Erkenntnisreicher Skiurlaub
Love Me Snowly„Love me snowly“ von Jessica Wismar führt ins verschneite Österreich, wo es in einer Skihütte zu emotionalen Verwicklungen kommt.
Die Studentin Elina will eigentlich nur ihrer Familie über Weihnachten ...
„Love me snowly“ von Jessica Wismar führt ins verschneite Österreich, wo es in einer Skihütte zu emotionalen Verwicklungen kommt.
Die Studentin Elina will eigentlich nur ihrer Familie über Weihnachten entfliehen und so lässt sie sich zu einem dreiwöchigen Skiurlaub mit ihrer zickigen Nachbarin überreden. Fünf Jungs und fünf Mädchen teilen sich ein schickes Chalet und Elina findet schnell neue Freunde. Zu ihren Mitbewohnern gehört auch der attraktive Frauenheld Noah, der gegenüber Elina äußerst widersprüchliche Signale aussendet. Aber auch der verschlossene und gutaussehende Barbesitzer Santino lässt Elinas Herz höherschlagen. Das bringt ihre festen Vorsätze, sich nie wieder zu verlieben, ziemlich ins Wanken.
Dies ist mein erstes Buch der Autorin und ich mag ihren lockeren und leichten Schreibstil. Man ist schnell in der Geschichte drin, auch wenn man zu Beginn noch nicht durchschaut, warum Elina so ist wie sie ist.
Elina hat von der Liebe die Nase voll und tobt sich seit einigen Monaten einfach nur aus. Die Skifreizeit scheint dafür ideal, auch wenn in den persönlichen Verwicklungen der Teilnehmer einige Fallstricke lauern. Ich kann Elinas Einstellung nachvollziehen und mir gefällt vor allem, dass die Autorin sehr offen misogyne und bigotte Einstellungen anprangert und konkret anspricht. Die unterschiedliche Haltung zu Elinas Lebensstil, der im Vergleich zu Noahs ein Klacks ist, ist leider immer noch Alltag.
Bei Noah hatte ich so meine Schwierigkeiten, ihn zu mögen, genau wie bei einigen der anderen Figuren. Alle haben ihre Ecken, Kanten und Fehler, aber im Laufe der Handlung machen sie eine erhebliche Entwicklung durch. Die Autorin schildert sehr einfühlsam und authentisch, wie sich diese langsame Wandlung vollzieht, und ich muss zugeben, dass ich dies zu Anfang nie vermutet hätte. Elina stellt sich endlich ihren inneren Dämonen und räumt mit toxischen Beziehungen auf, die ihr Leben unerträglich gemacht haben. Ob sie dies ganz allein schafft und ob sie sich doch noch auf eine neue Liebe einlässt, sollte man unbedingt selbst im Buch lesen.
Mein Fazit:
Auch als Sommerkind gebe ich dieser verschneiten New Adult eine klare Leseempfehlung!