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Veröffentlicht am 20.04.2020

Spannender Auftakt

Auf Zornes Flügeln
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Der Thriller „Auf Zornes Flügeln“ ist ein gelungener Auftakt für den Start der Reihe um die FBI-Agentin Kate Monroe.
Kate hat nach dem Tod ihres Partners und Verlobten Tom den Dienst beim FBI quittiert. ...

Der Thriller „Auf Zornes Flügeln“ ist ein gelungener Auftakt für den Start der Reihe um die FBI-Agentin Kate Monroe.
Kate hat nach dem Tod ihres Partners und Verlobten Tom den Dienst beim FBI quittiert. Nun ist sie als freie Kopfgeldjägerin unterwegs und versucht, die Vergangenheit zu verdrängen. Als Toms Mörder offenbar erneut zuschlägt, nimmt Kate ihre Jagd auf ihn wieder auf. Sie will endlich Rache, egal was es sie kosten könnte. Je näher sie dem Killer kommt, desto mehr verdichten sich die Hinweise, dass der Fall viel persönlicher für sie sein könnte, als bisher angenommen.

Kate erscheint zu Beginn als gebrochener und schwer traumatisierter Charakter. Ihre Therapie und Medikamente bringen sie zumindest dazu, im Alltag zu funktionieren. Aber tief im Inneren hängt sie in ihrem vergangenen Leben mit Tom fest. Ein Anruf reißt alte Wunden wieder auf und weckt gleichzeitig ihren Jagdinstinkt. Endlich könnte sie den Mord an Tom rächen. Ihr eigenes Schicksal ist ihr dabei egal, denn ihre Zukunft ist damals mit ihm gestorben.
Bei ihren Ermittlungen stehen ihr der unkonventionelle Kopfgeldjäger John und ein ehemaliger Kollege vom FBI zu Seite. Hauptfigur und Trägerin der Handlung bleibt aber Kate, die im Laufe der Geschichte einige schmerzhafte Entwicklungen durchmachen muss.
Das Autorinnenduo bringt immer neue überraschende Wendungen ins Spiel, so dass in diesem Thriller nichts vorhersehbar ist. Die Spannungskurve bleibt auf einem hohen Niveau und sogar ich war von der Auflösung sehr überrascht. Der Schreibstil ist fesselnd und liest sich sehr gut. Einzig die plötzlichen Perspektivwechsel mitten im Geschehen sind zu Anfang etwas gewöhnungsbedürftig. Aber dafür bekommt man damit auch Einblicke in die Beweggründe der anderen Figuren, was durchaus interessant ist.
Ich finde den Auftakt der Reihe sehr gut gelungen und freue mich auf weitere Bücher mit Kate. Von mir gibt es für diesen spannenden Thriller gern eine Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 18.04.2020

Gegensätze ziehen sich an

Shattered Hearts
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„Shattered Hearts“ von Anne-Marie Jungwirth ist der zweite Band ihrer Only by Chance Reihe.
Die Streetart-Künstlerin Sam will mit ihren Graffitibildern ein klares feministisches Statement setzen. Leider ...

„Shattered Hearts“ von Anne-Marie Jungwirth ist der zweite Band ihrer Only by Chance Reihe.
Die Streetart-Künstlerin Sam will mit ihren Graffitibildern ein klares feministisches Statement setzen. Leider gelten ihre Kunstwerke nach dem Gesetz als illegale Sachbeschädigung, was sie aber nicht wirklich stört. Bei ihrer letzten Aktion wird sie vom Polizisten Otis erwischt, der sie daraufhin verhaften muss. Aber am Tag darauf hilft er ihr sogar dabei, die Farbe zu entfernen und so einer Anzeige zu entgehen. Sam ist hin- und hergerissen. Einerseits steht Otis als Polizist für alles, was sie zutiefst verabscheut, aber andererseits fühlt sie sich unwiderstehlich von ihm angezogen und beginnt langsam auch ihn zu verstehen.

Sam ist Feministin und steht voll für ihre Überzeugungen ein. Sie nimmt kein Blatt vor den Mund und spricht Missstände sofort und direkt an. Dass sie sich damit nicht unbedingt Freunde macht, ist schon klar. Diplomatie ist nicht unbedingt ihre Stärke, obwohl sie es sich dadurch wesentlich leichter machen würde. Ich mag Sam, auch wenn ich mit einigen ihrer Entscheidungen nicht mitgehen würde, wie der Abbruch ihres Studiums. Aber ihre Entwicklung ist im Buch sehr gut dargestellt. Gerade durch Otis reflektiert sie einige Sachen in ihrem Leben und man kann ganz klar sagen, dass sie beide miteinander zu besseren Menschen werden. Otis öffnet sich für ihre absolut berechtigten Statements und Sam versteht, dass man nicht jedes Mal mit dem Kopf durch die Wand muss, sondern auch mit anderen Mitteln Wichtiges bewirken kann.
Otis muss man einfach mögen. Seinen Lebensweg kann ich ein Stück weit mehr nachvollziehen, als Sams, die ständig wieder im Auffangnetz ihrer Eltern landet. Durch die abwechselnden Perspektiven ist man nah an den Figuren und kann ihre Beweggründe und Emotionen gut nachempfinden.
Die Lovestory ist berührend und authentisch. Die beiden haben eine tolle Dynamik, die man die ganze Zeit spüren kann. Gleichzeitig werden viele wichtige Fragen angesprochen, die mittlerweile selbstverständlich sein sollten, es aber immer noch nicht sind.
Von mir gibt es für diese gelungene Geschichte sehr gern eine Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 18.04.2020

Immer wieder spannend

Erwählte der Nacht
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„Erwählte der Nacht“ ist bereits der sechzehnte Band der Midnight Breed Reihe von Lana Adrian.
Rafe will seinen schweren Fehler aus der Vergangenheit wieder gut machen, der beinahe viele Leben gekostet ...

„Erwählte der Nacht“ ist bereits der sechzehnte Band der Midnight Breed Reihe von Lana Adrian.
Rafe will seinen schweren Fehler aus der Vergangenheit wieder gut machen, der beinahe viele Leben gekostet hätte. Der Ordenskrieger schleust sich Undercover in eine kriminelle Bande ein, die enge Verbindungen zur Geheimorganisation Opus Nostrum haben soll. Ein Mitglied der Band ist Devony, die ihn sofort fasziniert. Schnell merkt Rafe, dass auch Devony Geheimnisse hat. Sie gibt nur vor, ein Mensch zu sein und ist in Wahrheit eine Tagwandlerin. Aber Rafe hat eine Mission für den Orden und darf sich nicht von seiner attraktiven Stammesgefährtin ablenken lassen, die ihre eigenen Ziele verfolgt.

Rafe ist auf einer einsamen Mission, von der nur ganz wenige seiner Brüder wissen. Er wollte nie wieder eine Frau seine Gedanken beherrschen lassen, nachdem ihn die Spionin von Opus Nostrum derart manipuliert hatte. Aber Devony kann er sich nicht entziehen.
Devony verfolgt ihre ganz eigenen Pläne, als der Ordenskrieger Rafe ihr in die Quere kommt. Auch sie hat keinesfalls vor, sich auf ihn einzulassen, aber das funktioniert natürlich nicht. Beide versuchen irgendwie zusammenzuarbeiten, da ihre Ziele in die gleiche Richtung gehen. Trotzdem bleiben das Misstrauen und die Vorsicht, bevor sich die Ereignisse überschlagen.
Lana Adrian hat auch für Rafe und Devony eine spannende und actionreiche Geschichte gefunden, die einen gelungenen Hintergrund für ihre leidenschaftliche Annäherung bildet. In der allumfassenden Rahmenhandlung kommt der Orden seinem Ziel einen kleinen Schritt näher, aber es ist noch ein weiter Weg und viel Raum für die nächsten Bände. Der Schreibstil liest sich wie gewohnt leicht und flüssig und man ist viel zu schnell am Ende des Buches angelangt.
Die Lovestory um Rafe und Devony ist vielleicht nicht der beste Teil der Reihe, aber trotzdem unterhaltsam und absolut lesenswert.

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Veröffentlicht am 17.04.2020

Harte Kost

Blutgott
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„Blutgott“ ist der siebte Teil der Thrillerreihe um Clara Vidalis.
Ein neunzehnjähriges Mädchen wird in einem Zugabteil eines IC brutal ermordet. Die Mörder haben ihr Unbeschreibliches angetan, was selbst ...

„Blutgott“ ist der siebte Teil der Thrillerreihe um Clara Vidalis.
Ein neunzehnjähriges Mädchen wird in einem Zugabteil eines IC brutal ermordet. Die Mörder haben ihr Unbeschreibliches angetan, was selbst hartgesottene Polizisten tief erschüttert. Das mysteriöse Symbol, das sie auf der Scheibe des Abteils hinterlassen haben, ruft die Ermittler um Hauptkommissarin Clara Vidalis und ihren Mann Professor Martin Friedrich auf den Plan. Schnell stellt sich heraus, dass es sich bei den Tätern um minderjährige Jungen handelt, die sich ihrer Tat voll bewusst sind und keinerlei Reue zeigen. Und die Tat im IC ist erst der Anfang, denn die kindlichen Killerkommandos setzen ihren blutigen Kreuzzug deutschlandweit fort.

Das Buch ist definitiv nichts für schwache Nerven, denn die Schilderungen der grausamen Gewalttaten sind sehr bildhaft und detailreich. Ein Schockmoment scheint den nächsten übertrumpfen zu wollen. Zusätzlich wird man mit morbiden Fakten aus der Wunderwelt der menschlichen Abgründe stellenweise schon zugeballert. Das soll keine Kritik sein, denn die herangezogenen aktuellen Bezüge finde ich grundsätzlich gut. Nur waren sie eben manchmal zu viel. Da hätte ich mir mehr Emotionen für die Charaktere gewünscht und weniger Informationsdichte bei den Gruselfacts. Die Figuren um das Team von Clara bleiben in diesem Band etwas blass. Im Gegensatz zu den minderjährigen Tätern, deren Emotionen deutlicher beleuchtet werden.
Die Story an sich finde ich hochspannend und leider auch nicht komplett realitätsfern. Der Thriller zeigt die Lücken der Gesetzgebung, die durchaus zu derartigen Szenarien führen könnten. Und wie die unzähligen creepy Facts zeigen, die MacDeath wie ein menschliches Wikipedia zitiert, ist die Tiefe der menschlichen Abgründe nicht messbar.
Der Spannungsbogen bleibt nach dem brutalen Einstieg auf sehr hohem Niveau, bevor das Buch mit einem üblen Cliffhanger endet. Die Fortsetzung sollte also nicht allzu lange auf sich warten lassen.
Der knallharte Thriller mit seinem schonungslosen und nüchternen Schreibstil hat mir sehr gut gefallen und bekommt von mir auf jeden Fall eine Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 16.04.2020

Spannendes Debüt

Die Aschebringerin: Sprung zwischen den Welten
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P. J. Ried hat mit diesem Science-Fiction-Roman ein gelungenes Debüt hingelegt, das sich absolut sehen lassen kann.
Yashira Willow ist eine der erfolgreichsten Portalläuferinnen des Planeten Alpha. Bei ...

P. J. Ried hat mit diesem Science-Fiction-Roman ein gelungenes Debüt hingelegt, das sich absolut sehen lassen kann.
Yashira Willow ist eine der erfolgreichsten Portalläuferinnen des Planeten Alpha. Bei Wettkämpfen springt sie durch Portale auf die Monde des Planeten und holt dort die überlebenswichtige Energie für ihre Heimat Alpha. Bei einem ihre Läufe trifft sie auf dem Mond Epsilon überraschend auf Riley, einen Läufer, der vor drei Jahren spurlos bei einem Portalsprung verschwand. Beide überleben nur knapp, aber der Alptraum geht weiter. Von der Regierung wird Yashira zur Außenseiterin erklärt und kurze Zeit später befindet sie sich gemeinsam mit Riley auf einer abenteuerlichen Flucht.

Man ist relativ schnell in der düsteren Zukunftsvision der Autorin gefangen. Yashira ist zwar eine gefeierte Läuferin, aber sie unterliegt strengen Zwängen und enormem Druck. Da sie es nicht anders kennt, hinterfragt sie die Gegebenheiten nicht weiter. Erst Riley bringt sie zum Nachdenken. Sie weigert sich zu glauben, was er ihr erzählt. Aber bald erlebt sie persönlich, was die Regierung immer verborgen hat.
Die Entwicklung von Yashira wird sehr anschaulich und nachvollziehbar erzählt. Im Laufe der Handlung findet sie ihre ganz eigene Stärke und trifft ihre Entscheidungen unabhängig von anderen.
Riley finde ich sympathisch, auch wenn er immer etwas undurchsichtig und geheimnisvoll bleibt. Das liegt aber daran, dass die Geschichte aus Yashiras Perspektive erzählt wird. Damit fühlt man sich ihr automatisch näher.
Die vielschichtigen Nebenfiguren hinterlassen ebenfalls einen bleibenden Eindruck. Durch den bildhaften und detailreichen Schreibstil kann man sich die Charaktere und die fiktiven Welten sehr gut vorstellen. Von Anfang an hat mich die spannende Geschichte in ihren Bann gezogen. Die Handlung ist bis zum Ende packend und mitreißend. Neben tragischen und gefühlvollen Momenten gibt es jede Menge Action und überraschende Wendungen.
P. J. Ried hat ein beeindruckendes Debüt vorgelegt und ich freue mich schon auf weitere Bücher aus ihrer Feder.
Von mir gibt es sehr gern eine Leseempfehlung!

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