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Veröffentlicht am 31.05.2025

Fancy Face

Wild Eyes
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„Wild Eyes“ von Elsie Silver ist der zweite Band ihrer romantischen Small Town Romance Reihe Rose Hill.
Für die bekannte Sängerin Skylar Stone ist ihr Leben gerade förmlich implodiert, denn die Menschen, ...

„Wild Eyes“ von Elsie Silver ist der zweite Band ihrer romantischen Small Town Romance Reihe Rose Hill.
Für die bekannte Sängerin Skylar Stone ist ihr Leben gerade förmlich implodiert, denn die Menschen, denen sie eigentlich am meisten vertraut hat, haben sie jahrelang benutzt und verraten. Skylar ist ausgebrannt und verzweifelt und so flieht sie spontan in die abgelegene Kleinstadt Rose Hill, wo sie Abstand gewinnen will und sich neu sortieren muss. Stattdessen schlittert sie gleich bei ihrer Ankunft in eine neue Katastrophe, aus der sie in letzter Sekunde von dem attraktiven Cowboy Weston Belmont gerettet wird. West ist der erste Mensch, der ihr wirklich zuhört und ihre Meinung respektiert. Und so ist es kein Wunder, dass Skylar bald ihr Herz an den heißen Single-Dad verliert. Aus Freundschaft wird bald mehr, aber ihr altes Leben holt Skylar leider mit aller Gewalt ein.

Elsie Silver kämpft sich schnell an die Spitzenposition, wenn es um gefühlvolle und romantische Small Town Romances geht, die auch noch humorvoll und funkensprühend sind. Ich liebe ihren lockeren und leichten Schreibstil und ihre absolut liebenswerten Charaktere.
Ich gebe zu, dass der erste Auftritt von Skylar zum absoluten Kopfschütteln war, aber sie ist keinesfalls das oberflächliche und naive Pop-Sternchen, wie es zunächst scheint. Je stärker man hinter ihre künstliche Fassade blickt und sie besser kennenlernt, desto mehr schließt man sie ins Herz und versteht ihre tiefe Unsicherheit und Einsamkeit. Es ist zum Dahinschmelzen, wie sie ab der ersten Sekunde eine enge Verbindung zu Westons Kindern aufbaut, die über bloße Sympathie weit hinausgeht.
West ist hinter seiner abenteuerlustigen und impulsiven Fassade ein wirklicher Traum-Book-Boyfriend, der seine verletzlichen Seiten zum ersten Mal Skylar offenbart. Er ist ein großartiger Dad und beim Umgang mit seinen Kindern verliebt man sich gleich doppelt in ihn.
Die zuckersüße Lovestory geht unter die Haut, bringt einen zum Lachen und lässt einen bis zum Schluss auf das Happy End mitfiebern. Und wenn dann noch Graupapagei Cherry ihre ungefilterten Kommentare ablässt, ist alles rundum perfekt.

Mein Fazit:
Das volle Sternchenfeuerwerk und eine klare Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 31.05.2025

Missverständnisse

If We Were Perfect
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„If We Were Perfect“ von Ana Huang ist der vierte und finale Band ihrer emotionalen If Love Reihe.
In Olivias Leben ist alles komplett durchgeplant und in Tabellen organisiert. Nicht nur ihr Studium und ...

„If We Were Perfect“ von Ana Huang ist der vierte und finale Band ihrer emotionalen If Love Reihe.
In Olivias Leben ist alles komplett durchgeplant und in Tabellen organisiert. Nicht nur ihr Studium und ihre Karriere, sondern auch ihre zukünftige Familienplanung. Für ein wichtiges Praktikum vor ihrem Studienabschluss in Stanford landet Olivia über die Sommermonate in San Francisco. Hier lebt auch ihr Ex-Freund und ihre einstige große Liebe Sammy, dem sie natürlich prompt über den Weg läuft. Als ihre gemietete Wohnung durch einen Wasserschaden unbewohnbar wird, ist es Sammy, den Olivia um Hilfe bittet. Überraschend bietet er ihr an, vorübergehend seine Mitbewohnerin zu werden. Und schnell kochen die alten Gefühle wieder hoch, die eigentlich nie verschwunden waren. Doch auch die Konflikte von damals werden aufgerollt, als sich ihre Geschichte erneut zu wiederholen scheint.

Mit diesem Teil schließt sich der Kreis und wir müssen uns verabschieden. Liv und Sammy waren damals in Shanghai das schwer verliebte Traumpaar, aber offensichtlich gab es für diese Liebe kein Happy End. Das Buch spielt acht Jahre später und schnell ist klar, dass von der alten Anziehung rein gar nichts verschwunden ist. Eher im Gegenteil, denn die mittlerweile erwachsenen Versionen von Liv und Sammy sind sich sicher, dass sie im jeweils anderen ihren Seelenverwandten getroffen haben.
Ich mag den Schreibstil von Ana Huang und für mich persönlich ist dies der beste Teil der Reihe. Ich gebe zu, dass ich den Anfang mit Blake und Farrah eher schwach fand, aber schon Kris und Nate und jetzt auch Liv und Sammy reißen es wieder heraus.
Unglückliche Missverständnisse, Fehlkommunikation und Unsicherheiten haben Liv und Sammy getrennt. Ob sie es diesmal besser machen, werden wir im Laufe der Handlung sehen. Mir hat die Entwicklung der beiden Hauptcharaktere, sowohl im Vergleich zu Shanghai, als auch jetzt in ihrer Beziehung zueinander und zu anderen, sehr gut gefallen. Ich konnte das Knistern und die tiefe Verbundenheit zwischen ihnen spüren und habe ihnen deshalb unbedingt ihr Happy End gewünscht. Aber auch die Handlungsfäden rund um die eigentliche Lovestory waren überaus mitreißend und emotional. Einige wichtige Themen, wie Misogynie im Job, werden glaubhaft aufgegriffen und gut umgesetzt. Insgesamt ein großartiger Abschlussband.

Mein Fazit:
Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 30.05.2025

Der ganz normale Wahnsinn

Staying Alive
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„Staying Alive“ von Eva Mirasol ist, wie der Titel schon sagt, ein etwas anderer Arztroman, der zeigt, dass manche Klischees vielleicht doch stimmen und der Rest im alltäglichen Wahnsinn untergeht.
Wer ...

„Staying Alive“ von Eva Mirasol ist, wie der Titel schon sagt, ein etwas anderer Arztroman, der zeigt, dass manche Klischees vielleicht doch stimmen und der Rest im alltäglichen Wahnsinn untergeht.
Wer ein ruhiges und entspanntes Leben will, der wird sich nicht gerade einen Job in der Rettungsstelle eines großen Berliner Krankenhauses suchen, aber die Assistenzärztin Nicki hat es trotzdem getan. Gleich an ihrem ersten Tag merkt sie, dass sie das alles doch ein wenig unterschätzt hat. Aber sie kämpft sich trotzdem tapfer durch alle Arten von Körperflüssigkeiten, unzählige Hypochonder und wirklich ernste Fälle, die ihr mehr Angst einjagen, als gedacht. Schlaf wird eindeutig überbewertet, genau wie Freizeit oder höfliche Umgangsformen. Und zu allem Überfluss passiert ihr auch noch das, was in typischen Arztromanen an der Tagesordnung ist. Sie verliebt sich ausgerechnet in ihren Oberarzt Micha.

Ich weiß gar nicht, was ich erwartet habe. Aber der Klappentext und die Tatsache, dass die Autorin selbst Ärztin ist, haben dafür gesorgt, dass meine ursprünglichen Erwartungen schon ziemlich gut erfüllt wurden. Der rasante und temporeiche Erzählstil entspricht ganz klar der Atmosphäre einer Rettungsstelle und es ist bewundernswert, dass das überhaupt jemand durchhält. Ich würde auch fast schätzen, dass einige Situationen zwar durchaus überspitzt und schwarzhumorig dargestellt sind, dass aber der überwiegende Teil absolut authentisch ist.
Nicki ist Anfang dreißig und kämpft sich nach dem vergleichsweise entspannten Studium durch die Assistenzarztzeit. Eine Rettungsstelle in Berlin ist natürlich gleich Hardcore und ein Sprung ins kalte Wasser. Neben alltäglicher Misogynie und Vorurteilen, gibt es jedoch auch immer wieder winzige schöne und hoffnungsvolle Momente, die Nicky durch den Tag oder die Nacht bringen.
Die Autorin spricht viele offensichtliche und weniger offensichtliche Probleme des Krankenhausalltags an und verpackt diese mit viel Galgenhumor. Die angeteaserten Gefühle zwischen Nicki und ihrem Oberarzt Micha kommen genauso unerwartet und überraschend, wie jeder neue Patient in der Notaufnahme. Die Lovestory steht nicht unbedingt im Vordergrund und ist deshalb auch nicht besonders tiefgründig. Das hat mich nicht gestört, aber das Ende ist doch schon einen Tick zu weichgespült. Wie im Arztroman halt.

Mein Fazit:
Ist mal was anderes und hat mir gefallen. Von mir gibt es daher gern eine Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 30.05.2025

Magischer Fluch

Dreams Lie Beneath
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„Dreams Lie Beneath“ von Rebecca Ross ist eine magische Romantasy, in der ein Racheplan auf völlig unerwartete Wege führt.
Clementine und ihr Vater sind Magier und offizielle Hüter ihrer Stadt. Mit ihren ...

„Dreams Lie Beneath“ von Rebecca Ross ist eine magische Romantasy, in der ein Racheplan auf völlig unerwartete Wege führt.
Clementine und ihr Vater sind Magier und offizielle Hüter ihrer Stadt. Mit ihren Kräften fangen sie die tödlichen Albträume ein, die die Bewohner seit einem furchtbaren Fluch über das Reich Azenor quälen. Doch eines Tages tauchen überraschend zwei fremde Magier auf und fordern Clementines Vater heraus. Durch eine Krankheit angeschlagen, verliert er den Wettkampf und damit auch sein Einkommen und sein Zuhause. Clementine kann dies nicht akzeptieren und sinnt auf Rache. Als sie zufällig darauf stößt, dass einer beiden, der geheimnisvolle Phelan, eine magische Partnerin sucht, bewirbt sie sich inkognito für diese Position. Clementine möchte Phelan alles nehmen, was ihm wichtig ist, genau wie er es bei ihr getan hat. Aber der gemeinsame Kampf gegen den grausamen Fluch, führt sie enger zusammen, als sie je erwartet hat.

Als ich Divine Rivals von Rebecca Ross gelesen habe, war dies eines meiner absoluten Highlights und so war ich sehr neugierig auf ihr neues Buch. Die Geschichte ist diesmal völlig anders, aber trotzdem hat sie mich nach wenigen Seiten erneut in einen magischen Sog gezogen, so dass ich das Buch gar nicht zur Seite legen wollte. Ich hatte zwar anfangs ein paar Schwierigkeiten, die Namen und die Geschichte von Azenor zu erfassen, aber das ging schnell vorbei.
Clementine ist eine starke Heldin, auch wenn sie zu impulsiven Entscheidungen neigt. Gerade diese Ecken und Kanten machen sie sympathisch und sie ist auch bereit, sich Fehler einzugestehen und ihre Meinung zu ändern. Ihren anfänglichen Rachedurst konnte ich absolut nachvollziehen. Sie wurde aus ihrem geliebten Zuhause gerissen und kann die Motive der arroganten und fremden Magier nicht verstehen. Erst nach und nach bekommt das Gesamtbild Kontur und plötzlich ist auch Phelan nicht mehr automatisch der Feind. Die Nebenfiguren sind tiefgründig und facettenreich gezeichnet, aber gleichzeitig geheimnisvoll und sehr mysteriös, was ihre wahren Motive angeht. Deshalb bleibt es auch bis zum Schluss spannend, wenn immer mehr dunkle Geheimnisse ans Tageslicht kommen.
Das Buch hat absolut keine Längen, ein rasantes Erzähltempo und enthält viele überraschende Twists. Die düstere Traumwelt ist gekonnt aufgebaut und kann ständig überraschen. Der einzige kleine Kritikpunkt von mir wäre, dass ich ab und zu gern auch Phelans Perspektive gelesen hätte, denn alles wird ausschließlich aus Clementines Sichtweise erzählt.

Mein Fazit:
Von mir gibt es sehr gern eine Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 30.05.2025

Ehefrau gesucht

Beauty and the Bachelor
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„Beauty and the Bachelor“ von Kelly Oram ist eine süße Grumpy meets Sunshine Romance aus ihrem erfolgreichen Cinder & Ella Universum, die man aber auch problemlos ohne Vorkenntnisse lesen kann.
Für den ...

„Beauty and the Bachelor“ von Kelly Oram ist eine süße Grumpy meets Sunshine Romance aus ihrem erfolgreichen Cinder & Ella Universum, die man aber auch problemlos ohne Vorkenntnisse lesen kann.
Für den schwerreichen CEO Sebastian Monroe läuft die Zeit ab, denn die Bedingung seines überraschend verstorbenen Vaters, die dieser in seinem Testament als Voraussetzung verfügt hat, damit Sebastian das Familienunternehmen erbt, endet in acht Monaten. Bis dahin muss Sebastian eine Ehefrau gefunden haben und eine für den Aufsichtsrat glaubhafte Ehe führen. Sebastian ist so frustriert und verzweifelt, dass er sogar dem Vorschlag seiner Mutter und Schwester zustimmt, bei der beliebten Kuppel-Show „Marry Me“ als Bachelor mitzumachen. Dreißig junge Frauen kämpfen dort um ihren Traummann und die Stylistin Vivian Euling ist nur zufällig und gezwungenermaßen dort gelandet. Sie hofft, so bald wie möglich auszuscheiden. Aber Sebastian kann und will sie nicht so einfach gehen lassen.

Fans von Cinder und Ella werden hier viele bekannte Charaktere wiedertreffen, aber wie gesagt, man kann die süße Romance auch völlig unabhängig von den anderen Büchern lesen. Kelly Oram findet erneut genau die richtige Balance zwischen Leichtigkeit, Romantik und sehr ernsten und traurigen Themen, wie ich es nicht anders von ihr kenne. Beide Hauptfiguren dürfen abwechselnd aus ihrer jeweiligen Perspektive erzählen, wobei mir die Sichtweise des nach außen so verschlossenen Sebastian besonders ans Herz ging.
Vivian ist ein selbstbewusster und starker Charakter, aber sie weiß selbst gar nicht, mit welchen Unsicherheiten und Ängsten sie unbemerkt zu kämpfen hat. Diese könnten sie fast ihr Glück kosten und ich wollte sie manchmal wirklich gern schütteln. Trotzdem mochte ich sie absolut gern.
Sebastian ist vielleicht der personifizierte Grumpy und wirkt mürrisch und arrogant. Innerlich sieht es jedoch ganz anders aus und man spürt, wie ihn die riesige Verantwortung und der ganze Druck quälen. Seine kleinen Gesten sind zauberhaft und fürsorglich und es ist zum Dahinschmelzen, wie er sein Herz offenlegt und sich verletzlich macht.
Die Lovestory ist einfach cute und ich fand auch den ungeschönten Blick hinter die Kulissen der Dating-Show sehr interessant und aufschlussreich. Ich hatte auf jeden Fall viel Spaß beim Lesen und am Ende ein Lächeln auf dem Gesicht.

Mein Fazit:
Zuckersüß und eine klare Leseempfehlung von mir!

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