Senioren-Trio recherchiert und ermittelt in gemütlichem Cosy-Krimi! Mäßige Spannung, aber wunderbar unterhaltsame Freundschaft mit Kabbelei!
Olaf ist wegDer Ostsee-Mordclub beweist zum zweiten Mal einen guten Spürsinn und eine unwiderstehliche Hartnäckigkeit!
„Olaf ist weg“ ist der zweite Band aus der Cosy-Crime-Reihe „Der Ostsee-Mordclub ermittelt“, ...
Der Ostsee-Mordclub beweist zum zweiten Mal einen guten Spürsinn und eine unwiderstehliche Hartnäckigkeit!
„Olaf ist weg“ ist der zweite Band aus der Cosy-Crime-Reihe „Der Ostsee-Mordclub ermittelt“, erdacht von Jette Jakobi, hinter deren Namen sich Andrea Russo (Anne Barns) und ihre Tochter Christin-Marie Below verstecken, die jede für sich, aber auch beide zusammen schon einige Romane und Kinderbücher geschrieben haben. Und hier wissen 2, was sie tun.
Zum Inhalt werde ich mich natürlich nicht weiter äußern, denn erstens gibt es dafür den Klappentext und zweitens möchte ich ja nicht vorgreifen. Selbst lesen ist die Devise! Was ich aber verraten kann, ist, dass die Autorinnen ihre mit Band 1, „Heiner ist tot“, so wunderbar ins Leben gerufenen und herrlich gegensätzlichen Charaktere erneut sehr unterhaltsam agieren lassen.
Die Hauptfiguren, drei noch ziemlich rüstige Rentnerinnen namens Elsbeth, genannt Elsie, Karin und Ursel kennen sich zumindest ihrer eigenen Meinung nach aus mit Mord und Totschlag, denn sie sind Tatort-Fans und lösen regelmäßig die dort präsentierten Fälle. Naja, sagen wir, sie versuchen, die TV-Fälle zu lösen. Aufgrund derlei Übung sehen sie sich natürlich veranlasst, den auf mysteriöse Weise verschwundenen vierten WG-Bewohner namens Olaf zu finden und in einem irgendwie damit zusammenhängenden Todesfall zu „ermitteln“. Nun, jetzt habe ich doch schon etwas verraten, aber mehr Details gibt es von mir nun wirklich nicht.
Dieser Krimi lebt von einem herrlich locker-flockigen Schreibstil, von der Atmosphäre der Ostseeküste und den Schilderungen der Örtlichkeiten, vor allem aber wird diese Geschichte lebendig durch die bildhaften Beschreibungen der Protagonistinnen, deren Gedankengängen und manchmal recht eigensinnigen Aktionen, mit denen sie auch den diensthabenden Kriminalkommissar, dem sie schon bei Band 1 in die Quere kamen, zur Verzweiflung treiben.
Mit „Olaf ist weg“ kann man sich an die Ostsee träumen, leicht-kriminelle bzw. kriminell leichte Unterhaltung genießen, älteren Damen bei ihren Taten und Untaten über die Schulter schauen und so ganz nebenbei und mit wiederholtem Augenzwinkern einen Todesfall aufklären sowie manch vermeintliches Geheimnis lüften.
All diejenigen, die jetzt Appetit auf den Ostsee-Mordclub bekommen haben, können eventuelle Gelüste u.a. mit „Elsies Sahnekaramellen nach Oma Friedas Rezept“ befriedigen, das sich im Anhang befindet und das ich mir im Rahmen meiner Rezension zu „Heiner ist tot“ so sehr gewünscht habe. Danke!
Ach, eins noch: ich habe hier den schon aus Band 1 bekannten, herrlich makaber-skurrilen und mehr als nur einen Lachanfall auslösenden Trinkspruch wiedergelesen , den ich aber nicht zitieren möchte, weil sich jeder Leser selbst darauf und darüber freuen soll. Also hoffe ich nun auf einen dritten Band dieser Reihe und sage schlichtweg „Prost, auf den Ostsee-Mordclub!“