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Veröffentlicht am 10.04.2025

Ein Highlight!

Wie Risse in der Erde
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Wow, was für ein Buch! Ich bin noch ganz gefangen von dieser Geschichte, die mich richtig überwältigt zurückgelassen hat.
"Wie Risse in der Erde" wird auf zwei Zeitebenen erzählt. Wir sind in England im ...

Wow, was für ein Buch! Ich bin noch ganz gefangen von dieser Geschichte, die mich richtig überwältigt zurückgelassen hat.
"Wie Risse in der Erde" wird auf zwei Zeitebenen erzählt. Wir sind in England im Jahr 1955. Beth ist siebzehn Jahre alt und verliebt sich, im Sommer bevor sie nach Oxford studieren gehen möchte, in den reichen und charismatischen Gabriel. Ihre gemeinsame Liebe zur Literatur und dem Gefühl den Seelenmenschen gefunden zu haben, zerbricht jedoch nach dem gemeinsam Sommer.

Jahre später ist Beth glücklich mit Frank verheiratet. Er hat sie bereits in der Schule angehimmelt und Beth nach der Trennung von Gabriel aufgefangen. Gemeinsam mit ihm, dessen Bruder Jimmy und deren Vater David, lebt sie auf einer Schaffarm abseits des kleinen Ortes Hamston in Dorset. Ihr Leben hat sich in eine völlig andere Richtung entwickelt, als sie es sich als Siebzehnjährige erträumt hat. Trotz eines schweren Verlustes während ihrer Ehe, überstehen Frank und Beth diese Belastungsprobe. Doch dreizehn Jahre nach der Sommerromanze zieht Gabriel, mittlerweile erfolgreicher Autor, mit seinem Sohn Leo zurück nach Meadowland, dem Herrenhaus seiner Eltern. Er ist geschieden, seine Ex-Frau lebt in den USA und seine Mutter ist nach Australien gezogen. Bald laufen sich Beth und Gabriel wieder über den Weg, denn die Farm und das Herrenhaus liegen praktisch nebeneinander. Die alte Anziehungskraft flackert wieder auf und scheint noch immer zu bestehen - bis es zu einer furchtbaren Tragödie kommt....

Die Geschichte wird aus der Sicht von Beth erzählt und ist in fünf Teile untereilt. Dabei gibt es Kapitel von früher, von heute und einem Gerichtsprozess. Die Spannung baut sich von der ersten Seite bis zum Ende hin konstant auf. Die unterschwellige Bedrohung ist jederzeit fühlbar und wird von der Autorin raffiniert in Szene gesetzt. Bis zum letzten Drittel weiß man nicht, wer wegen Mordes vor Gericht steht und wer ermordet wurde. Dies wurde ganz großartig von der Autorin in Szene gesetzt!
Trotz der Tragödien, die Beth und ihre Familie erleiden, bleibt die Geschichte hoffnungsvoll. Am Ende gibt es noch einen weiteren Twist, mit dem man nicht rechnet und der vieles in einem anderen Licht erscheinen lässt. Man versteht daraufhin einige Sequenzen, bei denen man zuvor eventuell den Kopf geschüttelt hat.

Selten habe ich die Charakterbeschreibungen in einem Roman so gefühlt, wie in diesem von Clare Leslie Hall. Vor allem Beth und ihre innere Zerrissenheit hat mich emotional sehr berührt. Ich habe mit ihr mitgelitten und habe ihren tragischen Verlust in der Vergangenheit gefühlt, der wahnsinnig schmerzt. Den Figuren wurde Leben eingehaucht und man hat das Gefühl hautnah im Geschehen zu sein.
Auch die Natur- und Landschaftsbeschreibungen sind wundervoll dargestellt und haben meine Fantasie angeregt. Trotzdem hatte ich immer irgendwie im Hinterkopf in den USA statt in England zu sein. Keine Ahnung warum!
Obwohl hier eine Dreiecksgeschichte dahintersteckt, was ich eigentlich nicht wirklich mag, ist diese nur ein Teil dieses Familiendramas. Hier geht es um so viel mehr!

"In einem einzigen finalen Augenblick kannst du ein ganzes Leben leben."
- Seite 9 -

Die Hinweise auf Delia Owens "Der Gesang der Flusskrebse" kann ich einerseits zustimmen, aber trotzdem ist dieser Roman wieder ganz anders.
Es ist eine Geschichte über Schmerz, Verlust, Sehnsucht, Hoffnung und über die unausweichlichen Konsequenzen unserer Entscheidungen, die oft ein Leben in einem kurzen Augenblick für immer verändern können.

Fazit:
Ein außergewöhnlicher und emotionaler Roman, der die Facetten des Lebens beschreibt. Eine starke Geschichte mit beeindruckenden Charakterbeschreibungen und dramatischen Entwicklungen. Für mich war "Wie Risse in der Erde" ein absolutes Highlight! Volle Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 08.04.2025

Zwei Amerikaner in Paris

Die tausend Farben von Paris
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Catherine Durand hat mit "Die tausend Farben von Paris" eine Mischung aus Liebesroman und Spionagekrimi geschrieben, der in den Fünfziger Jahren in Paris spielt. Hinter dem Pseudonym "versteckt" sich eine ...

Catherine Durand hat mit "Die tausend Farben von Paris" eine Mischung aus Liebesroman und Spionagekrimi geschrieben, der in den Fünfziger Jahren in Paris spielt. Hinter dem Pseudonym "versteckt" sich eine von mir sehr gerne gelesene Autorin, die äußerst spannende historische Romane und auch Krimis schreibt. Es ist Petra Mattfeld oder auch Ellin Carsta oder Caren Benedikt.

Zwei befreundete Amerikaner leben seit dem Ende des zweiten Weltkrieges in der Stadt der Liebe. Frank Levant ist gefeierter Sänger und Entertainer, der im Lido vor einem begeisterten Publikum auftritt, während Jack King als Maler noch auf seinen Durchbruch wartet. Täglich sitzt er im berühmten Künstlerviertel Montmarte vor seiner Staffelei und malt. Als er eines Tages seinen Platz wechselt, lernt er die Studentin und Fotografin Rose Chevalier kennen. Jack ist fasziniert von der schönen Pariserin und auch Rose scheint Gefallen an Jack zu finden. Ihren Eltern gehört das noble Hotel in dem Frank logiert. Jack hat wegen des Standesunterschiedes aber auch einige Bedenken, ob Roses Eltern mit einem armen Maler einverstanden wären...

Die beiden Amerikaner in Paris verlieben sich fast zeitgleich. Frank lernt die bezaubernde Blumenverkäuferin Amelie Girard kennen. Während Jack und Rose nur Augen füreinander haben, hat es Frank bei Amelie schwerer, die sich von seiner vorgespielten Charmeoffensive nicht so schnell beeindrucken lässt, denn sie erkennt sehr schnell, dass er sich hinter einer Maske versteckt. Außerdem verschließt sich Frank außerhalb seiner Shows, denn er hat ein Geheimnis.
Jack, der seinen Aufenthalt in Paris durch seinen ehemaligen Vorgesetzten Russel und über das G.I. Bill Programm der US Army erhalten hat, trifft zufällig wieder auf seinen Boss. Dieser bietet ihm Hilfe an und besorgt ihm eine ordentliche Unterkunft. Doch Russel möchte dafür eine Gegenleistung.
Was alle vier jedoch nicht ahnen ist, dass sie bald mittendrin in einem Spionagefall stecken....

Der Roman wird abwechselnd aus der Sicht der vier Protagonisten erzählt, wobei auch Russel zu Wort kommt. Über jedem Kapitel steht der Name, Ort und ein Satz des jeweiligen Erzählers. So erhält man Einblicke in die Gefühlswelt der einzelnen Figuren. Besonders Amelie habe ich sehr ins Herz geschlossen. Ihre Lebenseinstellung hat mich berührt und beeindruckt.

Die sehr bildhaften und lebendigen Beschreibungen von Paris lassen jeden Frankreichliebhaber das Herz höher schlagen. Man spürt das französische Lebensgefühl, wandert mit den Figuren durch die Gassen, sitzt mit ihnen bei einem Café au lait in den schicken Cafés, genießt Franks Konzert im Lido oder wandelt durch das Künstlerviertel und bewundert die unterschiedlichsten Malereien. Man fühlt sich jederzeit mitten drin im Geschehen. Doch Paris hat auch eine andere Seite....
Die politischen Verhältnisse und das kulturelle Leben dieser Zeit wurden wunderbar eingefangen. Der Schreibstil der Autorin ist - egal unter welchem Pseudonym sie schreibt - immer fesselnd und sehr bildhaft.
Trotzdem ist es für mich kein 5 Sterne Buch geworden, denn trotz der Spannung und dem Spionagethema empfand ich das eine oder andere Ergebnis zu einfach gelöst. Und die Liebesgeschichten waren mir auch etwas zu platt....das ist aber wirklich Geschmackssache. Es war auf jeden Fall eine spannende Reise nach Paris ins Jahr 1951.

Besonders interessant fand ich das Nachwort der Autorin, die über die Aufarbeitung des Zweiten Weltkrieges, Geheimdienste und Kriegsverbrecher aufklärt. Wir erfahren ebenfalls mehr über das G.I. Bill Programm, welches die Eingliederung in das Berufsleben der amerikanischen Soldaten vereinfachen sollte und ihnen ein Jahr lang Zugang zu den Universitäten ermöglichte.

Fazit:
Eine Mischung aus Liebesgeschichte und Spionagekrimi, verpackt in den historischen Hintergrund der Nachkriegszeit in Paris und mit einem Flair von "Zwei Amerikaner in Paris". Gelungen!

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Veröffentlicht am 06.04.2025

Die Erfindung des Goldbären

Haribo - Goldene Zeiten brechen an
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Der zweite Band rund um die Firma Haribo schließt nahtlos an den ersten Band an. Die dunkle Zeit in Deutschland beginnt, denn es ist 1939 und sowohl Hans junior, als auch Paul werden eingezogen. Zuvor ...

Der zweite Band rund um die Firma Haribo schließt nahtlos an den ersten Band an. Die dunkle Zeit in Deutschland beginnt, denn es ist 1939 und sowohl Hans junior, als auch Paul werden eingezogen. Zuvor jedoch kämpfen Hans senior und Gertrud darum, während des Krieges als kriegswichtig eingestuft zu werden, um die Produktion am Laufen zu halten. Mit Salmiakpastillen und Brustkaramellen gelingt es ihnen weiter produzieren zu dürfen. Damit bieten sie auch weiterhin Arbeitsplatze für viele Menschen in der Umgebung. Hans gelingt es lange, sich davor zu drücken in die Partei einzutreten. Doch 1944 bleibt ihm keine andere Wahl mehr, um weiterhin Rohstoffe für ein Unternehmen zu bekommen. Doch ein schlimmer Schicksalsschlag stellt die Familie vor neue Probleme...

Sehr interessant wird es, als Gertrud und Anita am Ende des Krieges darum kämpfen, die Genehmigung zu bekommen, um weiter produzieren zu dürfen. Zuerst bei den US-Amerikanern und danach bei den Briten, die Bonn besetzen. Vor allem Anita ist mit ihren Englischkenntnissen eine große Hilfe. Als es endlich weitergeht mit der Produktion, ist weiterhin Anita an der Seite ihrer Mutter. Sie erkennt, wie wichtig das Familienunternehmen ist und beginnt Freude an der Arbeit zu finden.....

Mehr will ich hier nicht mehr verraten, denn es kommen sehr turbulente Zeiten auf die Unternehmerfamilie zu, die den Zusammenhalt aller auf die Probe stellt. Das Autorenpaar nimmt uns mit an die Front, zeigt uns aber genauso, wie Gertrud und Anita um die Firma kämpfen. Sind es zuerst die Kriegswirren, werden danach die Probleme innerhalb der Familie größer. Es wird Zeit das Unternehmen an die nächste Generation weiterzugeben, doch die Kinder haben unterschiedliche Vorstellungen, wie es mit Haribo weitergehen soll....
Natürlich wird auch erzählt, wie der heute berühmte Goldbär schlussendlich entstanden ist.

Wie bereits im ersten Band, stützt sich das Autorenpaar, welches unter dem Pseudonym Katharina von der Lane schreibt, auf zugängliche historische Daten, die sie mit fiktiven Elementen vermischt. Die daraus entstehende Geschichte wird damit bildhafter und mitreißend erzählt. Eine Kooperation mit der Familie Riegel fand jedoch nicht statt.
Die Charaktere sind sehr lebendig dargestellt und haben alle ihre Ecken und Kanten. Ich habe mit ihnen mitgefiebert, mich geärgert, mich gefreut oder mitgelitten. Genauso sollte es sein, wenn man einen Roman dieses Genres liest.

Fazit:
Im zweiten Band der Dilogie erleben wir die bewegenden Jahre von 1939 bis 1956, die für alle eine große Herausforderung waren. Mit der nächsten Generation der Riegels stehen neue Herausforderungen an, die für mich genauso mitreißend erzählt wurden, wie schon im ersten Band. Natürlich erfahren wir auch wie der berühmte Goldbär erfunden wurde... Ich empfehle diese Dilogie gern weiter!

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Veröffentlicht am 04.04.2025

Es gibt bessere Romane für diese Zeitepoche

Frühjahrskollektion
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Ich muss gestehen, dass ich etwas brauchte, bis ich in die Geschichte gefunden habe. Es lag am Schreibstil der Autorin, mit dem ich mich etwas schwer getan habe. Erst nach den ersten hundert Seiten hat ...

Ich muss gestehen, dass ich etwas brauchte, bis ich in die Geschichte gefunden habe. Es lag am Schreibstil der Autorin, mit dem ich mich etwas schwer getan habe. Erst nach den ersten hundert Seiten hat mich die Geschichte doch noch überzeugen können.

Lilo ist eine geschäftstüchtige Frau mit eigenem kleinen Modeunternehmen, die mit ihrem "kleinen Schwarzen" vor einiger Zeit für große Furore gesorgt hat. Nun möchte sie mit ihrer neuen elastischen Bademode für die reife Frau genauso durchstarten. In einem Interview bewirbt sie ihr neues Label "LiLoBa" und erzählt von ihren Anfängen. Auch der Termin für die große Gala steht bereits fest. Doch kurz vor der Präsentation wird sie von ihrer Vergangenheit eingeholt...denn Lilo und Harry sind kein unbescholtenes Paar. Ihre Verbindung reicht bis ins Ghetto nach Litzmannstadt, dem heutigen Lodz.

Harry kutschiert Kriegswitwen zu den Gräbern ihrer gefallen Familienmitglieder, doch seine Lilo ist ehrgeizig und verschafft ihm - nicht ohne Hintergedanken - einen Job bei Neckermann. Sie möchte ihre neue Badekollektion in den neuen Neckermann Katalog bringen. Dazu ist ihr jedes Mittel recht.
Tochter Reni ist Mannequin und mit Fred liiert, der für die Norddeutsche Modenschaugesellschaft unterwegs ist und Mode der deutschen Konfektionshäuser vorführt. Renis träumt davon als Model in Amerika groß heraus zukommen, obwohl sie eigentlich zu klein ist.

Die Familie lebt das neue deutsche Wirtschaftswunder. Während Lilo die Vergangenheit hinter sich gelassen hat und weiterhin über die Zeit während des Zweiten Weltkrieges schweigt, wie die meisten Menschen dieser Generation, erfährt Reni nach und nach mehr darüber. Sie möchte die Konventionen abstreifen und endlich frei sein.
Als Leser blicken wir mittels der Bekleidungsindustrie hinter die Kulissen und entdecken ehemalige Nazi-Größen, die mit neuem Namen und vertuschten Vergangenheiten weiter erfolgreich in Deutschland unternehmerisch unterwegs sind.

Die Handlung wird abwechselnd aus der Sicht der drei Protagonisten erzählt. Die Kapitel sind mit Namen, Ort und Datum gekennzeichnet. Somit weiß man immer, wer gerade im Mittelpunkt steht.
Christine Koschmieder erzählt sehr ausschweifend mit vielen Details. Es gibt jede Menge Zeitgeschichte und eine Aufarbeitung der dunklen Vergangenheit.
Ihr Schreibstil war mir neben der detaillierten und wiederholenden Erzählweise zu distanziert. Mit den Charakteren konnte ich mich nicht wirklich anfreunden.

Zweimal bin ich über verschiedene Darstellungen im Text gestolpert. Einmal hieß es im Text im Englischen heißen Models Mannequins, was mich verwirrt hat und mich die Zeile nochmals lesen ließ. Etwas später stand es genau umgekehrt, was auch richtig ist. Außerdem wurde das Auto von Fred als himmelblauer Simca beschrieben, später als dunkelblau.

Außerdem gab es doch so einige Wiederholungen, was wahrscheinlich daraus geschuldet ist, dass die drei Hauptprotagonisten immer aus ihrer Sicht und manchmal eben dasselbe erzählen.

Die Bücher aus den Kanon Verlag haben eine sehr interessante Covergestaltung. Der Schutzumschlag bedeckt nur nur cirka 4/5 des Buches. Dahinter verbirgt sich ein hochwertig bedruckter Leineneinband und ergibt damit das Gesamtbild. Sehr schön!

Fazit:
Zum Thema Aufarbeitung des Zweiten Weltkrieges gibt es - Gott sei Dank - immer mehr Romane. Obwohl der Hintergrund rund um die Modewelt sehr interessant ist, hat mir der Schreibstil nicht zugesagt. "Frühjahrskollektion" gehört leider nicht zu den Büchern dieses Themas, die ich weiterempfehle.

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Veröffentlicht am 03.04.2025

Magischer Lesespaß!

Hex Files - Hexen gibt es doch
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Dieses Buch wollte ich schon ewig lesen, aber leider war es immer nur als eBook oder Hörbuch verfügbar. Daran hat sich leider nichts geändert, aber nachdem ich jetzt auch ein bisschen Hörbücher höre, habe ...

Dieses Buch wollte ich schon ewig lesen, aber leider war es immer nur als eBook oder Hörbuch verfügbar. Daran hat sich leider nichts geändert, aber nachdem ich jetzt auch ein bisschen Hörbücher höre, habe ich es mir runtergeladen. Zusätzlicher Pluspunkt war für mich, dass auch hier Yesim Meisheit die Sprecherin war.

Ivy Wild ist eine sehr sympathische junge Hexe, die vor einiger Zeit wegen einer Intrige aus dem Hexenorden geflogen ist. Das macht ihr wenig aus, denn sie liebt ihr gemütliches Leben in Oxford und lebt mit ihrem Kater Brutus in einer kleinen Wohnung. Ihr Geld verdient sie als Taxifahrerin. Ihre Hexenfreundin Eve wohnt gegenüber und wird für eine Prüfung nach Schottland geschickt, um in die nächst höhere Stufe des Hexenordens zu gelangen. Ivy passt in der Zwischenzeit auf ihren Kater Herold auf. Das wird ihr eines Tages aber zum Verhängnis, denn als zwei Ordensmitglieder vor der Tür stehen, wird sie mit Eve verwechselt und per Bindezauber an Adeptus Exemptus Raphael Winter gekettet. Dieser ist ein hochrangiges Mitglied der Arkanen Abteilung, der Ermittlungsbehörde des heiligen Ordens der Magischen Erleuchtung. Von nun an muss Ivy für den Orden, der sie vor wenigen Jahren gefeuert hat, wieder arbeiten und ist zusätzlich an diesen eingebildeten Adeptus Exemptus Winter gekettet. Die Beiden bekommen bald Schwierigkeiten, denn als ein wichtiges Artefakt gestohlen wird und ein Mord passiert, müssen sie den oder die Täter finden.....was ein sehr amüsantes Abenteuer wird!

Was für eine witzige Geschichte! Ivy hat mir sehr gut gefallen. Sie ist nicht auf den Mund gefallen, sarkastisch, clever und eine magisch begabte Hexe - aber sehr faul. Außerdem will sie nichts mehr mit dem Orden zu tun haben, der ihren Vorfall damals nicht überprüft hat. Deshalb macht sich Ivy auch keine Gedanken, dass ihre magischen Fähigkeiten ihres ehemaligen "Standes" im Orden eigentlich weit höher sind, als man denkt. Sie hat sogar ihren Kater Brutus sprechen gelernt, dessen meistgebrauchte Worte "Futter" und "Miststück" sind. Köstlich!

Yesim Meisheit hat das Hörbuch wieder absolut toll eingesprochen. Nachdem ich jetzt ein Hörbuch mit einer anderen Sprecherin begonnen habe, merke ich wieder, wie lebendig und großartig sie erzählt.

Außerdem mochte ich das Magiesystem, bei dem mit Runen und Kräuter gezaubert wird. Der freche Schlagabtausch mit dem sehr prinzipientreuen und steifen Raphael Winter wird humorvoll erzählt. Wie die Beiden an die Auflösung des Mordes und des Raubes des Artefaktes herangehen, ist witzig und hat sehr viel Spaß gemacht. Natürlich werde ich auch die beiden Nachfolge-Romane hören. Schade, dass diese Reihe nicht als Print gibt!

Fazit:
Ein magischer Hexen-Krimi, der viel Spaß macht und mich bestens unterhalten hat. Ich freue mich schon auf die weiteren Bände.

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