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Veröffentlicht am 12.04.2026

erschütternd

Der Smaragddrache
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Gemma hat helle Haare, helle Haut und wurde während eines Schneesturms geboren. Als Prinzessin des Nordens erfährt sie nicht viel Liebe von ihrem Vater, dem König, und nur Gleichgültigkeit von ihrer Mutter. ...

Gemma hat helle Haare, helle Haut und wurde während eines Schneesturms geboren. Als Prinzessin des Nordens erfährt sie nicht viel Liebe von ihrem Vater, dem König, und nur Gleichgültigkeit von ihrer Mutter. Einzig ihre Amme Malakat steht ihr nahe und zeigt ihr, was Liebe sein kann.
Als Gemma den König des Südens, Antaras, heiraten soll, darf sie ihre Amme zwar mit in den Süden nehmen, verliert jedoch sämtliche Hoffnungen auf ein Leben in Freiheit. Denn im Süden haben Frauen keine Rechte, und damit sogar weniger als im Norden, und sind den Männern ausgeliefert.

Tarek wurde als Kind in einer verbrannten Wiege auf dem Silberfluss ausgesetzt und von Ixschal gefunden und kurzerhand adoptiert. Achtzehn Jahre später ist er ein erfolgreicher Jäger und Krieger, doch verbringt er seine Zeit lieber allein im Dschungel, statt zwischen den Laken der Priesterinnen. Bis zu dem Abend, als der Smaragddrache ihn zu sich ruft, und Tarek sein Schicksal erfüllen muss.

Der Smaragddrache habe ich als Sammelband gelesen, also beide Bände in einem Buch und direkt nacheinander, da sie direkt aneinander anschließen. Die Geschichte von Gemma ist voller Schmerz und Trauer, und auch Tareks Schicksal ist kein Leichtes. Obwohl das Buch einige Längen hat, hat mich die Geschichte der beiden sehr mitgenommen und bewegt.
Um nicht von der Dicke des Buches demotiviert zu werden, habe ich Passagen im Hörbuch gehört und das hat in diesem Fall sehr gut für mich funktioniert. Leider hat mir die Sprecherin nicht so gut gefallen, sodaß ich am Ende wieder auf reines Lesen gewechselt habe. Die Parts aus Ylerias Sicht hörten sich an wie eine Pornodarstellerin, und insgesamt wurden mir die Worte am Ende zu genau betont; der Erzählfluss hörte sich für mich nicht natürlich an.
Britta Strauss hat eine wundervolle Welt erschaffen, voller Magie und Staunen. Die Menschen darin sind so vielfältig wie die Tiere des Dschungels. Die Charakterentwicklungen nehmen viel Zeit in Anspruch, doch es lohnt sich. Und am Ende war ich erschüttert, aber auch ein bisschen froh. Der Smaragddrache ist ein Buch voller Wunder, wenn man den Schmerz überwunden hat.

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Veröffentlicht am 03.04.2026

Die Rezension gilt nur für Band 1

Chased, Cursed, Conjured - Das Geheimnis der Dämonenjäger
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Ginny hätte ihren 16. Geburtstag gerne mit ihren Freundinnen, ein paar süßen Jungs und Alkohol gefeiert. Stattdessen verbringt sie ihn mit ihrer gesamten Familie, inklusive der schrullligen Tante und dem ...

Ginny hätte ihren 16. Geburtstag gerne mit ihren Freundinnen, ein paar süßen Jungs und Alkohol gefeiert. Stattdessen verbringt sie ihn mit ihrer gesamten Familie, inklusive der schrullligen Tante und dem geheimniskrämerischen Opa. Doch dann wird sie Zeuge eines Streitgesprächs zwischen ihrem Vater und ihrem Opa, und wird dabei auch noch erwischt.
Obwohl ihr Vater strikt dagegen war, müssen die Regeln der Clans eingehalten werden, und so soll Ginny ihren verschwundenen Bruder Chris vertreten: als Dämonenjägerin.
Zunächst hält sie das für einen Spaß, eine verrückte Idee ihres Opas, der offensichtlich nicht mehr alles beisammen hat. Doch dann darf sie nicht auf das Internat nach London zu ihrer besten Freundin zurückkehren; und unter dem Anwesen befinden sich tiefe, weitläufige, zahlreiche Räume, Gewölbe, und sogar eine Bibliothek.

Ich habe keine Geduld mit Ginny. Einerseits möchte sie endlich in das Familiengeheimnis eingeweiht werden, und dann glaubt sie es nicht. Sie spürt, dass etwas mit den Bücher in der geheimen Bibliothek nicht stimmt, glaubt aber nicht an Übersinnliches.

„Er sollte mich genauso stark und tough erleben wie früher, als er mich für meine freche Art bewunder hatte.“ (Kapitel 6, 19%)

Sie möchte tough wahrgenommen werden, schreit aber bei der kleinsten Bewegung im Dunkeln oder kleinen Krabbelviechern auf, als würde sie den Schreck ihres Lebens bekommen. Gleichzeitig schickt sie mit einem Tritt einen Mann zu Boden, und macht sich selbst klein.
„Wurde ja auch Zeit, immerhin hatte ihn gerade ein Mädchen getreten, nicht Schwarzenegger.“ (Kapitel 5, 17%)

Nach 20% ist auch der erste Dämon aufgetaucht, aber da war ich schon ausreichend genervt. Ginnys vorangegangenes Verhalten; die Entscheidungen von ihrer Familie, sie „einzuweihen“, aber nichts weiter zu erzählen; dass Ginny ihrer besten Freundin einfach alles brühwarm erzählt und diese das für ein aufregendes Rätsel hält, das gelöst werden muss; das war alles einfach anstrengend und unlogisch.
Offensichtlich nimmt Ginny die Warnungen ihres Opas nicht ernst, denn gleich in der Nacht nach der Offenbarung schleicht sie sich in den Keller und seine unendlichen Weiten. Aber auch die Entscheidung, sie einerseits über Dämonenjäger einzuweihen, aber gleichzeitig zu ihrem Schutz nicht aufzuklären schreit gerade zu nach Ärger. Sie anschließend nicht zur Verschwiegenheit zu verpflichten, ist ein weiterer Fehler. Wie konnte diese Familie dieses Geheimnis voreinander wahren, wenn man das einfach weitererzählen darf? Unglaublich.

Schade, dass es zwischen Ginny und mir nicht gefunkt hat, ich hatte richtig Lust auf ein paar Dämonenjäger.

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Veröffentlicht am 30.03.2026

guter erster Teil

Sleepless
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„Du bist jetzt in einem Team mit Satan persönlich […]. Herzlichen Glückwunsch.“ (Kapitel 14, 64%)

Kaylin Baker sieht Schattenwesen, und nur ihre beste Freundin Ruth und ihr Vater glauben ihr. Doch als ...

„Du bist jetzt in einem Team mit Satan persönlich […]. Herzlichen Glückwunsch.“ (Kapitel 14, 64%)

Kaylin Baker sieht Schattenwesen, und nur ihre beste Freundin Ruth und ihr Vater glauben ihr. Doch als sie einem Fremden begegnet, der sie unter einem anderen Namen zu kennen scheint, gerät alles durcheinander. Ihr Vater verschwindet plötzlich und Kay wird von einem geheimnisvollen Orden gejagt.

Dieses Buch startet mit einem sehr langen, sehr verwirrenden Prolog. Der Schreibstil war zunächst etwas holprig, doch wurde er mit fortschreitender Handlung immer flüssiger. Es hat nicht lange gedauert, und ich bin an Kaylins Seite nur so durch die Geschehnisse geflogen.
Die Welt, die sich im Verlaufe der Geschichte offenbart, ist groß und weitläufig. Die Charaktere lernen sich kennen und entwickeln eine Freundschaft, die schon fast 600 Jahre alt ist. Kay hat ein großes Herz, aber keine Erinnerungen. Lu dagegen erinnert sich für Kaylin an alles, und gibt sich distanzierter, als er ist. Es war einfach wunderbar, mit den beiden dieses Abenteuer zu bestehen. Und das Ende habe ich so nicht erwartet.

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Veröffentlicht am 25.03.2026

herausragendes Ende, guter Beginn einer Reihe

Der Hof der silbernen Nacht
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»„Du bist eine schreckliche Person.“
„Schreib das gern in dein Tagebuch und erspar mir deine Meinung.“« (Kapitel 44, 88%)

Die Schwestern Niva und Rienne Liorell wurden durch einen furchtbaren Krieg zu ...

»„Du bist eine schreckliche Person.“
„Schreib das gern in dein Tagebuch und erspar mir deine Meinung.“« (Kapitel 44, 88%)

Die Schwestern Niva und Rienne Liorell wurden durch einen furchtbaren Krieg zu Waisen, als die Nachtelfen ihr Zuhause niederbrannten. Durch einen Zufall waren sie nicht lange im Waisenhaus, sondern wurden von Serena entdeckt, die unter anderem Lichtelfen zu Lichtwandlern oder Lichtarchitekten ausbildet, so wie Niva und Rienne welche sind. Doch leider wurden sie anschließend an Borwin verkauft, der ihre Talente für seinen Zirkus verwendet.
Niva hat sich verpflichtet, für Borwin Artefakte zu beschaffen, um so Riennes und ihre Freiheit zu erkaufen. Als ein besonders großer Auftrag reinkommt, überlegt sie trotzdem lange und verhandelt hart, bevor sie an den Hof ihres Feindes reist. Sie soll den König der Nachtelfen, Valerian Kaelvane, bestehlen.

Niva ist ein spannender Charakter; da sie eine Lichtwandlerin ist und ihr Aussehen verändern kann, sieht nie jemand ihre wahre Gestalt. „Manchmal beneidete ich Rienne um ihre Gabe. Sie formte die Welt nach ihren Wünschen, ich formte mich nach den Wünschen der Welt.“ (Kapitel 2, 6%) Obwohl sie am Hof der silbernen Nacht eine zurückhaltende Schriftführerin spielen soll, fällt sie in der Gegenwart des Königs Valerian Kaelvane regelmäßig aus der Rolle. Die Wortgefechte zwischen den beiden sind unterhaltsam und selbstverständlich bahnt sich da mehr als Freundschaft an. Trotzdem sind beide aus unterschiedlichen Gründen zurückhaltend. Sehr amüsant.

Vale ist groß, düster, sein Ruf ist verheerend, und er beherrscht die Schatten. Gleichzeitig tut er alles für sein Volk und noch mehr für die Wesen, die er liebt. Wer eventuell Parallelen zu einem gewissen High Lord sieht, wird sich auch über eine Hütte freuen, die sich nach den Wünschen des Betreters einrichtet. Der König der Nachtelfen ist beeindruckend, doch Nivas Entscheidungen haben mich mehr bewegt.

Die Geschichte mag auf den ersten Blick vorhersehbar erscheinen, doch der Weg bis zum Konflikt ist gespickt durch viele nette, aufregende oder komplizierte Situationen. Niva hat mich bis zum Ende voll von sich überzeugt und das Ende ist ein riesen Cliffhangr. Aber das ist mir egal, denn ich möchte auf jeden Fall weiterlesen. Jetzt!

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Veröffentlicht am 24.03.2026

es war lang, gut, aber lang

Yumi and the Nightmare Painter
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„In Ordnung. An diesem Punkt könnten einige von euch verwirrt sein.
Falls dem so ist, befindet ihr euch in guter Gesellschaft, denn zu Beginn hat mich das Ganze auch ganz schön verwirrt.“ (S. 426)

Yumi ...

„In Ordnung. An diesem Punkt könnten einige von euch verwirrt sein.
Falls dem so ist, befindet ihr euch in guter Gesellschaft, denn zu Beginn hat mich das Ganze auch ganz schön verwirrt.“ (S. 426)

Yumi and the Nightmare Painter ist mein zweites Buch von Brandon Sanderson, aber der erste Einzelband. Die Aufmachung ist wunderschön, sowohl innen als auch außen.
Die Geschichte wird abwechselnd von Yumi und Maler erzählt; die Kapitel-Anfänge sind für Yumi in Pink und für Maler in blau gehalten. Dieses Detail hat mir unheimlich gut gefallen.

Was mir nicht so gefallen hat, ist die Langeweile, die mich beim Lesen überkam. Zu Beginn wurden Yumis und Malers Welt sehr ausführlich beschrieben, die kaum unterschiedlicher sein könnten. Nach ca 25% war es soweit, und die beiden sind sich begegnet. Nach ca 50% habe ich begonnen, quer zu lesen, bis es spannender erschien. Nur so habe ich das Buch beenden können, denn die Geschichte hat sich sehr sehr langsam entwickelt. Der Autor hat nicht nur viel Zeit auf die Weltenbeschreibungen verwendet, sondern noch mehr Zeit auf die Charakterentwicklungen und die Geschehnisse zwischen Yumi und Maler. Es war ermüdend.

Warum habe ich das Buch nicht abgebrochen? Weil es mir irgendwie gefallen hat, vor allem die letzten 70 Seiten habe ich tatsächlich am Stück gelesen und es war großartig. Man könnte die ca 400 Seiten davor definitiv kürzen (für meinen Geschmack), aber es gibt sicherlich genug Leser, die das anders empfinden. Ich mochte Yumi und Maler, vor allem, was aus ihnen geworden ist. Ich mochte die Zusammenhänge, die wilden Nebencharaktere und das Ende.

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