Außergewöhnlicher Genre-Mix. Ein ganz besonderes Buch. Große Leseempfehlung!
Der letzte Mord am Ende der WeltBis zur Hälfte des Buches wusste ich nicht so richtig, ob dieser Roman etwas für mich ist. In das Setting dieser einsamen Insel mit den Dorfbewohnern und ihren komischen Namen, was ein Kritikpunkt ist, ...
Bis zur Hälfte des Buches wusste ich nicht so richtig, ob dieser Roman etwas für mich ist. In das Setting dieser einsamen Insel mit den Dorfbewohnern und ihren komischen Namen, was ein Kritikpunkt ist, musste ich mich erst mal eingewöhnen. Es braucht einfach etwas Geduld seitens des Lesers, der Geschichte Raum und Zeit zu geben, um sich zu entfalten.
Aber dann wurde es richtig stark. Als unsere Hauptprotagonistin Emory angefangen hat zu ermitteln, obwohl allen Mitgliedern der Gemeinschaft von der KI namens Abi das Gedächtnis gelöscht wurde, und sie die Spuren und Hinweise zu einem großen Ganzen zusammengefügt hat.
Gleichzeitig ist der Zeitdruck, unter dem sie steht, sehr gut ausgearbeitet, denn wenn sie den Mörder einer bestimmten Person nicht findet, wird die noch verbliebene Menschheit ein für allemal ausgelöscht.
Ich würde den Roman als Sci-Fi-Krimi-Thriller-Dystopie bezeichnen, weshalb das Buch, aufgrund des Genre-Mixes, schon etwas sehr Besonderes ist. Es gab tolle Twists, mit denen ich nicht gerechnet hätte. Der Autor hat eine sehr dichte, morbide Atmosphäre und interessante Charaktere erschaffen. Die ganze Idee, was auf dieser Insel wirklich abgeht und die Auflösung, haben mir sehr gut gefallen.
Für mich war das Buch ein Highlight und ich werde alles von Stuart Turton lesen. Man merkt, dass seine Geschichten anders sind und sehr viel mehr zu bieten haben, als es zunächst der Klappentext verrät. Sein Nachwort und seine Danksagung fand ich auch sehr interessant.