Starker Auftakt
Royal Houses – Haus der Drachen„Royal Houses – Haus der Drachen“ von K.A. Linde ist der mitreißende Auftakt ihrer Romantasy Reihe Royal Houses.
Als Tochter eines Fae-Prinzen und einer menschlichen Mutter war Kerrigan schon immer eine ...
„Royal Houses – Haus der Drachen“ von K.A. Linde ist der mitreißende Auftakt ihrer Romantasy Reihe Royal Houses.
Als Tochter eines Fae-Prinzen und einer menschlichen Mutter war Kerrigan schon immer eine Außenseiterin. Halb-Fae und Menschen gehören in der von Fae beherrschten Gesellschaft zur untersten Schicht. Als Kind wurde Kerrigan von ihrem Vater vor dem Haus der Drachen ausgesetzt, welches nun ihr Zuhause geworden ist. Ihre Hoffnungen auf ein ruhiges Leben als freie Bürgerin lösen sich jedoch in Luft, als beim Drachenturnier nichts so läuft, wie es soll. Der dunkle Prinz des Hauses der Schatten beansprucht einen Platz im Turnier, bei dem die Chance besteht, sich an einen der fünf Drachen zu binden. Kerrigan hat nicht die geringste Absicht, mit den Adligen zu konkurrieren, aber ihr Schicksal nimmt eine unerwartete Wendung.
Die von K.A. Linde erschaffene Welt ist voller Magie, Drachen, Fae und anderer magischer Wesen. Das Gesellschaftssystem, in welchem die nicht reinblütigen Fae, Menschen oder Fae ohne Reichtum unterdrückt werden, muss aber nicht unbedingt dem Fantasy-Bereich entspringen.
Der Schreibstil der Autorin konnte mich ab dem ersten Kapitel catchen und Kerrigan ist eine Heldin, wie ich sie mag. Sie ist tough, mutig und furchtlos, aber auch loyal und verletzlich, auch wenn sie ihre Schwächen vor anderen am liebsten verbirgt. Ihr Schicksal ist absolut ungerecht, doch sie kämpft für ihren eigenen Weg und bleibt sich dabei treu.
Fast die gesamte Handlung wird aus ihrer Perspektive erzählt, aber gerade die vereinzelten Kapitel aus Sichtweise eines der anderen Charaktere machen das Ganze noch spannender. Das Haus der Drachen steckt voller dunkler Intrigen und Kerrigan steht offenbar im Fokus. Ihre hitzigen Schlagabtausche mit dem mysteriösen Fordham sind eines der Highlights, genau wie die sich langsam aufbauende Beziehung zwischen den beiden.
Die Drachen spielen jetzt nicht unbedingt die Hauptrolle, aber die Szenen mit ihnen sind dafür sehr besonders. Die Vielschichtigkeit von Kerrigans und Fordhams Charakteren hat mir gefallen und auch die Nebenfiguren punkten mit ihren immer wieder überraschenden Facetten. Ich freue mich jetzt schon auf die Fortsetzung.
Mein Fazit:
Klare Leseempfehlung!