Cui bono?
Pipeline„Die Mächtigen“ von Lucas Fassnacht hatte mich begeistert und auch sein neuer Thriller „Pipeline“, der auf Tatsachen beruht und in Südfrankreich verortet ist, überzeugt mit einem originellen Plot und einer ...
„Die Mächtigen“ von Lucas Fassnacht hatte mich begeistert und auch sein neuer Thriller „Pipeline“, der auf Tatsachen beruht und in Südfrankreich verortet ist, überzeugt mit einem originellen Plot und einer Menge Spannung. Worum geht es?
Da die Rhône aufgrund der Klimaerwärmung langfristig weniger Wasser führt, droht bei einer Reihe von südfranzösischen Atomkraftwerken die Kühlung zu versagen. Also wird die deutsche Firma Vogt Rohrsysteme beauftragt, eine Pipeline zu bauen, die das entsalzte Wasser vom Mittelmeer ins Landesinnere pumpen soll.
Die Widerstände sind enorm und eines Tages geht eine Pumpstation in Flammen auf. Ein Sabotageakt? Kommunikationsexpertin Cecilia Thoma soll für die Baufirma vor Ort die Wogen glätten und gerät bei ihren Recherchen mehr als einmal in Gefahr…
„Pipeline“ ist herausfordernd und anspruchsvoll. Dazu ein flüssig zu lesender, sprachlich gewandter Schreibstil. Es geht um die Macht der Konzerne auf Kosten der Bevölkerung und der Umwelt - und um schnöde Rache.
Die Geschichte wird in kurzen Kapiteln und aus verschiedenen Perspektiven erzählt. Auch der Humor kommt nicht zu kurz. Die Figuren sind glaubwürdig gestaltet. Mit jeder Seite fiebert man mit und gewinnt Sympathie für Cecilia.
Fazit: Spannender Südfrankreich-Thriller. Brandaktuell!