Einnehmende Erlebnisse in ausnehmend idyllischem Bilderbuchdorf = Kirkby! Lebensnah, menschelnd, schön (und) schottisch!
Highland Happiness – Die Sternwarte von KirkbyWird er ihr die Sterne vom Himmel holen?
„Die Sternwarte von Kirkby“ ist – obwohl schon Band 7 der Reihe - für mich erst das dritte Buch aus der Highland Happiness-Reihe, wobei ich ausdrücklich betonen ...
Wird er ihr die Sterne vom Himmel holen?
„Die Sternwarte von Kirkby“ ist – obwohl schon Band 7 der Reihe - für mich erst das dritte Buch aus der Highland Happiness-Reihe, wobei ich ausdrücklich betonen möchte, dass man die Bücher dieser Highland-Welt von Charlotte McGregor auch dann lesen und genießen kann, wenn man keinerlei Vorkenntnisse aus den Reihen der Autorin hat, sei es aus dem Anfang namens „Hope“, der Weiterführung als Happiness oder den kriminellen Exkursionen der Highland-Crime-Bände.
Alles ist mit allem verbunden, aber jeder Band ist für sich lesbar, weil die Zusammenhänge und das Zusammenspiel der Charaktere stets unauffällig erklärt werden und zusätzlich anhand eines angefügten Figurenregisters sehr gut nachvollziehbar sind.
Apropos Charaktere: ich liebe die Figuren, die die Autorin hier ersonnen hat, die eine vielleicht mehr, den anderen womöglich etwas weniger, aber im Grunde genommen ist die ganze Dorfgemeinschaft dieses leider nur fiktiven schottischen Örtchen namens Kirkby so sympathisch, dass ich am liebsten nach diesem und ohnehin nach jedem anderen dieser literarischen Highland-Ausflüge eine persönliche Reise anschließen würde.
In jedem Band, so auch in diesem, stehen bestimmte Personen im Vordergrund. Menschen, die man besser kennenlernt, die man ein Stück begleitet, deren Höhen und Tiefen man miterlebt und deren Ängste und Hoffnungen man teilt. Dass viele der anderen Mitspieler, die man schon aus anderen Bänden kennt oder hier nun kennenlernt, auch eine teils gar nicht so unbedeutende Rolle spielen, dass man also sowohl alte Bekannte trifft als auch neuen Charakteren begegnet, das ist eines dieser magischen und Freude bringenden Elemente dieser Highland-Welt.
Zum Inhalt explizit dieses 7. Bandes, zu den Hauptfiguren, der Sternwarte und allem Drum und Dran werde ich hier aber nichts preisgeben, denn das kann und sollte jede selbst lesen und jeder selber erleben!
Ich kann aber bekunden, dass ich den Schreibstil der Autorin sehr mag, der ein sofortiges Eintauchen in die Geschichte und ein sehr flüssiges Lesen ermöglicht. Auch die Beschreibungen von Orten und Gebäuden, Landschaften und Wegen, Menschen und Tieren sowie die Schilderungen der wahrlich lebensnahen Ereignisse sind eindrucksvoll und sehr einnehmend.
Auf der Klaviatur der Gefühle macht man beim Lesen wohl alles durch, was das echte Leben mit sich bringt: mal heiter, mal melancholisch, zuweilen lustig und dann wieder aufwühlend, wo man soeben noch haderte, amüsiert man sich kurz darauf köstlich. Immer aber sind diese realitätsnahen und ungekünstelten Stimmungen absolut ausgewogen und im allerbesten Sinne unterhaltsam.
Einmal Kirkby, immer Kirkby! Das wissen alle, die schon mal da waren, und sollten all diejenigen entdecken, die noch nie in Kirkby waren! Kirkby macht süchtig und ist doch zugleich Medizin, weil die Geschichten zu lesen schlicht und – auch im wahrsten Sinne des Wortes - ergreifend guttun!
Zum Glück heißt es: nach Kirkby ist vor Kirkby, denn es wird weitergehen mit all den mir ans Herz gewachsenen Figuren, die Kirkby zu dem machen, was es ist! Ein Sehnsuchtsort, ein Ort zum Wohlfühlen, ein Zuhause, wenn auch „nur“ virtuell!