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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.02.2022

Absolut empfehlenswert

Die Frauen von Saffron Hall
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England, 1538. Nach dem Tod ihres Vaters wird Eleanor gegen ihren Willen mit Greville verheiratet. Schon bald lernt sie ihren Gatten zu lieben. Eleanor hat von klein auf von Mönchen gelernt, wie man Safran ...

England, 1538. Nach dem Tod ihres Vaters wird Eleanor gegen ihren Willen mit Greville verheiratet. Schon bald lernt sie ihren Gatten zu lieben. Eleanor hat von klein auf von Mönchen gelernt, wie man Safran züchtet. Deshalb beschließt sie, auch in ihrem neuen Zuhause wieder Safran anzubauen. Dadurch verdient sie viel Geld und ihr Ehemann wird sehr einflußreich am Königshof. Das bringt allerdings eine Menge Neider auf den Plan. Wie groß die Gefahr ist, merkt sie viel zu spät.
500 Jahre später zieht Amber zu ihrem Großvater nach Saffron Hall. Nach dem Verlust ihres Babys hofft sie, dort Ruhe zu finden. Sie will die Bücher des Großvaters katalogisieren. Bei Bauarbeiten am Turm des alten Wohnsitzes findet sie ein uraltes Buch. Das bringt sie einem Geheimnis auf die Spur. Amber fühlt genau, daß sie dieses Geheimnis lüften muß, um ihren Frieden zu finden.

Ich bin hin und weg von "Die Frauen von Saffron Hall". Diese wunderschöne Geschichte, eigentlich sind es sogar zwei Geschichten, hat mich sehr beeindruckt. Man erlebt mit einer jungen Frau die Welt im England des 16. Jahrhunderts und 500 Jahre später trauert man mit einer verzweifelten Mutter. Dabei stellt man fest, daß die Liebe einer Mutter sich nicht verändert hat. Clare Marchant trifft dabei einen so warmherzigen Ton, daß es einen manchmal zu Tränen rührt. Ihre Schilderungen des Lebens im 16. Jahrhundert sind sehr lebhaft. Man steht dabei mitten im Geschehen. Aber auch die Ereignisse in der heutigen Zeit werden sehr lebendig erzählt. Die Personen erscheinen beim Lesen vor den Augen und man glaubt, sie schon lange zu kennen. Das Buch ist irgendwie tröstlich. Es zeigt, daß es nach einer dunklen Zeit durchaus wieder heller werden kann. Ich kann es auf jeden Fall sehr empfehlen.

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Veröffentlicht am 01.02.2022

Queen Elizabeth ermittelt

Tod im Buckingham Palast
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Eines Morgens stolpert die Queen über die Leiche ihres Lakaien Robin Tukes. Da er unter Depressionen litt, geht man von Selbstmord aus, Ermittlungen werden nicht angestellt. Doch die Queen und ihr Hausmädchen ...

Eines Morgens stolpert die Queen über die Leiche ihres Lakaien Robin Tukes. Da er unter Depressionen litt, geht man von Selbstmord aus, Ermittlungen werden nicht angestellt. Doch die Queen und ihr Hausmädchen Jane Bee, eine gute Freundin von Robin, glauben dies und vermuten einen Mord. Die Queen bittet Jane Augen und Ohren offen zu halten und ihr alles mitzuteilen. Denn sie will gemeinsam mit Jane den Mord aufklären!

C. C. Benison hat mit "Tod im Buckingham Palast" den Grundstein zu einer bezaubernden Krimiserie rund um die Queen geschaffen. Die Queen selbst agiert hier eher im Hintergrund, dirigiert von dort die Ermittlungen und findet die Lösung. Dabei bleibt sie stets charmant und ihrem Stand entsprechend - und sympathisch. Sie wirkt authentisch und man kann sich sehr gut vorstellen, daß sie genau so wirklich handeln würde. Ebenso sympathisch wird Jane dargestellt, während man bei dem Rest der Angestellten nicht schlau wird, wem man vertrauen kann und wem nicht. Dadurch bekommt dieser Krimi eine zwar leichte, aber fesselnde Spannung, die den Leser zusammen mit dem flüssigen Schreibstil nur so durch das Buch fliegen läßt. Sehr bildlich wird auch der Buckingham Palast beschrieben. Hier bekommt man Einblicke in das Leben dort. Ob diese so stimmen? Möglich wäre es. Der Palast erwacht hier zu Leben, man spürt die alten Mauern um sich herum und das royale Flair.
Mir hat dieser Serienauftakt wunderbar gefallen!

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Veröffentlicht am 31.01.2022

Sammlung feiner Kurzgeschichten

Eifersucht
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Eines vorweg: Bei "Eifersucht" von Jo Nesbo handelt es sich um eine Sammlung von 7 Kurzgeschichten rund um das Thema Eifersucht und nicht um einen zusammenhängenden Roman. Die Geschichten haben, so wie ...

Eines vorweg: Bei "Eifersucht" von Jo Nesbo handelt es sich um eine Sammlung von 7 Kurzgeschichten rund um das Thema Eifersucht und nicht um einen zusammenhängenden Roman. Die Geschichten haben, so wie es sich für Kurzgeschichten gehört, eine sehr angenehme Länge, die dazu verleitet immer mal zwischendurch zum Buch zu greifen. Dadurch hat man es leider auch sehr schnell beendet. Dazu sind diese Geschichten absolut vielfältig. Mal extrem überraschend, die nächste voller Probleme der Gesellschaft. Daß nicht jedem jede Geschichte gefallen wird, ist klar. Jedoch wird hier jeder seine Lieblingsgeschichte finden. Der Schreibstil ist halt typisch Nesbo. Spannend, so daß man an die Geschichten gebunden wird, mit Charakteren, die so vielfältig wie das Leben selbst sind. So macht lesen Spaß. Aufgepeppt wird dieses Buch mit einem Lesebändchen - von denen ich ein großer Fan bin!

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Veröffentlicht am 31.01.2022

Hat mich leider nicht voll überzeugt

Das Geheimnis des Sturmhauses
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1971: Nach einem Brand in ihrem Londoner Stadthaus zieht die Familie Harrington mit ihrem Kindermädchen Rita in ihr etwas heruntergekommenes Landhaus im Forest of Dean. Für die Familie ist der Brand schon ...

1971: Nach einem Brand in ihrem Londoner Stadthaus zieht die Familie Harrington mit ihrem Kindermädchen Rita in ihr etwas heruntergekommenes Landhaus im Forest of Dean. Für die Familie ist der Brand schon der zweite Schicksalsschlag innerhalb kurzer Zeit, denn kurz zuvor starb ihr Baby direkt nach der Geburt. Jeder versucht ganz unterschiedlich damit klar zu kommen, aber Jeannie, die Mutter, trifft der Verlust besonders hart. Doch dann finden Sie im Wald ein ausgesetztes Baby und beschließen, dieses Kind als ihr eigenes aufzuziehen. Sie hoffen, dadurch besser über den Verlust ihres Babys hinwegzukommen. Kurze Zeit später wird in der Nähe des Hauses ein Toter gefunden.
Heute: Nach ihrer Scheidung versucht Sylvie ihr Leben wieder in den Griff zu bekommen. Da hat ihre Mutter einen schweren Unfall. Sylvie muß nach Foxcote Manor um ihrer Mutter beizustehen. Dort kommen längst vergessen geglaubte Erinnerungen wieder zurück und Sylvie will die Geheimnisse lüften.

Von "Das Geheimnis des Sturmhauses" bin ich ziemlich enttäuscht. Man wird in eine Handlung katapultiert, die bis zum Schluß rätselhaft ist. Die Charaktere blieben mir bis zum Ende des Buches fremd. Ich konnte zu keinem von ihnen eine Bindung aufbauen. Das liegt wohl auch am Schreibstil von Eve Chase. Ihre Romanfiguren sollen unbedingt geheimnisvoll bleiben. Deshalb gibt sie zu wenig von ihnen preis. Leider wird die Geschichte dadurch steril und leblos. Dabei glaube ich, daß die Story durchaus spannend sein könnte. Das Thema gibt bestimmt eine Menge her. Daß sich zum Ende hin alles zusammenfügt, hat mich etwas versöhnt. Aber so richtig überzeugt hat mich die gesamte Geschichte leider nicht.

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Veröffentlicht am 30.01.2022

Ermitteln mit der Queen

Die unhöfliche Tote
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Erst der Brexit und nun auch noch das: Am Pool des Buckingham Palace liegt die Leiche einer langjährigen Haushälterin. Gerüchte kreisen, daß die Tote unbeliebt war. Die Queen und ihre Privatsekretärin ...

Erst der Brexit und nun auch noch das: Am Pool des Buckingham Palace liegt die Leiche einer langjährigen Haushälterin. Gerüchte kreisen, daß die Tote unbeliebt war. Die Queen und ihre Privatsekretärin Rozie ermitteln auch diesmal wieder ganz diskret im Hintergrund der Polizei!

Mit "Die unhöfliche Tote" hat S J Bennett sich zu Band 1 der Serie um die ermittelnde Queen massiv gesteigert! Im Gegensatz zum Vorgängerband hat man hier auch richtige Spannung und typisch britischen Humor. Trotzdem ist das Buch eher ruhig - aber eben auf angenehme Weise und nicht langatmig. Die Kapitel werden jeweils aus wechselnden Perspektiven erzählt. Mal befindet man sich an der Seite der Queen, mal bei Rozie oder weiteren Protagonisten. Dadurch erhält man immer wieder ein Puzzleteil und kann nach und nach die Lösung zusammensetzen. Die Charaktere sind sehr gut ausgearbeitet und sympathisch. Wobei mein absoluter Liebling natürlich die Queen ist. Pflichtbewusst und rührend um die Familie, Angestellten und natürlich ihre Hunde besorgt, dabei zielstrebig und verschmitzt - genau so stelle ich mir die reale Queen auch vor. Aber auch die anderen Charaktere sind so gestaltet, daß sie eine bunte Vielfalt ergeben und aus dem Leben gegriffen wirken. S J Bennett hat diesen neuen Fall deutlich interessanter gestaltet, als es ihr im Vorgängerband gelungen ist. Insgesamt ist einfach mehr Spannung enthalten, als Leser erfährt man mehr Hintergründe und der Aufbau bis hin zur Lösung ist deutlich besser zu verfolgen und schlüssiger. Der Schreibstil ist richtig schön britisch. Ruhig, mit britischem Humor und typischem Flair. Für Liebhaber dieses Stils ein Muß - und ich kann es wirklich empfehlen!

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