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Veröffentlicht am 02.01.2026

Ein vielversprechendes Ermittlerpaar

Die weiße Nacht
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Berlin liegt im Winter 1946 in Schutt und Asche. Die beißende Kälte macht den Menschen schwer zu schaffen, denn sie haben nichts zu essen. Die junge Fotografin Lou Faber unternimmt früh morgens Streifzüge ...

Berlin liegt im Winter 1946 in Schutt und Asche. Die beißende Kälte macht den Menschen schwer zu schaffen, denn sie haben nichts zu essen. Die junge Fotografin Lou Faber unternimmt früh morgens Streifzüge durch die Trümmerlandschaft, um ihren Hunger zu vergessen. Da findet sie auf einem Hinterhof eine junge Frau. Ihre Leiche wurde dort abgelegt und seltsam aufgebahrt. Als Lou die Tote fotografiert, ahnt sie nicht, daß ihre Aufnahmen wichtige Hinweise zur Lösung des Falles geben werden. Der hinzugezogene Kommissar Alfred König ist zunächst wenig begeistert über Lous Einmischung, doch bald sieht er ein, daß er Lou mit ihrer ganz eigenen Intuition an den Ermittlungen teilnehmen lassen sollte. Als weitere Leichen gefunden werden, ist ihnen klar, daß die Zeit drängt.

Man kennt die Autorin Anne Stern durch ihre Romanserie um die Hebamme Hulda Gold. Jetzt hat sie eine neue Serie zum Leben erweckt, und diese ist so ganz anders angelegt. Hier wartet eine echte Krimiserie auf die Leser! Der erste Fall trägt den Titel "Die weisse Nacht" und beginnt im Hungerwinter 1946. Anne Stern beschreibt die Leiden der Menschen in Berlin in ihrem Buch sehr eindrucksvoll. Durch ihre manchmal schon poetische Sprache nimmt sie vielen Situationen die Härte. Das liest sich angenehm und ist trotzdem spannend. Daß die Morde ihren Ursprung in der Vergangenheit haben, kommt nicht überraschend, doch die Lösung des Falles ist verblüffend. Anne Stern hat mit den Hauptakteuren Kommissar Alfred König und der Fotografin Lou Faber zwei etwas sperrige, aber sympathische Personen erschaffen, von denen man gern mehr lesen möchte!

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Veröffentlicht am 29.12.2025

Interessant, aber sehr kurz gehalten

Queen Macbeth
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Schottland im Mittelalter. Eine Frau und ihre drei Gefährtinnen sind auf der Flucht vor Männern, die sie töten wollen. Die Frau ist keine geringere als Queen Macbeth, die Frau des Königs von Schottland. ...

Schottland im Mittelalter. Eine Frau und ihre drei Gefährtinnen sind auf der Flucht vor Männern, die sie töten wollen. Die Frau ist keine geringere als Queen Macbeth, die Frau des Königs von Schottland.

Mit "Queen Macbeth" betritt die Krimiautorin Val McDermid ein völlig neues Genre. Sie schreibt hier über eine Person, die man bisher nur durch Shakespeare kannte. Dabei bedient sie sich einer moderneren, aber trotzdem angepassten Sprache, die die Zeit widerspiegelt, ohne "holzig" und starr zu wirken. Man erlebt die Flucht von Queen Macbeth hautnah und sieht in Rückblenden ihre Vergangenheit, die unter die Haut geht. Denn leicht hatte sie es nicht. Diese zwei Erzählstränge sind jeder für sich sehr spannend und animieren zum Lesen. Denn man will wissen, wie sich jeder Strang entwickelt und am Ende beide Stränge ein Gesamtbild ergeben. Leider war dieses sehr gute Buch viel zu schnell gelesen, so wie jedes gute Buch. Für mich war es eine kleine Perle im Bücherdschungel!

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Veröffentlicht am 28.12.2025

Richtig gut erzählt

Medea
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Medea, in ihrer Kindheit wegen Hexerei von der Schwester getrennt, von der Mutter gemieden und von Vater und Bruder verfolgt und gequält sieht ihre Chance zur Flucht gekommen, als Jason das goldene Vlies ...

Medea, in ihrer Kindheit wegen Hexerei von der Schwester getrennt, von der Mutter gemieden und von Vater und Bruder verfolgt und gequält sieht ihre Chance zur Flucht gekommen, als Jason das goldene Vlies einfordert, das ihr Vater vehement beschützt. Sie bietet Jason an, ihm bei den von ihrem Vater auferlegten Prüfungen zu helfen. Es beginnt eine Reise voller Gefahren und Abenteuer.

Mit "Medea - Die Hexe von Kolchis" zeichnet Rosie Hewlett das Bild einer Frau in der griechischen Mythologie nach. Medea, stets als Hexe dargestellt, wird hier menschlich. Denn man erfährt, welch grausame Kindheit sie zu dem gemacht hat, was sie wurde und bekommt hier durch Medeas Augen eine ganz eigene Sichtweise. Denn die Geschichte wird aus Medeas Perspektive erzählt. Dabei wird nichts verschönt, alles bleibt so, wie es war - nur wird der Blickwinkel anders. Die Autorin schreibt sehr einfühlsam, versetzt sich und ihre Leser gekonnt in die Zeitebene, so daß man fast meint, den Charakteren gegenüber zu stehen. Ihre Charaktere werden lebendig, man bekommt gerade zu Medea einen Bezug und, obwohl ja eigentlich eine böse Hexe, erweckt sie mit ihrem Schicksal Sympathien. Dieses Buch ist perfekt für alle, die sich für griechische Mythologie begeistern können!

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Veröffentlicht am 27.12.2025

Bezaubernd

Das Wunder der kleinen Dinge
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Myra führt einen erfolgreichen Blog über ihr Miniatur-Herrenhaus. Seit sie als Kind einen Unfall erlitten hat, lebt sie zurückgezogen und steckt all ihre Liebe in ihre Villa Liliput, die jedoch ein seltsames ...

Myra führt einen erfolgreichen Blog über ihr Miniatur-Herrenhaus. Seit sie als Kind einen Unfall erlitten hat, lebt sie zurückgezogen und steckt all ihre Liebe in ihre Villa Liliput, die jedoch ein seltsames Eigenleben zu führen scheint. Auf der anderen Seite der USA wird der Möbelhändler Alex auf Myras Blog aufmerksam und stellt fest, daß das Miniaturhaus seinem Elternhaus bis ins kleinste Detail gleicht. Es gehörte seiner Großmutter, die vor Jahrzehnten unter mysteriösen Umständen verschwand was ist das Geheimnis der beiden Häuser und was verbindet Myra und Alex?

Mit "Das Wunder der kleinen Dinge" verzaubert Audrey Burges ihre Leser wahrhaftig. Von Beginn an ist man in dieser zauberhaften Geschichte gefangen. Audrey Burges erzählt die Geschichte in drei Zeitebenen, so daß man die Geschichte des Hauses genau verfolgen kann. Diese Zeitebenen sind absolut gut zu verfolgen, so daß der rote Faden niemals verloren geht. Im Laufe der Handlung versteht man die Geschehnisse immer mehr, bis sich alles zu einer perfekten Geschichte zusammenfindet. Die Charaktere Myra und Alex mochte ich sehr. Beide waren von Beginn an sympathisch und durch die gute bildhafte Darstellung greifbar. Auch der Schreibstil hat mir mit seiner wunderbaren Art sehr gut gefallen. Wer ein besonderes Buch sucht, ist hier genau richtig!

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Veröffentlicht am 27.12.2025

Extrem spannend

Deadline
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Jill und ihre Kollegen sitzen nach einer Vorstandssitzung im Privatjet ihrer Firma, als kurz nach dem Abflug die Pilotin über Lautsprecher meldet, daß sie den Jet aufs offene Meer gesteuert hat und das ...

Jill und ihre Kollegen sitzen nach einer Vorstandssitzung im Privatjet ihrer Firma, als kurz nach dem Abflug die Pilotin über Lautsprecher meldet, daß sie den Jet aufs offene Meer gesteuert hat und das Flugzeug erst auf Kurs bringt, wenn sich der an Bord befindende Mörder stellt. Er hat 30 Minuten Zeit, um die Wahrheit zu erzählen, ansonsten stürzt das Flugzeug in den Atlantik.

“Deadline” ist ein abdolut gelungenes Debüt von Alex Lake. Man ist vom ersten Satz an mitten im Geschehen dieser superspannenden Handlung. Auch wenn die Idee mit dem Flugzeug als Locked Room nicht neu ist, hat mich dieses Buch begeistert und gefesselt. Alex Lake erhöht die ohnehin vorhandene Spannung durch Rückblenden in die Vergangenheit, die nach und nach wie ein Puzzle einzelne Teile und somit das Gehemnis der Entführung preisgeben. Die Charaktere sind allesamt irgendwie ein Fall für sich. Wirkliche Sympathien hatte ich hier für niemanden aufbauen können, was für die Handlung aber sehr passend war. So war der Fokus nach allen Seiten offen und ich hatte keinen Charakter, dem ich voreingenommen gegenüber stand. Vom Schreibstil ist das Buch wunderbar leicht zu lesen und es macht Spaß in die Handlung einzutauchen! Dieses Buch bekommt von mir eine klare Leseempfehlung!

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