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Veröffentlicht am 12.11.2020

Ein Buch zum Nachdenken

Das Buch eines Sommers
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Nicolas verbindet mit seinem Onkel Valentin das Gefühl von Freiheit und der Selbstbestimmung. So wie er wollte er immer werden, besonders nach dem Sommer, den er mit ihm in seiner Villa verbracht hatte. ...

Nicolas verbindet mit seinem Onkel Valentin das Gefühl von Freiheit und der Selbstbestimmung. So wie er wollte er immer werden, besonders nach dem Sommer, den er mit ihm in seiner Villa verbracht hatte. Doch das Leben kam ihm dazwischen und so ist Nicolas heute ehr ein Workaholic als ein Freigeist. Gebunden durch die Erwartungen anderer und durch seine eigenen Erwartungen. Als Valentin stirbt und Nicolas sein Haus vermacht, wird der Alltag der Familie unterbrochen durch einen Aufenthalt in Valentins Villa. Dieser Cut bringt Nicolas dazu, noch einmal über sein Leben nachzudenken und herauszufinden, was er wirklich will.

Das Buch liest sich ausgesprochen flüssig und man kann Nicolas Getriebenheit deutlich spüren. Und auch, dass er eigentlich nicht glücklich ist mit seinem Leben.

In Valentins Villa kommt er zwangsweise etwas zur Ruhe und erkennt, dass sich sein Leben ändern muss. Der Leser kann hier mit dem Protagonisten darüber philosophieren, ob das bewusst werden des eigenen Endes das Leben verbessern kann. Es stößt einen geradezu darauf doch nicht für die Zukunft zu leben und auf etwas zu warten, sondern das zu genießen, was man jetzt schon hat. Und sich der eigenen Erwartungen an sich selbst bewusst zu werden, statt die anderer Menschen zu erfüllen.

Am Ende des Buches bleibt man nachdenklich zurück und schaut auch mal ins eigene Leben. Trotz all dieser Denkanstöße habe ich das Buch nicht als oberlehrerhaft empfunden. Ich konnte mir Valentins Villa gut vorstellen und das Gefühl der Ruhe, das dort herrscht, nachempfinden.

Von mir daher eine Lese Empfehlung für dieses etwas ruhigere Buch, das den Leser zum Nachdenken bringt.

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Veröffentlicht am 08.11.2020

Klufti der 11.

Funkenmord (Kluftinger-Krimis 11)
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Kluftinger ist nach dem letzten Fall noch immer angeschlagen, wühlte der doch die Ereignisse seines ersten großen Falls noch einmal auf. Auch der Tod des Kollegen Strobl hat er noch nicht richtig verdaut, ...

Kluftinger ist nach dem letzten Fall noch immer angeschlagen, wühlte der doch die Ereignisse seines ersten großen Falls noch einmal auf. Auch der Tod des Kollegen Strobl hat er noch nicht richtig verdaut, auch der Rest des Teams ist deswegen noch angeschlagen. Dazu kommt der Zweifel den damaligen Fall wirklich gelöst zu haben. So macht er sich daran, den alten Fall noch einmal aufzurollen. Da er nun auch noch zum Interims-Polizeipräsidenten ernannt worden ist, steht dem auch niemand im Wege. Gemeinsam mit der neuen Kollegin macht er sich auf die Suche nach neuen Hinweisen, die das damalige Geschehen neu beleuchten können.

Das Buch liest sich wie gewohnt locker und Kluftinger liefert auch immer wieder Anlass zum Lachen, steht er doch mit der modernen Technik immer noch auf Kriegsfuß. Whats App und der Thermomix sind halt doch alles neu für ihn. Die Dynamik im Team hat mir äußerst gut gefallen und die neue Kollegin passt richtig gut dort mit rein. Gerade gegen Ende läuft die Truppe richtig auf Hochtouren auf.

Mir hat dieser Kluftinger wieder ausgezeichnet gefallen, der Band zeichnet sich durch eine ausgewogene Mischung von Humor und Ermittlungsarbeit aus. Auf jeden Fall hoffe ich jetzt, dass uns Klufti noch weiter erhalten wird und wir mit dem neuen Team noch einige Fälle lösen dürfen.

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Veröffentlicht am 06.11.2020

Nettes Buch zur Entspannung

Wer nicht liebt, der nicht gewinnt
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Dieser dritte Band aus der Mischief Bay Reihe dreht sich nun um Zoe und um Jen, die Tochter von Pam, die wir im ersten Band begleitet haben. Zoe hat sich gerade von ihrem langjährigen Freund getrennt und ...

Dieser dritte Band aus der Mischief Bay Reihe dreht sich nun um Zoe und um Jen, die Tochter von Pam, die wir im ersten Band begleitet haben. Zoe hat sich gerade von ihrem langjährigen Freund getrennt und weiss nicht so recht, was ihr die Zukunft bringen soll. Da trifft es sich gut, dass ihr Pam mit ein paar Ideen zur Seite stehen kann. Pam nutzt auch gleich die Gelegenheit, um Zoe mit ihrem Sohn Steven zu verkuppeln, allerdings ahnt sie nicht, wie gut sie da mit ihrem Wunsch gelegen hat, die beiden zu einem Paar zu machen. Jen dagegen hat mit Angstzuständen zu kämpfen. Sie hat Angst um ihren Sohn Jack, der sich eigentlich prächtig entwickelt, nur nicht spricht. Und sie hat Angst um ihren Mann Kirk, der als Detective bei der Polizei arbeitet. Nur langsam schafft sie es sich einzugestehen, was nicht rund läuft und sich aus ihrer Lage zu befreien.

Das Buch liest sich genau wie die Vorgänger sehr gut, man ist auch gleich drin in der Geschichte. Und wie auch in den Vorgängern ging mir hier mindestens eine Person sehr auf den Geist. In diesem Fall ist es Jen, die sich am Anfang wirklich wie eine total überdrehte Helikoptermutter benimmt. Ich habe aber den Eindruck, dass das was die Autorin beschreibt tatsächlich der typisch amerikanische Alltag ist, der mir in letzter Zeit sowieso immer verrückter vorkommt. Glücklicherweise verpasst die Autorin ihren Figuren aber auch immer einen gewaltigen Entwicklungsschritt, so dass sich dann doch meist alles zum Guten wendet. So auch diesmal.
Mir hat das Buch viel Spaß gemacht und ich freue mich nun auf Band 4 der Reihe.

Von mir daher durchaus eine Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 05.11.2020

eine magische Liebesgeschichte

Mit dir für alle Zeit
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Am 5. Dezember 1937 fällt Joe in der Bahnhofshalle von Grand Central in New York eine junge Frau auf, die ohne Mantel unterwegs ist. Er spricht sie an und sie bezaubert ihn mit ihrer Art. Genau ein Jahr ...

Am 5. Dezember 1937 fällt Joe in der Bahnhofshalle von Grand Central in New York eine junge Frau auf, die ohne Mantel unterwegs ist. Er spricht sie an und sie bezaubert ihn mit ihrer Art. Genau ein Jahr später sieht er sie wieder und lässt sich bei einem gemeinsamen Abend ihre Telefonnummer geben. Als er versucht sie zu erreichen, stellt sich heraus, dass Nora 1925 bei einem Zugunglück in Grand Central ums Leben kam. Als sie 1939 wieder auftaucht macht sich Joe daran herauszufinden, was Nora zurückbringt und welche Grenzen ihr gesetzt sind. Denn zwischen den beiden entsteht eine Liebe, die sie durch die Zeiten verbindet.

Wir begleiten Joe und Nora durch mehrere Jahre ihres gemeinsamen Lebens, in dem sie versuchen sich so etwas wie eine Zukunft aufzubauen. Dabei gerät Joe immer wieder in Konflikt mit seiner Loyalität seiner Familie gegenüber. Besonders als der 2. Weltkrieg ausbricht und sein Bruder ihm seine Familie anvertraut, als er in den Kampf zieht.

Dieser Konflikt und der wachsende Altersunterschied zwischen Joe und Nora machen den Leser immer neugieriger darauf, wie die Autorin wohl diese Konflikte lösen wird. Am Ende wird ihr das auch schlüssig gelingen. Bis dahin begleiten wir Nora in ihrem begrenzten Leben in Grand Central. Sie sucht sich Aufgaben, die sie beschäftigen und ihr das Gefühl geben, nützlich zu sein, während Joe als Stellwerker arbeitet.

Mir hat das Buch ausgesprochen gut gefallen. Der Schreibstil vermittelt das Leben in New York und gerade in Grand Central sehr plastisch, man hat von Anfang an das Gefühl mit durch den Bahnhof zu wandern. Der Wechsel zwischen den Perspektiven von Joe und Nora gelingt der Autorin gut, man kann sich in beide gut einfühlen. Ich muss gestehen, es fiel mir am Anfang nicht leicht, mir auch nur ansatzweise ein gelungenes Ende für das Buch vorzustellen, dies ist der Autorin aber gelungen. Die Liebesgeschichte zwischen Joe und Nora hat tatsächlich etwas magisches. Ohne die entsprechenden Umstände wäre aus den beiden wohl kaum ein Paar geworden.

Ich kann diese magische Liebesgeschichte nur empfehlen, es ist wirklich ein schönes Buch!

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Veröffentlicht am 02.11.2020

Heimelig

Eisblumenwinter
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Eisblumenwinter führt uns wieder zur Familie von Pia, die wir schon in „Drei Schwestern am Meer“ kennengelernt haben. Ihrer Oma geht es nach dem Herzstillstand wieder gut, Opa Georg gehört nun fest zur ...

Eisblumenwinter führt uns wieder zur Familie von Pia, die wir schon in „Drei Schwestern am Meer“ kennengelernt haben. Ihrer Oma geht es nach dem Herzstillstand wieder gut, Opa Georg gehört nun fest zur Familie und eigentlich könnte alles gut sein, wenn da nicht Pias Liebe zu Paul wäre, der 500 km entfernt auf Juist lebt und nicht von dort weg möchte. Durch die Ahnenforschung ihrer Großtante Erika stößt die Familie auf Tante Hedwig, die Schwester von Omas und Erikas Mutter, die irgendwann einfach aus der Familie verschwunden war. Diese Entdeckung stößt noch einmal große Umwälzungen in der Familie an.

Paul ist dem Leser auch schon bekannt, aus der Reihe um den Freundeskreis auf Juist.

Das Buch dreht sich weniger um die Beziehung von Paul und Pia, als um die Bedeutung von Liebe. Im Vordergrund steht eigentlich mehr das Wiedersehen mit Tante Hedwig und dessen Konsequenzen. Wie schon in all ihren anderen Büchern gelingt es Anne Barns ein wunderbar wohliges Setting aufzubauen, mit gemütlichen Heimen, leckerem Essen und einer Familie und Freunden, die sich gegenseitig stützen und helfen.

Ich habe das Buch in einem Rutsch gelesen und mich sehr gefreut, noch einmal von Pia, Rina und Jana zu lesen.

Am Ende gibt es wie gewohnt noch Rezepte zu den Köstlichkeiten, die im Buch erwähnt werden.

Von mir also wieder eine volle Leseempfehlung für dieses wirklich heimelige Buch.

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