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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 20.06.2021

Still ruht der See

Buona Notte - Ein Lago-Maggiore-Krimi
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„Buona Notte“ von Andrea Di Stefano ist der zweite Fall für den deutschen Ex-Polizisten Lukas Albano Geier in Maccagno am Lago Maggiore. „Tutto Bene“ hatte mich überzeugt und auch die Fortsetzung hat ...


„Buona Notte“ von Andrea Di Stefano ist der zweite Fall für den deutschen Ex-Polizisten Lukas Albano Geier in Maccagno am Lago Maggiore. „Tutto Bene“ hatte mich überzeugt und auch die Fortsetzung hat mich nicht enttäuscht. Worum geht es?
Andrea Di Stefano ist ein Pseudonym der Brüder Andreas und Stephan Lebert.
„Buona Notte“ ist kein typischer Urlaubskrimi mit einem immer gleichen Kommissar. Der Protagonist ist Musiker, wovon er gut leben kann. Diesmal steht Cristina Conti, eine Polizistin, die Lukas aus dem ersten Fall kennt, in Verdacht, ihren Bruder ermordet zu haben. Lukas glaubt das nicht und stellt Nachforschungen an. Doch die Vergangenheit holt einen immer ein…
Alles in allem ein Buch, das für meinen Geschmack etwas spannender hätte sein können.

Fazit: Fall Nr. 2 für Lukas Albano Geier. Atmosphärisch!

Veröffentlicht am 16.06.2021

Horrormetzger macht Kopenhagen unsicher

Eis. Kalt. Tot.
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„Kalter Strand“ und „Kalte Nacht“ von Anne Nørdby hatten mich begeistert, aber „Eis. Kalt. Tot“, ein Fall für die Super-Recognizerin Marit Rauch Iversen, hat mich enttäuscht.

Ein brutaler Mörder formt ...


„Kalter Strand“ und „Kalte Nacht“ von Anne Nørdby hatten mich begeistert, aber „Eis. Kalt. Tot“, ein Fall für die Super-Recognizerin Marit Rauch Iversen, hat mich enttäuscht.

Ein brutaler Mörder formt aus den Körpern seiner Opfer abscheuliche Figuren und setzt sie bizarr in Szene. Was für ein krankes Spiel! Wer ist wohl der Nächste und warum?

„Eis. Kalt. Tot“ ist ein Thriller mit hohem Ekelfaktor. Ein Buch, das ich nach etwa 100 Seiten abgebrochen habe. Schockieren reicht eben nicht, um Spannung zu erzeugen.

Dazu eine mega unsympathische Protagonistin von der Mordkommission.

Fazit: Abgebrochen, leider war es so gar nicht meins.

Veröffentlicht am 15.06.2021

Ein absolut unsympathischer Protagonist

Hundstage für Beck
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Um es gleich vorwegzunehmen, nach 36 Seiten habe ich „Hundstage für Beck“ von Tom Voss alias Sven Koch abgebrochen. Schade, denn die Inhaltsangabe ließ auf einen spannenden Krimi hoffen.

Aber ein Polizist, ...

Um es gleich vorwegzunehmen, nach 36 Seiten habe ich „Hundstage für Beck“ von Tom Voss alias Sven Koch abgebrochen. Schade, denn die Inhaltsangabe ließ auf einen spannenden Krimi hoffen.

Aber ein Polizist, der sich im Gestern suhlt, zu viel trinkt und dann auch noch Auto fährt, schließlich eine Leiche verschwinden lässt… Sorry, das geht gar nicht. Da möchte ich nicht weiterlesen.

Fazit: Abgebrochen. Schreibstil und Personen haben mir nicht gefallen.

Veröffentlicht am 13.06.2021

Sport ist Mord

Die Karte
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„Die Karte“ von Andreas Winkelmann ist der vierte Fall für Jens Kerner und Rebecca Oswald aus Hamburg. Für mich das beste Buch der Reihe. Worum geht es?
Joggerinnen, die ihre Laufstrecken in einer Community ...

„Die Karte“ von Andreas Winkelmann ist der vierte Fall für Jens Kerner und Rebecca Oswald aus Hamburg. Für mich das beste Buch der Reihe. Worum geht es?
Joggerinnen, die ihre Laufstrecken in einer Community teilen, werden Opfer eines kaltblütigen Killers. Er stranguliert seine Opfer und filmt ihren Todeskampf mit dem Handy. Jens und Rebecca müssen den Killer finden, bevor es weitere Opfer gibt. Doch noch gibt es keine Parallelen, keine Anhaltspunkte, nach welchen Kriterien der Täter seine Auswahl trifft. Ein unerwarteter Todesfall im Kollegenkreis bringt Jens an seine Grenzen...
Der Autor thematisiert den teils leichtfertigen Umgang mit sensiblen Daten in den sozialen Medien und seine Folgen, aktuell und brisant. Jens ist bei diesem Fall emotional gefordert, trotzdem muss er funktionieren und den Fall lösen. Gibt es einen Zusammenhang mit einem anderen Mord? Das gilt es herauszufinden, doch die Ermittlungen kommen lange nicht voran.
Man kann bei diesem Fall wunderbar miträtseln, der Plot ist dicht und unvorhersehbar, so dass ich bis zum Schluss im Dunkeln tappte. Über das Wiedersehen mit Jens und Becca habe ich mich gefreut und konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Absolut spannend mit vielen Cliffhangern, für mich ein Pageturner.

Fazit: Durchgängig spannend bis zum Schluss, der hoffentlich nicht das Ende der Reihe bedeutet.

Veröffentlicht am 09.06.2021

Nur einer kann gewinnen

Der Nachlass
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„Der Architekt“ und „Murder Park“ hatten mich überzeugt. Und auch „Der Nachlass“ hat mich nicht enttäuscht. Schon die Leseprobe ließ auf einen fesselnden, psychologisch raffinierteren Thriller hoffen. ...

„Der Architekt“ und „Murder Park“ hatten mich überzeugt. Und auch „Der Nachlass“ hat mich nicht enttäuscht. Schon die Leseprobe ließ auf einen fesselnden, psychologisch raffinierteren Thriller hoffen. Worum geht es?
Hedda Laurent ist tot. Ihr Mann, die vier Kinder mit ihren Familien und Heddas Bruder sind nach Berlin gekommen, um Abschied zu nehmen. Doch bei der Testamentseröffnung erleben sie eine böse Überraschung. Nur einer der Anwesenden wird Heddas beträchtliches Vermögen erben. Wer der Glückliche ist, soll ein Wettkampf entscheiden. 27 Aufgaben müssen die Angehörigen lösen. Wer wird verlieren, wer wird gewinnen? Und um welchen Preis?
Jonas Winner hat seinen neuen Thriller packend inszeniert. Der Plot erinnert an „Mord im Orientexpress“ von Agatha Christie: In einem abgeschlossenen Raum geschieht ein Mord; der Täter oder die Täterin muss sich unter den Anwesenden befinden, denen eine Flucht unmöglich ist. Nun ja, hier ist es eine Villa auf einer Insel im Tegeler See.
Der Autor, erzählt die Geschichte aus wechselnden Perspektiven. Zwischendurch sind immer wieder Rückblenden in die Vergangenheit eingestreut. Sie verleiten zu unterschiedlichen Spekulationen und Deutungen. Die Psycho-Spielchen, denen die Familie ausgesetzt ist, haben einen hohen Unterhaltungswert.
Nichts ist wie es scheint, niemand ist, wer er zu sein scheint. Irgendwann taucht die Frage auf, wer in diesem ganzen Szenario eigentlich Täter ist, wer ist Opfer? Die Frage bleibt lange unbeantwortet. Im letzten Drittel wird das Buch enorm spannend - und punktet mit einem mehr als überraschenden Ende.

Fazit: Starker Stoff. So muss Thriller!