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Veröffentlicht am 03.12.2022

Seltsam

Zirkus der Wunder
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„Ihre Schüchternheit ist entwaffnend. Er weiß nicht, wie er sie kontrollieren soll.“ (S. 197)

„Als Victors Geschöpf zu mächtig wurde, musste er es vernichten.“ (S.358, Anspielung auf Victor Frankenstein)

Im ...

„Ihre Schüchternheit ist entwaffnend. Er weiß nicht, wie er sie kontrollieren soll.“ (S. 197)

„Als Victors Geschöpf zu mächtig wurde, musste er es vernichten.“ (S.358, Anspielung auf Victor Frankenstein)

Im Zirkus der Wunder dreht sich nicht alles um Nell, wie es der Klappentext andeutet. Es ist eher eine Dreiecksbeziehung zwischen Nell, dem Impresario Jasper Jupiter und seinem ständig im Schatten stehenden Bruder Toby Brown. Wer eine romantische Zirkusgeschichte mit dem „sensiblen Toby“ erwartet, wird enttäuscht werden. Es ist viel mehr ein großes Drama um Ausgrenzung, anders sein, Schuld, Ehrgeiz und Erinnerungen an einen längst vergangenen Krieg.

Zu Beginn lernt der Leser Nells Leben kennen; die schüchterne 19jährige pflückt Veilchen und kandiert sie für den Weiterverkauf. Ihr ein Jahr älterer Bruder ist ihr liebster Mensch und er verteidigt sie gegen die Dorfbewohner und den Rest der Welt. Zunächst dachte ich, Nell wäre geistig zurückgeblieben, bis wenige Seiten später klar wird, daß etwas mit ihrer Haut nicht stimmt. „Sein Blick gleitet über ihre Hände, ihre Wangen.“ (S. 11) Nell hat sehr auffällige Leberflecken, einen besonders großen im Gesicht. Deswegen hält ihr Vater sie für ein Wechselbalg: „Sie bringt uns Unglück, das habe ich schon am Tag ihrer Geburt gesagt.“ (S.11); deswegen meiden die anderen Dorfbewohner sie, und andere Kinder machen sich über sie lustig.
Als Jasper Jupiters Zirkus der Wunder in Nells kleines Dorf kommt, sieht ihr Vater darin die Chance, sie endlich los zu werden. „Da begreift sie, dass sie nie wieder nach Hause kann. Ihr Leben hat sich unwiderruflich verändert. Ihr Vater hat sie verkauft – wie könnte sie jemals wieder mit ihm unter einem Dach leben?“ (S. 108)

Jasper hat schon als Kind von einem gemeinsamen Zirkus mit seinem Bruder Toby geträumt. Doch der Krieg an der Krim hat alles verändert und Toby steht tief in seiner Schuld. So ist aus Jasper Brown der Impresario Jasper Jupiter geworden, mit dem aufregendsten Zirkus voller Wunder, während Toby körperlich hart arbeitet und manchmal die Künstler photographiert. „Seit er denken kann, hat er es darauf angelegt, seinen Bruder neidisch zu machen.“ (S. 259)

Toby ist sehr in sich gekehrt, der schweigsame, körperlich hart arbeitende Bruder, der immer im Schatten steht. Doch als er Nell zum ersten Mal sieht, löst das etwas in ihm aus. „Irgendwie fühlt sich der Moment intim an, es ist, als hätte Toby hier nichts zu suchen. Aber er ist von der ruhigen Ekstase ihrer Bewegungen gefesselt.“ (S. 15) Er gerät in einen Zwiespalt, ob er Japser von dem Mädchen mit den Leberflecken erzählen soll, oder sie sein Geheimnis bleibt.

Es entsteht eine Energie zwischen diesen drei Protagonisten, die nicht immer leicht zu verfolgen ist. Müßte ich das Buch in einem Wort zusammen faßen, wäre es „seltsam“. Nicht unbedingt, weil die Zirkuskünstler sogenannte Launen der Natur sind, denn menschlich gesehen sind sie sehr viel angenehmer als zum Beispiel Nells Vater. Aber die Bilder, die durch die Wortwahl der Autorin entstehen, haben zuweilen einen Knick. „Auf einmal merkt sie, dass sie zittert, und der Horizont ist so schief wie ein umgekipptes Glas.“ (S. 266)
Spannend war die wechselnde Perspektive zwischen Nell, Jasper und Toby, mit Erinnerungen der beiden Brüder gespickt, war ein roter Faden durchgängig zu erkennen. Und dann haben sie alle eine Eigendynamik entwickelt und alles lief schief.

Ein Satz hat das Buch ziemlich gut zusammengefaßt, da es aber ein dicker Spoiler ist, seid hiermit gewarnt!
„Als das Zelt abbrannte, fing Nells Leben an, und das von Jasper war zu Ende. Und Toby – Toby war irgendwo dazwischen gefangen.“ (S. 420)

Zirkus der Wunder ist ein ganz eigenartiges Buch, spannend, aber irgendwie auch langatmig. Die Charakterentwicklungen sind anschaulich dargestellt und nachvollziehbar. Trotzdem war ich froh, als das Buch endlich zu Ende war.

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Veröffentlicht am 21.11.2022

Fesselnd

Nordblut 1
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„Wenn die Götter mit dir spielen,
dann senke demütig dein Haupt.“ (S.8)

Nachdem ich nun in die Welt von Nordblut eingetaucht bin, frage ich mich, warum ich so lange die Bücher von Mira Valentin nicht ...

„Wenn die Götter mit dir spielen,
dann senke demütig dein Haupt.“ (S.8)

Nachdem ich nun in die Welt von Nordblut eingetaucht bin, frage ich mich, warum ich so lange die Bücher von Mira Valentin nicht beachtet habe. Auf der anderen Seite erscheint bald der fünfte Teil der Nordblut-Saga und damit auch ein Schuber und die Bücher mit wunderschönem Farbschnitt. Vielleicht habe ich deswegen so lange mit dem Lesen gewartet.

Schon auf den ersten Seiten hatte mich die Geschichte der Wölfe mit ihren bildgewaltigen Ausführungen in ihren Bann gezogen. Es sind nicht nur die Beschreibungen der Menschen, sondern auch der Umgebung, der Bräuche und Traditionen. Ich hatte das Gefühl, direkt in Island im Langhaus der Familie der Wölfe zu sitzen und den Sagas über die Götter zu lauschen.
Die Geschichte wird aus Sicht von wechselnden Personen erzählt, deren Schicksale durch das Spiel der Götter miteinander verwoben sind. Am Ende wissen alle Spielfiguren voneinander, doch von den Plänen der Götter wissen sie nichts.
Zusätzlich zu der Einmischung der nordischen Götter, gibt es in dem Buch auch einen religiösen Konflikt mit dem Christentum, der sich zu dieser Zeit ausgebreitet hat, sowie eine Fehde zwischen den Wölfen und den Drachen.

Alles in allem ist Wölfe wie wir ein starker Auftakt und meine Erwartungen an die Folgebände sind enorm. Die Hintergründe, sowohl mythologisch, religiös als auch geschichtlich, wirken gut recherchiert, auch wenn ich das weder nachweisen noch wissen kann. Aber die Beschreibungen der Umstände und das Verhalten der Personen wirkt authentisch, sodaß ich mir vorstellen kann, einen Blick in die Vergangenheit zu werfen. Ich bin absolut begeistert von dem ersten Buch und freue mich schon sehr auf die nächsten Teile.

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Veröffentlicht am 06.11.2022

Außen hübsch, innen spannend

Schöpferin der Mondmagie - Sonnengeküsst
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„»Du bist eine Qamar«, mischt sich Reuel nun ein. »In der Sprache der Menschen wäre das wohl eine Mondhexe.“ (S. 30)

Sonnengeküsst ist ein gelungener Auftakt der Trilogie Schöpferin der Mondmagie. Nach ...

„»Du bist eine Qamar«, mischt sich Reuel nun ein. »In der Sprache der Menschen wäre das wohl eine Mondhexe.“ (S. 30)

Sonnengeküsst ist ein gelungener Auftakt der Trilogie Schöpferin der Mondmagie. Nach einem aufregenden Prolog geht es direkt in die Geschichte, die aus Lyras Sicht erzählt wird. Sie ist 19 Jahre alt, lebt mit ihrem Vater über dessen Antiquariat und geht zusammen mit ihrem Freund Kegan aufs College. Als sie im Laden aushilft und eine Kiste auf Kostbarkeiten untersucht, findet sie einen Traumfänger, der ihr die Wahrheit über ihr Leben offenbart: sie ist eine Mondhexe. Und kurz danach entpuppt sich ihr Freund Kegan als Solarier.

Die Welt der Qamar, der Mondhexen, ist sehr rau und karg, doch hat sie auch ihre schönen Seiten. Neben unserem Mond scheint für die Qamar in ihrem Land Numar auch ein pfirsichfarbener, der den Qamar ihre Magie verleiht. Die Nächte sind in diesem Land länger, sodaß der Rhythmus von Lyra schnell durcheinander gerät.
An Numar grenzt das Land der Solarier, Nathaira. Wenig überraschend bekommen die Solarier, ein Kriegervolk, ihre Macht von der Sonne und die Tage sind dort länger. Die Krieger jagen und fangen die Qamar, um ihre Magie zu nutzen.

Obwohl Kegan behauptet, nichts von Lyras wahrer Natur in der Menschenwelt gewußt zu haben, ist er immer noch der Feind. Doch das Orakel der Qamar hat einen anderen Plan, und Lyra ist ein wichtiger Teil davon. Es entspinnt sich eine Romeo-und-Julia-Geschichte, mit zwei Liebenden aus verfeindeten Familien. Lyra ist hin und her gerissen zwischen ihren Gefühlen, ihrem neuen Leben als Qamar und was sie furchtbares über die Solarier erfahren hat.

Besonders die Welt der Solarier, Qamar und die Magie, die in dieser existiert, haben mich fasziniert. Alles ist so anders und neu, ganz aufregend und schön.
Durch die angenehme Erzählweise fliegt man gerade so durch die Geschichte und findet sich an einem offenen Ende wieder. Das war zu erwarten, denn die Trilogie sieht zusammen so hübsch aus, daß man auch einfach weiterlesen muß.

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Veröffentlicht am 01.11.2022

Flitterwochen oder die Welt retten?

Archibald Leach und die Machenschaften der Mama Legba
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„»Jetzt komme ich mir wie ein erfolgreiches Gaunerpärchen «, sagte sie flüsternd. […]
»Mal sehen, wir werden von der Polizei wegen Mord gejagt, haben Feuer im größten Museum des Empires gelegt und stehlen ...

„»Jetzt komme ich mir wie ein erfolgreiches Gaunerpärchen «, sagte sie flüsternd. […]
»Mal sehen, wir werden von der Polizei wegen Mord gejagt, haben Feuer im größten Museum des Empires gelegt und stehlen Geld für unsere Flucht«, zählte er auf. »Wir sind Gauner.«
»Die Sache macht Ihnen Spaß, oder?«
»Ihnen etwa nicht?», gab er die Frage zurück.“ (S. 84)

„»Was soll das ständige Siezen? […] Ich dachte, Ihr seid verheiratet?«
»Eine Frage des Respekts«, erwiderten beide gleichzeitig.“ (S. 181)

Wer die Hochzeit von Sarah Goldberg und Archibald Leach schon als spontan und etwas durcheinander empfand, der wird die Flitterwochen lieben. Es ist so viel passiert, daß ich schon gar nicht mehr sagen kann, wie alles anfing.
Eine verborgene Macht hat viele führende Persönlichkeiten auf der ganzen Welt unter ihrem Einfluß und läßt alle Medien und Okkultisten gefangen nehmen und verschiffen. Selbstverständlich versucht diese verborgene Macht auch an Archibald Leach heran zu kommen, doch ist er zu gerissen, um sich unter Kontrolle bringen zu laßen. An seiner Seite befindet sich wie immer Sarah Goldberg, die in diesem Teil unheimlich viel zu bemängeln und hinterfragen hat. Zuweilen hinterfragt sie die Motive ihres Gatten, doch auf der anderen Seite vertraut sie ihm blind. Diese Wankelmütigkeit fand ich in diesem Teil nervig, da Sarah mir bisher als gefestigte Persönlichkeit ohne Zweifel an ihrem Selbst vorgekommen ist. Vor allem aber ihre Entscheidung auf eine jüdische Hochzeit zu bestehen und bis dahin weiterhin Miss Goldberg genannt zu werden, konnte ich nicht nachvollziehen. Entweder sie ist verheiratet und Mrs. Leach, mit Kabine teilen und den anderen Annehmlichkeiten und Zweideutigkeiten, oder sie bleibt Miss Goldberg und die Kabinen bleiben getrennt. Sie kann doch keinen Schokokuchen essen, ohne ihn selbst zu backen, oder zumindest zu bezahlen!

Jedes Kapitel beginnt mit Anmerkungen aus verschiedenen Quellen, meistens aus Sarahs veröffentlichten Kolumnen oder Büchern, aber auch zum Beispiel direkt aus dem Buckingham Palace. Sie dienen nicht nur der Unterhaltung, sondern fassen auch Reiseabschnitte zusammen, überbrücken Zeitsprünge in der sonst nahtlosen Reise oder bieten Hintergrundwissen zu einzelnen Charakteren.

Die Flitterwochen von Sarah und Archibald führen sie und einige Freunde in allerlei Länder, unter anderem nach Tibet. Dort hat Archibald einen unheimlich undurchsichtigen Plan, der nicht nur mich verwirrt zurückgelassen hat, sondern auch alle anderen beteiligten Personen. Doch das macht Archibald Leach aus, seine unkonventionellen Pläne und Ansichten. Dafür ist Miss Goldberg der ideale Gegenpol, mit mehr als einem heißen Eisen. Besonders beeindruckend finde ich Sarahs Mitgefühl mit den unterdrückten in ihrer Umgebung.

Archibald Leach und die Machenschaften der Mama Legba ist ein ebenbürtiger zweiter Teil, doch ist er dicker und die Schrift ist kleiner. Die Mischung aus Steampunk, viktorianischer Zeit und Okkultismus hat mir wieder gut gefallen, kann das nächste Buch aber bitte etwas dünner sein? Archibald Leach und die Magie der Ms würde ich als Titel empfehlen.

Am Ende bleibt nur eine Frage offen: Warum trägt Sarah Goldberg auf dem Cover Jeans und Lederjacke, wenn sie im Buch doch ständig Röcke anhat, wie es sich für eine Dame im viktorianischen England gehört?

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Veröffentlicht am 24.10.2022

Wie ein Tagebuch von Fremden

Die Vögel sangen ihre letzten Lieder
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„Heute ist alles anders. Es ist der wundersame Marvel-Abend.“ (S. 137)

Ich hatte keine Erwartungen an dieses Buch, welches in drei Abschnitte geteilt ist. Im ersten Teil erzählt Ottie Lee, eine rothaarige ...

„Heute ist alles anders. Es ist der wundersame Marvel-Abend.“ (S. 137)

Ich hatte keine Erwartungen an dieses Buch, welches in drei Abschnitte geteilt ist. Im ersten Teil erzählt Ottie Lee, eine rothaarige Maishaarfrau, ihre Erlebnisse am Tag, als drei schwarze Jungs gelyncht werden sollen. „Ein paar Maisblätter haben ein Maishaar erschossen, und dann haben sie haufenweise Häuser in Brand gesteckt und randaliert. Sie sitzen alle im Knast, aber da werden sie nicht lang bleiben. Ein paar Jungs wollen sie mit dem Vorschlaghammer rausholen, wenn der Sheriff nicht von selbst aufschließt.“ (S. 10)
Schnell wird ersichtlich, daß „Maisblätter“ schwarze Menschen und „Maiswurzeln“ ein schwarzes Elternteil haben, wohingegen Weiße als „Maishaare“ bezeichnet werden.
Ottie Lee Henshaw ist mit ihrem grapschenden Chef Bud Lancer und ihrem Mann Hale, sowie einem älteren Nachbarn namens Pops unterwegs nach Marvel. Obwohl sie recht früh aufbrechen, um ganz vorne einen guten Platz zu bekommen, und die Strecke nur ein Katzensprung entfernt ist, kommen sie nicht in Marvel an. Erst machen sie Halt in Ryansville, um etwas zu Essen. Dort lernen sie den Redner Homer Hale kennen, der Busse für die Gemeinde organisiert hat. Dann bleibt ihr Auto liegen und sie werden von Sally statt nach Marvel zu einer Quäker-Andacht mitgenommen. Und anschließend leihen sie sich ein Eselgefährt. Es ist eine wahre Odyssee. Ottie erzählt die Geschichte aus ihrer Perspektive, mit langen Schachtelsätzen und vielen Gedankensprüngen.

Im zweiten Teil geht es um Calla Destry, eine Maisblattfrau. Sie hatte eine Verabredung am Fluß mit ihrem Liebsten Leander, doch er ist nicht erschienen. Als sie wieder nach Hause kam, waren ihre Pflegeeltern Onkel D und Tante V bereits weg. Also hat sie kurzentschloßen deren Auto genommen, denn sie ist die einzige, die Auto fahren kann in der Familie. „Du bist die Fahrerin, Calla Dsestry. Dafür haben wir dich aufgenommen.“ (S. 158) Obwohl sie eigentlich ihre Pflegeeltern suchen sollte, macht sie sich zunächst auf die Suche nach ihrem Leander. In Ryansville trifft sie auf eine Meute, die einem Redner zuhört, der Busse versprochen hat und die Meute aufheizt.
Während Ottie viel indirekte Rede verwendet hat, nutzt Calla, die ebenfalls aus der Ich-Perspektive erzählt, kurze Sätze und vermehrt direkte Rede. Ihre Reise ist ebenso eine Odyssee, nur richtet sie viel mehr Schaden an.

Zuletzt kommt die Engelsbotin zu Wort, die für die gesamte Geschichte einen runden Abschluß bildet; dieser Teil umfasst nur knappe 15 Seiten.

Am Ende von Die Vögel sangen ihre letzten Lieder habe ich mich gefragt, warum ich Zeit in dieses Buch investiert habe. Ich habe nichts gelernt, ich wurde nicht zum Nachdenken angeregt, es ist nichts weltbewegendes oder überraschendes passiert. Es sind einfach drei Frauen, die in der selben heißen Augustnacht unterwegs in die gleiche Richtung sind, aber mit unterschiedlichen Zielen. Diese Frauen sind nicht bemerkenswert oder auffällig, es sind ganz normale Frauen. Als hätte ich das Tagebuch von Fremden gelesen.

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