In Verlorenes Herz von Vanessa Le geht es um Nhika, eine junge Frau, die sich mit einer einzigartigen Gabe auseinandersetzen muss. Sie ist stark, eigenständig und reflektiert. Allerdings ist sie auch manchmal ...
In Verlorenes Herz von Vanessa Le geht es um Nhika, eine junge Frau, die sich mit einer einzigartigen Gabe auseinandersetzen muss. Sie ist stark, eigenständig und reflektiert. Allerdings ist sie auch manchmal distanziert, was sie als Person sehr interessant macht, aber nicht immer greifbar. Ihre innere Zerrissenheit zwischen Pflicht, Moral und Selbstschutz zieht sich wie ein roter Faden durch das gesamte Buch.
Die Beziehung zu Ven Kochin ist von Misstrauen, Anziehung und unausgesprochenem Schmerz geprägt. Dadurch war die Dynamik zwischen ihnen aber sehr interessant. Der Schreibstil hat die Gefühle der Figuren auch richtig gut rübergebracht. Ansonsten war der Schreibstil sehr detailliert und fesselnd. Ich hätte das Buch am liebsten in einem Rutsch gelesen und denke, dass es auch vielen anderen so gut gefallen könnte.
„Eisnebel“ hat mich von Anfang bis Ende gepackt. Am Anfang wirkt alles harmonisch: Theo und Connor sind frisch verliebt und sicher in ihrer Entscheidung füreinander. Doch kaum kommen sie in Idlewood an, ...
„Eisnebel“ hat mich von Anfang bis Ende gepackt. Am Anfang wirkt alles harmonisch: Theo und Connor sind frisch verliebt und sicher in ihrer Entscheidung füreinander. Doch kaum kommen sie in Idlewood an, spürt man, wie brüchig dieses Kartenhaus ist. Connors Familie begegnet Theo mit Distanz und unterschwelliger Ablehnung, und er selbst scheint zwischen Loyalität und Unsicherheit zu schwanken.
Theo dagegen ist eine Figur, die man sofort ernst nimmt. Ihre Kindheit war alles andere als leicht, und man merkt, wie sehr sie versucht, ein stabiles Leben aufzubauen. Als die ersten Nachrichten auftauchen, die sie vor Connor warnen, wird schnell klar, dass ihre Unsicherheit berechtigt ist, aber nicht unbedingt so, wie man zuerst denkt. Ihre Flashbacks bringen eine zusätzliche emotionale Ebene hinein und man fühlt extrem mit ihr mit.
Die Geschichte lebt definitiv vom Kontrast zwischen Nähe und Misstrauen, Liebe und Angst. Eine ganz große Empfehlung!
Das Cover des Buchs hat mich direkt angesprochen, weil es mir vor allem farblich sehr gut gefällt.
Elsie Silver hat einen lebendigen, modernen Schreibstil, der stark von direkter Sprache, Ironie und Emotionen ...
Das Cover des Buchs hat mich direkt angesprochen, weil es mir vor allem farblich sehr gut gefällt.
Elsie Silver hat einen lebendigen, modernen Schreibstil, der stark von direkter Sprache, Ironie und Emotionen geprägt ist. Die Kapitel wechseln zwischen den Protagonisten Billie und Vaughn. Man sieht dadurch, wie beide dieselben Situationen auf ganz unterschiedliche Weise erleben und bekommt zugleich Einblicke in ihre verletzlichen, unausgesprochenen Gedanken. Der Schreibstil ist außerdem pointiert und dialogreich. Es gibt selten lange Beschreibungen, sondern eher kurze Szenen mit Beobachtungen und Sinneseindrücken. Humor spielt auch eine große Rolle. Er entsteht oft aus Situationskomik, sarkastischen Kommentaren oder den bissigen Schlagabtauschen zwischen den Figuren. Es gibt außerdem mal mehr mal weniger subtile Andeutungen von körperlicher Anziehung, die mit Ironie gebrochen werden. Auch der Gebrauch von Alltagsfloskeln, Schimpfwörtern und inneren Kommentaren macht die Sprache und die Geschichte selbst authentisch und modern.
Billie ist von Anfang an eine Figur, die auffällt. Durch ihre Energie, ihre Eigenständigkeit und ihren Humor. Sie wirkt geerdet, praktisch veranlagt und lässt sich von Autoritäten nicht einschüchtern. Sie ist direkt, manchmal frech, aber nie respektlos, Außerdem hat sie eine klare Vorstellung davon, was sie kann und was sie will. In den Beschreibungen merkt man, dass sie mit ihrer Umgebung, den Pferden, der Ranch und der Arbeit, stark verbunden ist.
Vaughn ist auf den ersten Blick das Klischee des reichen, arroganten Erben. Er ist kontrolliert, zynisch und hat eine Spur Verachtung für alles, was nicht in sein Weltbild passt. Aber die Autorin schreibt ihn nicht als eindimensionalen Bad Boy . Schon in der früh zeigen seine inneren Monologe, dass er müde von der Öffentlichkeit, dem Druck der Familie und der eigenen Rolle ist. Er ist verletzlich, aber überspielt es mit Härte. Der Tod seines Großvaters, der Skandal um die Rennpferde und das Gefühl, ständig beobachtet zu werden, haben ihn verbittert gemacht. In seinen Momenten der Wut oder Gereiztheit klingt immer ein Rest Trauer mit. Man merkt, dass er eigentlich nach etwas Echtem sucht und genau das verkörpert Billie. Sie ist das Gegenteil von all den glattpolierten Menschen in seiner Welt. Die beiden müssen jedoch zusammenarbeiten und wohl oder übel lernen, einander zu vertrauen.
Ich habe die Dynamik zwischen den beiden richtig gerne gemocht und die Autorin hat die Geschichte wunderbar aufgebaut. Ich bin schon sehr gespannt auf die anderen Bände der Reihe.
„Love, Mom“ hat mich komplett überrascht. Ich lese gerne und viele Thriller, aber selten welche, die mich so konsequent in die Irre geführt haben. Die Geschichte beginnt direkt emotional. Mackenzie ist ...
„Love, Mom“ hat mich komplett überrascht. Ich lese gerne und viele Thriller, aber selten welche, die mich so konsequent in die Irre geführt haben. Die Geschichte beginnt direkt emotional. Mackenzie ist auf der Beerdigung ihrer Mutter. Außerdem entsteht sehr schnell ein Soggefühl, aus dem man nicht mehr rauskommt. Die Briefe, die wie aus dem Nichts auftauchen, sorgen für viel Spannung und jede neue Seite, jedes neue Detail reißt eine weitere Schicht der Familienfassade ein.
Der Schreibstil ist locker, flüssig und gleichzeitig präzise. Kein Kapitel zieht sich, keine Szene ist überflüssig.
Die Beziehung zwischen Kenzie und EJ hat mir richtig gut gefallen, weil sie ehrlich, warm und manchmal humorvoll ist. Außerdem bringt sie eine schöne Balance in all die düsteren Enthüllungen.
Es gibt sehr viele Wendungen. Manche kommen subtil, andere schlagen ein wie eine Bombe. Ich hatte ständig das Gefühl, alles verstanden zu haben, nur um wenige Seiten später wieder komplett falsch zu liegen. Genau so muss ein Thriller für mich sein. Klare Empfehlung!
Die Geschichte Versprich mir, dass du tanzt lebt vor allem von seinen Figuren. Lily, Adam und Josh sind alle auf ihre Weise liebenswert, glaubwürdig und emotional greifbar. Besonders Adam sticht heraus, ...
Die Geschichte Versprich mir, dass du tanzt lebt vor allem von seinen Figuren. Lily, Adam und Josh sind alle auf ihre Weise liebenswert, glaubwürdig und emotional greifbar. Besonders Adam sticht heraus, obwohl er nur in Erinnerungen präsent ist. Seine Liebe zu Lily, sein Wunsch, ihr nach seinem Tod noch etwas Gutes zu hinterlassen, hat mich mehrfach schlucken lassen.
Lily selbst ist eine sehr authentische Hauptfigur. Ihre Trauer, ihre Unsicherheit und ihre kleinen Fortschritte wirken echt und nachvollziehbar. Sie versucht, weiterzumachen, obwohl sie sich immer wieder im Verlust verliert. Das macht sie unglaublich sympathisch.
Josh bringt eine warme, ruhige Dynamik in die Geschichte. Man merkt sofort, dass zwischen ihm und Lily etwas Besonderes steckt. Die Art, wie Atkins die beiden Liebesgeschichten miteinander verwebt, ist wunderschön und sensibel umgesetzt. Außerdem kommen die Wendungen der Geschichte immer zum richtigen Zeitpunkt.