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Veröffentlicht am 05.02.2026

Rasanter Start eines neuen portugiesischen Ermittlerteams

Die Tote von Nazaré
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Schon das Cover weckte die "Saudade" in mir, und ich wurde nicht enttäuscht. Dieser Krimi startet ungewohnt: Die Kölner Polizistin Maren Berger versucht, sich in Portugal von einem Überfall zu erholen. ...

Schon das Cover weckte die "Saudade" in mir, und ich wurde nicht enttäuscht. Dieser Krimi startet ungewohnt: Die Kölner Polizistin Maren Berger versucht, sich in Portugal von einem Überfall zu erholen. Noch immer hat sie große Erinnerungslücken. Doch bereits am ersten Morgen im portugiesischen Nazaré stolpert sie quasi über eine Leiche, die dann auch noch verschwunden ist, als Maren mit den portugiesischen Kollegen am Leichenfundort zurückkehrt. Als dann auch noch kurz danach die Leiche eines ehemaligen Kollegen aus Köln am Strand von Nazaré auftaucht, ist für sie schnell klar, dass diese Morde irgendetwas mit ihrem letzten Fall aus Köln zu tun haben müssen. Etwa auch der Überfall in der Bank, bei dem sie fast ihr Leben ließ? Rasant schlittert sie gemeinsam mit dem Portugieser Kripobeamten João Ferreira von einer brenzligen Situation in die nächste. Sowohl Maren als auch die portugiesischen Kollegen João und seine Kollegin Carolina Almeida hinterlassen einen Eindruck - jeder auf seine unterschiedliche Art und Weise. Das Gesamtkonstrukt dieses Krimiromans, der eine neue Reihe werden soll, gefällt mir sehr, und ich freue mich schon jetzt auf mehr spannende Fälle an der portugiesischen Küste.

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Veröffentlicht am 04.02.2026

Ein weich gezeichnetes Portrait über drei starke Frauen

Die Riesinnen
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Bereits das Cover hat mich neugierig gemacht, ich wollte eintauchen in die Geschichte der drei Riessberger-Frauen.
Hannah Häffner hat ein einmaliges Werk erschaffen, in dem sie über drei Generationen von ...

Bereits das Cover hat mich neugierig gemacht, ich wollte eintauchen in die Geschichte der drei Riessberger-Frauen.
Hannah Häffner hat ein einmaliges Werk erschaffen, in dem sie über drei Generationen von rothaarigen Frauen berichtet, die in dem kleinen konservativen Wittenmoos im Schwarzwald nicht nur durch ihre körperliche Größe auffallen. Begonnen wird die Geschichte mit Liese, die in einer Ehe feststeckt, die durch Gewalt und Gefühlslosigkeit geprägt ist. Gerettet wird sie mehr oder weniger durch die Geburt ihres Kindes Cora, die wiederum bereits in jungen Jahren aus der Enge und Begrenztheit dieses kleinen Dorfes ausbrechen möchte, um nach einigen Jahren schwanger doch wieder zu kommen und dort Eva zur Welt zu bringen. Eva versucht, sich mit ihren Wurzeln und den Schicksalen der drei Frauen auseinander zu setzen, zu verstehen, zu vermitteln.
Hannah Häffner zeichnet ein Portrait dreier Frauen, wie es schöner, klarer und authentischer nicht sein kann. Frauen in all ihren Facetten, mit all ihren Stärken und Schwächen. Immer wieder erinnert die Geschichte an die Wurzeln, die ein jeder von uns hat. Manch einer will sie rausreißen und fliehen, andere sich von ihnen sicher gehalten fühlen. Ein großartiges literarisches Meisterwerk, das mir persönlich den Start in das Jahr 2026 schmackhaft gemacht hat und mich gerne mehr von Hannah Häffner lesen lassen möchte.

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Veröffentlicht am 04.02.2026

Spannender Fall für Anna und das Kommissariat aus Fontenaia

Vino, Mord und Bella Italia! Folge 8: Unheilige Geschäfte
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Das Cover löste Fernweh aus, der Titel tat seinen Rest: Ich wusste, diesen Krimi möchte ich lesen! Protagonistin ist Anna, die in der kleinen toskanischen Stadt Fontenaia lebt und arbeitet. Neben ihrer ...

Das Cover löste Fernweh aus, der Titel tat seinen Rest: Ich wusste, diesen Krimi möchte ich lesen! Protagonistin ist Anna, die in der kleinen toskanischen Stadt Fontenaia lebt und arbeitet. Neben ihrer Tätigkeit als Journalistin bei der Tageszeitung kellnert sie in dem Restaurant "Da Giovanna" und hilft der örtlichen Polizei bei so manch einer Ermittlung. So auch bei dieser, bei der es gleich hart auf hart kommt: Der Dorfpfarrer liegt niedergeschlagen in seiner Kirche und der aus dem Vatikan zu Besuch gewesene Pater sitzt erdrosselt im Beichtstuhl. Das ist zuviel für die kleine Stadt und seine Einwohner:innen. Die Gerüchteküche brodelt, und fast jeder hat etwas zu sagen. Oder sagt zu wenig.
Für Freunde der harten Krimikost ist dieser Kriminalroman etwas zu weichgespült, aber ich fand ihn perfekt als Bettlektüre vor dem Schlafen. Die persönliche Note des Krimis geben der Charme der italienischen Toskana, seine eigenwillige Bevölkerung, Annas privates Leben mit diversen Beziehungsproblemchen, ob nun zu ihrer Mutter oder der Männerwelt, und die fast zu riechenden Nuancen der toskanischen Küche.
Es war mein erster Roman dieser Reihe, und ich bin wirklich gut reingekommen - trotz keinerlei Vorkenntnissen der Geschichte. Allerdings steht für mich fest, dass ich mich jetzt schon auf den 9. Band freue und mir auch die Vorgängerbände zulegen werde.

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Veröffentlicht am 03.02.2026

Berchtesgaden nach den Alliierten

Berchtesgaden
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Bereits das Cover erregt die Aufmerksamkeit, und die Leseprobe hat mich dann komplett überzeugt.
Es geht also um die letzten Kriegstage: Die Alliierten kommen nach Berchtesgaden, die Bevölkerung flieht ...

Bereits das Cover erregt die Aufmerksamkeit, und die Leseprobe hat mich dann komplett überzeugt.
Es geht also um die letzten Kriegstage: Die Alliierten kommen nach Berchtesgaden, die Bevölkerung flieht oder stellt sich dem Sieger des 2. Weltkrieges. Protagonitin des Buches ist Sophie. Ihre Freundin Magda und sie versuchen, das Beste aus der Situation herauszuholen. Sophie bewirbt sich als Schreibkraft bei den Alliierten und wird angenommen. Carolin Otto hat viele Nebenstränge zu Sophies Geschichte aufgemacht. Alle betreffen Sophie direkt oder indirekt. Direkt wäre da z. B. die Geschichte ihres Bruders, der aktiv für die SS tätig war und sich nun versteckt, weil er sich seinen Kriegstaten nicht stellen möchte, ja nicht einmal einsieht, dass es falsch war. Indirekt wäre da die Geschichte von Frank Rosenzweig, der bereits weit vor dem Krieg in die USA ausgewandert ist und dort für die Armee arbeitet. So kommen viele Geschichten zusammen, und ja, es ist manchmal etwas schwierig, die einzelnen Geschichten unter einen Hut zu bekommen. Aber muss man das wirklich?
Carolin Ottos Roman ist für mich eine Schilderung aus vielen Blickwinkeln, ein Augenöffner, ein Perspektivengeber. Mir hat der Roman sehr gefallen, vielleicht gerade weil so viel am Ende offen gelassen wurde.

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Veröffentlicht am 31.01.2026

Was das Leben ausmacht

Der unsichtbare Elefant
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Max A. Edelmanns "Der unsichtbare Elefant" kommt äußerlich schlicht daher, und ich gestehe, dass ich erst auf den zweiten Blick beschlossen habe, auch in das Buch schauen zu wollen. Was für ein Glück! ...

Max A. Edelmanns "Der unsichtbare Elefant" kommt äußerlich schlicht daher, und ich gestehe, dass ich erst auf den zweiten Blick beschlossen habe, auch in das Buch schauen zu wollen. Was für ein Glück! Schon nach den ersten Kapiteln wollte ich gar nicht mehr stoppen und Pausen einlegen, die ich dann teils aus Zeitmangel, teils aus einer Betroffenheit heraus doch gemacht habe. Einige der Kapitel musste ich erst sacken lassen.
Aber kommen wir erst einmal zur (kurzgefassten) Handlung. Der Anwalt Thomas Siebenmorgen stürzt sich an seinem Arbeitsplatz vor den Augen seiner Kollegin María in den Tod und sorgt somit dafür, dass einige Menschen sich eindringlich mit seinem Tod beschäftigen. Da ist María, die seinen letzten Blick vor dem Fall nicht vergessen kann und sich fragt, was Thomas dazu getrieben hat, diesen Schritt zu tun. Da ist Simon, der aus der Münchener Dependance der Anwaltskanzlei intern beauftragt wird, sich mit dem Tod und seinen Gründen auseinanderzusetzen, um auszuschließen, dass der Freitod die Kanzlei in Verruf bringen könnte. Außerdem ist da noch Viktor, der als Notfallseelsorger vor Ort gerufen wird und dort nach kurzer Zeit feststellt, dass es sich bei Thomas um seinen alten Kindheitskumpel handelt, den er aus den Augen verloren hat. Alle drei, die sich auch untereinander austauschen, gehen dem rätselhaften Tod auf die Spur und decken dabei mehrere dunkle Stellen in Thomas' Leben auf. Sie fragen Kolleg:innen, ehemalige Mitschüler:innen, reden mit den Eltern. Stück für Stück kommen dabei andere Puzzleteile ins Spiel, die aber auch durchaus von den Suchenden hinterfragt werden. Wie weit kennt man sich selber? Die Sorgen, die einem wirklich auf der Seele liegen? Wo ist der "unsichtbare Elefant", den vermutlich jeder von uns im Raum stehen hat? Was ist die Wahrheit? Natürlich gibt es keine "einzige" Wahrheit, und so nimmt Thomas logischerweise auch die letzte Frage mit sich ins Jenseits.
Ganz nebenbei vermittelt Max A. Edelmann in seinem Roman viel Allgemeinwissen, aus der Kunst über Geschichte bis hin zu Ausflügen in die Ornithologie.
Mich wird das Buch auch im Nachhinein noch sehr beschäftigen und Fragen in meinem Kopf rumspuken lassen. Und Max A. Edelmann wird definitiv ein Autor sein, der mir noch oft zwischen die Finger geraten wird.

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