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Veröffentlicht am 16.06.2019

Wie weit würdest du gehen, für die, die du liebst?

Kalter Strand
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Um es gleich vorwegzunehmen, „Kalter Strand“ von Anne Nørdby hat mich begeistert. Schauplatz ist eine Ferienhaussiedlung in Dänemark. Ein Unbekannter, der sich selbst »Das Auge« nennt, beobachtet heimlich ...


Um es gleich vorwegzunehmen, „Kalter Strand“ von Anne Nørdby hat mich begeistert. Schauplatz ist eine Ferienhaussiedlung in Dänemark. Ein Unbekannter, der sich selbst »Das Auge« nennt, beobachtet heimlich die Bewohner und zwingt sie, schreckliche Dinge zu tun. Wie konnte es dazu kommen?
Währenddessen ermitteln Tom Skagen von der Sondereinheit Skanpol aus Hamburg und seine Chefin Jette Vestergaard in Dänemark im Fall einer jungen Deutschen, die tot am Strand von Ringkøbing aufgefunden wurde. Handelt es sich um einen Unfall, Selbstmord oder gar Mord?
Anne Nørdby alias Anette Strohmeyer hat ihren Thriller atmosphärisch in Szene gesetzt. Im Mittelpunkt steht die Ermittlertätigkeit. Wechselnde Perspektiven, auch aus Tätersicht, sorgen für Dynamik. Spannend, keine Frage. Erst ganz am Ende schließt sich der Kreis. Die Auflösung ist überraschend, aber absolut stimmig.
Die Figurenzeichnung ist glaubhaft und durchdacht. Tom ist mir sofort ans Herz gewachsen. Auch, wenn er mit den Dämonen der Vergangenheit zu kämpfen hat. Mit Jette bin ich dagegen bis zum Schluss nicht wirklich warm geworden. Obwohl sie verheiratet ist und eine Tochter hat, geht sie fremd. Noch dazu mit einem Kollegen aus der SOKO.
Nichtsdestotrotz würde ich mich über eine Fortsetzung sehr freuen.

Fazit: Grausam und perfide. Danish Dynamite!

Veröffentlicht am 08.06.2019

Das perfekte Paar. Das perfekte Verbrechen?

Something in the Water – Im Sog des Verbrechens
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Während der Flitterwochen auf Bora Bora finden Erin und Mark etwas im Wasser, das ihre Ehe auf die Probe stellt und ihr Leben gefährdet.

Das Buch beginnt damit, dass Erin das Grab ihres Mannes aushebt. ...

Während der Flitterwochen auf Bora Bora finden Erin und Mark etwas im Wasser, das ihre Ehe auf die Probe stellt und ihr Leben gefährdet.

Das Buch beginnt damit, dass Erin das Grab ihres Mannes aushebt. Wie konnte es dazu kommen?

Drei Monate zuvor. Erin ist Dokumentarfilmerin. Mark Investmentbanker. Das perfekte Paar - bis Mark seinen Job verliert.

Doch für ihre Hochzeitsreise wollen sie sich noch einmal etwas gönnen. Bei einem Tauchausflug auf Bora Bora finden sie eine Tasche mit wertvollem Inhalt. Erin und Mark beschließen, die Tasche zu behalten...

Zurück in London beginnt ihr Geheimnis schon bald, sie in den Abgrund zu ziehen. Seltsame Dinge geschehen. Erin und Mark geraten in einen Sog aus internationaler Spionage und nationalen Katastrophen.

„Something in the Water - Im Sog des Verbrechens“ ist das Debüt der englischen Schriftstellerin und Schauspielerin Catherine Steadman.

Erzählt wird die Geschichte in der Ich-Perspektive aus Sicht von Erin. Eine wendungsreiche Geschichte, die nach kleinen Anlaufschwierigkeiten deutlich an Tempo zulegt. Die Figurenzeichnung fand ich dagegen eher dürftig.

Fazit: Spannender Psychothriller. Die ideale Strandlektüre - nicht nur für den Südsee-Urlaub.

Veröffentlicht am 08.06.2019

Terroralarm in Hamburg

Geisterfahrt
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Um es gleich vorwegzunehmen, „Geisterfahrt“ ist nach „Hell-Go-Land“ und „Sturmfeuer“ der 3. Band um die Helgoländer Polizistin Anna Krüger - und für mich das bisher beste Buch der Reihe. Schauplatz ist ...


Um es gleich vorwegzunehmen, „Geisterfahrt“ ist nach „Hell-Go-Land“ und „Sturmfeuer“ der 3. Band um die Helgoländer Polizistin Anna Krüger - und für mich das bisher beste Buch der Reihe. Schauplatz ist diesmal der Hamburger Dom, das größte Volksfest im Norden. Worum geht es?
Anna und ihre Kollegin Saskia begleiten ihren Vorgesetzten Paul nach Hamburg, um dessen Dienstjubiläum zu feiern. Auch Pauls neunjährige Tochter Pauline ist mit dabei. Gleich am Eingang findet Anna einen Ausweis. Die Zeichen deuten auf einen terroristischen Anschlag hin. Als wäre das nicht schon genug, ist Paula plötzlich verschwunden…
Die ganze Geschichte spielt an einem einzigen Abend innerhalb von zwei Stunden. Es wird sofort Spannung aufgebaut - und durchgehend gehalten. Wechselnde Perspektiven und ein Heer von Protagonisten sorgen für Dynamik. Abschnitte in fett formatierter Schrift verleiten zu unterschiedlichen Spekulationen und Deutungen.
Tim Erzberg ist mit seinem neuen Thriller ein packender Pageturner mit irrwitzigen Situationen gelungen. Es fällt schwer, das Buch aus der Hand zu legen. Der flüssige Schreibstil tut sein Übriges dazu, so dass man hier wirklich von Verschlingen statt Lesen sprechen kann. Das Karussell dreht sich immer schneller. Und am Ende ist nichts, wie es scheint.

Fazit: Fall Nr. 3 für Anna und Paul. Spannende Unterhaltung garantiert.

Veröffentlicht am 01.06.2019

Wer hat Angst vorm Schwarzen Mann?

Rachemädchen- Eine ist verschwunden. Eine ist angeklagt. Wer ist das Opfer?
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Um es gleich zu sagen, Rachemädchen hat mich enttäuscht. Vom Klappentext her hatte ich mir etwas anderes vorgestellt. Einen raffiniert gestrickten Psychothriller. Aber Mystery-Thriller trifft es wohl ...


Um es gleich zu sagen, Rachemädchen hat mich enttäuscht. Vom Klappentext her hatte ich mir etwas anderes vorgestellt. Einen raffiniert gestrickten Psychothriller. Aber Mystery-Thriller trifft es wohl eher. Doch worum geht es?
Wer ist der „Große Mann“ und warum hat Sadie Banner Ehemann Miles und Tochter Amber kurz nach der Geburt alleine gelassen? Auf 3 Zeitebenen wird der Leser neugierig auf das Ende gemacht. Aber teilweise zog es sich.
Der Originaltitel lautet „The Tall Man“. Bei uns sagt man wohl eher „Der schwarze Mann“, eine fiktive Figur, mit der Kindern Angst eingejagt wird.
Es handelt sich um den ersten Thriller von Phoebe Locke. Ein solides Debüt mit viel Luft nach oben.

Fazit: Naja. Ein Buch, das man lesen kann, aber nicht muss.

Veröffentlicht am 30.05.2019

Schöne neue Welt?

Tödliche neue Welt
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Münster in der nahen Zukunft. Die Digitalisierung ist weiter vorangeschritten. Doch die Schnittstellen, die durch die zunehmende Vernetzung entstehen, sind zugleich potentielle Einfallstore für Hacker. ...


Münster in der nahen Zukunft. Die Digitalisierung ist weiter vorangeschritten. Doch die Schnittstellen, die durch die zunehmende Vernetzung entstehen, sind zugleich potentielle Einfallstore für Hacker. Und nicht jeder hat gute Absichten.
In dieser Welt ist Hauptkommissar Alexander Ivens noch lange nicht angekommen. Dennoch soll er im Todesfall eines berühmten japanischen Künstlers ermitteln. Unterstützt wird er von seiner neuen Kollegin Maike Herwig. Jugend und Neugier gepaart mit Fachkenntnis und Lebenserfahrung - eine gute Kombination.
Schnell steht fest, Komohoto ist nicht der erste Tote, der unter mysteriösen Umständen ums Leben kam. Auch bei zwei Europaabgeordneten, die zuvor in Münster übernachtet hatten, ist die Todesart unklar. Ein furchtbarer Verdacht keimt auf: Wurden die Toten Opfer eines Cyberangriffs?
Ein erschreckendes Szenario, das Paul Weiler sich ausgedacht hat. Erschreckend real. Wechselnde Perspektiven, auch aus Tätersicht, sorgen für Dynamik. Spannend, keine Frage. Dazu wendungsreich erzählt. Nur das Ende fand ich etwas strange.
Die Figurenzeichnung ist glaubhaft und durchdacht. Ivens und Herwig sind mir sofort ans Herz gewachsen. Jeder hat sein Päckchen zu tragen. Alles in allem hat mich das Buch gut unterhalten. Und so bin ich schon gespannt, wie es mit Ivens und Herwig weitergeht.

Fazit: Münster-Krimi, der in der nahen Zukunft spielt. Spannend!