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Veröffentlicht am 03.04.2026

Einnehmende Erlebnisse in ausnehmend idyllischem Bilderbuchdorf = Kirkby! Lebensnah, menschelnd, schön (und) schottisch!

Highland Happiness – Die Sternwarte von Kirkby
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Wird er ihr die Sterne vom Himmel holen?

„Die Sternwarte von Kirkby“ ist – obwohl schon Band 7 der Reihe - für mich erst das dritte Buch aus der Highland Happiness-Reihe, wobei ich ausdrücklich betonen ...

Wird er ihr die Sterne vom Himmel holen?

„Die Sternwarte von Kirkby“ ist – obwohl schon Band 7 der Reihe - für mich erst das dritte Buch aus der Highland Happiness-Reihe, wobei ich ausdrücklich betonen möchte, dass man die Bücher dieser Highland-Welt von Charlotte McGregor auch dann lesen und genießen kann, wenn man keinerlei Vorkenntnisse aus den Reihen der Autorin hat, sei es aus dem Anfang namens „Hope“, der Weiterführung als Happiness oder den kriminellen Exkursionen der Highland-Crime-Bände.

Alles ist mit allem verbunden, aber jeder Band ist für sich lesbar, weil die Zusammenhänge und das Zusammenspiel der Charaktere stets unauffällig erklärt werden und zusätzlich anhand eines angefügten Figurenregisters sehr gut nachvollziehbar sind.

Apropos Charaktere: ich liebe die Figuren, die die Autorin hier ersonnen hat, die eine vielleicht mehr, den anderen womöglich etwas weniger, aber im Grunde genommen ist die ganze Dorfgemeinschaft dieses leider nur fiktiven schottischen Örtchen namens Kirkby so sympathisch, dass ich am liebsten nach diesem und ohnehin nach jedem anderen dieser literarischen Highland-Ausflüge eine persönliche Reise anschließen würde.

In jedem Band, so auch in diesem, stehen bestimmte Personen im Vordergrund. Menschen, die man besser kennenlernt, die man ein Stück begleitet, deren Höhen und Tiefen man miterlebt und deren Ängste und Hoffnungen man teilt. Dass viele der anderen Mitspieler, die man schon aus anderen Bänden kennt oder hier nun kennenlernt, auch eine teils gar nicht so unbedeutende Rolle spielen, dass man also sowohl alte Bekannte trifft als auch neuen Charakteren begegnet, das ist eines dieser magischen und Freude bringenden Elemente dieser Highland-Welt.

Zum Inhalt explizit dieses 7. Bandes, zu den Hauptfiguren, der Sternwarte und allem Drum und Dran werde ich hier aber nichts preisgeben, denn das kann und sollte jede selbst lesen und jeder selber erleben!

Ich kann aber bekunden, dass ich den Schreibstil der Autorin sehr mag, der ein sofortiges Eintauchen in die Geschichte und ein sehr flüssiges Lesen ermöglicht. Auch die Beschreibungen von Orten und Gebäuden, Landschaften und Wegen, Menschen und Tieren sowie die Schilderungen der wahrlich lebensnahen Ereignisse sind eindrucksvoll und sehr einnehmend.

Auf der Klaviatur der Gefühle macht man beim Lesen wohl alles durch, was das echte Leben mit sich bringt: mal heiter, mal melancholisch, zuweilen lustig und dann wieder aufwühlend, wo man soeben noch haderte, amüsiert man sich kurz darauf köstlich. Immer aber sind diese realitätsnahen und ungekünstelten Stimmungen absolut ausgewogen und im allerbesten Sinne unterhaltsam.

Einmal Kirkby, immer Kirkby! Das wissen alle, die schon mal da waren, und sollten all diejenigen entdecken, die noch nie in Kirkby waren! Kirkby macht süchtig und ist doch zugleich Medizin, weil die Geschichten zu lesen schlicht und – auch im wahrsten Sinne des Wortes - ergreifend guttun!

Zum Glück heißt es: nach Kirkby ist vor Kirkby, denn es wird weitergehen mit all den mir ans Herz gewachsenen Figuren, die Kirkby zu dem machen, was es ist! Ein Sehnsuchtsort, ein Ort zum Wohlfühlen, ein Zuhause, wenn auch „nur“ virtuell!

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Veröffentlicht am 27.03.2026

Schöne Geschichte mit Schottland-Atmosphäre und dezenter Krimihandlung! Reihenstart mit Potenzial! 3,5 *!

Mord & Breakfast
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Idylle pur? Wo gibt es die schon! Vielleicht in „Seagull Bay“?!

Mit „Mord & Breakfast“ startet Anne Gordon ihre Krimireihe „Ein Fall für Melody Moss“, in dem die Londoner Journalistin Melody von ihrer ...

Idylle pur? Wo gibt es die schon! Vielleicht in „Seagull Bay“?!

Mit „Mord & Breakfast“ startet Anne Gordon ihre Krimireihe „Ein Fall für Melody Moss“, in dem die Londoner Journalistin Melody von ihrer Tante Mabel ein „Bed & Breakfast“ in Schottland erbt, sich dieser Herausforderung anfangs aber nicht wirklich stellen und ihr Leben keinesfalls derart umkrempeln möchte. Sehr wohl aber will sie wissen, wie ihre Tante zu Tode kam.

In flüssigem Schreibstil erzählt die Autorin von den nun anderen Lebensumständen, von der rauen schottischen Landschaft, dem idyllischen Dorf Seagull Bay, von dem B&B namens „Coastal Inn“, dem Erbe, das Melody antreten kann, wenn sie möchte, und natürlich von den Menschen, die dort leben und arbeiten oder für eine Zeit dort wohnen und ihren Urlaub genießen.

Die Beschreibungen des Ortes, des Hauses und der Zimmer darin, des Gartens und überhaupt der Atmosphäre sind – wenngleich ich sie mir etwas detailreicher gewünscht hätte - wunderbar und lassen mich beim Lesen eintauchen in diese Geschichte.

Die Figuren jedoch bleiben seltsam blass. Das mag bei Melody daran liegen, dass sie wiederholt leider ziemlich begriffsstutzig wirkt, obwohl sie als Journalistin bei ihren Recherchen zum Tod ihrer Tante logischer vorgehen und aus ihren Entdeckungen auch Rückschlüsse ziehen müsste, bei den anderen Charakteren aber fehlen schlicht und ergreifend ein paar Infos, sodass man die Menschen nicht wirklich vor Augen hat, Menschen, die während Melodys Nachforschungen zwar einer nach dem anderen in ihren Fokus geraten, dabei aber seltsam profillos bleiben.

Gleichwohl ist diese gemütlich wirkende Geschichte schön zu lesen, der kriminelle Part dieses Cosy Crime aber ist eher gemächlich als spannend. In wenigen Szenen kommt ein wenig Nervenkitzel auf, aber ein bisschen mehr Spannung hätte es schon sein dürfen.

Die Auflösung ist gefällig, wenn auch etwas vorhersehbar. Dass Melody aber gegen Ende doch noch zielgerichteter recherchiert, auch wenn Kommissar Zufall kräftig mitwirkt, und dass sich auch die örtliche Polizei schlussendlich einbringt, versöhnt den Leser mit der Geschichte.

Mit diesem Reihenstart ist der Grundstock für Melody in Seagull Bay gelegt und ein hoffentlich etwas spannenderer Band 2, „Tödliche Intrige“, kann kommen.

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Veröffentlicht am 23.03.2026

Originell, skurril und zuweilen überspitzt, mit schwarzem Humor und pointiertem Witz! Lesen, Genießen, Schmunzeln, Schütteln, Mitermitteln!

Betreutes Morden
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Konsequenz und Pragmatismus können sehr zielführend sein!

„Betreutes Morden“ scheint das erste Buch des britischen Autors zu sein, das ins Deutsche übersetzt wurde, und ich kann nur sagen: das wurde ...

Konsequenz und Pragmatismus können sehr zielführend sein!

„Betreutes Morden“ scheint das erste Buch des britischen Autors zu sein, das ins Deutsche übersetzt wurde, und ich kann nur sagen: das wurde aber auch Zeit, denn – um es gleich vorwegzunehmen - dieses Buch hat mich nicht nur bestens unterhalten, sondern in mehrerlei Hinsicht wirklich begeistert!

Inhaltliches werde ich wie immer nicht preisgeben, denn erstens empfiehlt es sich ohnehin, das Buch selbst zu lesen, und zweitens möchte ich niemandem auch nur die kleinste Kleinigkeit vorab verraten. Von solch köstlichen Kleinigkeiten gibt es nämlich viele, als da wären…ach, nein, ich verrate lieber nichts, lest selbst!

Schon der Schreibstil des Autors ermöglicht es, bereits mit den ersten Zeilen mittendrin zu sein in der von ihm so wunderbar erdachten, äußerst kriminellen Geschichte.

Wie lakonisch und mit welch selbstverständlich wirkendem Pragmatismus Serienkillerin Carol über ihre Vergangenheit sinniert und wie wunderbar die Details der Geschichte wie korrekt platzierte Teile eines Puzzles ineinanderpassen, das ist in Wortwahl und Erzählweise einfallsreich kreativ und erschreckend amüsant und lässt mich immer wieder schmunzeln!

Das Lachen jedoch bleibt mir manchmal im Halse stecken, wenn der Autor bspw. in unverblümter Manier unangenehme Fakten und sehr skurrile Situationen recht drastisch beschreibt, aber - keine Sorge - es ist wegen des treffsicheren schwarzen Humors stets erträglich und immer unterhaltsam.

Nicht nur zwischen den Zeilen lebt diese Geschichte aber auch von leisen Tönen, von Bedauern und Wünschen, von der Sehnsucht nach Freundschaft und Dazugehörigkeit, und von der Beschreibung einer inneren Zerrissenheit, die sich trotz allem immer wieder Bahn brechen will.

Apropos Beschreibung: die Schilderungen der Orte, Gebäude und der Landschaft sowie die Beschreibungen der Menschen, ihrer Gedanken und Erinnerungen sind wohlgewählt, pointiert und einnehmend. Vorrangig geht es aber natürlich um Carol und so manchen, nicht nur von ihr begangenen Mord sowie um ein Geflecht aus illustren Figuren, die vor allem die Seniorenresidenz – noch - mit Leben füllen. Die Schilderungen der Ereignisse und der Aktivitäten aller Beteiligten sind teilweise skurril, manchmal bizarr, mal zum Lachen, mal zum Kopfschütteln, immer aber sehr, sehr kurzweilig!

Dieses Buch ist ein Fest für mitermittelnde Leserinnen und Leser, denn bis zur Aufklärung - natürlich durch die Senioren und nicht etwa durch die auch irgendwie involvierte Polizei - geschieht so einiges, das man im Auge behalten muss, und man wird immer und immer wieder in die Irre geführt. So muss ein Krimi sein: Vermutungen und Verdächtige, Kriminale und Kriminelle, und hier zudem Seniorinnen und Senioren, die es faustdick hinter den Ohren haben, sowie eine Hauptfigur, die schlussendlich wie Agatha Christies Poirot zum deduzierenden Finale schreitet.

Diese kriminelle , um nicht zu sagen kriminell gute Geschichte hat einiges zu bieten, denn man fühlt sich die ganze Zeit zwischen Hoffnung und Zweifel, Erheiterndem und Entsetzlichem, zwischen Lachen und Schütteln, Galgenhumor und Pragmatismus hin und hergeworfen und genießt ein unterhaltsames, spannendes und bewegendes Wechselbad der Gefühle.

„Betreutes Morden“ hat mich auf hohem Niveau, durchgehend und allerbestens unterhalten und ich kann nur hoffen, dass es möglichst zeitnah einen zweiten Band dieser herrlichen Krimireihe geben wird!

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Veröffentlicht am 06.03.2026

Sprachlich außer- und ungewöhnlich, inhaltlich einnehmend, berührend, zugleich amüsant und sehr unterhaltsam! Eine tragikomische Erfahrung!

Nachkoloriert
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Ein Spiel mit Gedanken, Stimmen und Sprache oder Was nützt das Leben in Gedanken?

Patricia Malcher erzählt die tragikomische Geschichte einer Frau in ihren 70ern, die sich bewusst macht, dass sie ursprünglich ...

Ein Spiel mit Gedanken, Stimmen und Sprache oder Was nützt das Leben in Gedanken?

Patricia Malcher erzählt die tragikomische Geschichte einer Frau in ihren 70ern, die sich bewusst macht, dass sie ursprünglich mehr vom Leben wollte als die eintönige und abwechslungsfreie Routine, die sie an jedem Tag ihres inzwischen fast 50-jährigen Ehelebens erfährt.

Details aus dieser eigentlichen Ich-Erzählung kann und möchte ich natürlich nicht offenlegen, weil jede Leserin und jeder Leser die Figuren, deren Entwicklungen und die Geschehnisse selbst erlesen und erleben sollte.

Was ich aber erwähnen möchte und muss, ist die Tatsache, dass diese Geschichte mit manchmal befremdlicher Perspektive und in einem teils ungewöhnlichen Schreibstil erzählt wird.

Die ungewohnte Perspektive entsteht, weil die Hauptfigur, Rentnerin Irma, über sich und ihr Leben im Allgemeinen und im Besonderen nachdenkend, statt des persönlichen „ich“ stets ein unpersönliches „man“ nutzt und dadurch einen seltsam anmutenden Abstand von ihrem eigenen Leben gewinnt; einen Abstand, der sich anfühlt, als blickten nicht nur wir Leser von außen auf Irmas Leben, sondern als nähme auch Irma selbst dieses Leben, ihr Leben, wie eine neutrale Beobachterin wahr und schaffe dadurch innerlich bereits eine Distanz zu all den zum Teil enervierenden Alltäglichkeiten.

Mit der Sprache dieses Buches habe ich mich anfangs schwergetan, weil ich komplette Sätze mag, Sätze, die mindestens Subjekt, Prädikat und Objekt enthalten. Der Schreibstil aber, dem ich hier begegne, lässt wiederholt - wie es in Fremdsprachen durchaus üblich ist – das Subjekt weg, bei manchen Sätzen fehlt das Verb und was in anderen Texten einen Nebensatz bilden würde, erscheint hier als allein stehender Hauptsatz usw. usf.

Das Erstaunliche aber ist, dass es genau diese Diktion ist, die zur Erzählweise des Buches und zu dem Gebrauch des schon erwähnten, neutralisierend wirkenden „man“ statt des persönlichen „ich“ passend wirkt. Was mich also normalerweise stört, nämlich das Weglassen von eigentlich erwartbaren Wörtern oder Satzteilen, das erscheint mir hier absolut stimmig.

Dazu kommt, dass die Sprache dieses Buches vereinzelt Aussagen ermöglicht, die mir gerade wegen des Fehlens mancher Wörter respektive wegen der Distanz, die das „man“ bewirkt, Schmunzler und Lacher entlocken.

Die Autorin nimmt Alltägliches ins Visier, vermeintliche Kleinigkeiten und immergleiche Routinen, die der Langeweile des Alltags Raum bieten, und macht gerade durch diesen Fokus auf Wiederholungen und deren Eintönigkeit die kleinen Veränderungen deutlich, mit denen Irma beginnt, ihre vergessen geglaubten Wünsche wieder neu zu entdecken und ihr Leben in Frage zu stellen, anfänglich nur in Gedanken und nuanciert, dann aber … nein, mehr wird nicht verraten.

Wie die Autorin es auch aufgrund ihres Schreibstils schafft, Erwartungen zu wecken und Befürchtungen hervorzurufen, Belastendes mit Erstaunlichem zu mischen, wie sie die Balance zwischen Berührendem und Erheiterndem hält und wie sich im Verlauf der Geschichte außer der einen Hauptfigur noch eine weitere, mindestens ebenso bemerkenswerte Figur in die Herzen der Leser stiehlt und diese für sich gewinnt, ist einnehmend und ergreifend, zugleich amüsant und trotz respektive gerade wegen des ungewöhnlichen Schreibstils sehr unterhaltsam.

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Veröffentlicht am 28.02.2026

Rentner-Strickzirkel löst „seinen“ zweiten Kriminalfall in heimeliger, Urlaubslust weckender Nordseeatmosphäre! Und es knistert… ;-)

Tod zur Teetied
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Statt ofwachten un Tee drinken heißt es doon deit lehren! Et word Frojahr!

Nachdem ich vor einigen Monaten den Start dieser „Der Strickzirkel ermittelt“-Reihe gelesen habe, war ich auf Band 2, „Tod zur ...

Statt ofwachten un Tee drinken heißt es doon deit lehren! Et word Frojahr!

Nachdem ich vor einigen Monaten den Start dieser „Der Strickzirkel ermittelt“-Reihe gelesen habe, war ich auf Band 2, „Tod zur Teetied“, sehr gespannt, weil die Atmosphäre, die die Autorin an der Nordsee und mit ihren Charakteren entstehen lässt, einfach ein Genuss ist.

Die Protagonisten, eine Ermittlungsgruppe der Polizei und natürlich eine kleine Gruppe von mehr oder weniger strickenden Rentnerinnen und einem Rentner, die allesamt noch vor einem kurzen, aber prägnanten Prolog vorgestellt werden, haben es wieder mit einem undurchschaubaren Fall zu tun, in dem es gilt, Zeugen zu befragen, Verdächtige herauszufiltern und die Tatperson schlussendlich zu überführen.

All das passiert weder reißerisch noch blutrünstig, sehr wohl aber spannend und zum Mitermitteln einladend. Es geht in heimeliger Atmosphäre eher gemütlich zu, obwohl man, mit der Nase im Buch steckend, meinen könnte, in Ostfriesland und zwischen Norddeich und Norden unterwegs zu sein, den Wind zu spüren, die Schafe auf dem Deich trappeln und die Nordseewellen hören zu können.

Die Schilderungen der Landschaft, Wege und Orte sowie die Beschreibungen der Personen und deren Handlungen sind wunderbar bildhaft und auch diejenigen, die Band 1 nicht kennen, können sich problemlos zurechtfinden und die Lektüre genießen.

Dieser Wohlfühlkrimi lebt vor allem von den Mitgliedern des Strickzirkels, von deren Leben und Wirken, deren Gedanken, Konversationen und Aktivitäten und von deren engagierter, nicht immer gern gesehener Einmischung in die Ermittlungen der Polizei.

Inhaltliches werde ich hier nicht wiedergeben, möchte jedoch gerne erwähnen, wie sehr ich es genossen habe, die Mitglieder des Strickzirkels nicht nur in ihrem Privatleben, sondern auch bei ihren Ermittlungen zu begleiten. Wie die strickenden Rentner, die teilweise auch familiär mit der Polizei verbunden sind, in die kriminelle Geschichte verstrickt werden, wie sie es schaffen, mal einen Verdächtigen fallenzulassen wie eine Strickmasche, mal ein Tatmuster zu erkennen oder eine andere potentielle Täterin ins Visier zu nehmen, das ist so humorvoll in Szene gesetzt, dass neben der Lösung des Falls und der zielstrebigen Arbeit der Polizei die privaten Ermittlungen phasenweise an unterhaltsamster Bedeutung gewinnen.

„Tod zur Teetied“, Band 2 dieser Ostfriesland-Nordsee-Wohlfühl-Krimi-Reihe, ist eine herrlich humorvolle und wunderbar leichte Lektüre, die dank des angenehmen Schreibstils flüssig zu lesen ist und die mit den von der Autorin ins Leben gerufenen Figuren, deren täglichem Leben mit Kind und Kegel, Katze, Schafen und Schmetterlingen im Bauch sowie selbstredend dank selbstgestrickter Ermittlungen köstlich amüsiert.

Ein wenig Plattdeutsch rundet die ostfriesische Atmosphäre dabei genauso harmonisch ab wie Fahrradfahren, Teetrinken und Krintstuut essen. Keine Sorge, das Platt erklärt sich stets aus dem Zusammenhang heraus und wird zudem in einem Anhang noch einmal aufgelistet und erklärt. Und wer beim Lesen Hunger bekommt, findet sogar ein Rezept für den schon erwähnten Rosinenstuten.

Dieses Buch macht Lust auf Nordsee, Deiche, Wind und Wellen, auf mehr Ostfriesland, Tee und Stuten und lässt schon jetzt die Hoffnung und eine zugegebenermaßen etwas ungeduldige Vorfreude entstehen auf einen weiteren Fall des ermittelnden Strickzirkels!

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