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Veröffentlicht am 09.06.2021

Alte Prophezeiung

The Lost Prophecy – Das Reich der Elemente
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„The Lost Prophecy – Das Reich der Elemente“ von Carina Zacharias vereint die fünf Teile der Reihe in ein einem einzigen großen Band.
Andurion ist unter den Völkern der vier Elemente Wasser, Erde, Feuer ...

„The Lost Prophecy – Das Reich der Elemente“ von Carina Zacharias vereint die fünf Teile der Reihe in ein einem einzigen großen Band.
Andurion ist unter den Völkern der vier Elemente Wasser, Erde, Feuer und Luft seit mehr als tausend Jahren aufgeteilt und alle leben zwar getrennt voneinander, aber friedlich. Eines Tages erreicht ein Hilferuf des Luftvolks die anderen drei Völker, denn furchtbare Stürme haben das Land verwüstet und eine geheimnisvolle Seuche wütet unter den Bewohnern. Die Botschafter der Elemente finden sich zusammen und wollen herausfinden, ob die Geschehnisse mit der uralten Prophezeiung zu tun haben, laut der ein großes Unheil in vier Wellen über Andurion hereinbrechen wird und nur ein Held, der alle Elemente vereint, das Land noch retten kann.

Das Buch umfasst die fünf Bände der Reihe, die sich um den Kampf um die Rettung Andurions drehen. Jedes Kapitel ist aus der Perspektive einer Hauptfigur geschrieben, von denen es recht viele gibt und die größtenteils unterschiedlichen Elementen angehören. Dadurch ergibt sich zumindest am Anfang ein grober Überblick über die Eigenheiten eines jeden Volkes und dessen Kultur.
Der erste Teil wirkt wie ein Vorlauf, in dem die Figuren vorgestellt werden, erstmals zusammenfinden und die folgenden Ereignisse langsam ins Rollen kommen. Im zweiten Teil nimmt die Handlung etwas mehr Fahrt auf, genau wie im dritten Teil, wo der gefährliche Widersacher mehr in den Fokus rückt. Im vierten Teil folgt ein Zeitsprung von zehn Jahren, der neue Charaktere und eine neue Dynamik in die Geschichte bringt. Im fünften Teil kann man sich auf das lang erwartete Finale freuen, was über die Zukunft Andurions entscheiden wird.
Der Schreibstil von Carina Zacharias liest sich leicht und flüssig und man steigt schnell in ihre Welt der Elemente ein. Die Charaktere sind überwiegend sympathisch, auch wenn mich ihre Entwicklung über die Zeit nicht immer in allen Punkten überzeugen konnte. Die Beziehungen untereinander waren für mich nicht immer nachvollziehbar und manches blieb für mich etwas zu oberflächlich. Das Worldbuilding hat mir aber gefallen.

Mein Fazit:
Im Gesamtüberblick durchläuft diese Fantasystory einige Höhen und Tiefen, aber sie konnte mich letztendlich überzeugen. Von mir gibt es insgesamt vier Sterne und ein gern eine Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 08.06.2021

Zum Dahinschmelzen

Alle Farben des Regens
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„Alle Farben des Regens“ von Jessica Winter ist wieder einmal eine unglaublich gefühlvolle Geschichte über Freundschaft, Liebe, Vergebung und zweite Chancen.
Arya hat seit ihrem siebten Lebensjahr nur ...

„Alle Farben des Regens“ von Jessica Winter ist wieder einmal eine unglaublich gefühlvolle Geschichte über Freundschaft, Liebe, Vergebung und zweite Chancen.
Arya hat seit ihrem siebten Lebensjahr nur einen besten Freund, dem ihre ganze Liebe und ihr Herz gehören. Doch eben dieses Herz bricht Kasey zehn Jahre später, als er sie ohne Abschied und Begründung einfach verlässt. Jahre später führt Arya ein ihrer Meinung nach stabiles und geordnetes Leben an der Seite ihres langjährigen Verlobten. Zumindest solange, bis in ihrer Vorschulklasse eine neue Schülerin auftaucht, deren alleinerziehender Vater sich als Kasey entpuppt und Aryas lang unter Verschluss gehaltene Gefühle ordentlich durcheinanderbringt.

Die Bücher von Jessica Winter lassen mich jedes Mal dahinschmelzen, wie eine Schneeflocke in der Sonne. Und auch bei dieser Geschichte ging es mir nicht anders.
Kasey muss zu Beginn den plötzlichen Tod seiner Freundin verkraften, die ihn mit zwei kleinen Kindern zurücklässt. Er ist mit der Situation völlig überfordert, zumal er seine Kinder zwar abgöttisch liebt, aber bisher nur wenige Berührungspunkte mit ihrem Alltag hatte.
Arya ist eine liebenswerte Vorschullehrerin, die es immer allen recht machen will und dafür lieber selbst zurücksteckt. Die Begegnung mit Kasey ist ein Schock, der aber gleichzeitig dafür sorgt, dass sie endlich ihre eigenen Gefühle wahrnimmt.
Die Perspektiven wechseln zwischen den beiden Hauptfiguren, so dass man deren innere Konflikte und Verletzlichkeit hautnah mitbekommt. In Rückblenden werden immer wieder Etappen ihrer gemeinsamen Vergangenheit erzählt, die nach und nach Aufschluss darüber geben, wie tief diese Liebe geht und warum es zu Kaseys damaliger Entscheidung kam. Die herzzerreißende Gefühlsachterbahn hat mich bis zum Ende mitfiebern lassen, ob die beiden es schaffen, zu ihren Gefühlen zu stehen und endlich eine gemeinsame Zukunft zu wagen. Die Verbindung zwischen Arya und Kasey ist unglaublich stark und hatte viele Gänsehaut- oder Taschentuchmomente im Buch. Die Autorin trifft irgendwie immer genau den richtigen Nerv und hat mich mit ihrer Geschichte sehr berührt.

Mein Fazit:
Die wunderschöne und emotionale Lovestory bekommt von mir eine ganz klare Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 08.06.2021

Faszinierende Hauptfigur

Die Highlanderin
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„Die Highlanderin“ von Eva Fellner erzählt die spannende und berührende Geschichte einer ganz besonderen Frau, die sich gegen alle Widerstände und in einer männlich geprägten Gesellschaft behaupten kann.
Enya ...

„Die Highlanderin“ von Eva Fellner erzählt die spannende und berührende Geschichte einer ganz besonderen Frau, die sich gegen alle Widerstände und in einer männlich geprägten Gesellschaft behaupten kann.
Enya gerät nach einem Schiffsunglück als Kind in die Hände von Sklavenhändlern, die sie im Orient weiterverkaufen. Für das kleine Mädchen beginnt eine abenteuerliche Odyssee, die sie über mehrere gefährliche Stationen schließlich zu einer Ausbildung als Assassine führt. Ein paar Jahre später landet Enya in Schottland, wo sie ein neues Zuhause und eine neue Aufgabe findet. Sie schließt sich dem schottischen Unabhängigkeitskrieg gegen den englischen König Edward an und kämpft furchtlos und unerbittlich für ihren Clan und dessen treue Mitglieder.

Die Autorin teilt ihre Geschichte in zwei Zeitebenen auf, von der eine die aktuellen Geschehnisse ab dem Jahr 1304 in Schottland erzählt und die zweite die ereignisreichen Etappen in Enyas Leben ab ihrer Kindheit 1289. Die Erzählstränge wechseln sich ab und sind durch die Überschriften über den Kapiteln einfach zu unterscheiden.
Ich könnte gar nicht sagen, welchen Teil ich spannender fand, denn ich war von beiden absolut gefesselt. Der Schreibstil liest sich hervorragend und ich wollte das Buch gar nicht mehr zur Seite legen. Die Lebensgeschichte von Enya ist außergewöhnlich und packend und zeigt eine Frau, die stark, mutig, loyal und sehr intelligent ist. Sie geht ihren eigenen Weg, der für sie einige Schicksalsschläge bereit hält, aber gleichzeitig immer wieder vom Glück begünstigt ist. Ein starker Partner an ihrer Seite ist der martialisch wirkende Ire Hal, der für sie durchs Feuer gehen würde. Aber auch die Beziehung zum Clanführer James Douglas verspricht noch einiges an Spannung. Überhaupt sind hier sowohl die Neben- als auch die Hauptfiguren absolut facettenreich und voller Überraschungen.
Das Ende bleibt offen und ich fiebere der Fortsetzung förmlich entgegen. Noch immer gibt es viele Geheimnisse und ungeklärte Fragen zu Enyas und Hals Geschichte, sowie zu ihrer Zukunft, von der ich unbedingt mehr lesen will. In dieser faszinierenden Story steckt unglaublich viel Potenzial, was die Autorin in diesem Auftaktband erfolgreich ausgeschöpft hat.

Mein Fazit:
Von mir gibt es eine ganz klare Leseempfehlung und die vollen fünf Sterne!

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Veröffentlicht am 05.06.2021

Süße Royal Romance

Royal Sins – Eine Nacht für immer
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„Royal Sins – Eine Nacht für immer“ von Claire Contreras ist eine wunderschöne Royal Romance um die Sprösslinge des fiktiven französischen Königshofes.
Adeline verbringt eine letzte Auszeit in der Villa ...

„Royal Sins – Eine Nacht für immer“ von Claire Contreras ist eine wunderschöne Royal Romance um die Sprösslinge des fiktiven französischen Königshofes.
Adeline verbringt eine letzte Auszeit in der Villa ihrer Eltern in Marbella, bevor sie ihr Studium in den USA beginnt. An ihrem letzten Abend lässt sie sich von ihrem besten Freund überreden, eine der berüchtigten Partys der französischen Prinzen zu besuchen. Hier hat sie eine heiße Nacht mit einem Unbekannten, der sich im Nachhinein als der französische Thronfolger, Prinz Elias, entpuppt. Fünf Jahre später ist Adeline zurück in Marbella und trifft auch Elias zum ersten Mal wieder. Und diesmal will der Prinz sie nicht einfach wieder gehen lassen.

Dies ist mein erstes Buch der Autorin, aber es wird definitiv nicht mein letztes bleiben. Ich mag ihren lockeren und leichten Schreibstil und ihre sympathischen Protagonisten.
Die im Buch vorkommende französische Monarchie ist natürlich rein fiktiv. Das Königspaar hat drei Kinder, den Thronfolger Elias, seinen jüngeren Bruder Aramis und seine Schwester Pilar. Um alle drei ranken sich wilde Skandale und Gerüchte, auf die auch Adeline hereinfällt. Doch je mehr Zeit sie mit dem charismatischen Elias verbringt, desto deutlicher wird, dass er völlig anders ist, als sein Bild in der Öffentlichkeit. Aber Adeline wird gleichzeitig schmerzhaft klar, dass sie als Bürgerliche mit angekratztem Ruf, niemals öffentlich an seiner Seite gesehen werden darf und damit eine gemeinsame Zukunft von vornherein ausgeschlossen ist.
Der überwiegende Teil der Geschichte wird aus der Perspektive von Adeline erzählt, aber etwa ab der Mitte des Buches kommt auch immer öfter Elias zu Wort. Das hat mir gut gefallen, denn damit wird es nicht einseitig. Ich fand es total süß und romantisch, wie Elias hartnäckig und konsequent um Adeline kämpft, auch wenn vielleicht nicht jede seiner Entscheidungen glücklich war. Natürlich ist die Story vorhersehbar und etwas weichgezeichnet, aber das hat mich überhaupt nicht gestört. Hervorheben würde ich, dass die Autorin mit ihren Figuren nie ins klischeehafte abdriftet, obwohl das bei diesem Thema sicher schwierig ist. Ihre Charaktere konnten mich immer wieder überraschen und auch unter den Nebenfiguren konnte ich keine Stereotypen finden.

Mein Fazit:
Die süße Lovestory ist unterhaltsam, romantisch, gefühlvoll und enthält auch eine kleine Prise Drama. Nicht nur für Royalisten würde ich daher eine klare Leseempfehlung aussprechen!

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Veröffentlicht am 04.06.2021

Kampf der Amazonen

Die Götter müssen sterben
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„Die Götter müssen sterben“ von Nora Bendzko ist eine düstere Fantasy über das geheimnisumwitterte Volk der Amazonen.
Der Krieg um Troja tobt und laut einer Prophezeiung der Göttin Artemis bekommen die ...

„Die Götter müssen sterben“ von Nora Bendzko ist eine düstere Fantasy über das geheimnisumwitterte Volk der Amazonen.
Der Krieg um Troja tobt und laut einer Prophezeiung der Göttin Artemis bekommen die Amazonen ihre Chance auf Rache, wenn sie sich am Kampf beteiligen. Die stärkste von ihnen wird mit den Kräften von Artemis gesegnet werden, aber die Göttin erwählt ausgerechnet Areto, die weder eine geborene Amazone, noch eine Kriegerin ist. Während Areto selbst mit ihrem Schicksal hadert, spaltet sich auch das Lager der Amazonen, denn nicht jede ist über diese Entscheidung glücklich. Doch im Kampf gegen ihre Feinde und die Götter müssen alle an einem Strang ziehen.

Die Autorin taucht mit ihrer Fantasy tief in die Welt der griechischen Mythologie ein und formt sie sich nach ihrem Bild. Man sollte im besten Fall die grundsätzlichen Zusammenhänge kennen, denn sonst könnte es bei den zahlreichen Charakteren schwierig werden, den Überblick zu behalten.
Der Schreibstil war für mich am Anfang gewöhnungsbedürftig und er erfordert beim Lesen auf jeden Fall eine hohe Konzentration. Nach dem ersten Drittel war ich ehrlicherweise fast soweit aufzugeben, aber das Dranbleiben lohnt sich wirklich. Die Handlung nimmt irgendwann Fahrt auf und je besser man die Protagonisten kennenlernt, desto mehr fiebert man bei ihren Schicksalen mit.
Die Perspektiven wechseln zwischen vielen Figuren, wobei der Fokus auf Areto liegt, deren Hintergrundgeschichte sich der gesamte erste Teil widmet. Sie muss aufgrund ihrer unfreiwillig erhaltenen Gabe die größte Entwicklung im Buch durchmachen und wird dabei von ihrer Gefährtin Clete unterstützt.
Die Autorin legt großen Wert auf Diversität in ihrer Geschichte, was mir richtig gut gefallen hat. Dazu kommen die immer wieder beeindruckenden und bildgewaltigen Beschreibungen der Geschehnisse, die irgendwann die Spannung nicht mehr abreißen lassen.

Mein Fazit:
Das Buch ist kein leichtes Lesehäppchen für zwischendurch, aber wer den Kampf um Troja aus der Sicht der Amazonen kennenlernen will, dem kann ich nur eine klare Leseempfehlung geben!

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