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Veröffentlicht am 24.01.2026

phantastische Welt und tolles Magiesystem

Tale of Sun and Night (Tale of Sun and Night 1)
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„»Nicht einmal im Traum würde ich mir freiwillig so etwas Bissiges wie dich vorstellen.«
»Es ist völlig okay, dass dir dafür der Mut fehlt.«“ (9%, Kapitel 4)

Lio wurde vor fünf Jahren ohne Erinnerungen ...

„»Nicht einmal im Traum würde ich mir freiwillig so etwas Bissiges wie dich vorstellen.«
»Es ist völlig okay, dass dir dafür der Mut fehlt.«“ (9%, Kapitel 4)

Lio wurde vor fünf Jahren ohne Erinnerungen an ihr bisheriges Leben von Varkan, dem Sklavenhändler, gefunden. Varkan trainiert seine Sklaven zu Assassinen, damit sie ihre Käufer umbringen und ausrauben können, bevor sie von ihm wieder eingesammelt werden.
Bei Lios erstem Auftrag scheint alles schief zu gehen: ihr Käufer scheint nicht an ihrem Körper interessiert zu sein. Stattdessen möchte er Lio mit zu seinem Orden als eine Art Auserwählte nehmen, während er von zwei Fremden überfallen wird. Lio bemüht sich, ihren Käufer zu töten, und vor den zwei Fremden zu fliehen, denn sie weiß, sie kann Varkan nicht entkommen und Versagen ist keine Option.

Aurikalos ist eine beeindruckende Welt, denn sie besteht und lebt von Traumstaub. Die Seelen der Menschen schweben im Himmel und nur wenn man träumt, verbindet die Seele sich mit dem Menschen. Dadurch entsteht Traumstaub im Blut und einige Menschen können diesen Traumstaub zu Mandalas weben. Natürlich gibt es auch Menschen, die diese Macht missbrauchen, und Lio befindet sich in einem Kampf zwischen den Mächten und hat keine Ahnung, wem sie vertrauen kann.

Lio ist ein spannender Charakter, weil sie einerseits eine starke junge Frau ist, andererseits aber durch ihren Gedächtnisverlust und ihre Erfahrungen der letzten fünf Jahre sehr gelitten hat. Sie verschenkt ihr Vertrauen nicht und möchte lieber alles alleine schaffen. Vor allem ist sie auf der Suche nach ihren verlorenen Erinnerungen. Und trotzdem ist sie hilfsbereit und liebenswert.

Besonders gefallen hat mir, neben den Schlagabtauschen zwischen Lio und ihren Begleitern, die Welt. Der Traumstaub und das daraus resultierende Magiesystem finde ich sehr spannend. Gut gefallen hat mir auch, dass die romantische Szene als Bonusszene über einen QR-Code erreichbar ist. So kann man davon ausgehen, dass sie für die Handlung nicht wichtig und sorglos übersprungen werden kann.

Tale of Sun and Night war sehr unterhaltsam und ich freue mich schon, wenn die Reise mit Lio weitergeht.

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Veröffentlicht am 24.12.2025

eisiges Winterbuch

Aurora - gesplitterte Seele
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„Bei den Göttern, was bist du? Dein Auge … du trägst das Auroras-Mal. Du bist die einzige Überlebende. Was hast du getan, Mädchen?“ (S. 28)

Raija hat als Kind die Auslöschung ihres Siida, ihrem Stamm, ...

„Bei den Göttern, was bist du? Dein Auge … du trägst das Auroras-Mal. Du bist die einzige Überlebende. Was hast du getan, Mädchen?“ (S. 28)

Raija hat als Kind die Auslöschung ihres Siida, ihrem Stamm, nur knapp überlebt und wurde von einem anderen Siida aufgenommen. Aufgrund ihres Bernsteinauges, das Auroras-Mal, begegnen fast alle ihr mit Misstrauen. Einzig die Jaide Oaja und ihr Enkel Elejas schließen Raija sofort in ihre Herzen.
15 Jahre später befinden sich Raija und Elejas kurz vor ihren Weihen als vollwertige Jaide, oder Schamanen, als ein Boreaner ihre Siide besucht. Arik sucht Rat bei der Jaide Oaja, stattdessen wird er des Mordes beschuldigt und eingesperrt. Auf der Suche nach Antworten, überzeugt Raija ihren Liebsten Elejas gemeinsam ein Ritual durchzuführen, an dessen Ende sie sich neben dem Boreaner in Gefangenschaft wiederfindet. Um alles wieder richten zu können, reisen Arik und Raija unfreiwillig zusammen in den Norden, um die Füchsin Aurora zu finden und sich einen Wunsch erfüllen zu lassen. Doch dazu haben sie nur einen Mondzyklus Zeit.

Aurora - Gesplitterte Seele ist ein Einzelband und hat eine sehr umfassende Geschichte. Man lernt nicht nur Arik und Raija auf ihrer Reise kennen, sondern auch die Gepflogenheiten der beiden Völker: den Naturverbundenen Skani, zu denen Raija gehört; die Boreaner, die zivilisierter und damit der Natur abgewandt, leben, zu denen Arik gehört. Religion spielt eine ebenso große Rolle wie die Vorurteile beider Völker. Die Reise ist beschwerlich und voller Abenteuer und bis zum Ende konnte ich das Buch nicht aus der Hand legen. Sehr empfehlenswert!

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Veröffentlicht am 22.12.2025

Gute Ansätze, leider waren mir die Charaktere zu flach

Königsblau
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„Früher hieß er George und hatte ganz gewöhnliche schwarze Haare Eines seiner Experimente in jungen Jahren ist schiefgegangen und verursachte die dauerhafte Färbung seiner Haare. […] Schon zu dieser Zeit, ...

„Früher hieß er George und hatte ganz gewöhnliche schwarze Haare Eines seiner Experimente in jungen Jahren ist schiefgegangen und verursachte die dauerhafte Färbung seiner Haare. […] Schon zu dieser Zeit, als er noch König war und nicht abgedankt hatte, war George nicht gerade für seine Freundlichkeit bekannt. Schon bald verbreitete sich der Name Bluebeard.“ (S. 4. Kapitel, 19%)

Ich liebe Märchen und Märchenadaptionen und obwohl ich das Märchen um Blaubart nicht kenne, habe ich mich auf Königsblau eingelassen (ohne Vorgeschichte).
Diese Adaption hat zwei Erzählstränge, die zunächst nicht so richtig zusammen passen wollen, schon weil sie zeitlich ziemlich auseinander liegen. Der eine Strang erzählt die Geschichte von Rosalie, wie sie von Bluebeard ausgesucht wird, seine nächste Braut zu werden, wie sie in seiner Festung ankommt und dort geehelicht wird.
Der zweite Strang erzählt die Geschichte von Claire, die eigentlich die Prinzessin des Landes ist, aber durch einen Fluch aussieht wie ein altes Mütterchen. Nur die wahre Liebe kann sie erretten und als plötzlich ein junger Jäger vor ihrer Tür erscheint, hofft Claire auf Erlösung.
Die Geschichten von Rosalie und Claire sind grob ganz spannend, allerdings sind mir alle Charaktere zu flach gestaltet: Rosalie ist hübsch, Bluebeard ist böse, seine Bediensteten sind unfreundliche Nebencharaktere, Claire ist verflucht. Vor allem aber die Interaktionen mit den Angebeteten wirken steif und oberflächlich. „Rosalie verspürt so tiefe Gefühle für diesen Stallburschen, wie sie sie noch niemals für jemanden empfunden hatte.“ (9. Kapitel, 41%) Davon ist nichts zu merken, die Gefühle sind plötzlich da und nicht nachvollziehbar. Ähnlich ist es in Claires Erzählstrang.
Die unterschiedlichen Elemente von Königsblau haben mir gut gefallen: die beiden Erzählstränge, wie jede Frau mit einem anderen Schicksal zu kämpfen hat; die magischen Wesen; Claires Schicksal.
Was mir nicht gefallen hat war Bluebeard, weil er einfach nur böse war um böse zu sein. Bis zum Ende gibt es dafür keine Begründung, warum er Rosalie misshandelt. Auch seinen englischen Namen finde ich fragwürdig, da zwischen Bluebeard und Blaubart kein großer Unterschied ist. Warum also ist er englisch?

Nach ca 50% bin ich auf Querlesen umgestiegen, weil mir die Interaktionen zwischen den Protagonisten und die Liebesgeschichten einfach zu flach waren. Wobei mir Claires Erzählstrang besser gefallen hat als Rosalies, und das Potential einer Liebe zwischen den beiden zu erkennen war. Ich glaube, dass das Vorwissen um das Märchen von Blaubart keinen Unterschied gemacht hätte, wie ich diese Adaption aufgenommen habe.

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Veröffentlicht am 11.12.2025

Von schmutzigen Mundwerken und bevormundende Markierungen

Velvet Falls, but the Gods forgot to die (Velvet-Dilogie 1)
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„Brauchst du eine Waffe oder willst du die Atax diskret zu Tode schwatzen?“ (S. 231)

Velvet hat ein schmutziges Mundwerk, schmutzige Gedanken und einen schmutzigen Job. Als Dämonenreiterin, was nebenbei ...

„Brauchst du eine Waffe oder willst du die Atax diskret zu Tode schwatzen?“ (S. 231)

Velvet hat ein schmutziges Mundwerk, schmutzige Gedanken und einen schmutzigen Job. Als Dämonenreiterin, was nebenbei bisschen obszön klingt, tötet sie Dämonen. Doch als sie einen Lehrling, Eddie, zugeteilt bekommt, überkommt sie auch noch eine Vision vom Tod der Götter. Doch Götter können nicht sterben. Oder doch?
Velvet möchte genau zwei Dinge nicht: einen Lehrling an ihrer Seite, und Kontakt zu Kashmere Sinclaire, einem Göttersohn. Doch sie weiß, ohne ihn wird die Vision wahr werden.

Velvet gefällt mir, weil sie typische „harte Schale, weicher Kern“ ist und hinter ihrer Großmäuligkeit und krassen Dämonenreiterin-Fassade einfach nur ein verletztes Mädchen steckt. Sie gibt ihren Waffen Namen und kann mit ihnen ebenso gut umgehen, wie sie Tonnen an Fastfood verschlingen kann.

„Der Hunger war fort. Der Selbsthass wieder da. Also ja: perfekte Scheißbalance.“ (S. 321)

Kashmere ist ein typischer Bookboyfriend. Göttersohn, sieht phantastisch aus, kann ziemlich gut mit Menschen, Waffen und Velvet umgehen und hat Geheimnisse. Aber er macht sich.
Bei der Leserunde meines Buchclubs wurde am meisten die fehlende Kommunikation zwischen Velvet und Kash kritisiert. Sie haben eine gemeinsame Vergangenheit; Velvet wird immer mal wieder in Erinnerungen zurückgeworfen, aber was wirklich passiert ist, wird erst ziemlich spät offen gelegt. Mich hat das nicht so gestört, ich mochte ihre Schlagabtausche sehr.

Und dann kam das Ende und es war furchtbar fesselnd. Ich habe es nicht kommen sehen und ich freue mich schon darauf, herauszufinden, wie es mit Velvet weitergeht.

Spoiler! Was mich am meisten gestört hat ist der Tod von Eddie, denn er wurde nur in die Geschichte eingeführt, um am Ende zu sterben. Er hatte keinen weiteren Nutzen. Da war Monty, die Dämonenzehe, mehr involviert in die Geschehen, als der Lehrling. Sehr schade.


Wir werden alle zu „mündigen Bürgern“ erzogen, aber können beim Lesen von Unterhaltungsliteratur nicht selbst entscheiden, ob uns etwas zu viel ist? Triggerwarnungen finde ich vor allem bevormundend, wenn sie vorn im Buch stehen. Das ist bei Velvet Falls zum Glück nicht der Fall, dafür wird auf die Markierungen der „Spicy Szenen“ hingewiesen. Diese Illustrationen haben mich dazu verleitet, die zweite Szene dieser Art zu überspringen, einfach weil sie ca 10 Seiten umfasst. Ohne diese Markierung, hätte ich das vielleicht nicht getan. Warum gibt sich eine Autorin Mühe, Szenen zu schreiben, wenn man sie ganz leicht auslassen kann? Wozu sie dann überhaupt mit hinein tun? Und wenn in diesen Szenen mit den Charakteren etwas passiert, dann fehlt den Überspringern ein vielleicht wichtiger Teil der Handlung?

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Veröffentlicht am 06.12.2025

phantastischer zweiter Teil

Dragons in Secret - Lazarus erwacht
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„Und ich verspreche dir, es ist auch das Ende der Drachen.“ (36. Kapitel, 96%)

Ashley gewöhnt sich langsam an ihr neue Leben als Drache, Drachenkönigin und an ihren neuen Hort unter London. An ihrer Seite ...

„Und ich verspreche dir, es ist auch das Ende der Drachen.“ (36. Kapitel, 96%)

Ashley gewöhnt sich langsam an ihr neue Leben als Drache, Drachenkönigin und an ihren neuen Hort unter London. An ihrer Seite befinden sich nicht nur ihre Freunde Caleb, Jacob und Greyson, sowie ihr Bruder Zac, sondern auch der kleine Assistent Drachx, der immer für außerordentliche Unterhaltung sorgt. Doch in diesem Buch geht es weniger um den Spaß am Drachenleben oder Flugstunden.
Obwohl die vier Drachen Isaac Davies besiegt haben, sind die Jäger der „Schwinge des Lazarus“ ihnen auf den Fersen. So begeben sich Ashley und ihre Freunde auf die Suche nach mehr Informationen und folgen den Hinweisen ihres Ziehvaters. Als es brenzlig wird, bekommen sie Hilfe von unerwarteter Seite.

Schon nach dem ersten Teil habe ich überlegt, mir die Reihe in physischer Form zuzulegen. Nun ist bereits der zweite Teil erschienen, der mir ebenfalls außerordentlich gut gefallen hat, sodass ich nun alle Bände in der Buchhandlung meines Vertrauens bestellt habe.
Mir gefallen nicht nur die Drachen, sondern auch der Gedanken der menschlichen Gestalt, das Zusammenspiel der unterschiedlichsten Charaktere und die Bedrohung durch die Schwinge des Lazarus. Mit jeder Seite, wollte ich mehr wissen, mit jeder Erinnerung, weiter vordringen, und am Ende direkt in die erste Gestalt wechseln und nicht mehr wiederkommen, bis der dritte Band erschienen ist.

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