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Veröffentlicht am 20.04.2019

Karrieregeile Frau trifft auf singenden "Hinterwäldler"

Wenn Liebe Wunden heilt
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Fynn als "Hinterwäldler" der in die Rolle des Rockstars gedrängelt wird, konnte mich gut unterhalten. Leider hatte ich aber dank Brooke Dauer Kopfschmerzen, da sie einfach so karrieregeil ist, dass sie ...

Fynn als "Hinterwäldler" der in die Rolle des Rockstars gedrängelt wird, konnte mich gut unterhalten. Leider hatte ich aber dank Brooke Dauer Kopfschmerzen, da sie einfach so karrieregeil ist, dass sie null Empathien für ihre Aussenwelt entwickelt. Sie tritt Fynn als Menschen so oft durch ihre Aktionen richtig auf den Fuß und Fynn ist einfach noch zu gut zu ihr. Deswegen hatte ich am ende auch ein wenig Schadenfreude bei Fynns Aktion.
Und Brennan, der Chef, ist ja mal so was von sexuell belästigend und arschig. Bäh.
Gutes Buch für zwischendurch mit schweren Charakteren teilweise.

Veröffentlicht am 20.04.2019

Starker Feuerwehrmann, stille Gefühle

Hearts on Fire
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Ich hab bisher erst einen "Feuerwehr" Roman gelesen, das war von Jessica Winter "Wenn du mich sehen könntest" und schon damals fand ich die Einsätze beeindruckend. (Dort sind sie noch etwas fataler). ...

Ich hab bisher erst einen "Feuerwehr" Roman gelesen, das war von Jessica Winter "Wenn du mich sehen könntest" und schon damals fand ich die Einsätze beeindruckend. (Dort sind sie noch etwas fataler). Deswegen war ich gespannt, wie Johanna Danninger das in dem ersten Teil dieser Reihe, wo jeder Teil von einer anderen Autorin geschrieben wird, beschreiben wird. Wie gesagt sind die Einsätze meist nicht so dramatisch, oft auch witzig, doch merkt man schon, dass sie Autorin sehr gut recherchiert hat.
Aber natürlich geht es nicht nur um die Feuerwehr Einsätze, sondern um die Liebesgeschichte um Jonah und Nina. Auch diese hat mir gut gefallen, denn sie war eher leise, auch wenn man das von Ninas Ausbrüchen nicht sagen kann. Doch Jonahs Art zu Beginn hätte mich auch zur Weißglut gebracht.
Es passiert nicht von heut auf gleich und es drängelt nicht alles drumherum weg.
Leider waren die Geschehnisse aber stellenweise auch vorhersehbar. Gerade zum Ende hin.

Veröffentlicht am 19.04.2019

Ruhiger Roman, der zum Nachdenken anregt

Wenn wir nach den Sternen greifen
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Inhalt
2039: Der Aufbruch zur ersten bemannten Mars-Mission steht kurz bevor – auch der Vater der 17-jährigen Ianthe wurde hierfür ausgewählt. Auf einem abgeschirmten NASA-Gelände am Strand verbringen ...

Inhalt
2039: Der Aufbruch zur ersten bemannten Mars-Mission steht kurz bevor – auch der Vater der 17-jährigen Ianthe wurde hierfür ausgewählt. Auf einem abgeschirmten NASA-Gelände am Strand verbringen alle Familien einen letzten gemeinsamen Urlaub. Ianthe ist hin- und hergerissen zwischen Abschiedsschmerz und Wut, weil ihr Vater für seinen Traum seine Familie verlässt.
Und doch will auch sie nach den Sternen greifen: Ianthe hat ein Angebot von einem Plattenlabel in der Tasche. Der einzige Haken daran: Sie müsste dafür nach Seattle ziehen. Kann sie ihrer Familie eine weitere Veränderung antun, nur damit auch sie ihre Träume verwirklichen kann?
Meinung
Was würdest du aufgeben um deinen Traum zu erfüllen? Und wen würdest du zurücklassen?
Wir begleiten Ianthe in der letzten Woche, bevor sie ihren Vater das letzte Mal berühren kann, bevor er in die Quarantäne muss, damit er in die Rakete zum Mars steigen kann.
Denn ihr Vater erfüllt sich seinen Traum und geht auf eine Mission zum Mars, um diesen zu erkunden. Das stößt auf Gegenwehr. Nicht nur von den Gegnern der Raumfahrt, die meinen, auf der Erde könnte man das Geld besser gebrauchen, sondern gerade von seiner Familie. Denn Ianthe, ihre jüngere Schwester und ihre Mutter nimmt der nahende Abschied sehr mit.
Währenddessen muss auch Ianthe überlegen, wo sie mit ihrem Traum der Musik hinwill und wie weit sie gehen kann.
Und diese ganzen Probleme schafft Kathleen Weise in einer leisen aber auch mit etwas Spannung gespickten Geschichte rum um die Vorbereitung zum Start zu beten. Angesprochen wird hier eben auch der gesellschaftliche Aspekt angesprochen und mit der kleinen Schwester Sanja gut eingebracht.
Es bringt einem zum Grübeln, denn ich konnte mich gut in Ianthe reinversetzen und ihre Gefühle und Probleme nachvollziehen. Soweit, dass beim Abschied sogar bei mir die Tränen kamen.
Ein schöner ruhiger Roman, der zum Nachdenken anregt, dem ich 4 Sterne gebe.

Veröffentlicht am 19.04.2019

Mystisches Blackwood mit nerviger Protagonistin

Blackwood – Briefe an mich
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Inhalt
Stell dir vor, du bekommst einen Brief von deinem zukünftigen Ich. Würdest du ihn lesen?

Für Gesine ist das keine Frage. Natürlich würde sie. Denn nach dem Tod ihrer Mutter muss sie alleine zu ...

Inhalt
Stell dir vor, du bekommst einen Brief von deinem zukünftigen Ich. Würdest du ihn lesen?

Für Gesine ist das keine Frage. Natürlich würde sie. Denn nach dem Tod ihrer Mutter muss sie alleine zu einer Verwandten nach Irland ziehen. In dem kleinen, verschlafenen Dörfchen Blackwood hat sie niemanden, mit dem sie so richtig über ihren Kummer sprechen kann. Auch nicht über Arian Mary, den unverschämt gutaussehenden Sohn der örtlichen Butterdynastie. Noch dazu machen sie die Dorfbewohner mit Geschichten über allerlei übernatürliches Zeug verrückt. Alles Quatsch, denkt sich Gesine. Bis sie in einem geheimnisvollen alten Schreibtisch einen Brief von ihrem zukünftigen Ich findet, der ihre Welt ganz schön durcheinanderbringt...

Meinung
Gesine ist 15 Jahre alt und kommt aus Wien nach Blackwood. Und das wird uns und ihr auch oft genug aufs Brot geschmiert. Gesine will sich Anfangs gar nicht einleben und eigentlich wieder weg und später tut sie viele Dinge, die sie mit ein wenig Nachdenken besser hätte machen können. Aber gut verzeichnen wir das mal ihrer Trauer um ihre Mutter.
In dem Haus ihrer Tante bekommt sie auf einmal einen Brief von ihrem Ich aus der Zukunft. Doch eigentlich glaubt sich nicht an Magie.
Zudem verliebt sie sich auch noch in den reichen Arian und seine Freundin Lilian macht ihr das Leben schwer.
Aber nun erstmal zum Positiven.
Zum einen ist das beim Hörbuch erst einmal die Sprecherin Milena Karas. Die macht ihre Sache wirklich gut, auch wenn ich mit Gesine an sich nicht warm wurde. Tom Linden als Radiosprecher ist auch gut, aber für mich war es leider zu übertrieben, aber ich bin insgesamt auch kein großer Radiofan. Auch schön, dass zwischendurch, meist nach den Briefen aus der Zukunft eine kleine irische Musikeinlage kam. Also die Aufmachung des Hörbuches ist wirklich toll.
Doch mit der Geschichte hadere ich ein wenig, denn zum einen, wie schon erwähnt, wurde ich mit Gesine, trotz Rücksichtsnahme auf ihr Alter, nicht warm. Oft agierte sie sehr unlogisch und dadurch kamen natürlich peinliche Situationen raus. Und fremdschämen tu ich mich nicht so gerne.
Aber die anderen Figuren hingegen waren wirklich besonders, denn Blackwood ist ein schnuckeliges irisches Dorf mit seinem Charme und ein wenig Magie und tollen Einwohnern. Gerade Mimis Kaffee mit den herrlichen Backwaren hat es mir sehr angetan und ich würde sie gerne mal besuchen. Selbst die schrulligen Bewohner haben alle etwas Liebenswertes. Daher wirkt Gesine und auch Arian ein wenig blass daneben.
Ich hatte auch auf mehr Briefe aus der Zukunft gehofft, denn das ging oft unter, genau wie das Geheimnis von ihrer Mutter, welches zu Beginn angesprochen wird und dann irgendwie vergessen. Denn mir wurde die Liebesgeschichte zu sehr in den Vordergrund gedrängt. Auch wenn sie nebenbei noch lernt ihren eigenen Weg zu gehen und Fehler zu machen.

Fazit
Toll produziertes Hörbuch, welches sich durch die Radiosequenzen und der Musikunterlegung wirklich etwas aus der Masse heraushebt. Leider war die Geschichte nicht so ganz meins, was hauptsächlich an Gesine lag, wogegen ich Blackwood und seine Bewohner direkt ins Herz geschlossen habe.

Veröffentlicht am 07.04.2019

Todsünden spannend verpackt

Saligia
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Inhalt

Keira wird getrieben von ihrem Zorn. Überall ist sie die verhasste Außenseiterin, die ständig ausrastet und andere verletzt. Ihr Leben verändert sich radikal, als sie in das Eliteinternat Canterbury ...

Inhalt

Keira wird getrieben von ihrem Zorn. Überall ist sie die verhasste Außenseiterin, die ständig ausrastet und andere verletzt. Ihr Leben verändert sich radikal, als sie in das Eliteinternat Canterbury kommt. Denn Keira ist eine Saligia mit übernatürlichen Kräften und trägt das Erbe der Todsünde Zorn in sich. Auf der Canterbury School soll sie mit anderen Saligia lernen, ihre ungezügelte Wut zu kontrollieren. Kaum hat Keira sich eingelebt und in den geheimnisvollen Taran verliebt, da wird eine Mitschülerin tot aufgefunden. War es Mord? Als Keira Nachforschungen anstellt, merkt sie schnell, dass jeder Saligia sein eigenes Spiel der Lügen spielt. Befindet sich der Täter unter ihnen?



Meinung

Keira weiß, dass sie mit ihrem Zorn andere steuern kann oder eben selber sehr zornig ist. Was sie nicht wusste, dass sie nicht die einzige ist. Denn auf einmal steht Eliott vor ihr und erzählt von einer Schule, wo es alle Todsünden gibt. Genannt werden diese Menschen die SALIGIA (Supberbia ( Hochmut ), Avaritia ( Habgier ), Luxuria ( Wollust ), Ira ( Zorn ), Gula ( Völlerei ), Acedia ( Faulheit ) und Invidia ( Neid )). Sie sind überall auf der Welt n wichtigen Positionen vertreten und lernen eben im CSE ihre Fähigkeiten zu händeln. Findet Keira hier endlich Freunde und Gleichgesinnte ? Oder steckt mehr hinter der Schule ?

Die Idee die Todsünden in Fähigkeiten zu verpacken, ist für mich was neues und war hier wirklich gut umgesetzt. Da man direkt am Anfang mit Keiras Problemen konfontriert wird, konnte ich mich auch sehr gut in sie reinversetzen.

Die neue Idee wird mit dem altbewerten Internatssetting gemischt und funktioniert wirklich gut, doch hätte ich mir stellenweise doch etwas mehr Infos zur Schule gewünscht, da ich nicht so ganz verstanden habe, wie die "Normalos" mit den Saligia arbeiten können, ohne von diesen zu wissen. Das hat ich aber eher im Nachhinein etwas gestört, meinen Lesefluss aber nicht beeinträchtigt.

Zu den typischen Jugendthemen, wie Selbstfindung, Freundschaft, Familie und Liebe, kommt aber auch eine vermisste Person und einige Intrigen. Die Seiten sind nur so dahin geflogen und es gabe einige überraschende Wendungen.

Auch Eliotts Part als Sucher und die Geschichte aus seiner Sicht, fand ich sehr gut gewählt. Auch wenn es eher etwas ungewöhnlich ist einmal einem Teenager und dann einem End- Zwanziger durch die Geschichte zu folgen. Aber auch Eliott ist noch auf der Suche nach seinem Platz in der Welt und reihte sich gut in die Geschichte ein.

Fazit

Nicht nur Keira, sondern auch Eliott bin ich gerne durch die Geschichte gefolgt. Die Idee mitd en Todsünden als Fähigkeiten war für mich was neues und wurde von Swantje Oppermann in tollen Charakteren gut umgesetzt.Die spannende Handlung und das altbewährte Internatssetting tun ihr übrigens und runden das Buch zu einem wirklich erfrischenden Urban Fantasy Jugendbuch ab.