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Veröffentlicht am 06.05.2021

Ein Kindskopf verliebt sich

Hollywood Love Story
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„Hollywood Love“ von Melanie Moreland ist eine amüsante Lovestory, in der der Protagonist erst erwachsen werden muss.
Liam Wright ist ein erfolgreicher junger Schauspieler in Hollywood, der sich selbst ...

„Hollywood Love“ von Melanie Moreland ist eine amüsante Lovestory, in der der Protagonist erst erwachsen werden muss.
Liam Wright ist ein erfolgreicher junger Schauspieler in Hollywood, der sich selbst als eine Art Peter Pan sieht. Er weigert sich erwachsen zu werden und Verantwortung zu übernehmen und verlässt sich in allen Belangen auf seine engsten Vertrauten. Das sind in seinem Fall sein Manager Everett und dessen Schwester Shelby, die sich um Liams Haushalt kümmert. Shelby ist in den wenigen Monaten ihres Zusammenlebens seine beste Freundin geworden, ohne die er überhaupt nicht mehr zurechtkommt. Aber als Shelby ein Date hat, wird ihm plötzlich klar, dass ihr auch sein Herz gehört.

Ich habe schon einige Bücher der Autorin gelesen, die mich mit ihrem humorvollen und lockeren Schreibstil immer wieder begeistern kann. Und auch mit diesem Buch hatte ich viel Spaß.
Liam erinnert irgendwie an einen kleinen Welpen, was durchaus liebenswert ist. Seine unreife und unselbständige Art ist wahrscheinlich Geschmackssache und einen starken Partner stellt man sich wohl anders vor. Seine Beziehung zu Shelby wirkt zu Beginn fast schon wie Mutter und Sohn, wenn man betrachtet, was sie für ihn alles tut. Anderseits sind beide offenbar perfekt füreinander, denn sie geht darin auf, sich um ihn zu kümmern und er genießt das in vollen Zügen. Im Prinzip leben beide bereits in einer gemeinsamen Beziehung, ohne dass sie es bemerken. Als sie dann den letzten Schritt tun und sich ihre Gefühle eingestehen, geht alles recht schnell. Im Laufe der Zeit verschiebt sich ihr Beziehungsgefüge und Liam muss schneller als erwartet, erwachsen werden.
Ich gebe zu dass in der Handlung nicht wirklich viel passiert. Das hat mich persönlich aber nicht unbedingt gestört. Shelbys Perspektive kommt vielleicht ein wenig zu kurz, dafür fand ich Liams Gedankengänge umso amüsanter. Ich fand die beiden total süß zusammen und für sie funktioniert ihre Dynamik innerhalb der Beziehung. Für mich ist der Funke übergesprungen und ich mag Liams Art, nichts alles so ernst zu nehmen. Wichtiger ist, dass er in den Situationen, in denen es darauf ankommt, Stärke beweist. Dann darf er auch durchaus seine Verzweiflung zelebrieren, wenn er die Gürkchen zum Sandwich nicht findet.

Mein Fazit:
Die Geschichte hat mich oft zum Lachen gebracht und ich mag die sympathischen Protagonisten. Von mir gibt es insgesamt 4,5 Sterne, denn ich hatte viel Spaß beim Lesen.

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Veröffentlicht am 06.05.2021

Funktioniert auch ohne Wassermelone

Would you dance with me?
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„Would you dance with me?“ von Christian Nova ist eine liebevolle Hommage an Dirty Dancing, den Tanzfilm schlechthin.
Die siebzehnjährige Emily verbringt den Sommerurlaub gemeinsam mit ihrem Onkel, ihrer ...

„Would you dance with me?“ von Christian Nova ist eine liebevolle Hommage an Dirty Dancing, den Tanzfilm schlechthin.
Die siebzehnjährige Emily verbringt den Sommerurlaub gemeinsam mit ihrem Onkel, ihrer Tante und ihrer Cousine in einer ziemlich traditionellen Ferienanlage. Emily ist Hobbymusikerin und will sich eigentlich mit ihrer Gitarre in irgendeine Ecke verkrümeln, aber die Begegnung mit dem Profitänzer Dannie katapultiert sie in eine völlig neue Welt. Dannie benötigt für eine große Shownummer dringend eine Tanzpartnerin und Emily scheint seine einzige Chance zu sein. Und obwohl Emily noch nie getanzt hat, stürzt sie sich auf diese Herausforderung, denn Dannie bringt auch ihre Schmetterlinge im Bauch zum Tanzen.

Bei diesem Buch hat man mehrfach Déjà-vu-Momente, die schon bei der Eingangsszene anfangen, als Emily im Auto Richtung Ferienresort sitzt. Die grundsätzliche Handlung bleibt ziemlich nah am Film und variiert nur in den vielen Details, was Dirty Dancing Fans wohl freuen wird.
Der Schreibstil dieses Debütromans von Christian Nova liest sich leicht und flüssig, so dass man schnell durch die Seiten fliegt.
Emily ist ein liebenswerter Hauptcharakter und es macht Spaß, wie sie immer weiter aus ihrer Komfortzone gelockt wird und endlich aus sich heraus geht. Sie riskiert dabei aber auch viel mehr als nur eine Blamage, was für zusätzliches Herzklopfen sorgt.
Dannie wirkt zu Beginn eher unnahbar und abweisend. Er taut erst im Laufe der Handlung etwas auf und darf dann seine charmante und verletzliche Seite zeigen. Seine Perspektive wird nur vereinzelt angesprochen und manchmal hätte ich mir ein paar mehr Worte aus seiner Sichtweise gewünscht.
Die Tanzszenen sind absolut mitreißend und zaubern perfekte Bilder in den Kopf. Besonders gut gefallen haben mir auch die sympathischen Nebenfiguren, die die Wohlfühlstory gelungen abrunden.

Mein Fazit:
Nicht nur hartgesottene Fans werden mit dieser Geschichte ihre Freude haben. Von mir gibt es gern eine Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 03.05.2021

Rasante Lovestory

Speed Me Up
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„Speed Me Up“ von Sarah Saxx führt in die hart umkämpfte Welt des Supercross, in der sich die Protagonistin als einzige Frau an der Spitze durchsetzen muss.
Brooke Ferguson hat eine einzige große Leidenschaft ...

„Speed Me Up“ von Sarah Saxx führt in die hart umkämpfte Welt des Supercross, in der sich die Protagonistin als einzige Frau an der Spitze durchsetzen muss.
Brooke Ferguson hat eine einzige große Leidenschaft und das ist Supercross. Die talentierte Fahrerin ist eine der ganz wenigen Frauen, die sich unter den Besten dieses Sports behaupten kann. Bei einem Rennen trifft sie Matthew Carr wieder, mit dem sie seit frühester Kindheit eng befreundet war. Aber seit sich ihre Wege nach der Highschool getrennt haben, ist die Freundschaft etwas lockerer geworden. Doch bei ihrem Wiedersehen ist die alte Vertrautheit sofort wieder da und außerdem knistert es plötzlich ganz gewaltig zwischen den beiden.

Ich hatte vorher absolut keine Ahnung von Supercross, aber ich muss zugeben, dass mich die mitreißenden Beschreibungen der Autorin sofort gepackt haben und ich die Leidenschaft von Brooke hier ganz klar nachempfinden konnte. Für Brooke ist es doppelt schwierig, sich in der männerdominierten Sportart durchzusetzen und wahrscheinlich erklärt das ihre manchmal spröde und unnahbare Art. Sie ist ein interessanter Charakter, der mich jedoch manchmal zwiespältig zurückgelassen hat. Auf der einen Seite verstehe ich, dass sie besonders tough sein muss, aber in manchen Situationen habe ich einfach nur mit dem Kopf geschüttelt.
Matt ist wirklich sympathisch und man leidet förmlich mit ihm mit, wie er sich mit seinen Gefühlen für Brooke quält. Es ist fast nicht auszuhalten, wie lange die beiden aneinander vorbeireden oder einfach gar nicht mehr kommunizieren. Trotzdem spürt man in vielen gemeinsamen Szenen die besondere Chemie, die beide verbindet.
An dem Schreibstil der Autorin habe ich überhaupt nichts auszusetzen, denn damit kann sie mich jedes Mal wieder überzeugen und mitreißen. In diesem Buch haben mir die Nebenfiguren, wie Sue, Jordan oder Guyette, fast besser gefallen als die Hauptcharaktere, da ich vor allem bei Brooke die Gedankengänge und Beweggründe nicht immer nachvollziehen konnte.

Mein Fazit:
Die Friends-To-Lovers-Story in der Welt des Supercross ist mal etwas anderes und bekommt von mir sehr gern eine Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 03.05.2021

So schön

So leise wie ein Sommerregen
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„So leise wie ein Sommerregen“ von Leonie Lastella ist eine emotionale New-Adult-Story, die mitten ins Herz trifft.
Am wahrscheinlich schlimmsten Tag in ihrem Leben trifft die achtzehnjährige Hope auf ...

„So leise wie ein Sommerregen“ von Leonie Lastella ist eine emotionale New-Adult-Story, die mitten ins Herz trifft.
Am wahrscheinlich schlimmsten Tag in ihrem Leben trifft die achtzehnjährige Hope auf Cooper, der es schafft, dass sie zumindest für ein paar Stunden ihre Wut und Trauer vergisst. Der Tod ihres Vaters hat sie tief erschüttert, aber noch mehr haben sie der Betrug und Verrat ihrer Mutter getroffen, die sie offenbar jahrelang belogen hat. Kurze Zeit später laufen sich Hope und Cooper erneut über den Weg, aber diesmal will er sie auf keinen Fall wieder gehen lassen. Beide genießen ihr Glück, aber ein Geheimnis könnte ihre Liebe zerstören.

Gleich zu Beginn ist man live dabei, wie die bisher heile Welt von Hope in ihre Einzelteile zersplittert und sie gebrochen zurücklässt. Die Nachricht vom Tod ihres Vaters hat die Wirkung eines Vorschlaghammers, aber noch zerstörerischer ist die Lüge ihrer Mutter. Für mich persönlich sind die Reaktionen von Hope komplett nachvollziehbar und ihre Verzweiflung hat mich sehr berührt. Aus ihrer Perspektive kann ich nachempfinden, dass sie ihrer Mutter nicht mehr vertrauen kann.
Cooper fängt Hope auf und ist auch im Anschluss ihr größter Anker. Er ist fast schon zu perfekt und tut fast immer genau das Richtige. Bei den beiden springt definitiv der Funke über, der ziemlich schnell in ernste und sehr tiefe Gefühle übergeht. Cooper und Hope sind so süß zusammen und man wünscht sich fast, dass sie nie aus ihrer Blase herauskommen müssen. Natürlich platzt die Wahrheitsbombe trotzdem und die Gefühlsachterbahn nimmt einige Loopings.
Ich liebe den Schreibstil der Autorin, die ihre tiefgründigen Charaktere und deren Emotionen sensibel und intensiv beschreibt, so dass man völlig gefangen ist. Sie verliert sich nie in Klischees und bleibt auch bei unerwarteten Wendungen authentisch und glaubwürdig. Freundschaft, Liebe, Trauer, Vergebung, Vertrauen und komplizierte Familienbeziehungen sind nur einige der Themen, die in dieser Geschichte angesprochen werden und sie zu etwas besonderem machen.

Mein Fazit:
Hope und Cooper haben mich mit ihrer wunderschönen Lovestory sehr berührt und ich kann nur die volle Anzahl Sternchen geben!

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Veröffentlicht am 02.05.2021

Finaler Höllentrip

Des Teufels Thron (Die Teufel-Trilogie 3)
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„Des Teufels Thron“ ist der Abschlussband der spannenden Teufels Trilogie von Sandra Binder.
Nach den Schwierigkeiten der vorangegangenen Bände ist Toni in ihrer Rolle als Anführerin der Nephilim endlich ...

„Des Teufels Thron“ ist der Abschlussband der spannenden Teufels Trilogie von Sandra Binder.
Nach den Schwierigkeiten der vorangegangenen Bände ist Toni in ihrer Rolle als Anführerin der Nephilim endlich angekommen. Die ehemalige Kopfgeldjägerin des Teufels hat ihre Aufgabe akzeptiert und wird inzwischen auch von den anderen anerkannt. Nach den Massenrekrutierungen der Vergangenheit und der Vernichtung von Max scheint Ruhe eingekehrt zu sein. Doch der Frieden ist trügerisch. Auf ganz stille Art und Weise verschwinden nicht nur unzählige Menschen, sondern auch jede Menge höllische Wesen von der Bildfläche. Irgendetwas braut sich im Hintergrund zusammen und Toni wäre nicht Toni, wenn sie das ignorieren würde.

Man sollte die ersten beiden Teile unbedingt gelesen haben, denn die Handlung setzt wieder nahtlos ein. Auch wenn Luzifers Pläne scheinbar durchkreuzt wurden, traut Toni der friedlichen Idylle nicht. Die Erfahrungen der Vergangenheit und ihr angeborenes Misstrauen lassen sie zweifeln, ob wirklich alles gut ist. Außerdem hat sie Tai und seiner Schwester ein Versprechen gegeben, welches sie unbedingt halten will.
Toni hat sich ein ganzes Stück weiterentwickelt und ist mit ihrer Rolle als Anführerin der Nephilim deutlich gewachsen. An ihre großen Klappe und dem Drang, allen die sie provozieren, kräftig in den Hintern zu treten, hat sich zum Glück nichts geändert. Aber sie ist viel erwachsener geworden und handelt überlegter und nicht mehr so impulsiv wie früher. Ich liebe ihren trockenen Humor und die amüsanten Schlagabtausche, die sie sich vor allem mit ihrem Bruder Finn liefert.
Der abschließende Band hält noch einmal viele Überraschungen bereit, auch wenn diesmal der Fokus mehr auf den gekonnt konstruierten Intrigen im Hintergrund liegt und weniger auf Action und Kampfszenen.

Mein Fazit:
Der finale Höllenritt ist ein gelungener und stimmiger Abschluss für die humorvolle und packende Trilogie um die einzigartige Kopfgeldjägerin Toni. Von mir gibt es deshalb eine klare Leseempfehlung!

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