werde, aber alles in allem ist diese Reihe eher nur Durchschnitt, wenn man im Vergleich z. B. „To tempt a God“, „The Games Gods play“ oder „Kingdom of the Black Crescent“ gelesen/gehört hat.

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