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Veröffentlicht am 09.11.2025

Grandioser Spaß

Alle nennen mich Nein-Sam – Ein ahnungsloser Mops beißt sich durch
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Sam kommt in eine neue Familie und hat alle Pfoten voll damit zu tun, diese zu beschützen. Denn es wimmelt nur so an Gefahren sowohl im Haus, als auch draußen. Noch dazu lungern vor dem Haus ständig irgendwelche ...

Sam kommt in eine neue Familie und hat alle Pfoten voll damit zu tun, diese zu beschützen. Denn es wimmelt nur so an Gefahren sowohl im Haus, als auch draußen. Noch dazu lungern vor dem Haus ständig irgendwelche Typen herum, die Sam für seine Freunde hält. Ob der kleine Mops es schafft, seine Familie vor all dem zu beschützen?

"Alle nennen mich Nein-Sam" von Drew Daywalt ist ein herrlicher Spaß. Mops Sam, der im Glauben ist, er heißt Nein-Sam, erzählt die Geschichte aus seiner Sicht. So wird aus einem Föhn eine hirnschmelzende Hitzekanone, der Eisverkäufer zum Eismonster und die Müllabfuhr zu Piraten, die Schatztruhen stahlen. Seine Sicht auf die Dinge ist einfach zum totlachen. Dabei beharrt Sam stur auf seinen Ansichten. Überhaupt ist sein Ego stark ausgeprägt. Er ist überzeugt davon, ein Mensch zu sein und wundert sich über den Begriff "Hund". Wobei ich glaube, daß diese Ansicht bei meinem eigenen Hund auch fest verankert ist. Sam hat Charakter, ist absolut liebenswert und geht für seine Familie wahrlich durch die Hölle. Er kämpft für sie - gegen Eismonster, Medusa und Geisterwölfe, scheut dabei keine Gefahr. Dabei wirkt er allerdings doch manchmal etwas überfordert. Diese Geschichte ist wunderbar humorvoll, wenn auch manchmal etwas chaotisch und überzogen. Verschönert wird das Buch noch durch herrliche Illustrationen, die ebenfalls sehr humorvoll daherkommen.

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Veröffentlicht am 08.11.2025

Spannend, aber ohne Highlights

Ich war's nicht
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Will, der nach einem Drink mit Kollegen allein auf dem Heimweg ist, wird von einem Betrunkenen provoziert. Er wehrt ihn ab, der Betrunkene fällt unglücklich und ist zu Wills Entsetzen tot. Will versucht ...

Will, der nach einem Drink mit Kollegen allein auf dem Heimweg ist, wird von einem Betrunkenen provoziert. Er wehrt ihn ab, der Betrunkene fällt unglücklich und ist zu Wills Entsetzen tot. Will versucht alles, um nicht mit dem Toten in Verbindung gebracht zu werden. Er ahnt nicht, daß hn jemand beobachtet hat und sich sein Leben nun trotzdem ändert.

"Ich war's nicht" ist das Debüt von Royston Reeves. Wirklich atemberaubend spannend ist das Buch nicht, es lebt mehr von einer unterschwelligen Spannung, bei der man sich fragt, ob Will wirklich mit seiner Vertuschungsaktion durchkommt und der falschen Täter zur Verantwortung gezogen wird oder ob er sich doch noch freiwillig stellt. Auf dem Weg zur Auflösung durchlebt man einige Wendungen und wird mit Charakteren konfrontiert, deren Absichten man nicht durchschaut. Royston Reeves hat einen sehr angenehmen Schreibstil. Leicht und verständlich lesbar, dazu recht kurze Kapitel, da macht das Lesen Spaß. Einziges Problem war für mich Will. Zu ihm konnte ich keinen Bezug aufbauen. Er blieb mir zu blaß, seine Handlungsweisen waren für mich nicht nachvollziehbar und er erschien mir sehr naiv. Irgendwie hatte ich oft das Gefühl, daß hier zu viel konstruiert wurde.

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Veröffentlicht am 06.11.2025

Absolut authentisch

Ich war Bulle
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Drogenfahnder Gerd Sehling ist gerade einen Tag in Pension, als er Zeuge eines Unfalles wird. In seinem Heimatdorf Dalldorf rammt ein Fahrzeug das Ortseingangsschild. Gerd Sehling rettet den bewußtlosen ...

Drogenfahnder Gerd Sehling ist gerade einen Tag in Pension, als er Zeuge eines Unfalles wird. In seinem Heimatdorf Dalldorf rammt ein Fahrzeug das Ortseingangsschild. Gerd Sehling rettet den bewußtlosen Fahrer und eine Tasche, kurz bevor das Fahrzeug in Flammen aufgeht. Gerd macht in der Tasche eine folgenschwere Entdeckung - sie beinhaltet kiloweise Kokain. Gemeinsam mit seinen ehemaligen Kollegen begibt er sich auf Spurensuche in der Hamburger Unterwelt - sehr zum Missfallen seiner Ehefrau Dörte und seiner ehemaligen Chefin Baake...

Mit "Ich war Bulle" ist nun endlich der eigentlich erste Band der Hamburg-Krimis von Ben Westphal erschienen. Mir war diese Serie bereits durch "Elbe Hafen Bulle " bekannt und meine Freude war unheimlich groß, als nun die beiden eigentlich ersten zwei Fällen für Tim "Dumbo" Dombrowski und Gerd Sehling erschienen. Denn eines hat Ben Westphal bereits geschafft - ich habe mich in diese tolle Serie verliebt! Seine Charaktere sind absolut authentisch, stehen mitten im Leben und könnten genau so in der Realität existieren. Wer weiß, vielleicht hat der Autor hier tatsächlich ein wenig in seiner Erfahrung gewildert. Denn er ist selbst im Hamburger Rauschgiftdezernat tätig gewesen und dies merkt man der Serie an. Hier wirkt alles sehr realistisch, die Ermittlungen werden so beschrieben, wie sie wahrscheinlich sind - man braucht Geduld. Nichts fliegt den Ermittlern einfach in den Schoß. Auch Hamburg wird hier absolut toll und wahr beschrieben. Man erkennt die Orte, hat den Abschnitt der A 1 genauso vor Augen wie die Wohnsiedlungen. Mit Dumbo, Gerd und dem Team hat man absolut sympathische Charaktere. Auch Ehefrau Dörte kommt hier nicht zu kurz und sorgt für Schwung in Gerds Leben. Einer meiner Favoriten ist hier auch Steven Winter - egal, ob er auf der falschen Seite des Gesetzes steht. Sein Herz sitzt am richtigen Fleck und ich mochte ihn sehr. Diese Serie bekommt von mir eine absolute Leseempfehlung für alle, die realistische Krimis lieben!

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Veröffentlicht am 06.11.2025

Wunderschön

Aurora – Eine Eintagsfliege und der schönste Tag ihres Lebens
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Die kleine Eintagsfliege Aurora will ihren einzigen Tag auf Erden zu einem unvergesslichen Erlebnis machen. Ihre Reise führt sie zu einigen Freunden, die ihr zeigen, wie kostbar auch die kleinste Kleinigkeit ...

Die kleine Eintagsfliege Aurora will ihren einzigen Tag auf Erden zu einem unvergesslichen Erlebnis machen. Ihre Reise führt sie zu einigen Freunden, die ihr zeigen, wie kostbar auch die kleinste Kleinigkeit sein kann. Ihr Tag ist gefüllt mit Wundern, Begeisterung und Glück!

"Aurora - Eine Eintagsfliege und der schönste Tag ihres Lebens" hat mich sehr berührt. Uwe Krauser nimmt seine kleinen und großen Leser mit auf eine Reise, die die Augen für Dinge öffnet, die man eigentlich gar nicht richtig wahrnimmt. Es sind die kleinen Dinge, die das Leben bereichern und lebenswert machen können. Dies vermittelt Aurora mit ihrer positiven Art perfekt. Sie nimmt es leicht, als es an ihrem einzigen Tag auf Erden regnet, kann sich selbst dafür begeistern und das Schöne herausfiltern. Sie freundet sich mit vielen anderen Tieren an und nimmt Teil an ihrem Leben und ihren Lebenseinstellungen. An diesen Dingen kann man sich als Leser ein Beispiel nehmen. Vielleicht erreicht Uwe Krauser mit der Lehre dieses Buches ja manchen Leser. Franziska Frey hat auch dieses Buch wieder mit ihren kunstvollen Zeichnungen bereichert. Schon das Cover hebt sich aus der Reihe der Bilderbücher heraus und wirkt sehr edel. Aurora hat mein Herz mit ihrer sympathischen und lebensbejahenden Art im Sturm erobert und ich empfehle wirklich jeder Altersklasse sie kennenzulernen!

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Veröffentlicht am 05.11.2025

Ein Muss für jeden Hundeliebhaber

Hundehelden
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Mit ihrem Buch "Hundehelden" setzt Katharina Jakob 15 Hunden, die besonderes geleistet haben, ein Denkmal. Dabei stellt sie dem Leser im Vorwort ihre persönliche Hundeheldin vor: ihre eigene Hündin Merle. ...

Mit ihrem Buch "Hundehelden" setzt Katharina Jakob 15 Hunden, die besonderes geleistet haben, ein Denkmal. Dabei stellt sie dem Leser im Vorwort ihre persönliche Hundeheldin vor: ihre eigene Hündin Merle. Und so wie Merle für die Autorin ein Hundeheld ist, ist wohl jeder Hund für seinen Besitzer ein Held. So auch diese Hunde in diesem Buch, die mit ihren Taten Leben retteten und über sich hinaus wuchsen. Dabei vermittelt Katharina Jakob auch geschichtliches mit viel Hintergrundwissen. So erfährt man, daß nicht Balto die Stadt Nome allein gerettet hat, sondern sehr viele Schlittenhundgespanne daran beteiligt waren und der Leithund Togo den Hauptanteil der Arbeit hatte. Man flüchtet mit Roselle und ihrem blinden Besitzer aus dem brennenden World Trade Center, erlebt mit Schiffshund Judy den Pazifikkrieg und die Kriegsgefangenschaft und viele bewegende Schicksale mehr. Die Autorin schreibt hier jedoch nicht einfach die Geschichten nieder, sie vermittelt auch Hundewissen und ist mit dem ganzen Herz voll Hundeliebe dabei. Hier spürt man mit jedem Satz ihre Leidenschaft für Hunde. Das Buch liest sich einfach wunderbar, so daß ich es leider viel zu schnell beendet hatte. Es bekommt auf jeden Fall einen Ehrenplatz in meinem Regal und wer weiß - vielleicht schreibt Katharina Jakob ja noch ein Buch mit weiteren Hundehelden. Genug würde es mit Sicherheit geben - ich würde mich auf jeden Fall darüber freuen!

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