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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 20.04.2026

Senioren-Trio recherchiert und ermittelt in gemütlichem Cosy-Krimi! Mäßige Spannung, aber wunderbar unterhaltsame Freundschaft mit Kabbelei!

Olaf ist weg
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Der Ostsee-Mordclub beweist zum zweiten Mal einen guten Spürsinn und eine unwiderstehliche Hartnäckigkeit!

„Olaf ist weg“ ist der zweite Band aus der Cosy-Crime-Reihe „Der Ostsee-Mordclub ermittelt“, ...

Der Ostsee-Mordclub beweist zum zweiten Mal einen guten Spürsinn und eine unwiderstehliche Hartnäckigkeit!

„Olaf ist weg“ ist der zweite Band aus der Cosy-Crime-Reihe „Der Ostsee-Mordclub ermittelt“, erdacht von Jette Jakobi, hinter deren Namen sich Andrea Russo (Anne Barns) und ihre Tochter Christin-Marie Below verstecken, die jede für sich, aber auch beide zusammen schon einige Romane und Kinderbücher geschrieben haben. Und hier wissen 2, was sie tun.

Zum Inhalt werde ich mich natürlich nicht weiter äußern, denn erstens gibt es dafür den Klappentext und zweitens möchte ich ja nicht vorgreifen. Selbst lesen ist die Devise! Was ich aber verraten kann, ist, dass die Autorinnen ihre mit Band 1, „Heiner ist tot“, so wunderbar ins Leben gerufenen und herrlich gegensätzlichen Charaktere erneut sehr unterhaltsam agieren lassen.

Die Hauptfiguren, drei noch ziemlich rüstige Rentnerinnen namens Elsbeth, genannt Elsie, Karin und Ursel kennen sich zumindest ihrer eigenen Meinung nach aus mit Mord und Totschlag, denn sie sind Tatort-Fans und lösen regelmäßig die dort präsentierten Fälle. Naja, sagen wir, sie versuchen, die TV-Fälle zu lösen. Aufgrund derlei Übung sehen sie sich natürlich veranlasst, den auf mysteriöse Weise verschwundenen vierten WG-Bewohner namens Olaf zu finden und in einem irgendwie damit zusammenhängenden Todesfall zu „ermitteln“. Nun, jetzt habe ich doch schon etwas verraten, aber mehr Details gibt es von mir nun wirklich nicht.

Dieser Krimi lebt von einem herrlich locker-flockigen Schreibstil, von der Atmosphäre der Ostseeküste und den Schilderungen der Örtlichkeiten, vor allem aber wird diese Geschichte lebendig durch die bildhaften Beschreibungen der Protagonistinnen, deren Gedankengängen und manchmal recht eigensinnigen Aktionen, mit denen sie auch den diensthabenden Kriminalkommissar, dem sie schon bei Band 1 in die Quere kamen, zur Verzweiflung treiben.

Mit „Olaf ist weg“ kann man sich an die Ostsee träumen, leicht-kriminelle bzw. kriminell leichte Unterhaltung genießen, älteren Damen bei ihren Taten und Untaten über die Schulter schauen und so ganz nebenbei und mit wiederholtem Augenzwinkern einen Todesfall aufklären sowie manch vermeintliches Geheimnis lüften.

All diejenigen, die jetzt Appetit auf den Ostsee-Mordclub bekommen haben, können eventuelle Gelüste u.a. mit „Elsies Sahnekaramellen nach Oma Friedas Rezept“ befriedigen, das sich im Anhang befindet und das ich mir im Rahmen meiner Rezension zu „Heiner ist tot“ so sehr gewünscht habe. Danke!

Ach, eins noch: ich habe hier den schon aus Band 1 bekannten, herrlich makaber-skurrilen und mehr als nur einen Lachanfall auslösenden Trinkspruch wiedergelesen , den ich aber nicht zitieren möchte, weil sich jeder Leser selbst darauf und darüber freuen soll. Also hoffe ich nun auf einen dritten Band dieser Reihe und sage schlichtweg „Prost, auf den Ostsee-Mordclub!“

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Veröffentlicht am 10.04.2026

Botanisch-kriminell, mordsmäßig (und) eloquent! Ein amüsantes, launiges Krimi-Schmankerl mit genüsslichem, einzigartigem Sprachwitz!

Gärten, Gift und kalte Rache
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Die Senioren ermitteln wieder und haben trotz des kriminellen Wildwuchses den alleinigen Durchblick!

„Gärten, Gift und kalte Rache“ ist schon der dritte Band aus Klaudia Blasls Gartenkrimi-Reihe und - ...

Die Senioren ermitteln wieder und haben trotz des kriminellen Wildwuchses den alleinigen Durchblick!

„Gärten, Gift und kalte Rache“ ist schon der dritte Band aus Klaudia Blasls Gartenkrimi-Reihe und - ich nehme es gleich vorweg - ich hätte keinen dieser botanischen Krimis missen wollen!

Vorkenntnisse aus den ersten beiden Bänden sind zum Genuss der Lektüre übrigens nicht zwingend erforderlich, aber auch um eben dieses Genusses willen ist das Lesen von "Gärten, Gift und tote Männer" sowie "Gärten, Gift und große Liebe" absolut empfehlenswert.

Man sollte allerdings keinen blutrünstigen Krimi erwarten, der dafür sorgt, dass einem der Schrecken in die Glieder fährt, sondern eine kriminelle Geschichte, die sehr gut erdacht wurde, durch treffliche Beschreibungen, kreative Wortschöpfungen und herrliche Figuren überzeugt und die den Spagat zwischen einer ob final gliederstreckender Antagonisten zum Mitermitteln einladenden Spannung und auf angenehmste Weise unterhaltender und amüsierender Erzählung spielend bewältigt!

Damit habe ich zwar mein Fazit bereits kundgetan, aber ein bisschen näher kann und möchte ich mein Résumé natürlich erläutern, allerdings ohne Details aus der Geschichte zu verraten.

Den leichtfüßigen und wortakrobatischen Schreibstil der Autorin, den ich in jedem Buch aufs Neue genieße, kenne ich schon aus den beiden ersten Bänden dieser Reihe sowie u.a. aus ihren Anthologien zum Thema Pflanzen und Blumen, die ich allen auch nur ansatzweise an Grün Interessierten sehr ans Herz lege.

Die Hauptfiguren dieses Krimis rund um „kalte Rache“ nehmen aufgrund anschaulich-bildhafter Beschreibungen sowohl im wortwörtlichen als auch im übertragenen Sinne figurförmlich Gestalt an, die Gedanken und Handlungen der Protagonisten werden oft mit einem Augenzwinkern, immer aber wortgewandt und mit großem Sprachwitz geschildert und die dörfliche Pseudo-Idylle mit typischen nachbarschaftlichen Liebenswürdigkeiten bekommt Kontur.

Man liest, genießt und ist dem völlig verpeilten Hauptkommissar in Sachen Ermittlungen genauso weit voraus wie alle beteiligten Senioren. Ein köstlicher Spaß!

Zudem kennt Klaudia Blasl sich aus mit schönem und unscheinbarem Grünzeug aller möglichen und nur scheinbar harmlosen Gattungen, vor allem aber ist sie Expertin, wenn es um die Wirkungen und Nebenwirkungen so mancher Pflanze geht, seien die Folgen nun im Guten erhofft oder im Bösen erwünscht. Ziemlich unauffällig jubelt die Autorin uns Wissen über hilfreiches oder letales Grünzeug unter, fein präsentiert und schön dosiert, denn es ist wie so oft, die Dosis macht das Gift. Die geneigte Leserschaft sollte also stets wachsam bleiben!

„Gärten, Gift und kalte Rache“ führt Klaudia Blasls erfolgreiche Gartenkrimi-Reihe, die sprachgewandte Unterhaltung vom Feinsten bietet, erfolgreich fort und ich kann nur hoffen, dass die Autorin weitere Bände folgen lassen wird, denn mit ihrem Schreibstil, ihren sprachlichen Finessen, sprich mit ihrer Wortgewandtheit, den kriminell unterhaltsamen Geschichten und dem uns darin wie nebenbei vermittelten Wissen um Pflanzen und Pflänzchen hat sie ein außergewöhnliches Krimi-Genre geschaffen!

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Veröffentlicht am 03.04.2026

Einnehmende Erlebnisse in ausnehmend idyllischem Bilderbuchdorf = Kirkby! Lebensnah, menschelnd, schön (und) schottisch!

Highland Happiness – Die Sternwarte von Kirkby
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Wird er ihr die Sterne vom Himmel holen?

„Die Sternwarte von Kirkby“ ist – obwohl schon Band 7 der Reihe - für mich erst das dritte Buch aus der Highland Happiness-Reihe, wobei ich ausdrücklich betonen ...

Wird er ihr die Sterne vom Himmel holen?

„Die Sternwarte von Kirkby“ ist – obwohl schon Band 7 der Reihe - für mich erst das dritte Buch aus der Highland Happiness-Reihe, wobei ich ausdrücklich betonen möchte, dass man die Bücher dieser Highland-Welt von Charlotte McGregor auch dann lesen und genießen kann, wenn man keinerlei Vorkenntnisse aus den Reihen der Autorin hat, sei es aus dem Anfang namens „Hope“, der Weiterführung als Happiness oder den kriminellen Exkursionen der Highland-Crime-Bände.

Alles ist mit allem verbunden, aber jeder Band ist für sich lesbar, weil die Zusammenhänge und das Zusammenspiel der Charaktere stets unauffällig erklärt werden und zusätzlich anhand eines angefügten Figurenregisters sehr gut nachvollziehbar sind.

Apropos Charaktere: ich liebe die Figuren, die die Autorin hier ersonnen hat, die eine vielleicht mehr, den anderen womöglich etwas weniger, aber im Grunde genommen ist die ganze Dorfgemeinschaft dieses leider nur fiktiven schottischen Örtchen namens Kirkby so sympathisch, dass ich am liebsten nach diesem und ohnehin nach jedem anderen dieser literarischen Highland-Ausflüge eine persönliche Reise anschließen würde.

In jedem Band, so auch in diesem, stehen bestimmte Personen im Vordergrund. Menschen, die man besser kennenlernt, die man ein Stück begleitet, deren Höhen und Tiefen man miterlebt und deren Ängste und Hoffnungen man teilt. Dass viele der anderen Mitspieler, die man schon aus anderen Bänden kennt oder hier nun kennenlernt, auch eine teils gar nicht so unbedeutende Rolle spielen, dass man also sowohl alte Bekannte trifft als auch neuen Charakteren begegnet, das ist eines dieser magischen und Freude bringenden Elemente dieser Highland-Welt.

Zum Inhalt explizit dieses 7. Bandes, zu den Hauptfiguren, der Sternwarte und allem Drum und Dran werde ich hier aber nichts preisgeben, denn das kann und sollte jede selbst lesen und jeder selber erleben!

Ich kann aber bekunden, dass ich den Schreibstil der Autorin sehr mag, der ein sofortiges Eintauchen in die Geschichte und ein sehr flüssiges Lesen ermöglicht. Auch die Beschreibungen von Orten und Gebäuden, Landschaften und Wegen, Menschen und Tieren sowie die Schilderungen der wahrlich lebensnahen Ereignisse sind eindrucksvoll und sehr einnehmend.

Auf der Klaviatur der Gefühle macht man beim Lesen wohl alles durch, was das echte Leben mit sich bringt: mal heiter, mal melancholisch, zuweilen lustig und dann wieder aufwühlend, wo man soeben noch haderte, amüsiert man sich kurz darauf köstlich. Immer aber sind diese realitätsnahen und ungekünstelten Stimmungen absolut ausgewogen und im allerbesten Sinne unterhaltsam.

Einmal Kirkby, immer Kirkby! Das wissen alle, die schon mal da waren, und sollten all diejenigen entdecken, die noch nie in Kirkby waren! Kirkby macht süchtig und ist doch zugleich Medizin, weil die Geschichten zu lesen schlicht und – auch im wahrsten Sinne des Wortes - ergreifend guttun!

Zum Glück heißt es: nach Kirkby ist vor Kirkby, denn es wird weitergehen mit all den mir ans Herz gewachsenen Figuren, die Kirkby zu dem machen, was es ist! Ein Sehnsuchtsort, ein Ort zum Wohlfühlen, ein Zuhause, wenn auch „nur“ virtuell!

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Veröffentlicht am 27.03.2026

Schöne Geschichte mit Schottland-Atmosphäre und dezenter Krimihandlung! Reihenstart mit Potenzial! 3,5 *!

Mord & Breakfast
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Idylle pur? Wo gibt es die schon! Vielleicht in „Seagull Bay“?!

Mit „Mord & Breakfast“ startet Anne Gordon ihre Krimireihe „Ein Fall für Melody Moss“, in dem die Londoner Journalistin Melody von ihrer ...

Idylle pur? Wo gibt es die schon! Vielleicht in „Seagull Bay“?!

Mit „Mord & Breakfast“ startet Anne Gordon ihre Krimireihe „Ein Fall für Melody Moss“, in dem die Londoner Journalistin Melody von ihrer Tante Mabel ein „Bed & Breakfast“ in Schottland erbt, sich dieser Herausforderung anfangs aber nicht wirklich stellen und ihr Leben keinesfalls derart umkrempeln möchte. Sehr wohl aber will sie wissen, wie ihre Tante zu Tode kam.

In flüssigem Schreibstil erzählt die Autorin von den nun anderen Lebensumständen, von der rauen schottischen Landschaft, dem idyllischen Dorf Seagull Bay, von dem B&B namens „Coastal Inn“, dem Erbe, das Melody antreten kann, wenn sie möchte, und natürlich von den Menschen, die dort leben und arbeiten oder für eine Zeit dort wohnen und ihren Urlaub genießen.

Die Beschreibungen des Ortes, des Hauses und der Zimmer darin, des Gartens und überhaupt der Atmosphäre sind – wenngleich ich sie mir etwas detailreicher gewünscht hätte - wunderbar und lassen mich beim Lesen eintauchen in diese Geschichte.

Die Figuren jedoch bleiben seltsam blass. Das mag bei Melody daran liegen, dass sie wiederholt leider ziemlich begriffsstutzig wirkt, obwohl sie als Journalistin bei ihren Recherchen zum Tod ihrer Tante logischer vorgehen und aus ihren Entdeckungen auch Rückschlüsse ziehen müsste, bei den anderen Charakteren aber fehlen schlicht und ergreifend ein paar Infos, sodass man die Menschen nicht wirklich vor Augen hat, Menschen, die während Melodys Nachforschungen zwar einer nach dem anderen in ihren Fokus geraten, dabei aber seltsam profillos bleiben.

Gleichwohl ist diese gemütlich wirkende Geschichte schön zu lesen, der kriminelle Part dieses Cosy Crime aber ist eher gemächlich als spannend. In wenigen Szenen kommt ein wenig Nervenkitzel auf, aber ein bisschen mehr Spannung hätte es schon sein dürfen.

Die Auflösung ist gefällig, wenn auch etwas vorhersehbar. Dass Melody aber gegen Ende doch noch zielgerichteter recherchiert, auch wenn Kommissar Zufall kräftig mitwirkt, und dass sich auch die örtliche Polizei schlussendlich einbringt, versöhnt den Leser mit der Geschichte.

Mit diesem Reihenstart ist der Grundstock für Melody in Seagull Bay gelegt und ein hoffentlich etwas spannenderer Band 2, „Tödliche Intrige“, kann kommen.

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Veröffentlicht am 23.03.2026

Originell, skurril und zuweilen überspitzt, mit schwarzem Humor und pointiertem Witz! Lesen, Genießen, Schmunzeln, Schütteln, Mitermitteln!

Betreutes Morden
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Konsequenz und Pragmatismus können sehr zielführend sein!

„Betreutes Morden“ scheint das erste Buch des britischen Autors zu sein, das ins Deutsche übersetzt wurde, und ich kann nur sagen: das wurde ...

Konsequenz und Pragmatismus können sehr zielführend sein!

„Betreutes Morden“ scheint das erste Buch des britischen Autors zu sein, das ins Deutsche übersetzt wurde, und ich kann nur sagen: das wurde aber auch Zeit, denn – um es gleich vorwegzunehmen - dieses Buch hat mich nicht nur bestens unterhalten, sondern in mehrerlei Hinsicht wirklich begeistert!

Inhaltliches werde ich wie immer nicht preisgeben, denn erstens empfiehlt es sich ohnehin, das Buch selbst zu lesen, und zweitens möchte ich niemandem auch nur die kleinste Kleinigkeit vorab verraten. Von solch köstlichen Kleinigkeiten gibt es nämlich viele, als da wären…ach, nein, ich verrate lieber nichts, lest selbst!

Schon der Schreibstil des Autors ermöglicht es, bereits mit den ersten Zeilen mittendrin zu sein in der von ihm so wunderbar erdachten, äußerst kriminellen Geschichte.

Wie lakonisch und mit welch selbstverständlich wirkendem Pragmatismus Serienkillerin Carol über ihre Vergangenheit sinniert und wie wunderbar die Details der Geschichte wie korrekt platzierte Teile eines Puzzles ineinanderpassen, das ist in Wortwahl und Erzählweise einfallsreich kreativ und erschreckend amüsant und lässt mich immer wieder schmunzeln!

Das Lachen jedoch bleibt mir manchmal im Halse stecken, wenn der Autor bspw. in unverblümter Manier unangenehme Fakten und sehr skurrile Situationen recht drastisch beschreibt, aber - keine Sorge - es ist wegen des treffsicheren schwarzen Humors stets erträglich und immer unterhaltsam.

Nicht nur zwischen den Zeilen lebt diese Geschichte aber auch von leisen Tönen, von Bedauern und Wünschen, von der Sehnsucht nach Freundschaft und Dazugehörigkeit, und von der Beschreibung einer inneren Zerrissenheit, die sich trotz allem immer wieder Bahn brechen will.

Apropos Beschreibung: die Schilderungen der Orte, Gebäude und der Landschaft sowie die Beschreibungen der Menschen, ihrer Gedanken und Erinnerungen sind wohlgewählt, pointiert und einnehmend. Vorrangig geht es aber natürlich um Carol und so manchen, nicht nur von ihr begangenen Mord sowie um ein Geflecht aus illustren Figuren, die vor allem die Seniorenresidenz – noch - mit Leben füllen. Die Schilderungen der Ereignisse und der Aktivitäten aller Beteiligten sind teilweise skurril, manchmal bizarr, mal zum Lachen, mal zum Kopfschütteln, immer aber sehr, sehr kurzweilig!

Dieses Buch ist ein Fest für mitermittelnde Leserinnen und Leser, denn bis zur Aufklärung - natürlich durch die Senioren und nicht etwa durch die auch irgendwie involvierte Polizei - geschieht so einiges, das man im Auge behalten muss, und man wird immer und immer wieder in die Irre geführt. So muss ein Krimi sein: Vermutungen und Verdächtige, Kriminale und Kriminelle, und hier zudem Seniorinnen und Senioren, die es faustdick hinter den Ohren haben, sowie eine Hauptfigur, die schlussendlich wie Agatha Christies Poirot zum deduzierenden Finale schreitet.

Diese kriminelle , um nicht zu sagen kriminell gute Geschichte hat einiges zu bieten, denn man fühlt sich die ganze Zeit zwischen Hoffnung und Zweifel, Erheiterndem und Entsetzlichem, zwischen Lachen und Schütteln, Galgenhumor und Pragmatismus hin und hergeworfen und genießt ein unterhaltsames, spannendes und bewegendes Wechselbad der Gefühle.

„Betreutes Morden“ hat mich auf hohem Niveau, durchgehend und allerbestens unterhalten und ich kann nur hoffen, dass es möglichst zeitnah einen zweiten Band dieser herrlichen Krimireihe geben wird!

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