erschütternd
Der SmaragddracheGemma hat helle Haare, helle Haut und wurde während eines Schneesturms geboren. Als Prinzessin des Nordens erfährt sie nicht viel Liebe von ihrem Vater, dem König, und nur Gleichgültigkeit von ihrer Mutter. ...
Gemma hat helle Haare, helle Haut und wurde während eines Schneesturms geboren. Als Prinzessin des Nordens erfährt sie nicht viel Liebe von ihrem Vater, dem König, und nur Gleichgültigkeit von ihrer Mutter. Einzig ihre Amme Malakat steht ihr nahe und zeigt ihr, was Liebe sein kann.
Als Gemma den König des Südens, Antaras, heiraten soll, darf sie ihre Amme zwar mit in den Süden nehmen, verliert jedoch sämtliche Hoffnungen auf ein Leben in Freiheit. Denn im Süden haben Frauen keine Rechte, und damit sogar weniger als im Norden, und sind den Männern ausgeliefert.
Tarek wurde als Kind in einer verbrannten Wiege auf dem Silberfluss ausgesetzt und von Ixschal gefunden und kurzerhand adoptiert. Achtzehn Jahre später ist er ein erfolgreicher Jäger und Krieger, doch verbringt er seine Zeit lieber allein im Dschungel, statt zwischen den Laken der Priesterinnen. Bis zu dem Abend, als der Smaragddrache ihn zu sich ruft, und Tarek sein Schicksal erfüllen muss.
Der Smaragddrache habe ich als Sammelband gelesen, also beide Bände in einem Buch und direkt nacheinander, da sie direkt aneinander anschließen. Die Geschichte von Gemma ist voller Schmerz und Trauer, und auch Tareks Schicksal ist kein Leichtes. Obwohl das Buch einige Längen hat, hat mich die Geschichte der beiden sehr mitgenommen und bewegt.
Um nicht von der Dicke des Buches demotiviert zu werden, habe ich Passagen im Hörbuch gehört und das hat in diesem Fall sehr gut für mich funktioniert. Leider hat mir die Sprecherin nicht so gut gefallen, sodaß ich am Ende wieder auf reines Lesen gewechselt habe. Die Parts aus Ylerias Sicht hörten sich an wie eine Pornodarstellerin, und insgesamt wurden mir die Worte am Ende zu genau betont; der Erzählfluss hörte sich für mich nicht natürlich an.
Britta Strauss hat eine wundervolle Welt erschaffen, voller Magie und Staunen. Die Menschen darin sind so vielfältig wie die Tiere des Dschungels. Die Charakterentwicklungen nehmen viel Zeit in Anspruch, doch es lohnt sich. Und am Ende war ich erschüttert, aber auch ein bisschen froh. Der Smaragddrache ist ein Buch voller Wunder, wenn man den Schmerz überwunden hat.