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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.02.2026

Cui bono?

Pipeline
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„Die Mächtigen“ von Lucas Fassnacht hatte mich begeistert und auch sein neuer Thriller „Pipeline“, der auf Tatsachen beruht und in Südfrankreich verortet ist, überzeugt mit einem originellen Plot und einer ...

„Die Mächtigen“ von Lucas Fassnacht hatte mich begeistert und auch sein neuer Thriller „Pipeline“, der auf Tatsachen beruht und in Südfrankreich verortet ist, überzeugt mit einem originellen Plot und einer Menge Spannung. Worum geht es?
Da die Rhône aufgrund der Klimaerwärmung langfristig weniger Wasser führt, droht bei einer Reihe von südfranzösischen Atomkraftwerken die Kühlung zu versagen. Also wird die deutsche Firma Vogt Rohrsysteme beauftragt, eine Pipeline zu bauen, die das entsalzte Wasser vom Mittelmeer ins Landesinnere pumpen soll.
Die Widerstände sind enorm und eines Tages geht eine Pumpstation in Flammen auf. Ein Sabotageakt? Kommunikationsexpertin Cecilia Thoma soll für die Baufirma vor Ort die Wogen glätten und gerät bei ihren Recherchen mehr als einmal in Gefahr…
„Pipeline“ ist herausfordernd und anspruchsvoll. Dazu ein flüssig zu lesender, sprachlich gewandter Schreibstil. Es geht um die Macht der Konzerne auf Kosten der Bevölkerung und der Umwelt - und um schnöde Rache.
Die Geschichte wird in kurzen Kapiteln und aus verschiedenen Perspektiven erzählt. Auch der Humor kommt nicht zu kurz. Die Figuren sind glaubwürdig gestaltet. Mit jeder Seite fiebert man mit und gewinnt Sympathie für Cecilia.

Fazit: Spannender Südfrankreich-Thriller. Brandaktuell!

Veröffentlicht am 31.01.2026

Das Wesen 2.0

Ungelöst – Die erste Zeugin
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„Ungelöst - Die erste Zeugin“ ist der Auftakt einer neuen Cold-Case-Reihe von Arno Strobel, einem meiner Lieblingsautoren.
Im Mittelpunkt stehen die Medizinstudentin Luisa Menkhoff und der Hauptkommissar ...


„Ungelöst - Die erste Zeugin“ ist der Auftakt einer neuen Cold-Case-Reihe von Arno Strobel, einem meiner Lieblingsautoren.
Im Mittelpunkt stehen die Medizinstudentin Luisa Menkhoff und der Hauptkommissar Ramin Brunner. Luisa wurde als Kind entführt. Kann sie mit ihren Erfahrungen und ihrer speziellen Gabe der Polizei bei einem aktuellen Fall helfen?
Es gibt einen Verweis auf „damals“: Das Wesen! Hatte ich natürlich gelesen. Was haben die Kapitel in Kursivschrift zu bedeuten? Alles sehr mysteriös.
„Ungelöst - Die erste Zeugin“ ist quasi die Fortsetzung von „Das Wesen“, einem Psychoduell zwischen dem Polizisten Bernd Menkhoff und dem Psychiater Dr. Joachim Lichner. Luisa ist Menkhoffs Tochter.
Wir begegnen alten Bekannten und Feinden. Auch Nicole Klement ist wieder mit von der Partie. Sie war damals erst mit Lichner, dann mit Menkhoff liiert - und nun ist sie verschwunden.
Menkhoff ist inzwischen tot, Lichner wieder auf freiem Fuß. Die Geschichte wiederholt sich. Es werden erneut kleine Mädchen vermisst. Und auch Luisa verschwindet abermals.
„Das Wesen“ fand ich toll, aber „Ungelöst“ hat mich nicht überzeugt. Denn die Geschichte ist ein wenig unrealistisch und auch ziemlich vorhersehbar, wenn man „Das Wesen“ gelesen hat. Es geht um Rache, Manipulation und Kontrolle.
Arno Strobel versteht es, durch immer wieder neue Wendungen die Ermittler und damit auch die Lesenden zu verwirren. Der Erzählstil treibt die Handlung ebenso voran wie zahlreiche Cliffhanger.
Zum Schluss nimmt die Geschichte nochmals eine überraschende Wendung bis zum Höhepunkt, einem Rededuell zwischen… Das wird hier natürlich nicht verraten.

Fazit: Luisa Menkhoff und Ramin Brunner ermitteln in ihrem 1. Fall. Netter Versuch.

Veröffentlicht am 28.01.2026

Fabian Risk ist zurück

Wellengrab (Ein Fabian-Risk-Krimi 7)
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Die Krimi-Reihe um den schwedischen Kommissar Fabian Risk von Stefan Ahnhem hatte mich begeistert. Aber „Meeressarg“, das ist lange her. Endlich erscheint, heiß ersehnt, „Wellengrab“, der siebte Fall ...


Die Krimi-Reihe um den schwedischen Kommissar Fabian Risk von Stefan Ahnhem hatte mich begeistert. Aber „Meeressarg“, das ist lange her. Endlich erscheint, heiß ersehnt, „Wellengrab“, der siebte Fall für Fabian Risk - und eindeutig der beste bisher. Worum geht es?
Der Prolog führt uns zurück in das Jahr 2000. Wir lernen Lennert Olin kennen. Sein kleiner Sohn Samuel wurde entführt - nun bekommt er ihn tot in einem alten Koffer zurück. Der Anfang einer Serie?
Teil 1 beginnt im September 2025. Wir begegnen Harald und Amanda Olsson. Ihre Tochter Emelie verschwindet aus ihrem Zimmer. Sie wurde ebenfalls entführt.
Danach gibt es ein Wiedersehen mit Fabian und seiner Tochter Matilda. Sie sind mit einem Segelboot unterwegs und erleben von dort aus einen Stromausfall in Schweden. Seltsame Vorfälle häufen sich. Fabian, ein guter Beobachter und Kenner menschlicher Abgründe, entdeckt einen Zusammenhang…
Über das Wiedersehen mit Fabian und seiner Truppe, habe ich mich gefreut. Immer mal wieder finden sich Bezüge zu den Vorgängern. Daher empfehle ich, die Bücher chronologisch zu lesen, zumindest aber den Vorgängerroman. Wenn man hier die Personen, wie zum Beispiel Dunja, nicht zuordnen kann, lässt das wahrscheinlich Fragen offen.
„Wellengrab“ ist vielschichtig, komplex - und hochspannend. Nichts für Zartbesaitete. Denn es geht um Menschen mit fragwürdiger Gesinnung, die daran arbeiten, die Demokratie zu untergraben und auch vor Terroranschlägen nicht zurückschrecken. Es wird gefoltert und gemordet. Bis zum atemberaubenden Finale. Aber auch der Humor kommt nicht zu kurz.

Fazit: Fall Nr. 7 für Fabian Risk. Brandaktuell!

Veröffentlicht am 16.01.2026

Langweilig und ermüdend

Verbrenn das Negativ
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Um es gleich vorwegzunehmen, nach mehreren Anläufen habe ich „Verbrenn das Negativ“, den Debütroman von Josh Winning abgebrochen.
Schade, denn die Inhaltsangabe ließ auf einen gruseligen Horrorthriller ...

Um es gleich vorwegzunehmen, nach mehreren Anläufen habe ich „Verbrenn das Negativ“, den Debütroman von Josh Winning abgebrochen.
Schade, denn die Inhaltsangabe ließ auf einen gruseligen Horrorthriller im Stil der 80er/ 90er Jahre hoffen. Doch ich wurde enttäuscht. Das Buch ist einfach nur langweilig und dröge. Doch worum geht es?
Journalistin Laura Warren fliegt nach L.A., um vom Set einer neuen Streaming-Horror-Serie zu berichten. Dort angekommen, sieht sie, wie ein Mann von einer Brücke springt und direkt hinter ihrem Wagen aufschlägt. Hat es wieder angefangen?
Die Serie, über die sie berichten soll, ist ein Remake von The Guesthouse, einem fiktiven Horrorfilm des Jahres 1993, in dem sie die Hauptrolle spielte: Ein kleines Mädchen mit der schrecklichen Gabe, den Leuten vorhersagen zu können, wie der Needle Man sie töten wird.
Zeitungsausschnitte, Ausschnitte aus dem Drehbuch und Web-Artikel zwischen den Kapiteln haben meinen Lesefluss gestört. Zudem war mir die Protagonistin nicht sympathisch. Und so habe ich nach ca. 100 Seiten aufgegeben und das Buch vorzeitig abgebrochen.

Fazit: Abgebrochen. Reine Zeitverschwendung!

Veröffentlicht am 14.01.2026

Das Jubiläum

Ostfriesenerbe
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Um es gleich zu sagen, „Ostfriesenerbe“ ist der 20. Fall für Ann Kathrin Klaasen. Ein Jubiläum - und das erste Buch dieser Reihe, das ich abgebrochen habe. Worum geht es?
Zwei Frauen werden ermordet. ...


Um es gleich zu sagen, „Ostfriesenerbe“ ist der 20. Fall für Ann Kathrin Klaasen. Ein Jubiläum - und das erste Buch dieser Reihe, das ich abgebrochen habe. Worum geht es?
Zwei Frauen werden ermordet. Eine von ihnen hatte kurz vor ihrem Tod der Kult-Kommissarin ein Vermächtnis hinterlassen. Sie gehörte zum „Club der Wissenden“, einem geheimen Club innerhalb der Polizei.
Gibt es eine Verbindung? Ist der Täter möglicherweise derselbe, der in „Ostfriesennebel“ Zielfahnder Wollenweber vom BKA getötet hatte? Ist auch Ann Kathrin jetzt in Gefahr?
Man kann Klaus-Peter Wolf wohl durchaus als Vielschreiber bezeichnen: Denn neben der Ostfriesenreihe gibt es noch die Sommerfeldt- und die Weihnachtsmannkiller-Krimis, zudem Kinder- und Jugendbücher. Da leidet dann vielleicht doch einmal die Qualität.
Wie schon im Vorgänger ist die Geschichte am Anfang witzig, später nur noch albern. Ständig möchte man Weller und Ann Kathrin zurufen: „Wann man ihr endlich eure Fischbude in Norddeich auf?“
Alles in allem für meinen Geschmack etwas „too much“. Und so habe ich nach ca. 100 Seiten, als Sommerfeldt in das Geschehen eingreift, das Buch vorzeitig abgebrochen.

Fazit: Abgebrochen. Leider war es nicht meins.