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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.01.2026

Freunde oder mehr

Where I Left My Heart
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„Where I Left My Heart“ von Julia Niederstraßer ist eine Friends-to-Lovers Romance und der erste Band ihrer Broken Hearts Reihe.
Als Juna in ihrer Heimatstadt Kiel das Museum of Broken Hearts entdeckt, ...

„Where I Left My Heart“ von Julia Niederstraßer ist eine Friends-to-Lovers Romance und der erste Band ihrer Broken Hearts Reihe.
Als Juna in ihrer Heimatstadt Kiel das Museum of Broken Hearts entdeckt, ist sie sich sicher, dass sie dort endlich mit ihrer offenbar unerwiderten Liebe zu ihrem besten Freund Link abschließen kann. Man gibt dort ein Erinnerungsstück an seine verlorene Liebe ab und kann endlich nach vorn blicken und sich von der Vergangenheit lösen. Auch Juna versucht das, aber leider scheinen ihre Gefühle für Link das Memo nicht erhalten zu haben. Also geht sie auf Abstand, was in einer gemeinsamen WG ziemlich schwierig wird. Zumal Link weiterhin ihre Nähe sucht und dabei nicht nur freundschaftliche Vibes sprühen. Aber eigentlich hatte er seinen Standpunkt bereits deutlich gemacht, oder nicht?

Ich finde das Thema mit dem Museum of Broken Hearts total spannend und interessant und ehrlich gesagt, sind die Geschichten der hinterlassenen Erinnerungen und Ausstellungsstücke das klare Highlight im Buch. Manchmal bringen sie einem zum Lachen und manchmal hat man einen dicken Kloß im Hals. Hinter allen steht aber die Hoffnung auf einen Abschluss eine glücklichere Zukunft.
Ob dies auch für Juna zutrifft, kann man im Buch herausfinden. Sie ist auf jeden Fall eine sympathische Hauptfigur, die im Gegensatz zu Link deutlich mutiger zu ihren Gefühlen steht. Durch ihre Skoliose hat sie natürlich tief verwurzelte Ängste und Unsicherheiten und es ist immer wieder schön, wenn sie das alles vergessen kann und einfach Juna ist.
Mit Link konnte ich nicht so richtig warmwerden. Klar, er ist ein Guter und auch wirklich loyal und liebenswert. Aber seine Moves, die er mit Juna und ihren Gefühlen mehrfach abgezogen hat, die konnte ich ihm einfach nicht verzeihen. Er verletzt sie, um sich zu schützen, dabei ist seine Vorstellung von Alles auf Anfang absolut illusorisch. Da hätte ich persönlich spätestens nach dem zweiten Heiß-Kalt-Spielchen einen Schlussstrich gezogen. Vor allem, die absolute Verblendung, auf Juna sauer zu sein, weil sie abschließen wollte, obwohl er noch viel krassere Sachen abgezogen hat, um sich von ihr abzulenken, ist einfach nur bodenlos. Teilweise empfand ich ihre Dynamik sogar als toxisch für Juna.
Während ich bei Juna eine echte Entwicklung gesehen habe, gab es die bei Link nicht. Der Funke konnte bei mir nicht überspringen und ich mochte die freundschaftlichen Beziehungen zu Junas Mädels deutlich lieber. Das Buch lohnt sich aber auf jeden Fall für das Museum, welches den roten Faden durch die gesamte Handlung bildet.

Mein Fazit:
Vier Sterne für Juna, Kiel, das Museum und ihre Freunde.

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  • Charaktere
Veröffentlicht am 05.01.2026

Puppenspieler

The Puppet Master
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„The Puppet Master“ von Sam Holland ist ein weiterer spannender und abgrundtief böser Teil ihrer Major Crimes Unit Reihe.
Nach den letzten verstörenden Mordfällen, die viele persönliche Opfer gekostet ...

„The Puppet Master“ von Sam Holland ist ein weiterer spannender und abgrundtief böser Teil ihrer Major Crimes Unit Reihe.
Nach den letzten verstörenden Mordfällen, die viele persönliche Opfer gekostet haben, ist das Team von DCI Cara Elliot am Limit. Da scheinen die Ermittlungen in einem vermeintlichen Selbstmord nur Routine. Leider stellt sich schnell heraus, dass es die Major Crimes Unit erneut mit einem Serienkiller zu tun haben muss. Cara hat das Gefühl, dass das Opfer nicht ganz freiwillig diesen Ausweg gewählt hat und plötzlich folgen unzählige weitere Suizide nach dem gleichen Muster. Irgendwer scheint labile Menschen in den Tod zu treiben und sie solange mit ihren persönlichen Schwachstellen zu quälen, bis sie letztendlich aufgeben. Mit jedem neuen Opfer rennt die Zeit davon und Cara und ihr Team suchen verzweifelt nach dem verbindenden Element, um den Killer zu stoppen.

Sam Hollands Thriller sind nichts für schwache Nerven und manchen Szenen sind wirklich absolut verstörend und grausam. Wer also Cosy Crime erwartet, der ist hier falsch, denn wir befinden uns quasi am anderen Ende der Skala.
Der fesselnde Schreibstil, die unterschiedlichen Perspektiven und die kurzen Kapitel verleiten dazu, immer weiter zu lesen, vor allem, da man miträtselt, wer hier der Killer sein könnte. Die Handlung ist dabei so geschickt und komplex konstruiert, dass die Auflösung für mich absolut unerwartet kam. Immer wieder gibt es falsche Fährten, die einen Hoffnung schöpfen und die den folgenden Absturz umso tiefer erscheinen lassen.
Die Story bezieht sich viel auf den Echo Man, dessen Buch leider noch gar nicht auf Deutsch erschienen ist. Das ist etwas unglücklich, da die persönlichen Entwicklungen der Ermittler viel mit diesem Fall zu tun haben. Nur Jamies Geschichte bezieht sich auf The Twenty und sie bricht einem hier erneut das Herz.
Grundsätzlich kann man der Story aber auch ohne Vorkenntnisse folgen und der perfide und grausame Killer manipuliert seine Opfer gnadenlos. Sam Holland teilt den Fokus zwischen der privaten Gebrochenheit der Ermittler und ihren persönlichen Abgründen und der Jagd nach dem Mörder. Sie verzettelt sich aber nie in kleinen Handlungsfäden, sondern lässt am Ende alles geschickt zusammenfließen. Für Thrillerfans ein Muss.

Mein Fazit:
Von mir gibt es sehr gern eine Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 03.01.2026

Süße Sports Romance

One Date to Gold
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„One Date to Gold“ von Ivy Leagh ist eine zuckersüße Sports Romance, die zu den Olympischen Winterspielen in Italien spielt.
Amies Traum von einer Medaille im Snowboarden zerbrach vor zwei Jahren, aber ...

„One Date to Gold“ von Ivy Leagh ist eine zuckersüße Sports Romance, die zu den Olympischen Winterspielen in Italien spielt.
Amies Traum von einer Medaille im Snowboarden zerbrach vor zwei Jahren, aber sie hat sich mit eisernem Willen zurückgekämpft. Jetzt ist sie sogar Teilnehmerin des amerikanischen Teams bei der Winterolympiade in Italien. Als jedoch die Favoritin wegen eines Unfalls nicht mehr teilnehmen kann, rückt plötzlich Amie in den Fokus der Presse. Sie möchte keinesfalls, dass ihre Vergangenheit von Reportern durchleuchtet wird und da kommt Hunter Salvator ins Spiel. Der Kapitän des US-Eishockeyteams ist als Frauenheld in der NHL bekannt. Für den Sponsor der Olympiade muss er jedoch eher familienfreundlich wirken. Eine Fake-Beziehung wäre die Lösung und sie würde auch Amie Schutz vor der Presse bieten. Win-win, wenn nicht ihre Herzen auf dem Spiel stünden.

Winterliches Setting in den italienischen Bergen, ansteckendes Olympiafieber und zwei überaus sympathische Hauptcharaktere sind die Erfolgszutaten dieser zuckersüßen Sports Romance von Ivy Leagh. Ich hatte von Anfang an Spaß beim Lesen, denn die witzigen Schlagabtausche, die sich Amie und Hunter ab der ersten Begegnung liefern, sind äußerst unterhaltsam.
Die explosive und knisternde Dynamik der beiden lässt im Laufe der Handlung kein Stück nach und ich habe mich besonders gefreut, dass sie auftauchende Probleme gemeinsam angehen und es keine konstruierten Dramen gibt. Die braucht es auch wirklich nicht, da die Feel-Good-Lovestory der beiden nie langweilig wird.
Amie mochte ich von Anfang an und es tat mir leid, was ihr passiert ist. Ihre Entwicklung ist glaubhaft und ich habe mich gefreut, wie sie im Laufe der Zeit immer stärker und selbstbewusster wird.
Hunter ist eine Green Flag im Bad-Boy-Kostüm, denn so schützt er seine Privatsphäre. Es war einfach absolut cute, wie er Amie eigentlich von Beginn an verfallen war. Dass er auch noch italienisch kochen kann, war der Erdbeersirup auf dem Matcha Latte.
Mental Health ist ein großes Thema und die Umsetzung war genau richtig. Dazu kommt die spicy Lovestory, die in witzigen und in den stillen Momenten überzeugen konnte. Der Funke springt auch unter winterlichen Bedingungen hundertprozentig über und trifft mitten ins Herz.

Mein Fazit:
Ganz klare Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 03.01.2026

Düster und packend

This Monster of Mine
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„This Monster of Mine“ von Shalini Abeysekara ist ein grandioses und sehr düsteres Debüt der Autorin um Rache, Schuld und Vergebung.
Vor vier Jahren begab sich die vierzehnjährige Sarai voller Hoffnung ...

„This Monster of Mine“ von Shalini Abeysekara ist ein grandioses und sehr düsteres Debüt der Autorin um Rache, Schuld und Vergebung.
Vor vier Jahren begab sich die vierzehnjährige Sarai voller Hoffnung in die Hauptstadt im Süden, um dort ihren Traum zu verwirklichen. Nur Tage später kehrt sie schwer gezeichnet und gebrochen zurück, aber ihre Erinnerungen an die Geschehnisse sind nur bruchstückhaft. Vier Jahre später reist Sarai erneut an den Ort ihres persönlichen Albtraums. Diesmal will sie endlich die Wahrheit erfahren und blutige Rache an den Schuldigen. Als Petitor eines der vier Tetrarchen der Stadt hat sie Zugang zu den wichtigen Informationen. Doch Kadra, der jüngste und offenbar grausamste der vier Tetrarchen entpuppt sich als Hauptverdächtiger in Sarais Fall. Als sie auch noch entdeckt, dass es zahlreiche weitere Morde nach genau dem gleichen Muster gab, ermittelt Sarai noch fieberhafter, egal welche Opfer es sie kosten könnte.

Das nenne ich mal ein großartiges und fesselndes Debüt, auch wenn es absolut düster und blutig ist. Man darf wirklich nicht empfindlich sein, denn Shalini Abeysekara zeigt die Grausamkeiten in ihrer Geschichte ungeschönt und mit brutaler Härte.
Der Schreibstil hat mich von Anfang an gecatcht und die düstere Atmosphäre zieht einen schnell in ihren Bann. Die gesamte Handlung wird aus Serais Perspektive erzählt, denn das hier ist ihre Show und sie steht aus Gründen im absoluten Mittelpunkt.
Serai ist eine unglaublich starke und toughe Heldin, die sich trotz aller Gefahren und Intrigen immer selbst treu bleibt. Manchmal würde man sie am liebsten vor sich selbst schützen und dann kann man sie wieder nur für ihren Mut bewundern. Ihr Schicksal ist berührend und herzzerreißend und ihr Wunsch nach Rache hundertprozentig nachvollziehbar.
Die Slow Burn zwischen ihr und Kadra ist gekonnt aufgebaut, so dass man die unterschwellige und knisternde Spannung in jeder kleinen Geste spüren kann. Kadra ist morally grey mit scharfen Ecken und Kanten, aber er ist auch genau der Richtige, der mit Serais Stärke und Verletzlichkeit umgehen kann.
Ich habe die ganze Zeit förmlich an den Seiten geklebt, auch wenn ich früh geahnt habe, wer hier die Drahtzieher sind. Wichtiger als diese Enthüllung ist die beeindruckende Entwicklung von Serai, die für mich hier das Highlight ist. Die Story ist wie ein großes Puzzle, bei dem letztendlich alle Teile gekonnt an ihrem Platz landen. Ein düsteres Meisterwerk!

Mein Fazit:
Klare Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 03.01.2026

Jäger und Gejagte

Darkest Reign – Im Schatten des Jägers
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„Darkest Reign – Im Schatten des Jägers“ von Laura Labas ist der zweite und finale Band ihrer packenden Hexenjäger Fantasy Dilogie.
Sophias Identität ist endgültig aufgedeckt und sie kann nicht mehr unerkannt ...

„Darkest Reign – Im Schatten des Jägers“ von Laura Labas ist der zweite und finale Band ihrer packenden Hexenjäger Fantasy Dilogie.
Sophias Identität ist endgültig aufgedeckt und sie kann nicht mehr unerkannt unter den Huntern agieren. Die Hexenjagd ist eröffnet und auch Benson gehört zu ihren unerbittlichen Verfolgern. Zu tief sitzt bei ihm das Misstrauen über Sophias Verrat und seine eigenen Gefühle für den ultimativen Feind. Um die wahren Schuldigen zu entlarven und weitere Intrigen zu verhindern, müssen Sophia und Benson jedoch zusammenarbeiten. Das gestaltet sich ziemlich schwierig, da die alten Gefühle immer wieder hochkochen. Und die Menschen, denen sie einst am meisten vertraut haben, sind diejenigen, die hier die dunkelsten Geheimnisse verbergen.

Die Handlung setzt nahtlos an den ersten Teil an, den man vorher unbedingt gelesen haben sollte. Die beiden Lovebirds sind wieder zu Feinden geworden, aber so ganz können sie mit den Gefühlen füreinander doch nicht abschließen.
Laura Labas lässt das Erzähltempo nicht langsamer werden und so geht es wirklich Schlag auf Schlag. Die fesselnde Story gönnt weder Sophia, noch Benson, noch uns eine Atempause und so ist schon mal garantiert, dass es bis zum grandiosen und blutigen Showdown nicht langweilig wird.
Die düsteren Geheimnisse und Intrigen zeigen noch tiefere Abgründe als im Auftaktband und mit einigen Twists hätte ich im Leben nicht gerechnet. Neben dem Kampf um den Frieden zwischen Strega und Huntern steht aber auch ganz klar die Entwicklung der Beziehung zwischen Sophia und Benson im Fokus. Die Gefühlsachterbahn nimmt bei beiden einige Loopings, während ein mögliches Happy End in immer weitere Ferne rückt. Ich konnte hier beide Charaktere sehr gut verstehen und ihre Ängste nachvollziehen. Die funkensprühende Chemie zwischen den beiden hat aber niemals nachgelassen.
Das grandiose Finale ist für meinen Geschmack hundertprozentig gelungen. Zusätzlich zu den beiden starken Hauptcharakteren sind auch die facettenreichen Nebenfiguren klare Highlights. Es gibt tiefe Gefühle, jede Menge Action und einige Überraschungen, die diese Dilogie zu einem Highlight machen.

Mein Fazit:
Klare Leseempfehlung!

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