Etwas zu dick aufgetragen
Im Jahr 1954 kauft Mila ein Haus in Cornwall. Dort will sie mit ihrer herrischen Mutter Magda und ihrer kleinen Tochter Janey ein neues Leben beginnen. Das Haus ist alt und renovierungsbedürftig. Schon ...
Im Jahr 1954 kauft Mila ein Haus in Cornwall. Dort will sie mit ihrer herrischen Mutter Magda und ihrer kleinen Tochter Janey ein neues Leben beginnen. Das Haus ist alt und renovierungsbedürftig. Schon bald bemerken die Frauen, daß sich auf ihrem Anwesen ein Fremder eingenistet hat. Er stellt sich als Jack Lord vor und vereinbart mit Mila, daß er ihr bei der Renovierung hilft. Verwundert beobachtet sie, daß die kleine Janey sofort Zutrauen zu dem Fremden faßt. Bei den Dorfbewohnern hält sich sehr hartnäckig das Gerücht, daß auf Milas Haus ein Fluch liegt, doch Genaueres will ihr keiner erzählen. Tatsächlich verhält Janey sich plötzlich ungewöhnlich und Mila hat das Gefühl, daß auch Jack ihr etwas verschweigt...
Jane Johnson verarbeitet in ihrem Roman "Das Sturmhaus" die uralten Sagen und Mythen ihrer Heimat Cornwall zu einer geheimnisvollen Geschichte. Sie beschreibt darin die unterschiedlichen Frauen so präzise, daß man die Stimmung zwischen ihnen knistern hört. Die unsichere Mila kämpft gegen ihre kalte Mutter und hat doch nur einen Wunsch: Ihre Zuneigung und Anerkennung. Dazwischen steht die kleine Janey, die mir manchmal ein bisschen zu selbstbewusst erscheint und etwas nervig wird. Die Handlung ist durch die alten Legenden spannend, obwohl die Autorin zum Ende hin etwas übertrieben hat. Zu viele haarsträubende Geschichten machen manchmal die Handlung unglaubwürdig. Weniger ist eben manchmal mehr!