Einer meiner Einstiege ins Fanasygenre war einfach Tintenherz und nach meinem kürzlichen Reread muss ich einfach sagen, dass dieses Buch mir noch immer sehr am Herzen liegt und auch wenn ich es in meiner ...
Einer meiner Einstiege ins Fanasygenre war einfach Tintenherz und nach meinem kürzlichen Reread muss ich einfach sagen, dass dieses Buch mir noch immer sehr am Herzen liegt und auch wenn ich es in meiner Kindheit einmal gelesen habe, konnte ich doch ganz neue Dinge entdecken.
Ich habe beim lesen des Romans nicht erwartet, dass er mir so gut gefallen würde. Nachdem mich das Cover schon beim Reveal umgehauen hat, musste ich dieses Buch lesen. Ich liebe Bücher, die von Stars und ...
Ich habe beim lesen des Romans nicht erwartet, dass er mir so gut gefallen würde. Nachdem mich das Cover schon beim Reveal umgehauen hat, musste ich dieses Buch lesen. Ich liebe Bücher, die von Stars und Sternchen handeln und ich liebe Parfum und den Fake Dating Trope - damit schien das Buch wie für mich gemacht und auch wenn ich eine einfache Lektüre erwartet hatte, hatte das Buch auch eine gewisse Tiefe, auch wenn sich manche Teile des Romans etwas gezogen haben. Ich bin ehrlich, Timothée hat mich am Anfang ziemlich genervt, aber die Autorin hat den Charakter und sein zu großes, gespieltes Selbstbewusstsein gut verpackt. Mit der Zeit wurde die Handlung aber mit den Rückblenden bei Amber und Timothée immer nachvollziehbarer und man konnte sie besser greifen. Beide haben in der Vergangenheit einiges erlebt und die Verarbeitung der Themen in die Romanhandlung war gut nachvollziehbar, nur manchmal etwas zu ausufernd. An manchen Punkten habe ich mir aber doch noch ein paar Informationen zu der Mutter gewünscht, aber möglicherweise wird dies in Band 2 verarbeitet. Ich mochte Ambers Crew und auch das Netzwerk, dass Timothée um sich hatte, allem voran seine Schwester, habe ich schnell liebgewonnen. Gabriel muss wohl oder übel in Band 2 versuchen, mich von sich zu überzeugen. Neben den etwas längeren Passagen hätte ich mir an manchen Stellen etwas mehr Reife von den Figuren erhofft, aber ich glaube, dass es doch irgendwo mit dem Alter der Protagonisten zusammenhängt. Ich bin gespannt, wie dies im nächsten Band laufen wird. Das Ende hat mich doch überrascht, was positiv ist. Ein guter Wendepunkt, der die Längen zuvor wieder wettmacht. Cannes und Frankreich im Allgemeinen als Setting waren traumhaft und ich kehre gerne mit Band 2 zurück nach Cannes. Ich bin gespannt, ob dann mehr über Timos Mutter offenbar wird und wie dieses Ende weitergesponnen wird. Damit sind es gute 4,5 Sterne. Ein Buch für alle, die Fake Dating, Frankreich und Parfum lieben.
Das Cover hat mich zu Beginn schon sehr angelacht. Das schöne Grün und das Pärchen auf dem Cover hat zu Beginn aber wenig mit dem Grumpy/Sunshine Pärchen im Roman zu tun. Tansy und Jack sind wie Tag und ...
Das Cover hat mich zu Beginn schon sehr angelacht. Das schöne Grün und das Pärchen auf dem Cover hat zu Beginn aber wenig mit dem Grumpy/Sunshine Pärchen im Roman zu tun. Tansy und Jack sind wie Tag und Nacht und das hat mir wirklich gut gefallen. Der Roman beschreibt die Umstände rund um einen Hurrikan in Houston, der eine Verwüstung hinterlässt und Tansy und Jack dazu zwingt, sich das Gelände zu teilen. Ich fand die Idee interessant, dass die kleine Green Library, mit der sich Tansy beweisen will, in den botanischen Garten verlegt wird, weil die ganze Sache einen gewissen Charme hat. Die Schwierigkeiten zwischen Tansy und Jack werden gut beschrieben, allem voran die Umstände Tansys die ihr gesamtes Hab und Gut verloren hat und auch damit umgehen muss, dass ihre Tochter Briar von den Fluten traumatisiert ist. Ich habe nach langer Zeit nun auch wieder ein Buch mit dem Single Parent Trope gelesen und es sind oft Single Väter, daher war es eine gute Abwechslung. Ich konnte Tansys Gefühle gut nachvollziehen, aber ihre Handlungen leider nicht. Auch Jack hat seine Probleme bzw. seine Vergangenheit, aber ich konnte ihn - trotz seiner rauen Art - besser leiden als Tansy. Ich hatte mir bei ihr auch eine bessere Charakterentwicklung erhofft, bei Jack ist sie sichtbarer gewesen, aber auch wenn sie ihre Handlung reflektiert hat, hat sie sich leider nicht weiterentwickelt. Was ich persönlich schade fand. Briar und die Mitarbeiter der Bibliothek und des Gartens fand ich mit all ihren Eigenheiten toll. Ein Faktor, der mich gestört hat, war der Spice. Man hätte den gar nicht gebraucht, viel wichtiger wäre die Tiefe der Figuren gewesen und eine Reduktion der Themen, sodass man sich auf ein paar Themen genauer hätte konzentrieren können. Alles in allem hat mir die Geschichte als Roman für Zwischendurch gut gefallen.
Dieses Buch hatte mich nicht durch das Cover in den Bann gezogen, sondern über den Klappentext, die Leseprobe, über diesen eindrücklichen Epilog durch das Vorwort. Aber dieses Buch ist ein Buch über einen ...
Dieses Buch hatte mich nicht durch das Cover in den Bann gezogen, sondern über den Klappentext, die Leseprobe, über diesen eindrücklichen Epilog durch das Vorwort. Aber dieses Buch ist ein Buch über einen Bürgerkrieg und dementsprechend waren die Schilderungen schmerzhaft. Der ständige Verlust, die Verletzungen, der innere Kampf der Protagonistin Sashi und dieses Leid, das die Zivilisten zu verdauen hatten war schmerzhaft zu lesen. Das ist vermutlich das Tragischste am Krieg. Die innere Zerrissenheit der Protagonistin zwischen Zugehörigkeiten zu lesen und auch ihren Kampf für Gerechtigkeit und der Frage nach dem Recht war unglaublich berührend, sodass ich das Buch immer wieder unterbrechen musste. Und gerade die Schilderungen ab der Mitte/gegen Ende des Buches waren eindrucksvoll und man leidet, weil man diesen Krieg in all seinen Grausamkeiten aus nächster Nähe aus der Sicht von Sashi erlebt. Sashi, die einen an die Hand nimmt, Sashi, die einen durch diesen Krieg führt und Sashi, die so so so viele Menschen verliert, dass man mit ihr leidet. Die zeigt wie die Opfer dieses Krieges, die für so viele nur Zahlen sind, Gesichter haben, Geschichten sind und wie viel ihnen genommen wird. Ich habe aber auch das Gefühl, dass ich mich insgesamt noch tiefer in die Geschichte dieses Krieges und in die Hintergründe einarbeiten muss, um Zusammenhänge zu verstehen. Dazu passt auch das Ende des Romans. Zurück bleiben viele Fragen. Gedanken und auch das tiefe Bedauern, dass wir als Menschen nie lernen werden, dass Kriege so Vieles vernichten. Und ganze Familien und Generationen tief traumatisieren. Ich bin mir sicher, dass dieses Buch mich noch eine Weile beschäftigen wird. Keine einfache Lektüre.
Ich muss zugeben, dass dieses Buch mich wirklich von den ersten bis zu den letzten Seiten gefesselt hat. Zu Beginn ist zu erwähnen, dass man die Triggerwarnung lesen sollte, denn der Roman setzt von Beginn ...
Ich muss zugeben, dass dieses Buch mich wirklich von den ersten bis zu den letzten Seiten gefesselt hat. Zu Beginn ist zu erwähnen, dass man die Triggerwarnung lesen sollte, denn der Roman setzt von Beginn an in der Handlung ein und holt den Leser auf den Schauplatz einer magischen Welt zwischen zwei Herrschaftssystemen, unberechenbaren Wendungen und einer Enemies to Lovers Geschichte, die bereits durch ihren Auftakt einen durch die Seiten blättern lässt. Julie Soto schafft es durch ihre Beschreibung des magischen Konflikts zwischen Evermore und Bomards, zwischen Briony und Toven, einen von tiefen Gefühlen und den dunkelsten Seiten des Krieges zu überzeugen. Nachdem es zum Überfall zu Beginn des Romanes kommt, erkennt man auch, warum der Arbeitstitel des Werkes "The Auction" hieß und hier ist anzuführen, dass ich das Buch nach dem Lesen erst einmal verdauen musste, denn Julie Soto hält sich im Roman nicht zurück. Sie beschreibt die Konsequenzen von Kriegen, allem voran für Frauen, ziemlich brutal und auch die Zuordnung zu der Dark Romance passt hierbei. Die Gefühle und Spannungen zwischen Toven und Briony werden gut beschrieben, vor allem weil es eine Slow Burn Romance ist und die Entwicklungen langsam voranschreiten. Praktisch ist es, dass es zu Beginn einen Familienstammbaum und eine Darstellung der verschiedenen Ratsmitglieder gibt. Briony als Figur mochte ich sehr, auch wenn ich manchmal das Gefühl hatte, dass sie als 25-Jährige doch manchmal sehr naiv gehandelt hat, was dann aber vielleicht auch ihrer Familiengeschichte geschuldet ist. Ich mochte auch Rory und Cordelia und den Zusammenhalt der Evermores. Vor allem nachdem die Männer und Frauen - vor allem Frauen - Schreckliches durchmachen. Es war herzzerreißend und doch so ein realistisches Bild, dass gezeichnet wurde. Was mitunter auch gestört hat, war die ständige Fokussierung auf die Jungfräulichkeit, wobei noch nicht sicher ist, was Julie Soto noch geplant hat. Ich bin gespannt, wie es weiter geht, nach diesem spannenden Ende und kann es allen empfehlen, die Enemies to Lovers, Dark Romantasy und Slow Burn lieben. Daher 4,5 Sterne.