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Veröffentlicht am 30.12.2025

Familienzwistigkeiten

Mord im Planetarium
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Kaum habe ich den schmalen Adventroman von Beate Maly gelesen, bei dem sich Ernestine und Anton zu einer Kunstauktion ins Semmeringgebiet begeben, bin ich wieder mit den beiden in Wien gelandet. Und diesmal ...

Kaum habe ich den schmalen Adventroman von Beate Maly gelesen, bei dem sich Ernestine und Anton zu einer Kunstauktion ins Semmeringgebiet begeben, bin ich wieder mit den beiden in Wien gelandet. Und diesmal gibt es auch wieder Mordermittlungen...

1927 wird am Messegelände das erste Planetarium in Wien eröffnet. Ernestine hat Karten für die Eröffnungsfeier, die nur für geladene Gäste bestimmt ist. Natürlich sollen auch Anton, Heide und Erich, sowie Rosa und Fritzi mitkommen. Während sich Anton und die Kinder lieber ein Eis holen, als sich die Sondervorstellung anzusehen, bleibt Ernestine mit Heide und Erich im Saal. Als das Licht nach der Vorführung angeht, gibt es einen Toten: Konrad Faber. Noch vor der Vorführung kam es zu einem Streit und einer Rangelei zwischen den Faber-Brüdern, die sich nicht ausstehen können. Konrad, der angesehene Arzt, und Matthias, der Inhaber der familieneigenen Stofffabrik, sind sich spinnefeind. Aber nicht nur die Zwillingsbrüder hassen sich - die ganze Familie Faber ist eine einzige Schlangengrube.
Sie sind außerdem für Erich, der direkt zu ermitteln beginnt, alles andere als kooperativ. Als es zu einem weiteren Todesfall in der Familie kommt, hat er alle Hände voll zu tun, den Fall aufzulösen.

Während Erich ermittelt, kommt es in Wien zu schweren Unruhen. Nach dem "Schattendorf-Prozess", bei dem die Schützen, die bei einer Versammlung ein kleines Kind und einen alten Mann erschossen haben, freigesprochen wurden, sind die Menschen erzürnt. Es kommt zu gewalttätigen Ausschreitungen, die mit dem Brand des Justizpalastes und vielen Toten und Verletzten endet. Als Ernestine erfährt, dass Anton unterwegs ist, um Rosa und Fritzi zu suchen, die auf den Weg zum Schwedenplatz sind, um ein Eis zu essen, wird sie nervös. Schweben ihre Lieben in Gefahr?

Mit der Julirevolte und den Aufständen im Juli 1927 erschafft Beate Maly diesmal eine etwas ernstere Stimmung. Der Antisemitismus ist immer mehr zu spüren und als Leser fragt man sich, wie es wohl mit der Familie weitergehen wird.
Trotzdem verliert auch der zehnte Band nicht an Leichtigkeit und mit der jungen Apothekergehilfin Ilse und dem kleinen Julian kommen zwei neue Figuren hinzu. Der Wiener Schmäh und die lebendigen Figuren schaffen auch diesmal wieder eine sehr ganz besondere Atmosphäre, die ich bei dieser Reihe sehr mag. Die historischen Ereignisse, die Beate Maly mit einbezogen hat, sind hervorragend recherchiert und lässt uns diese Zeit lebendig werden.

Fazit:
Ein spannender zehnter Fall, der viel Historisches im Kriminalfall beinhaltet und spannend erzählt ist. Wieder ein sehr atmosphärischer Wiener Cosy-Crime, den ich sehr gerne gelesen habe und der diesmal auch viele ernstere Seiten anschlägt.

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Veröffentlicht am 27.12.2025

Sehr atmosphärisch, aber träge

Coram House
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True-Crime Autorin Alex Kelley sieht nach dem Tod ihres Mannes, und einem Shitstorm nach ihrem letzten Buch, einen Neuanfang in einem neuen Auftrag. Laut ihrem Auftraggeber, dem pensionierten Rechtsanwalt ...

True-Crime Autorin Alex Kelley sieht nach dem Tod ihres Mannes, und einem Shitstorm nach ihrem letzten Buch, einen Neuanfang in einem neuen Auftrag. Laut ihrem Auftraggeber, dem pensionierten Rechtsanwalt Alan Steadsan, soll sie nicht nur an den Ort des Geschehens ihres neuen Buches ziehen, sondern auch als Ghostwriter schreiben. Er möchte sich ein "Denkmal" setzen und sie sieht darin eine Chance als Autorin wieder Fuß zu fassen.
Alex soll die tragischen Hintergründe hinter den Missbrauchsvorwürfen in "Coram House", einem von Nonnen und Priestern geführten Waisenhaus, aufarbeiten. Bereits in den 1980-er Jahren kam es zu einem Gerichtsprozess, der jedoch mit einem Vergleich endete. In der Zwischenzeit sind viele Bewohner des ehemaligen Waisenhauses verstorben, doch Alex erhält alte Dokumente, Aufzeichnungen und Interviews als Material. Dabei fällt ihr das mysteriöse Verschwinden des kleinen Tommy auf, dessen Spur sich 1968 von einem Tag auf den anderen verliert. Ein damaliges Waisenkind spricht in den Aufzeichnungen von einem Mord und dass Tommy ertrunken sei. Die Nonnen erzählten hingegen, dass er weggelaufen ist. Der kleine Junge lässt Alex nicht los. Doch bald hat Alex andere Probleme, denn sie stößt bei ihrer Joggingrunde auf eine Leiche. Und plötzlich zieht sich die Schlinge um Alex und ihre Nachforschungen immer mehr zusammen...

Der Thriller ist in fünf Teile aufgeteilt und wird atmosphärisch, aber langsam erzählt. Wir kreisen viel um Alex Gedanken und Vermutungen, die zum Verschwinden des kleinen Tommy führten. Erst nachdem in der Gegenwart die erste Tote gefunden wird, kommt etwas mehr Spannung auf.
Zwischen den beiden Handlungssträngen in der Vergangenheit in den 1960er Jahren und der Gegenwart, die in den 2000ern spielt, gibt es Transkripte und Aufzeichnungen aus den späten 1980er Jahren.

Alex fand ich nicht unbedingt als Sympathieträgerin. Sie fokussierte sich zu sehr auf eine einzige Person, die sie in Verdacht hat. Doch gerade diese Verbissenheit hat ihr bei ihrem letzten Buch fast ihre Karriere gekostet. Sie wirkt dadurch nicht unbedingt lernfähig. Und auch die leicht angedeuteten romantischen Avancen zwischen Alex und anderen Charakteren fand ich unpassend und in diesem Genre überflüssig.

Das Thema hingegen ist interessant. Ich habe bereits jede Menge über Waisenhäuser, brutalen Erziehungsmethoden und Vertuschung darüber, gelesen. Trotzdem ist es immer wieder verstörend darüber zu lesen, wie unschuldige Kinder gequält und misshandelt werden.

Die klirrende Winterkälte in Vermont hat die Autorin großartig eingefangen. Auch die etwas mystische Stimmung um die Geschichte eines Waisenkindes um ein Monster im See, an dem Coram House liegt. Das verlassene Waisenhaus ist leicht gruselig dargestellt und verbreitet negative Schwingungen.

Immer wieder geht es um die Fragen nach Wahrheit, Schuld, Verlust und Gerechtigkeit.
Im Nachwort erklärt die Autorin, dass ihr Thriller von den wahren Ereignissen im St. Joseph' s Orphanage in Burlington, Vermont, inspiriert wurde. Gleichzeitig führt sie aber auch an, dass es leider jede Menge ähnlicher Vorkommnisse in ähnlichen Einrichtungen gegeben hat.


Fazit:
Ein sehr atmosphärischer Thriller mit einem Thema, welches immer wieder entsetzt. Die Umsetzung hat mir hingegen nur mittelmäßig gefallen und das Tempo zieht erst sehr spät an. Die Geschichte wird wohl eher nicht im Gedächtnis bleiben.

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Veröffentlicht am 26.12.2025

Großartige Fortsetzung der Krimireihe

Die Farbe des Bösen
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Letztes Jahr habe ich den ersten Band des historischen Kriminalromanes von Ralf H. Dorweiler gelesen, der von mir 5 Sterne bekommen hat! Deshalb war ich besonders neugierig auf den zweiten Band rund um ...

Letztes Jahr habe ich den ersten Band des historischen Kriminalromanes von Ralf H. Dorweiler gelesen, der von mir 5 Sterne bekommen hat! Deshalb war ich besonders neugierig auf den zweiten Band rund um Criminalcommissar Hermann Rieker und der Richterstochter Johanna Ahrens - einem etwas ungewöhnlichem Schnüfflerpaar.

Richterstochter Johanna Ahrens ist mit ihren 23 Jahren noch unverheiratet, was vor allem ihrer Mutter nicht wirklich gefällt. Als sie bei einer Feier den Sozialisten Jan kennenlernt, ist sie von ihm schwer beeindruckt und stimmt einem Treffen vor der Kunsthalle (ohne Begleitung, wie es zur damaligen Zeit üblich war) zu. Doch Jan möchte nicht mit ihr Kunstwerke bestaunen, sondern nimmt sie mit zu einer Protestaktion gegen die schlechten Arbeitsbedingungen in der Tapetenfabrik Trempin & Co. Dabei wird sie Zeuge, wie zwei Männer eine vermeintliche Leiche, die in einem Teppich gewickelt ist, aus einem Nebengebäude tragen. Sie informiert Commissar Rieker davon, doch in der Fabrik scheint niemand zu fehlen. Jan und seine Freunde versuchen Johanna zu überreden sich in bei Trempin als Arbeiterin einzuschleusen, damit sie mehr über die Arbeitsverträge erfahren. Das nutzt Johanna, um auf eigene Faust nachzuforschen....

Diesmal bringt Johanna durch ihre Impulsivität nicht nur sich selbst, sondern auch andere Menschen in Gefahr. Während Hermann Rieker mehr über die Tapetenfabrik herauszufinden versucht, stößt er nicht nur auf einen Leichenacker, sondern auch auf sehr dubiose Geschäftspraktiken. Zusätzlich muss er sich auch immer wieder gegen seinen Vorgesetzen durchsetzen, der ihm am liebsten keinen Mordfall, sondern zum Schnüffeln bei den Sozialisten einsetzen würde. Die Klassenunterschiede, die zu dieser Zeit herrschen, bekommt auch Rieker immer wieder zu spüren.

Ralf H. Dorweiler hat wieder einen sehr spannenden historischen Krimi geschrieben. Nach dem Totenfotograf im ersten Band, habe ich wieder völlig neue Informationen über dubiose Geschäfte und Gifte erfahren. Das macht die Geschichte einfach noch spannender, vor allem der Einblick in die damalige Medizin und Forensik war sehr interessant.
Der Autor stellt die damalige Zeit im späten 19. Jahrhundert sehr atmosphärisch und authentisch dar. Auch die Sprache ist perfekt angepasst und vermittelt das besondere historische Flair ohne antiquiert zu wirken. Neben den teilweise schaurigen Beschreibungen kommt auch der Wortwitz nicht zu kurz.

Über den einzelnen Kapiteln steht der Ort und ein genaues Datum, denn der Krimi geht nur über wenige Tage.

Fazit:
Wieder ein absolut gelungener historischer Kriminalroman, spannend und atmosphärisch. Für Fans der historischen Wienkrimis von Alex Beers - nur mit Hamburgfeeling und zeitlich etwas früher. Empfehlung!

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Veröffentlicht am 23.12.2025

Weihnachtlicher Wohlfühlroman

Schneezauber in Winterbury
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Jedes Jahr in der Vorweihnachtszeit steht der neue Winterroman von Sarah Morgan auf meiner Leseliste. Diesmal bin ich schon etwas spät dran, aber weil "Schneezauber in Winterbury" bereits im August erschienen ...

Jedes Jahr in der Vorweihnachtszeit steht der neue Winterroman von Sarah Morgan auf meiner Leseliste. Diesmal bin ich schon etwas spät dran, aber weil "Schneezauber in Winterbury" bereits im August erschienen ist, habe ich das Buch nicht als Rezensionsexemplar angefragt, sondern es erst viel später gekauft und nun passend zur Jahreszeit gelesen.

Sarah Morgan versteht es perfekt, mich in die ultimative Weihnachtsstimmung zu versetzen. Diesmal war der Beginn jedoch etwas anders und ein bisschen gewöhnungsbedürftig - bis ich das Gefühl hatte einen neuen Roman von Sarah Morgan vor mir zu haben.
Mit Imogen lernen wir eine nach außen hin perfekte und erfolgreiche junge Frau kennen, die scheinbar alles hat: einen tollen Job, eine liebevolle Familie und einen herzigen Hund. Leider ist nichts davon wahr, was ihr Privatleben betrifft. Ihre Mutter lehnt sie seit ihrer Kindheit ab und Weihnachten ist jedes Jahr ein Fest der Einsamkeit. Deshalb hat sie vor, sich wieder zur Weihnachtszeit in ihrer Arbeit zu verkriechen. Doch ein Zusammenbruch beendet ihre Pläne, denn ihre Chefin verordnet ihr einen Zwangsurlaub. Doch wohin soll Imogen in diesen Wochen, die öde und leer vor ihr liegen?
Ihre Lieblingskundin Dorothy bietet ihr daraufhin an, in ihrem Cottage in den Cotswolds etwas auszuspannen und London zu entfliehen. Nach kurzem Zögern, nimmt Imogen das Angebot an und weiß nicht, dass hinter Dorothys Einladung noch etwas ganz anderes steckt...

Nach kleinen Startschwierigkeiten war ich wieder mitten in der winterlichen Atmosphäre von Sarah Morgans Romanen, die ich so gerne in der Vorweihnachtszeit lese.
Erzählt wird wie üblich aus der Sicht von drei Frauen: Imogen, Dorothy und Sara. Diesmal hat aber eindeutig der Strang von Imogen den Hauptanteil an der Geschichte. Sie ist eine sehr einsame und starke junge Frau. Schon sehr früh hat sie für sich selbst sorgen müssen. Ihre Mutter hat sie nicht nur abgelehnt, sondern sich auch nicht um sie gekümmert. Dadurch steht Imogen zwar auf ihren eigenen Füßen und weiß sich zu behaupten, aber Liebe und Zugehörigkeit kennt sie nicht.
In den Cotswolds bei Dorothy findet Imogen alles vor, was Weihnachten für viele so besonders macht: Schnee, ein gemütliches Cottage, Familienanschluss und einen Hund samt netten Tierarzt.
Dorothy ist eine liebenswerte und sehr warmherzige Frau, die für ihre Mitmenschen immer ein offenes Ohr hat. Selbst quält sie sich jedoch mit Schuldgefühlen, die sie besonders zur Weihnachtszeit immer wieder einholen.
Die Charaktere sind, bis hin zu den Nebenfiguren, sehr liebevoll gezeichnet. Alle von ihnen hatte ich beim Lesen vor Augen.

Sarah Morgan verleiht ihrem Wohlfühlroman erneut Tiefe, denn sie greift einige sehr ernste Themen auf. Zusätzlich versprüht die romantische Winterlandschaft, das heimelige Holly Cottage und die wunderbar gezeichneten Figuren eine warme und festliche Atmosphäre. Hauptthema und der rote Faden der Geschichte ist jedoch die dramatische Familiengeschichte.
Manche Handlungen sind etwas vorhersehbar, vor allem, wenn man regelmäßig Sarah Morgan Bücher liest. Trotzdem gab es aber doch noch einige überraschende Wendungen, die ich nicht kommen gesehen habe.


Fazit:
Wieder der gewohnt atmosphärische Winterroman mit ernsten Themen neben der Wohlfühlatmosphäre, den ich mir genauso von der Autorin erwarte. Bezaubernd und stimmungsvoll vor der zauberhaften Kulisse der englischen Cotswolds.

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Veröffentlicht am 21.12.2025

Cosy Vorweihnachts-Lektüre

Advent im Grandhotel
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Letztes Jahr hat Beate Maly mit "Mord im Stadtpalais" einen alleinstehenden Adventkrimi geschrieben, der mir außerordentlich gut gefallen hat. Dieses Jahr wurde sie wieder vom Emons Verlag gebeten eine ...

Letztes Jahr hat Beate Maly mit "Mord im Stadtpalais" einen alleinstehenden Adventkrimi geschrieben, der mir außerordentlich gut gefallen hat. Dieses Jahr wurde sie wieder vom Emons Verlag gebeten eine Vorweihnachtsgeschichte zu schreiben. "Advent im Grandhotel" ist diesmal jedoch kein Krimi, sondern einfach eine Adventgeschichte.
In diesem kleinen Büchlein mit 192 Seiten begegnen wir wieder Ernestine und Anton aus der gleichnamigen Reihe von Beate Maly. Für mich fügt sich diese Geschichte chronologisch zwischen "Mord im Böhmischen Prater" und "Mord im Planetarium" (schon gelesen, Rezi folgt!) ein.

Diese Adventgeschichte kann man aber auch gerne alleinstehend lesen, ohne die historischen Krimis zu kennen. Sie passt perfekt in die Vorweihnachtszeit, denn sie vermittelt ein wohliges Gefühl und lässt sich schnell lesen.

Advent 1926. Ernestine hat für ihre uneigennützige Arbeit in der Bibliothek eine Einladung zu Kunstauktion am Semmering geschenkt bekommen. Gemeinsam mit Anton, seiner Enkelin Rosa und ihren Freund Fritzi reisen die Vier wieder südlich von Wien ins winterliche Semmeringgebiet, wo sich vor allem die Kinder Spaß im Schnee erhoffen. Neben dem stimmungsvollen Adventmarkt gibt es im Südbahnhotel eine Kunstauktion, die Ernestine und Anton besuchen werden.
Man lernt einige Gäste des Hotels kennen, sowie Mitarbeiter und Künstler, dessen Werke vorgestellt und anschließend in einer Auktion verkauft werden sollen. Während Anton die süßen Leckereien aus der Hotelküche genießt und die Kinder sich beim Schlitten fahren austoben, freut sich Ernestine auf die Kunstauktion. Doch kurze Zeit später sind zwei der Kunstwerke, auf die geboten werden soll, verschwunden. Natürlich weckt dies sofort Ernestines Neugier....
Obwohl der Roman nur knapp 192 Seiten hat, findet man genug Inhalt und unterhaltsame Nebenstränge, die ebenfalls Spannung aufkommen lassen.

Auch wenn hier ein Kunstraub in die Geschichte eingeflochten wurde, handelt es sich nicht um einen Krimi, sondern um eine sehr atmosphärische Weihnachtsgeschichte während der Adventzeit (wir Österreicher sagen Adventzeit OHNE "s"!)
Beate Maly kann es trotzdem kaum lassen ihre Ernestine "schnüffeln" zu lassen. Für mich ist sie die Wiener "Miss Marple".
Die Auflösung kommt auf diesen wenigen Seiten relativ spät und fast ein bisschen "überhastet". Trotzdem habe ich mich wieder sehr gut unterhalten, denn Beate Maly erzählt gewohnt kurzweilig und historisch korrekt.

Fazit:
Wieder eine echte Wohlfühllektüre für die Vorweihnachtszeit, bei der ich ein paar Seiten mehr noch lieber gehabt hätte. "Advent im Grandhotel" kommt nicht ganz an ihren Vorjahres-Adventkrimi heran, aber vermittelt dieses ganz bestimmte wohlige Gefühl der Vorweihnachtszeit wieder perfekt. Ein perfektes Geschenk für den Nikolaus oder auch noch zu Weihnachten! (auch wenn als Hardcover mit nur 192 Seiten etwas teuer ist)

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