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Veröffentlicht am 19.04.2020

Sommer, Sonne, Sonnenschein?

Mitten im August
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„Mitten im August“ ist der Auftakt einer neuen Krimiserie um den Insel-Polizisten Enrico Rizzi und seine Kollegin Antonia Cirillo. Capri, der ideale Ort, um Arbeit mit unnachahmlichem Urlaubsfeeling zu ...


„Mitten im August“ ist der Auftakt einer neuen Krimiserie um den Insel-Polizisten Enrico Rizzi und seine Kollegin Antonia Cirillo. Capri, der ideale Ort, um Arbeit mit unnachahmlichem Urlaubsfeeling zu verbinden? Die Idylle trügt! Das Verbrechen macht keinen Urlaub und kennt kein Sommerloch, sondern schlägt gnadenlos zu.
Mitten im August wird ein junger Mann in einem Ruderboot tot aufgefunden. Schon bald ist klar, es handelt sich um Jack Milani, Student der Ozeanologie und Sohn reicher Eltern aus dem Norden. Von seiner Freundin Sofia fehlt jede Spur. Rizzi und Cirillo ermitteln. Jede Menge Verdächtige, aber weit und breit kein Motiv…
Luca Ventura hat seinen Capri-Krimi atmosphärisch mit viel Lokalkolorit in Szene gesetzt. Wechselnde Perspektiven sorgen für Dynamik. Ab und zu sind Rückblenden in die Vergangenheit eingestreut. Neben dem Kriminalfall geht es auch um Umweltschutz.
Die Figurenzeichnung ist glaubhaft und durchdacht. Rizzi und Cirillo, die sich noch zusammenraufen müssen, sind mir sofort ans Herz gewachsen. Beide kämpfen mit den Dämonen der Vergangenheit. Das Privatleben der Protagonisten nimmt viel Raum ein.
Am Ende ist alles stimmig aufgelöst. Ein durchaus spannender und tiefgründiger Krimi mit vielen falschen Fährten. Ich habe ich mich gut unterhalten gefühlt und freue mich schon heute auf den zweiten Fall für Rizzi & Cirillo, der bereits in Arbeit sein soll.

Fazit: Mit diesem Capri-Krimi kommen Bella Italia und ein wenig Dolce Vita zu uns nach Hause. Perfekt!

Veröffentlicht am 15.04.2020

Zeitverschwendung

Das Dorf der toten Seelen
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Um es gleich vorwegzunehmen, nach mehreren Anläufen habe ich „Das Dorf der toten Seelen“ von Camilla Sten nach ca. 100 Seiten abgebrochen. Worum geht es?
Die Geschichte spielt in Silvertjärn, einem Geisterdorf ...

Um es gleich vorwegzunehmen, nach mehreren Anläufen habe ich „Das Dorf der toten Seelen“ von Camilla Sten nach ca. 100 Seiten abgebrochen. Worum geht es?
Die Geschichte spielt in Silvertjärn, einem Geisterdorf in Norrland, Nordschweden. Vor 60 Jahren verschwanden alle Bewohner von einem Tag auf den anderen spurlos, außer einem Baby.
Alice Lindstedt hat gerade die Filmhochschule in Stockholm abgeschlossen. Sie ist mit den Geschichten ihrer Großmutter über Silvertjärn aufgewachsen. Jetzt will sie darüber einen Dokumentarfilm drehen.
Erzählt wird die Geschichte auf zwei Zeitebenen, Damals und Heute. 80 Seiten passiert einfach nichts, bis jemand vor Schmerz ins Walkie-Talkie stöhnt…
Gruselig wie eine Horrorgurke aus den 70ern. Deshalb habe ich aufgegeben und das Buch abgebrochen. Stranger Things, eine US-amerikanische Science-Fiction-Mysteryserie, kannte ich vorher nicht.

Fazit: Abgebrochen. Das langweiligste Buch aller Zeiten. Schade…

Veröffentlicht am 14.04.2020

Er will doch nur spielen

NEON - Er tötet dich
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Ein Cop, der auf Rache sinnt. Eine Auftragskillerin in ihrem letzten Job. Und ein Serienkiller, der sich als Künstler versteht. Wo ist die Verbindung?
In Birmingham treibt ein Serienmörder, der sich ...


Ein Cop, der auf Rache sinnt. Eine Auftragskillerin in ihrem letzten Job. Und ein Serienkiller, der sich als Künstler versteht. Wo ist die Verbindung?
In Birmingham treibt ein Serienmörder, der sich NEON nennt, weil er die Leichen mit Leuchtreklame installiert, sein Unwesen. Detective Matt Jackson ermittelt. Als seine geliebte Frau Polly dem Killer zum Opfer fällt, will auch er nicht mehr leben und bestellt sich einen Auftragskiller.
In der Nacht seines geplanten Mordes gelingt Jackson jedoch ein Durchbruch im Fall Neon und so macht er seiner Mörderin Iris Palmer ein unwiderstehliches Angebot: sie soll helfen, Neon zu finden und ihn töten. Als Gegenleistung bekommt sie sein gesamtes Vermögen.
Eine tödliche Jagd beginnt…
G. S. Locke, ist das ein Pseudonym?, hat seinen/ ihren Thriller packend in Szene gesetzt. Wechselnde Perspektiven, auch aus Tätersicht, sorgen für Dynamik. Spannend, keine Frage. Eine Geschichte voller überraschender Wendungen bis zum unerwarteten Ende.
Die Figurenzeichnung ist gut gelungen. Und obwohl schnell klar ist, wer der Täter ist, tut das dem Thrill keinen Abbruch. Denn das Motiv bleibt bis zum Schluss im Dunkeln.

Fazit: Ein Team sind sie nicht wirklich, der Cop und die Auftragskillerin. Aber mal was anderes.

Veröffentlicht am 08.04.2020

Aus der Perspektive eines Killers

Zehn
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„Zehn“, das Thrillerdebüt des BKA-Beamten Andy Neumann, hat mich begeistert. Worum geht es?
Jahrelang zieht ein Serienmörder eine Blutspur durch Deutschland. Seine Taten haben nur eines gemeinsam: Sie ...


„Zehn“, das Thrillerdebüt des BKA-Beamten Andy Neumann, hat mich begeistert. Worum geht es?
Jahrelang zieht ein Serienmörder eine Blutspur durch Deutschland. Seine Taten haben nur eines gemeinsam: Sie sind nicht aufzuklären. Es gibt kein Muster, keine Zeugen, kein erkennbares Motiv, keine Verbindung zwischen den Opfern. Die Mordkommission unter der Leitung von Torben Kanther tappt im Dunkeln.
Nur der Journalist Rolf Günther Niessen scheint als Einziger den richtigen Riecher zu haben. Ist der Täter etwa ein Polizist?
BKA-Ermittler Neumann schildert das Psychogramm eines Mörders, der sich „Ten“ nennt und ein perfides Spiel spielt. Zehn Jahre, zehn Taten, das ist sein Plan. Kann Niessen den Killer stoppen, bevor der sein Ziel erreicht?
Andy Neumann hat seinen Erstling packend in Szene gesetzt. Wechselnde Perspektiven, auch aus Tätersicht, sorgen für Dynamik. Spannend, keine Frage. Eine Geschichte, die sich zudem flott und flüssig lesen lässt - bis zum fulminanten Showdown. Dadurch hebt sich Neumann wohltuend vom Gros vor allem amerikanischer Thrillerautoren ab.

Fazit: Thriller made in Germany. Spannend und lesenswert!

Veröffentlicht am 05.04.2020

Vom Redakteur zum Voyeur

Charming Boy
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Um es gleich vorwegzunehmen, bisher haben mich Bücher aus dem Gmeiner Verlag noch nie enttäuscht (zuletzt „Zurück im Zorn“ und „Kalte Nacht“). Aber „Charming Boy“ von Guido Eckert musste ich nach ca. ...


Um es gleich vorwegzunehmen, bisher haben mich Bücher aus dem Gmeiner Verlag noch nie enttäuscht (zuletzt „Zurück im Zorn“ und „Kalte Nacht“). Aber „Charming Boy“ von Guido Eckert musste ich nach ca. 100 Seiten abbrechen. Worum geht es?
Sebastian Heiter, der neue Mitarbeiter bei einer Berliner Tageszeitung, ist alles andere als charmant. Er ist ein skrupelloser Hacker. Er spät die Computer und Handys seiner Kolleg*innen aus und genießt die Macht über seine Opfer, die er Untergebene nennt.
Anfangs fand ich das noch witzig und interessant. Dann nur noch langweilig. Nach 115 Seiten habe ich entnervt aufgegeben und das Buch abgebrochen. Spannend ist anders. Noch dazu ein unsympathischer Protagonist, ein Manipulator, ein echter Psychopath.

Fazit: Abgebrochen. Leider war es so gar nicht meins.