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Veröffentlicht am 24.05.2025

Eine Mischung zwischen „Rambo“, „The Dome“ und „Don‘t worry Darling“. Einfach ein geiler Thriller.

Psychose
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Was für ein geiler Thriller. Perfektes Pacing, tolle Hauptfigur, permanent hohes Spannungslevel und ein dystopischer Sci-Fi-Horror-Plot, der es in sich hat. Der rasante und eindringliche Schreibstil des ...

Was für ein geiler Thriller. Perfektes Pacing, tolle Hauptfigur, permanent hohes Spannungslevel und ein dystopischer Sci-Fi-Horror-Plot, der es in sich hat. Der rasante und eindringliche Schreibstil des Autors ist hervorragend und die Idee richtig gut umgesetzt. Kein Wunder, dass das Buch verfilmt wurde. Die Blue-Ray hab ich mir sofort bestellt.

FBI Special Agent Ethan Burke wird zusammen mit seinem Kollegen Evans in den beschaulichen Ort Wayward Pines auf eine bestimmte Mission geschickt. Doch dort angekommen werden die beiden in einen Autounfall verwickelt und Ethan wacht mit großen Gedächtnislücken im Krankenhaus auf.

Als er nach seinen persönlichen Sachen verlangt, reagieren die Ärzte und Krankenschwestern ausweichend. Im Zimmer gibt es kein Telefon, er hat kein Geld, kein Auto, nichts. Die Bewohner benehmen sich merkwürdig und die Stadt scheint in den 80er Jahren stehengeblieben zu sein. Als der örtliche Therapeut Ethan versucht einzureden, dass er eine Psychose hätte, wird es ihm zu bunt.

Er verlässt das Krankenhaus und versucht Wayward Pines zu verlassen. Aber er scheitert. Denn die Straße, die eigentlich nach draußen führt, führt direkt wieder in den Ort zurück. Was ist hier los? Als plötzlich Jagd auf ihn gemacht wird, kämpft er in der Wildnis ums Überleben und einen Ausgang.

Vor allem die Szenen, wo er sich geschwächt, ängstlich und frierend durch die Stadt und den Wald schlägt, erinnern schon fast an „Rambo“. Hinzu kommt eine Prise „The Dome“ und „Don‘t worry Darling“. Die Retro-Vibes sind richtig geil.

Jetzt will ich natürlich unbedingt wissen, wie es in WAYWARD PINES weitergeht und mir umgehend Band 2 und 3 holen. Das Nachwort des Autors, wie einen etwas so beeinflussen kann, dass es irgendwann mal den beruflichen Werdegang bestimmt, fand ich sehr eindrücklich und schön geschrieben. Große Empfehlung!

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Veröffentlicht am 24.05.2025

Ein tragisch-schönes Familiendrama. Tieftraurig und doch gleichzeitig hoffnungsvoll.

Wie Risse in der Erde
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Ein wirklich empfehlenswertes und emotionales Familiendrama und eine tragische Liebesgeschichte in einem, die schmerzlich aufzeigt, was passieren kann, wenn man nicht miteinander kommuniziert, sondern ...

Ein wirklich empfehlenswertes und emotionales Familiendrama und eine tragische Liebesgeschichte in einem, die schmerzlich aufzeigt, was passieren kann, wenn man nicht miteinander kommuniziert, sondern stattdessen spekuliert.

Es geht um Wehmut, verpasste Chancen und wie falsche Entscheidungen das eigene Schicksal verändern und den Lauf des Lebens beeinflussen.

Die 17-jährige Beth verliebt sich in den gleichaltrigen, gut aussehenden, aus gutem Hause stammenden und Literatur liebenden Gabriel. Mit ihm erlebt sie ihre erste große Liebe und die Gefühle sind beiderseits sehr stark. Gabriels Mutter allerdings ist von dieser Verbindung nicht überzeugt und verunsichert Beth mit einigen ihrer Aussagen. Als Beth Gabriel während seines Studiums auf dem Campus von Oxford besucht, erfährt sie etwas, das ihre heile Welt ins Wanken bringt und trennt sich von ihm.

13 Jahre später ist Beth mit Frank verheiratet, der sie ebenso bereits seit der Schulzeit vergöttert. Sie leben auf der Farm seiner Eltern ein beschauliches, einfaches Leben und teilen zudem einen schlimmen Schicksalsschlag, nämlich den Tod des gemeinsamen Sohnes Bobby.

Eines Tages steht Gabriel quasi wieder vor der Tür, denn er kehrt gemeinsam mit seinem Sohn Leo zurück in den Ort und ins alte Herrenhaus seiner Eltern. Erneut treffen die Liebenden von damals aufeinander und haben fortan viel miteinander zu tun, sehr zum Missfallen von Frank.

Und während sich Frank und Beth schleichend voneinander entfernen und dafür Gabriel zunehmend mehr Raum einnimmt, geschieht ein erneuter tragischer Todesfall. War es ein Unfall, Mord oder Totschlag? Auf schicksalhafte Weise hängen beide Unglücke von damals und heute zusammen, was während des Gerichtsprozesses aufgearbeitet wird.

Das Ende ist stimmig, überraschend, tieftraurig und doch gleichzeitig hoffnungsvoll. Eine authentische Geschichte, so richtig mitten aus dem Leben gegriffen und wundervoll erzählt.

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Veröffentlicht am 24.05.2025

Gut geschriebenes, dystopisches Gedankenexperiment, das mich aber jetzt nicht vom Hocker gerissen hat.

Für immer
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Ein interessantes und durchaus gut geschriebenes, dystopisches Gedankenexperiment, in dem die Menschen quasi in der Zeit einfrieren, während die Natur und die Tiere um sie herum ganz normal weiterleben ...

Ein interessantes und durchaus gut geschriebenes, dystopisches Gedankenexperiment, in dem die Menschen quasi in der Zeit einfrieren, während die Natur und die Tiere um sie herum ganz normal weiterleben und -wachsen und auch altern.

Der Mensch jedoch hat keinen Hunger oder Durst mehr, die Haare und Nägel wachsen nicht mehr, aber auch schwerwiegende Krankheiten, wie Krebs und sonstige Schmerzen und Gebrechen, werden in ihrer Entwicklung gestoppt.

Schwangere können nicht gebären, da auch die Ungeborenen nicht mehr wachsen. Menschen, die Unfälle hatten und längst tot sein müssten, verharren in einer Art Schwebezustand. Sich selbst umzubringen ist dementsprechend auch nicht mehr möglich.

Und in diesem Szenario begleiten wir nun einige Protagonisten während ihres Alltags und in ihren Gedankengängen. Was nützt es einem, wenn man nicht mehr sterben kann, sich aber irgendwann die Langeweile und Perspektivlosigkeit einschleicht?

Warum sollte man überhaupt noch arbeiten gehen? Berufszweige, wie Bestatter oder Lebensmittelhersteller, werden de facto gar nicht mehr gebraucht.

Und wie damit umgehen, wenn die Zeit plötzlich wieder normal läuft und sich der Krebs zurück in den Körper frisst? Was ist wirklich wichtig im Leben und warum ist gerade die Endlichkeit so kostbar?

Der Roman ist definitiv lesenswert, hat mich jetzt aber nicht sonderlich tief berührt oder neue Erkenntnisse geschenkt. Trotzdem regt er natürlich zum Nachdenken an. Maja Lunde hat einen schönen Schreibstil und ich werde noch mehr von ihr lesen.

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Veröffentlicht am 24.05.2025

Guter Cozy-Crime mit vielen Protagonisten und Verwicklungen. Das Ende war unvorhersehbar.

The Murder Game – Der Tod isst mit
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Ein moderner Cozy-Crime mit vielen Protagonisten, Intrigen, Geheimnissen und Verwicklungen, bei denen man wirklich aufpassen muss, wer jetzt wer ist, in welcher Beziehung die Personen zueinander stehen, ...

Ein moderner Cozy-Crime mit vielen Protagonisten, Intrigen, Geheimnissen und Verwicklungen, bei denen man wirklich aufpassen muss, wer jetzt wer ist, in welcher Beziehung die Personen zueinander stehen, was sie verbindet und welche jeweilige Vergangenheit sie haben.

Irgendwann, so im letzten Drittel des Buches, fing die Geschichte mich leider an etwas zu langweilen. Es gab viele Längen, bei denen ich den Eindruck hatte, dass wir uns im Kreis drehen.

Das Krimidinner, das hier stattfindet, dient nur als Anlass, die Protagonisten im Herrenhaus Hamlet Hall zu versammeln, jedoch findet es de facto nicht statt, da es, bevor das Spiel beginnt, eine Leiche gibt und die ganze aufkommende Aufregung sich dann darum dreht, wer der Mörder sein könnte, da dieser augenscheinlich unter den Teilnehmern sein muss.

War es der Sonderling Will Hooper, der die Idee zu diesem Krimidinner hatte? Oder der Hotelbesitzer Ian Davis, der sich dadurch mehr Tourismuseinnahmen erhoffte? Oder Edward und Martha Finn, in deren kleinen Laden bereits 2x eingebrochen wurde? Oder Gwen Holloway, Leiterin der örtlichen Tourismuszentrale, die Ambitionen hat, Bürgermeisterin zu werden?

All diese Personen - und noch weitere - sind jedenfalls nicht gut zu sprechen auf das Opfer, das erschlagen in seinem Zimmer aufgefunden wird.

Die Auflösung war unvorhersehbar und völlig in Ordnung. Wer Agatha Christie mag, wird diesen Roman mit Sicherheit auch gut finden. Auch wenn mich die Geschichte jetzt nicht großartig begeistert hat, möchte ich trotzdem noch DER TOD REIST MIT von Tom Hindle lesen.

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Veröffentlicht am 24.05.2025

Ein riesengroßer FLOP. Unfassbar banal und langweilig.

Die Geschichtensammlerin
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OMG - Wie langweilig war das denn bitte? Mir fehlen ein bisschen die Worte, denn dieser Roman macht ja mal so überhaupt keinen Spaß. Der Plot ist unfassbar banal und die Protagonistin Sarah Harper total ...

OMG - Wie langweilig war das denn bitte? Mir fehlen ein bisschen die Worte, denn dieser Roman macht ja mal so überhaupt keinen Spaß. Der Plot ist unfassbar banal und die Protagonistin Sarah Harper total unsympathisch.

Sie ist aufgrund eines traumatischen Erlebnisses sehr dem Alkohol zugeneigt und steigt am Flughafen anstatt in das Flugzeug nach Boston, um an Weihnachten ihre Schwester zu besuchen, in das Flugzeug, das nach Irland fliegt.

Dort angekommen landet sie unverhofft im beschaulichen Cottage Butler’s House, lernt Oran und seine Tochter kennen und findet bei einem ihrer Spaziergänge ein 100 Jahre altes Tagebuch, das dem Bauernmädchen Anna Butler gehörte.

Damals half sie dem Amerikaner Harold Griffin-Kraus bei seinen Recherchen für seine Doktorarbeit über die Mythen des Feenvolks. Von ihr erfährt er z. B., dass Lord Hawley einst einen alten Weißdornbusch fällte und damit ein Unglück heraufbeschwor.

Eine tragische Liebe bahnt sich zwischen Anna und Harold an, während sich parallel Oran und Sarah näher kommen. Wir erfahren viel über das Anwesen Hawthorne House, Wechselbälger und alte Geschichten der Bewohner. Gleichzeitig beginnen sowohl Oran als auch Sarah ihren Heilungsprozess und verarbeiten ihre Vergangenheit.

Es ist wirklich so uninteressant, dass ich gar nichts weiter dazu sagen kann. Keine Empfehlung von mir.

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