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Veröffentlicht am 17.02.2020

Liebe braucht Vertrauen

Sternenblütenträume
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"Sternenblütenträume" ist der vierte Roman von Autorin Ulrike Sosnitza, der im Heyne Verlag erscheint.


Nina arbeitet als Hochzeitsfotografin im Fotostudio ihres Vaters. Zur Zeit wohnt Nina nach der Trennung ...

"Sternenblütenträume" ist der vierte Roman von Autorin Ulrike Sosnitza, der im Heyne Verlag erscheint.


Nina arbeitet als Hochzeitsfotografin im Fotostudio ihres Vaters. Zur Zeit wohnt Nina nach der Trennung von ihrem Ex René wieder in ihrem alten Kinderzimmer. Keine schöne Lösung, deshalb sucht sie dringend eine neue Wohnung und ihre Freundin Amira redet ihr ein, dass sie doch mal wieder ausgehen sollte. Doch soweit ist Nina noch nicht, immerhin startet sie ihre Laufrunden wieder und entdeckt dabei eine traumhafte Lichtung im Wald. Dort begegnet ihr Felix, in den sie sich wie von Zauberhand verliebt. Auch er scheint diesen magischen Moment erlebt zu haben. Es scheint perfekt zu passen, aber dann entdecken sie ein schreckliches Geheimnis, welches beide verbindet.


"Nur wenn Liebe im Vertrauen wurzelt, kann sie zum Himmel wachsen" Zitat


In diese Geschichte kann man wunderbar eintauchen und erfährt jeweils aus Ninas und Felix Sicht die Vorkommnisse und ihre Gedanken und Gefühle. Beide Charaktere sind sympathische Menschen, die sich auf der zauberhaften Waldlichtung auf den ersten Blick ineinander verlieben. Von diesem Moment geht die Story erst richtig los. Sie sind beide sehr glücklich und es zieht sie zueinander, doch dann platzt die entscheidende Bombe, die Nina Felix nicht verzeihen kann.


Genau hier hatte ich ein Problem mit diesem entscheidenden Richtungswechsel, der auf einem Nichtausredenlassen basiert. Es kommt zum Zerwürfnis und erst nach langem Ringen wird die volle Wahrheit richtig gestellt und es erfolgen auch Konsequenzen aus diesem Vorfall.


Natürlich wollte ich sehen, wie sich das Verhältnis zwischen Nina und Felix nach dem Bruch entwickelte und las gespannt weiter. Man lernt ihre Familien und Bekannten und Hund Oscar näher kennen, es geht unterhaltsam weiter und man kann sich gut in alle Rollen hineinversetzen. Besonders die Vermittlung von Praktikant Manuel habe ich gern verfolgt. Ulrike Sosnitza beschreibt alles sehr lebensnah mit bildhafter Genauigkeit und bei den Szenen in der Natur wäre man am liebsten mit dabei. Wer sich für Bäume und Wälder interessiert, wird hier einige Details darüber erfahren.


Mit diesem Roman kann man humorvolle und ernste Szenen erleben und wird wunderbar unterhalten.

Das oben genannte Zitat sorgt für eine Lebensweisheit, die man in jeder Beziehung beherzigen sollte.


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Veröffentlicht am 17.02.2020

Farbgewaltiges und phantasievolles Bilderbuch über ökologische Architektur

Hundertwasser: Ein Haus für dunkelbunte Träume
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Das Buch "Hundertwasser: Ein Haus für dunkelbunte Träume" schrieb die Autorin Géraldine Elschner, die Bilder malte Lucie Vandevelde. Dieses Bilderbuch erscheint zum zwanzigsten Todestag von Friedensreich ...

Das Buch "Hundertwasser: Ein Haus für dunkelbunte Träume" schrieb die Autorin Géraldine Elschner, die Bilder malte Lucie Vandevelde. Dieses Bilderbuch erscheint zum zwanzigsten Todestag von Friedensreich Hundertwasser im Prestel Verlag.


Ein kleines Mädchen beobachtet, was auf dem Grundstück gegenüber von ihrem Haus passiert. Ausgerechnet an der Stelle, wo ihr Lieblingsbaum auf einem verwilderten Grundstück wächst, wird nun ein großes Haus gebaut. Wie schade, denn dieser Baum brachte bisher etwas Farbe in die grauen Häuser. Doch dann entsteht ein kunterbuntes Haus mit goldenen Türmchen und unterschiedlichen Elementen, die fröhlich leuchten und viel Farbe versprühen.


"Im Glanz der goldenen Zwiebelturms strahlte er (der Baum) wie der König dieses neuen bunten Reiches." Zitat Seite 26


Friedensreich Hundertwasser war vielseitig begabt, er war Maler, Architekt, Ökologe und Philosoph und seine Ideen waren bahnbrechend für ein Leben in Einklang mit der Natur. Farbenreichtum, unterschiedliche Fassadenformen und Wohnen mit Individualität und mit bewaldeten Dächern sind sein Markenzeichen.


Hundertwassers Werke sind einfach einzigartig, denn er verbindet mit seinen farbenfrohen Gebäuden Wohnraum mit der Natur. Bei ihm wird es bunt, gerade Formen weichen Schnörkeln und Schachbrettmustern, es wachsen Bäume in Häusern, aus Häusern und auf Häusern. Der Mensch muss sich seinen Lebensraum mit Pflanzen und Bäumen teilen und so entstehen naturnahe Gebäude, die auch den Bäumen als "Mieter" Schutz bieten. Der Begriff der "ökologischen" Architektur wird Kindern hier anschaulich erklärt.



Die besondere Einbindung der Natur wird in diesem Bilderbuch sehr deutlich, Kinder bekommen dank der verständlich erzählten Geschichte einen Eindruck vom Stil und der Idee F. Hundertwassers. Wenn sich unter Baumkronen noch Wohnungen befinden, gibt das dem Stadtbild ein naturnahes Aussehen. Das kleine Mädchen in der Geschichte erkennt, wie schön ihr Lieblingsbaum in den Hof des neu entstandenen Gebäudes integriert wurde.


Am Ende des Buches finden sich Informationen über Hundertwasser und sein berühmtestes Gebäude – das Hundertwasserhaus in Wien. Diese Informationen sind aber für die Altersklasse ab vier Jahren zu hoch gegriffen, es ist mehr eine Info für die vorlesenden Eltern.


Kindgerechte und überzeugende Vorstellung der Ideen des bekannten ökologischen Vorreiters F. Hundertwasser. Auch Kinder werden die Idee mit den Farben und Baummietern lieben.


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Veröffentlicht am 13.02.2020

Hat mich leider nicht überzeugt

Kann mein Herz nicht mal die Klappe halten?
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Julia Greves Roman "Kann mein Herz nicht mal die Klappe halten?" erscheint im Rowohlt Verlag.

Wenn die Paartherapie aus dem Ruder läuftWas kommt eigentlich nach dem Happy End? Wie sieht eine glückliche ...

Julia Greves Roman "Kann mein Herz nicht mal die Klappe halten?" erscheint im Rowohlt Verlag.

Wenn die Paartherapie aus dem Ruder läuftWas kommt eigentlich nach dem Happy End? Wie sieht eine glückliche Ehe nach 15 Jahren aus? Eigentlich ist Nina glücklich, die Ehe mit Steffen läuft meistens gut. Ihre Töchter, 8 und 11, verstehen sich im Großen und Ganzen auch prima, sie haben Freunde, gehen auch mal aus und führen eigentlich ein gutes Leben. Nur fehlt die Leidenschaft. Für neues Knistern macht Steffen Nina einen gewagten Vorschlag, dem sie zustimmt, doch wird sie es noch bereuen?


Die Story hinter dieser Geschichte zeigt, wie in einer Ehe die Leidenschaft vom Alltag und den Gewohnheiten immer mehr verdrängt wird. Julia Greeve hat das zum Anlass genommen, mal ein Buch aus Ninas Perspektive über eine besondere Art von Auffrischung ihrer Beziehung zu schreiben. Denn, und jetzt kommt das Ungewöhnliche, sie machen einen Partnertausch. Nur ihrem Mann und ihrer Ehe zuliebe schlägt Nina in den Vorschlag ein. Schnell bereut sie es, denn ihr "neuer" Partner gefällt ihr Anfangs gar nicht. Doch das ändert sich mit jedem Treffen mehr, er ist ein sympathischer Typ, spielt gerne Karten (was im Buch für besonderen Spaß sorgt) und ist einfach ein gutherziger Mensch.

Mir hat der Erzählstil gut gefallen, es ist locker und teilweise lustig geschrieben und man liest, wenn auch kopfschüttelnd, interessiert bis zum "bitteren" Ende. Die Charaktere lernt man recht gut kennen, bekommt allerdings hauptsächlich Einblick in Julias Gedankenwelt, ansonsten führen viele Dialoge zu den weiteren Vorgängen und Erlebnissen.

Ein paar Vorbehalte hatte ich zwar beim Lesen, doch mich hat der Ausgang der Geschichte neugierig gemacht und ich musste es schnell durchlesen.


Das Ganze klingt nach einer Geschichte, die irgendwie unter der Gürtellinie verläuft. Das ist sie aber definitiv nicht, sonst hätte ich schon frühzeitig abgebrochen. Man kann über die Familie und ihre Kinder schmunzeln, es gibt heikle Situationen, Nina tut mir teilweise leid und ich habe nicht verstanden, warum sie solange Steffens Wunsch nachgekommen ist. Für die Gespräche des Paares konnte ich zwar Verständnis aufbringen, für ihr Vorhaben eher nicht. Ich muss leider sagen, die Story hat mich einfach nicht gepackt, wobei auch das Ende daran seinen Anteil hat. Da kommt auf die Leserin noch eine besondere Überraschung zu, die für ordentlichen Trubel sorgt.



Dieses Buch sorgt für unterhaltsame und nachdenkliche Lesezeit mit einer Prise Humor. Mit der Partnertausch-Geschichte konnte ich mich leider nicht so richtig anfreunden.

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Veröffentlicht am 11.02.2020

Ein schöner Wohlfühlroman vor der Kulisse von Sylt

Ein Sommer auf Sylt
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Im Rowohlt Verlag erscheint der Roman "Ein Sommer auf Sylt" von Lena Wolf.


Die Architektin Julia reist nach Sylt, doch statt einem Urlaub, wird diese Reise keine Erholung. Mit ihr fahren nämlich ihre ...

Im Rowohlt Verlag erscheint der Roman "Ein Sommer auf Sylt" von Lena Wolf.


Die Architektin Julia reist nach Sylt, doch statt einem Urlaub, wird diese Reise keine Erholung. Mit ihr fahren nämlich ihre Mutter und zwei Tanten auf die Insel und leider sind sich die Schwestern untereinander ziemlich uneins und streiten ständig. Julia hat von ihrem verstorbenen Vater ein Haus geerbt und möchte sich ein Bild davon machen. Doch im Haus wohnt die Geliebte ihres Vaters, also müssen Julia und ihre Begleitung in einer Pension unterkommen. Immerhin ist wenigstens der Vermieter für Julia ein Lichtblick auf der Insel. Aber wie wird sie sich über ihr Erbe entscheiden?

Bücher mit erbenden Frauen und dann noch auf einer schönen Nordseeinsel gibt es wie Sand am Meer. Deshalb war ich erst recht skeptisch, was mich in diesem Roman erwarten würde.

Doch dann hat mich dieser Roman gleich von Anfang an gepackt.

Einerseits werden die Gefühle und Gespräche sehr gut beschrieben und ich konnte mit Julia mitfühlen, wenn sich ihre Mutter und Tanten stritten oder daneben benahmen und auch die Treffen mit dem sympathischen Mats habe ich einfach nur genossen. Es ist ein wenig Katz-und-Maus-Spiel, was beide veranstalten, aber das macht den spannenden Reiz an der Geschichte auch aus. Im Hintergrund existiert auch noch Julias Freund Jo, der das Geld des geerbten Hauses für ihr gemeinsames Unternehmen eingeplant hat.

Die Charaktere haben alle ihre Ecken und Kanten, nur Mats und Julia sind einfach nur sympathisch. Das macht es leicht, ihnen gern zu folgen und sich mit ihren Emotionen zu befassen.


Durch den lockeren Schreibstil kann man den Roman wunderbar flüssig weglesen und auch die liebevoll beschriebenen Schauplätze auf Sylt sorgen für Urlaubsstimmung und Sehnsucht nach der Nordsee. Allerdings werden auch die Probleme im Bereich des fehlenden günstigen Wohnraums auf der Insel angesprochen, solche realistischen Hintergründe mag ich in Romanen sehr. Trotzdem kommt hier eine Wohlfühlstimmung auf, weil man gemeinsam mit Julia sich nicht nur in die Insel, sondern auch in Mats verliebt.

Was bei den Schwestern zu schwellenden Streitigkeiten führt, ist noch in ihrer Jugend begründet. Allmählich finden sie aber wieder mehr zueinander und sprechen sich gegenseitig aus. Trotzdem waren genau ihre Kabbeleien das I-Tüpfelchen, um der Story zu etwas Humor zu verhelfen.


Es ist auch ein Qualitätsmerkmal, wenn man Bücher fast in einem Rutsch durchliest und sich die ganze Zeit gut unterhalten fühlt. Dieses Buch ist so eines und deshalb kann ich es auch wärmstens empfehlen.

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Veröffentlicht am 09.02.2020

Ein lehrreiches und witziges Buch über unsinnige Lebensträume

Die kleine Motte, die davon träumte, anders zu sein
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Im Knesebeck Verlag erscheint das Bilderbuch "Die kleine Motte, die davon träumte, anders zu sein". Es richtet sich an die Altersklasse ab 4 Jahren, wurde vom Duo Dully & Dax erstellt. Eva Dax ist die ...

Im Knesebeck Verlag erscheint das Bilderbuch "Die kleine Motte, die davon träumte, anders zu sein". Es richtet sich an die Altersklasse ab 4 Jahren, wurde vom Duo Dully & Dax erstellt. Eva Dax ist die Autorin und für die zauberhaften Illustrationen sorgte Sabine Dully.


Kleidermotten sind unscheinbar grau und staubig und haben keine eleganten bunten Flügel wie die Schmetterlinge. Die kleine Motte möchte aber genau so sein wie ein Schmetterling, so fliegen und so auszusehen. Aber sie ist nun mal eine Motte und deshalb hält sie dieses Leben auch nicht lange durch. Doch dann lernt sie eine Fledermaus kennen und alles wird gut.

Die kleine Motte träumt von einem Leben als Schmetterling. Sich selbst findet sie nicht so toll und versucht alles, um genau wie ein Schmetterling zu sein. Deshalb trainiert sie ihren Flugstil, trinkt Blütennektar, der ihr gar nicht schmeckt und erst recht nicht bekommt und bemalt sich ihre Flügel. Außerdem verzichtet sie auf ihre nächtlichen Streifzüge, um tagsüber mit den Schmetterlingen von Blume zu Blume zu fliegen. Was natürlich nicht gutgehen kann. Sie wird müde und schlapp und fühlt sich nicht wohl. Die Schmetterlinge machen sich über die kleine Motte lustig und sie ist deprimiert. Doch dann lernt sie eine Fledermaus kennen, die eigentlich gerne eine Blaumeise sein möchte, wird der Motte klar, dass man seine eigene Identität nicht einfach ablegen kann. Man ist, wie man eben ist. Sie freundet sich mit der Fledermaus an und beide genießen von nun an ihr wunderbar ruhiges nachtaktives Leben.



In diesem zauberhaft illustrierten Buch können Kinder spielend etwas über verschiedene Schmetterlingsarten und nachtaktive Tiere wie die Motten lernen. Bei so süßen Bildern macht das Vorlesen richtig Spaß, die Texte sind einfach zu verstehen und auch sehr amüsant. Denn Motten mögen Wolle und muffige alte Socken, was die Schmetterlinge natürlich total eklig finden.

Wesentlich wichtiger als das Kennenlernen von Schmetterlingsarten und den Gewohnheiten von Motten und Fledermäusen ist aber die Aussage des Buches. Hier erkennen selbst schon kleine Kinder, die Suche nach der eigenen Identität und das man eben ist, wie man ist. So fühlt man sich auch unverstellt am wohlsten.



Dieses witzige Buch mit den zauberhaften Bildern macht richtig Spaß und die Identitätssuche wird toll beschrieben. Für mich ein Buchhighlight im Kinderbuchbereich!

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