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Veröffentlicht am 22.06.2021

Familienroman

Sommerleuchten am See
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Als Flora Jack kennenlernt wirkt er verloren und in tiefer Trauer. Er hat Becca, seine Frau verloren, die ganz plötzlich verstorben ist. Sowohl er als auch seine beiden Töchter Molly und Izzy scheinen ...

Als Flora Jack kennenlernt wirkt er verloren und in tiefer Trauer. Er hat Becca, seine Frau verloren, die ganz plötzlich verstorben ist. Sowohl er als auch seine beiden Töchter Molly und Izzy scheinen nicht über den Verlust hinwegzukommen. Doch Flora bringt wieder Licht in Jacks Leben und die beiden werden ein Paar. Mit Molly klappt auch alles gut, nur Izzy scheint massive Probleme mit Flora zu haben, die Flora sich nicht erklären kann. Als dann alle gemeinsam zum Sommerurlaub bei Beccas bester Freundin Clare aufbrechen, kommen die Geheimnisse aller langsam an die Oberfläche.

Ich muss ganz ehrlich sagen, ich bin bei diesem Buch etwas zwiegespalten. Ich lese die Bücher von Sarah Morgan sehr gerne und meistens sind sie auch einfach toll geschrieben. Hier habe ich am Anfang sehr mit den Charakteren gehadert. Das Buch ist aus den Perspektiven von Flora, Izzy und Clare geschrieben, alle haben ihre Unsicherheiten, die sie mit ihrem Verhalten verstecken. Gerade Izzy hätte ich manchmal schütteln mögen, weil sie all ihre Probleme in sich hereinfrisst. Und auch Flora verbiegt sich, um anderen zu gefallen. Ich fand dieses dauernde Verstellen von den Beiden sehr anstrengend. Ab dem Zeitpunkt, wo sich dann alle im Lake District aufhalten wurde es dann besser und nach und nach öffnen sich die beiden. So ist die zweite Hälfte des Buches deutlich schöner zu lesen und dann fügt sich auch alles zueinander. Ich habe in letzter Zeit häufiger das Gefühl, dass in solchen Romanen die Charaktere sich von total überdreht zu normal und glücklich ändern. Ich finde diesen Trend nicht so besonders toll, weil hier teilweise Verhaltensweisen auftreten, bei denen ich mir denke, dass sie ohne professionelle Hilfe nicht zu überwinden sind. Das macht die Charakterwende im Buch ein wenig unglaubwürdig.

Trotz aller Kritik habe ich das Buch gerne gelesen. Das Ende hat mich vollkommen mit dem etwas schwierigen Anfang versöhnt und mich das Buch am Ende zufrieden zuschlagen lassen. Daher kann ich es trotz allem empfehlen.

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Veröffentlicht am 21.06.2021

Tolles Buch über die Amisch

Der Himmel über Amerika - Rebekkas Weg
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Rebekka und ihre Familie leben 1815 in einer Amisch-Gemeinde. Ihr Leben ist bestimmt durch harte Arbeit und ihrem Glauben, vieles ist vorherbestimmt. Doch eines Tages taucht Daniel in der Gemeinde auf ...

Rebekka und ihre Familie leben 1815 in einer Amisch-Gemeinde. Ihr Leben ist bestimmt durch harte Arbeit und ihrem Glauben, vieles ist vorherbestimmt. Doch eines Tages taucht Daniel in der Gemeinde auf und Rebekka erkennt, dass es außer Pflichterfüllung noch mehr geben kann. Doch Daniel muss nicht nur ihren Vater, sondern auch die Gemeinde von sich überzeugen. Als es in den darauffolgenden Sommern zu einer Hungersnot kommt hilft er durch seine Ideen, das Überleben zu sichern, doch bald müssen sich alle entscheiden, ob es nicht besser ist nach Amerika zu gehen und dort neu anzufangen.

Karin Seemayer liefert in ihrem ersten Band der Amisch-Saga das Bild einer Gemeinschaft, das viele heute nur noch aus Reportagen über die Amisch in Amerika kennen. Ursprünglich stammen diese Familien aber oft aus dem süddeutschen Raum und von ihren Vorfahren erzählt dieses Buch. Dabei entsteht ein Bild einer Gemeinschaft, die sich selbst strenge Regeln auferlegt, aber durch den Zusammenhalt und eben diese Regeln ein zufriedenes Leben führt und besser über die Runden kommt als die Weltlichen. Wer in Not gerät, dem wird geholfen, wird das Essen knapp, wird geteilt.

Ich habe das Buch unglaublich gerne gelesen. Die Autorin schafft es unglaublich viel Wissen zu transportieren, man lernt ganz nebenbei eine Kultur kennen, die heute rückständig wirkt, damals aber an vielen Ecken eher fortschrittlich war. Die Charaktere sind toll beschrieben und liebenswert, haben aber auch Ecken und Kanten. Ich konnte gerade mit Rebekka und ihrer Schwester Susanna mitfiebern und mich an den Erfolgen in ihrem Leben erfreuen. Aber auch in den schweren Zeiten als die Gemeinde ums Überleben bangen muss, gibt es immer wieder positive Momente, die den Leser begeistern können.

Ich kann dieses Buch nur empfehlen. Es liest sich toll und man lernt viel über die Amisch und ihre Wurzeln. Dabei wird man auch noch hervorragend unterhalten und hat ein paar sehr schöne Lesestunden. Von mir absolut Daumen hoch!

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Veröffentlicht am 19.06.2021

nettes Buch

Das Glück am Ende der Straße
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Elli lebt auf der Straße. Sie hat alles verloren und doch auch viel gefunden. Ihr Leben ist hart, aber sie hat Freunde, tagsüber eine Anlaufstelle und derzeit auch nachts eine Schlafstätte.

Lisa dagegen ...

Elli lebt auf der Straße. Sie hat alles verloren und doch auch viel gefunden. Ihr Leben ist hart, aber sie hat Freunde, tagsüber eine Anlaufstelle und derzeit auch nachts eine Schlafstätte.

Lisa dagegen hat alles, was man sich vom Leben nur wünschen kann. Einen Mann, drei Kinder, einen Job in einer Lifestyle Redaktion und ein großzügiges Haus. Doch ihr Leben ist von Hektik und Termindruck geprägt, so dass sie sich doch manchmal fragt, ob das alles so richtig ist.

Elli trifft auf Lisas Kinder in dem Park gegenüber dem Haus der Familie. Mit der jüngsten freundet sie sich an und auch den anderen beiden kann sie durch kluge Beobachtung helfen. Doch eines Tages braucht sie dann selbst Hilfe.

Die Gegensätze in diesem Buch sind wirklich sehr extrem. Ellis Leben auf der Straße ist sehr davon geprägt, dass ihr in irgendeiner Art und Weise geholfen wird. Ob es nun mit Kleiderspenden oder Mahlzeiten ist, oder mit einer kleinen Freundlichkeit, dass man sie einfach mal dort bleiben lässt, wo sie gerade ist, auch wenn das vielleicht nicht so erwünscht ist.

Lisa dagegen hat wirklich alles und ist trotzdem nicht richtig glücklich. Ihre Freundinnen sind unglaublich snobistisch und schauen eigentlich auf jeden nur herab. Und im Job schreibt sie über Dinge, die auch reichlich überflüssig wirken. Zufrieden scheint sie der Job schon lange nicht mehr zu machen.

Mir haben beide Handlungstränge gut gefallen, die Geschichte liest sich locker und durch den Perspektivwechsel werden die Unterschiede sehr deutlich. Allerdings hätte ich mir mehr Verknüpfungen zwischen den Handlungssträngen gewünscht, gerade am Ende ging es mir dann etwas zu schnell. Da hätte das Ganze doch noch deutlich ausführlicher werden können.

Trotzdem war es ein schönes Buch, gut zu lesen und wirklich unterhaltsam.

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Veröffentlicht am 18.06.2021

schöner Abshcluß

Ein neuer Anfang
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Berlin, 1957. Die drei Freundinnen Edith, Margot und Luise arbeiten wieder zusammen in der Frauenklinik am Mariendorfer Weg. Luise ist mittlerweile Oberhebamme und leitet in diesem Jahr auch das erste ...

Berlin, 1957. Die drei Freundinnen Edith, Margot und Luise arbeiten wieder zusammen in der Frauenklinik am Mariendorfer Weg. Luise ist mittlerweile Oberhebamme und leitet in diesem Jahr auch das erste Mal nach Kriegsende wieder eine Hebammenausbildung. Alle drei lieben ihre Arbeit und auch die jungen Schülerinnen eifern ihnen nach.

Ein neuer Anfang ist der abschließende Band der Hebammensaga von Linda Winterberg. Ein letztes Mal begleiten wir die Freundinnen durch ihren Alltag. Und dieses Mal werden sie von einem neuen Dreiergespann begleitet, dass sie an ihre frühen Zeiten erinnert. Allerdings haben sich die Zeiten gewandelt. Wurde in den zwanziger Jahren noch aufgeklärt und Kondome verteilt, so wird in den fünfziger Jahren alles verteufelt was nur ansatzweise mit Sex zu tun hat. Frauen werden möglichst schnell verheiratet und wer ungewollt und unverheiratet schwanger wird, muss die Konsequenzen allein tragen. Abtreibungen sind illegal und werden in üblen Hinterhofkaschemmen durchgeführt.

All diese Themen werden im Rahmen der Geschichte aufgegriffen und es mangelt nicht an Schicksalen und vor allem Geburten. Mir hat das Buch wieder gut gefallen, auch wenn sich gerade in den Geburtsszenen vieles wiederholt hat. Am Ende heißt es dann endgültig Abschied nehmen, was mir ausgesprochen schwergefallen ist. Ich hätte gerne noch ein Buch vielleicht aus den siebziger Jahren gelesen, dann eben mit den drei jungen Protagonistinnen.

Aber auch so hat diese Reihe ein gutes Ende gefunden, das ich auf jeden Fall empfehlen kann.

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Veröffentlicht am 13.06.2021

Sommerlektüre

Die Roseninsel
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Liv lebt in Berlin und ist Ärztin. Doch nach einem Zwischenfall zweifelt sie an ihrer Berufung. Da kommt das Stellengesuch für einen Verwalter einer kleinen Insel im Starnberger See gerade recht. Mindestens ...

Liv lebt in Berlin und ist Ärztin. Doch nach einem Zwischenfall zweifelt sie an ihrer Berufung. Da kommt das Stellengesuch für einen Verwalter einer kleinen Insel im Starnberger See gerade recht. Mindestens vier Wochen Einsamkeit soll ihr die erhoffte Ruhe schenken und ihr die Möglichkeit geben, über ihre Zukunft nachzudenken.

Kurz nachdem sie angekommen ist, findet sie in der Villa, die sie unter anderem mit betreut, ein altes Tagebuch. Dieses Tagebuch erzählt die Geschichte von Magdalena, die ca. 130 Jahre zuvor auf der Insel lebte. Auf Grund ihrer Herkunft versteckt vor der Welt.

Das Buch hat mir ausgesprochen gut gefallen. Die Geschichten aus beiden Zeitebenen sind sehr interessant und gut geschrieben. Die Roseninsel taucht vor dem inneren Auge des Lesers auf und schickt den Leser in einen Kurzurlaub. Livs Geheimnis wird erst nach und nach gelüftet und damit auch der Grund für ihre Ängste. Die Beziehung zu Johannes, der sie auf der Insel mit allem Lebensnotwendigem versorgt fand ich gut entwickelt.

Auch Magdalenas Geschichte fand ich sehr interessant und ich habe mitgefiebert, wie sie wohl aus ihrer unglücklichen Situation befreit werden wird. Hier erfährt man auch einiges über die Geschichte des bayerischen Königshauses, was vielen vermutlich unbekannt sein dürfte.

Ich fand beide Zeitebenen sehr ausgewogen erzählt und gut miteinander verbunden. Beide Geschichten nehmen den Leser mit und lassen ihn mit den Charakteren mitfühlen. Ich kann das Buch daher nur empfehlen, eine kurzweilige Sommerlektüre mit historischem Hintergrund, die einen dazu anregt die Roseninsel bei Gelegenheit auch selbst einmal zu besuchen.

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