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Veröffentlicht am 22.03.2026

Das war wohl nix

REM
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Annika Strauss und Sebastian Fitzek haben zusammen einen Horrorthriller geschrieben. „Wer reitet so spät durch Nacht und Wind? Es ist der Vater mit seinem Kind…“
Hier ist es Jörg mit seiner Tochter Alysee. ...


Annika Strauss und Sebastian Fitzek haben zusammen einen Horrorthriller geschrieben. „Wer reitet so spät durch Nacht und Wind? Es ist der Vater mit seinem Kind…“
Hier ist es Jörg mit seiner Tochter Alysee. Und natürlich reitet er nicht, sondern rast mit seinem Wagen durch die Dunkelheit.
»Du darfst nicht einschlafen!« Alysee ist vier Jahre alt, als ihr Vater sie panisch anfleht, wach zu bleiben. Doch dem Mädchen fallen die Augen zu. Als sie aufwacht, ist ihr Vater tot.
Alysee hatte sich heimlich ein Somnakular aufgesetzt, eine Art VR-Brille und offenbar etwas Schreckliches gesehen.
21 Jahre später. Alysee hat ein Computerspiel programmiert. Auf dem Weg zur Abgabe begegnet sie der Rechtsanwältin Emilia Bergmann und erfährt, dass Jörg ihr ein altes Hotel vererbt hat.
Zusammen mit ihrem Jugendfreund Nico, mit dem sie aufgewachsen ist, begibt sie sich ins „de Ville“ und der Albtraum beginnt…
Wer „Duddits - Dreamcatcher“ (= Traumfänger) vom „Meister des Horrors“ King gelesen hat, ahnt wie die Geschichte enden könnte. Eine irre, wirre, blutige Geschichte.
„Nachtfahrt“ von Annika Strauss hatte von mir 4* bekommen. Sebastian Fitzeks Werke in der Regel auch, mindestens. Aber REM ist für mich „Ein Satz mit X.“
Dann doch lieber Vincent Kliesch „Nach einer Idee von Sebastian Fitzek“ oder gleich „Edward mit den Scherenhänden“.

Fazit: Leidlich spannende Mischung aus Grusel- und Science-Fiction-Story. Ich rate ab.

Veröffentlicht am 22.03.2026

Wer ist Freund und wer Feind?

Bachelorette Party
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„Bachelorette Party“ von Camilla Sten hat mir richtig gut gefallen. Bisher kannte ich die Autorin nur als Horror-Queen. Worum geht es?
Der Prolog startet im Jahr 2012. Eine abgelegene schwedische Schäreninsel, ...


„Bachelorette Party“ von Camilla Sten hat mir richtig gut gefallen. Bisher kannte ich die Autorin nur als Horror-Queen. Worum geht es?
Der Prolog startet im Jahr 2012. Eine abgelegene schwedische Schäreninsel, vier Freundinnen, eine Übernachtung, das war seit Jahren ihre Tradition: Matilda, Linnea, Evelina und Anna. Eine von ihnen ist schwanger. Kurz darauf ist die Erste tot. Und dann die Nächste. Nur ihr Boot wird gefunden. Was war geschehen?
Zehn Jahre später reisen sechs Frauen auf die Insel um einen Junggesellinnenabschied zu feiern. Inzwischen gibt es dort ein Yoga-Retreat. Anneliese, die Braut, Trauzeugin Mikaela, Natalie, Caroline, Lena und ihre Schwester, die True-Crime-Podcasterin Tessa. Des Weiteren Irene, die Besitzerin und der Koch Adam.
Geplant sind vier Tage mit Yoga am Strand, lecker Essen und Party. Was als Quality Time mit den besten Freundinnen beginnt, mündet in einen wahren Horrortrip.
Plötzlich treibt das Boot im offenen Meer und die Gruppe ist somit auf der Insel gefangen. Kurz darauf wird eine der Teilnehmerinnen tot aufgefunden.
Der Mörder ist unter ihnen. Und er wird wieder töten. Wo liegt das Motiv? Die Idee an sich ist ja nicht neu. Aber ich liebe Locked Room Mysterys.
Erzählt wird die Geschichte aus wechselnden Perspektiven und auf mehreren Zeitebenen: Zehn Jahre zuvor, zwei Jahre zuvor und heute.
„Bachelorette Party“ braucht lange um Fahrt aufzunehmen, aber dann geht echt die Post ab. Die Handlung schlägt in kürzester Zeit von entspannt zu dramatisch um. Ein tolles, klaustrophobisches Setting. Atmosphärisch, blutig und grausam. Natürlich geht es um Rache.
Gefallen hat mir auch, wie die Autorin sich über Yoga lustig macht:
„Menschen, die den Geschmack von grünem Saft und Kombucha mögen, die mit Begeisterung um fünf Uhr morgens aufstehen, um irgendwelche angeblichen Giftstoffe beim Sauna-Work-out rauszuschwitzen. Ich bin überzeugt, dass das Hochgefühl beim Joggen ein Mythos und Sunrise-Yoga ein Schwindel ist…“

Fazit: Packender Thriller. Bekanntes Setting, gute Umsetzung. Gern gelesen.

Veröffentlicht am 20.03.2026

Boisen & Nyborg jagen einen Serienkiller

Nordlicht - Das fremde Gesicht
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„Nordlicht - Das fremde Gesicht“ von Anette Hinrichs ist bereits der siebte Fall für das deutsch-dänische Ermittlerduo Boisen & Nyborg und die Sondereinheit GZ Padborg. Worum geht es?
2015: Ein mysteriöser ...


„Nordlicht - Das fremde Gesicht“ von Anette Hinrichs ist bereits der siebte Fall für das deutsch-dänische Ermittlerduo Boisen & Nyborg und die Sondereinheit GZ Padborg. Worum geht es?
2015: Ein mysteriöser Prolog.
Danach gibt es ein Wiedersehen mit Vibeke Boisen. Sie wird zu einem Tatort gerufen: Auf einem Gestüt in Süderlügum wurde ein Toter gefunden. Es handelt sich um den jüngsten Sohn der Familie, Falk: Das Gaffer-Tape. Der Taser. Die am Seil aufgehängte Leiche und ein Foto im Mund des Opfers. Was hat das zu bedeuten?
10 Tage später begegnen wir Rasmus Nyborg. Er hat geträumt, erinnert sich an seinen verstorbenen Sohn Anton. Rasmus bekommt es mit einem ähnlichen Todesfall in Tønder, Dänemark, zu tun: Das Opfer heißt Mikkel. Mund und Nase mit Gaffer-Tape verklebt, ein zusammengeknülltes Foto mit dem Gesicht eines fremden Jungen im Mundraum.
Falk und Mikkel: Der gleiche Modus Operandi. Somit ein Fall für die Sondereinheit GZ Padborg. Über das Wiedersehen mit Vibeke, Rasmus, Pernille und Luis Silva habe ich mich gefreut. Das Ist immer ein bisschen wie nach Hause kommen.
Als es weitere Tote gibt, wird klar, dass die Ermittler es mit einem Serientäter zu tun haben. Aber, wo ist die Verbindung?
„Nordlicht - Das fremde Gesicht“ ist ein Buch, das Mobbing thematisiert. Immer wieder sind Rückblicke in die Vergangenheit eingestreut, zehn Jahre zuvor. Sie verleiten zu unterschiedlichen Spekulationen und Deutungen.
Die Auflösung war für mich keine große Überraschung, denn alle anderen Verdächtigen waren irgendwann tot.
Das Buch endet mit einem fiesen Cliffhanger, der neugierig macht auf die Fortsetzung.

Fazit: Eine tragische Geschichte. Atmosphärisch. Gut, für mich aber nicht das beste Buch der Reihe.

Veröffentlicht am 17.03.2026

Gunni Hilding ermittelt

Tatort Trelleborg - Gunni Hilding ermittelt
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Als Fan der ersten Stunde habe ich alles von Mattias Edvardsson mit Freude gelesen. Er ist ein guter Beobachter und großartiger Erzähler. Auch „Tatort Trelleborg“ überzeugt auf ganzer Linie. Worum geht ...


Als Fan der ersten Stunde habe ich alles von Mattias Edvardsson mit Freude gelesen. Er ist ein guter Beobachter und großartiger Erzähler. Auch „Tatort Trelleborg“ überzeugt auf ganzer Linie. Worum geht es?
Trelleborg, Südschweden, Mai 1989: Wir lernen Lola und ihren Sohn Robin kennen. Er will mit den beiden Nachbarsjungen Daniel und Dennis im Wald spielen - und verschwindet. Kurz darauf wird er tot aufgefunden. Schnell steht fest, Robin wurde ermordet.
Gabeljung, eine verschworene Gemeinde. Immer mehr Personen kommen als Täter in Frage: Allan, Andres, Stefan oder Ekel-Bengt? Und dann sind da noch Tony, Lolas neuer Partner und Leif, der Vater von Daniel und Dennis sowie Kristian „Krille“, Robins leiblicher Vater. Fast jeder hat etwas zu verbergen.
Gunni Hilding und ihre Kollegin Inga ermitteln. Ein Tatverdächtiger wird zwar verhaftet, aber ist er auch der Richtige? Und wo liegt sein Motiv? Doch dann gibt es eine dramatische Wende. Der Verdächtige wird entlassen, die Ermittlungen abgeschlossen.
Fünf Jahre später, Juni 1994: Wieder wird ein totes Kind gefunden und Gunni zurück in die Vergangenheit katapultiert.
„Tatort Trelleborg“ ist spannend und unterhaltsam. Kurze Kapitel und wechselnde Perspektiven sorgen für Dynamik. Falsche Fährten und überraschende Wendungen bereichern die Geschichte. Was ist wahr, was ist Lüge?
Die Figurenzeichnung ist gut gelungen. Inga und Gunni sind mir sofort ans Herz gewachsen, ein Team, das sich perfekt ergänzt: Fachkenntnis und Lebenserfahrung gepaart mit Jugend und Neugier. Auch ihr Kollege Hasse und ihr Chef Valter kommen sympathisch rüber.
Gunni ist ein interessanter Charakter, der mit den Dämonen der Vergangenheit zu kämpfen hat. Sie ist bei den Zeugen Jehovas aufgewachsen. Das hat Spuren hinterlassen. Aber sie ist hartnäckig und verbeißt sich in den Fall.
Das Buch endet mit einem fiesen Cliffhanger. Ich kann es kaum erwarten, dass Band 2 erscheint.

Fazit: Packender Auftakt einer neuen Krimireihe mit einer ungewöhnlichen Heldin. Unbedingt Lesen!

Veröffentlicht am 11.03.2026

Ein Horrortrip

Kalt wie die Luft
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„Kalt wie die Luft - Jakob Webers erster Fall“ von Orjan N. Karlsson überzeugt auf ganzer Linie. Den Autor kannte ich bisher nicht. Eine echte Entdeckung! Worum geht es?
In Bodø, nördlich des Polarkreises, ...


„Kalt wie die Luft - Jakob Webers erster Fall“ von Orjan N. Karlsson überzeugt auf ganzer Linie. Den Autor kannte ich bisher nicht. Eine echte Entdeckung! Worum geht es?
In Bodø, nördlich des Polarkreises, kehrt die 19-jährige Iselin Hanssen von ihrer Joggingrunde nicht zurück. Kriminalkommissar Jakob Weber und seine neue Kollegin Noora Yun Sande übernehmen den Fall. Später wird in einem Wandergebiet ein blutiges T-Shirt gefunden. Iselins?
Kurz darauf verschwindet auf einer einsamen Insel eine weitere junge Frau, Marte Moi, eine Influencerin, besser bekannt als „NatureLady“. Insgesamt vier junge Frauen. Vier Vermisstenfälle, die 29 Jahre auseinanderliegen. Ist ein Serienkiller am Polarkreis unterwegs?
„Kalt wie die Luft“ ist ein fesselnder Thriller. Es geht hart zur Sache. Wechselnde Perspektiven, auch aus Tätersicht, sorgen für Dynamik. Falsche Fährten und überraschende Wendungen bereichern die Geschichte.
Jakob und Noora kommen sympathisch rüber. Jakob ist frisch verwitwet und kümmert sich rührend um seinen Halbbruder. Noora ist auf der Flucht aus einer toxischen Beziehung.
Da ich schon oft in Norwegen war, auch in Narvik und auf den Lofoten, musste ich dieses Buch unbedingt lesen und wurde nicht enttäuscht.
Ein Cliffhanger macht Lust auf die Fortsetzung, „Dunkel wie die Nacht“, die im Herbst erscheinen soll.

Fazit: Gelungener Auftakt einer neuen Nordland-Reihe. Spannung pur!