Neues von Staubfinger, Capricorn & Co.: Für die Tintenherz Jubiläumsausgabe hat Cornelia Funke neben einem Vorwort zwei neue Kurzgeschichten aus der Tintenwelt geschrieben. Zudem zeigt das Buch viele Coveralternativen für die Erstausgabe.
Zum Inhalt: Warum liest Meggies Vater Mo ihr niemals vor? Und wo steckt ihre Mutter wirklich? Als Meggie von Bösewicht Capricorn gefangen genommen wird, erfährt sie die Wahrheit: Mo kann die Figuren aus den Büchern »herauslesen«, während reale Menschen darin verschwinden.
Zur großen Tintenherz-Jubiläumswelt
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Einer meiner Einstiege ins Fanasygenre war einfach Tintenherz und nach meinem kürzlichen Reread muss ich einfach sagen, dass dieses Buch mir noch immer sehr am Herzen liegt und auch wenn ich es in meiner ...
Einer meiner Einstiege ins Fanasygenre war einfach Tintenherz und nach meinem kürzlichen Reread muss ich einfach sagen, dass dieses Buch mir noch immer sehr am Herzen liegt und auch wenn ich es in meiner Kindheit einmal gelesen habe, konnte ich doch ganz neue Dinge entdecken.
Manchmal trifft einen eine Geschichte nicht sofort – sie braucht Zeit, um ihr Herz zu öffnen. So ging es mir mit Tintenherz von Cornelia Funke*. Die ersten Seiten fühlten sich fremd an, fast so, als würde ...
Manchmal trifft einen eine Geschichte nicht sofort – sie braucht Zeit, um ihr Herz zu öffnen. So ging es mir mit Tintenherz von Cornelia Funke*. Die ersten Seiten fühlten sich fremd an, fast so, als würde ich vor einer verschlossenen Tür stehen. Ich habe gezweifelt, gezögert – mich sogar gefragt, ob ich vielleicht zu alt geworden bin für diese Art von Magie.
Doch dann, ganz leise, hat sich etwas verändert.
Ab etwa der Mitte begann die Geschichte, mich einzuhüllen wie ein warmer, vertrauter Mantel. Meggie, mit ihrer stillen Sehnsucht, und Mo, der mehr in sich trägt, als Worte je ausdrücken könnten – sie sind mir Stück für Stück ans Herz gewachsen. Und auch Elinor, diese eigenwillige, zunächst so schwer greifbare Figur, entpuppte sich als jemand, den man nicht mehr loslassen möchte.
Ja, es ist ein Kinderbuch. Und ja, man merkt es an der klaren, einfachen Sprache. Aber genau darin liegt seine Kraft. Es braucht keine komplizierten Worte, um etwas Tiefes zu erzählen. Es ist die Atmosphäre, die sich langsam entfaltet, die einen gefangen nimmt – still, aber unaufhaltsam.
Staubfinger und die anderen Fremden wirkten anfangs wie Schatten, die nicht in unsere Welt gehören. Doch je weiter man liest, desto deutlicher wird: Sie sind genau dort, wo sie sein müssen. Und plötzlich verschwimmen die Grenzen zwischen Realität und Geschichte, zwischen Leser und Buch.
Vielleicht hätte ich Tintenherz früher bedingungslos geliebt. Heute liebe ich es anders – mit einem Hauch Wehmut, mit Nostalgie, mit dem Wissen, wie selten solche Geschichten sind. Es hat mich nicht sofort verzaubert. Aber als es soweit war, hat es mich umso tiefer getroffen.
Dieses Buch ist eine Liebeserklärung an das Lesen selbst. An die Magie von Worten. Und an die leisen, kostbaren Momente, in denen eine Geschichte dein Herz findet – ganz egal, wie alt du bist.
Meggie führt mit ihrem Vater Mo, einem Buchbinder, ein beschauliches Leben, das von Büchern geprägt ist. Doch als der rätselhafte Staubfinger eines Nachts erscheint, beginnt ein gefährliches Abenteuer. ...
Meggie führt mit ihrem Vater Mo, einem Buchbinder, ein beschauliches Leben, das von Büchern geprägt ist. Doch als der rätselhafte Staubfinger eines Nachts erscheint, beginnt ein gefährliches Abenteuer. Mo besitzt eine besondere Fähigkeit: Wenn er laut vorliest, werden die Charaktere lebendig – dabei verschwindet jedoch auch jemand aus unserer Welt in die Geschichte.
Was "Tintenherz" besonders macht, ist die Art und Weise, wie es die Magie des Lesens thematisiert. Funke kreiert eine Geschichte über Geschichten, die sowohl spannend als auch tiefgründig ist. Die Idee, dass Worte so mächtig sein können, dass sie zur Realität werden, wird brillant umgesetzt.
Meggie ist eine starke und kluge Protagonistin, die ihre Leidenschaft für Bücher von ihrem Vater geerbt hat.
Mo ist ein faszinierender Charakter, dessen Gabe sowohl ein Geschenk als auch ein Fluch ist.
Staubfinger ist wunderbar vielschichtig angelegt.
Capricorn ist ein bedrohlicher Antagonist, der echte Angst erzeugt.
Die Nebenfiguren sind sorgfältig ausgearbeitet und haben ihre eigenen interessanten Geschichten.
Funkes Sprache ist bildgewaltig und poetisch. Sie versteht es, Spannung zu erzeugen und gleichzeitig wunderschöne, atmosphärische Beschreibungen zu bieten. Besonders gelungen sind die zahlreichen Buchanspielungen und Zitate, die dem Werk eine zusätzliche Tiefe verleihen.
Die Autorin erschafft eine dichte, manchmal düstere, aber immer fesselnde Atmosphäre. Die Beschreibungen der verschiedenen Schauplätze sind so lebendig, dass man sich direkt in die Geschichte hineinversetzt fühlt.
Stärken
Die originelle und kluge Grundidee
Vielschichtige, glaubwürdige Charaktere
Wunderschöne Sprache
Perfekte Balance zwischen Spannung und ruhigeren Momenten
Tiefgründige Reflexionen über die Macht von Geschichten
Vielfältige literarische Referenzen
Schwächen
Manchmal könnte das Tempo etwas straffer sein.
Einige Nebenstränge hätten mehr Aufmerksamkeit verdient.
Der Mittelteil weist kleine Längen auf.
Fazit
"Tintenherz" ist ein Buch für alle Buchliebhaber. Es ist eine Hommage an die Kraft des geschriebenen Wortes und zugleich ein spannendes Fantasy-Abenteuer. Funke hat ein Werk geschaffen, das sowohl junge als auch erwachsene Leser in seinen Bann zieht.
Die Geschichte regt zum Nachdenken über die Macht von Worten und Geschichten an, über Verantwortung und die Konsequenzen unserer Handlungen. Gleichzeitig bietet sie höchste Unterhaltung und schafft unvergessliche Charaktere.
Ich habe Tintenherz das erste Mal gelesen, da war ich 17. Und ich weiß noch, dass ich so verliebt war in die Story. Sie war magisch und einzigartig. Nun habe ich mir, da Teil 4 erschienen ist, vorgenommen ...
Ich habe Tintenherz das erste Mal gelesen, da war ich 17. Und ich weiß noch, dass ich so verliebt war in die Story. Sie war magisch und einzigartig. Nun habe ich mir, da Teil 4 erschienen ist, vorgenommen die Bücher zu rereaden. Ich hatte Angst, dass sie mir vielleicht nicht mehr so gefallen würden, da sich Geschmäcker und auch Sichtweisen mit dem Erwachsenwerden verändern. Doch ich war von Seite eins an gefesselt. Diese Welt hat mich wieder verzaubert. Mir war entfallen, wie wundervoll diese Welt ist. Ich habe mich gefühlt wie die junge Frau, die ich damals war. Ich würde am liebsten meinen Kopf ins Buch stecken und an Mos Seite seine Geschichten lauschen. Sehen, wie er die geschriebenen Worte zum Leben erweckt. Natürlich hab ich das damals selbst versucht und war traurig, dass es nicht funktioniert 🥲an all das habe ich mich beim reread wieder erinnert. Tintenwelt ist einfach magisch und wundervoll. Einzigartig und und unbeschreiblich. Selbst jetzt noch. Ich frag mich nur, wieso es über 17 Jahre gedauert hat, bis ich mir dessen wieder bewusst wurde. Ich hab jetzt schon mein Jahreshighlight gefunden ❤️ der nächste reread wird sicher nicht so lange auf sich warten. Aber erstmal freue ich mich sehr auf Band 2