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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.05.2025

Kein typischer Liebesroman

Verliebt in Stockholm
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Mira, eine Geigerin in einem Stockholmer Orchester führt eine Beziehung mit einem Starviolinisten. Dies ist jedoch nicht einfach, da der natürlich auch viel unterwegs ist. Zufällig trifft sie wieder auf ...

Mira, eine Geigerin in einem Stockholmer Orchester führt eine Beziehung mit einem Starviolinisten. Dies ist jedoch nicht einfach, da der natürlich auch viel unterwegs ist. Zufällig trifft sie wieder auf ihren ersten Freund William, wodurch sie auch wieder in ihre Vergangenheit zurückversetzt wird. Erwartet habe ich mir ehrlich gesagt einen klassischen, leichten Liebesroman mit einer Dreiecksbeziehung.

Durch das luftig leicht gestaltete Cover und der Klappentext erwartete ich eine verzwickte Liebesgeschichte. Die Erzählung springt kapitelweise durch die Zeit-einmal Gegenwart und einmal die Musikerin vor vierzehn Jahren in der Schule, kurz vor ihrem Schulabschluss. Durch den Blick in die Vergangenheit, schafft es die Autorin sehr viel Tiefgang in die Geschichte zu bekommen. Man kann die Persönlichkeit und die Gefühlswelt der Protagonistin/en dadurch besser verstehen. Also doch mehr Tiefgang als erwartet.

Man bekommt einen Einblick was es heißt von Jugend an ein bestimmtes Ziel zu verfolgen, dass viel Übung und Opfer braucht. Ich selbst bin nicht aus der Musikbranche, kann mir jedoch gut vorstellen, dass der Konkurrenzkampf wie er geschildert wird, der Wahrheit entspricht.
Insgesamt hätte ich mir etwas mehr Stockholmbezug gewünscht. Da davon bis auf ein paar Bezugspunkten meiner Meinung nach, gemessen am Titel leider zu wenig vorkommt.

Generell liest sich das Buch sehr leicht und die Rückblicke sind ein interessantes Element. Teilweise drucksen die Protagonisten in ihren Gesprächen jedoch zu viel herum, so dass Themen ewig in der Luft hängen und man lange braucht herauszufinden, was denn das Problem der Darsteller ist. Dies zeigt natürlich, dass es nicht so einfach ist sich mit manchen Themen auseinanderzusetzen, allerdings wird das Buch dadurch teilweise langatmig.

Allgemein also eher ein Buch über Alltags- und Liebesprobleme bzw. die Aufarbeitung der ersten Liebe.

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  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.05.2025

Die bösen Guten- ein etwas anderes Setting

Devil's Kitchen
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Eine Einheit der New Yorker Feuerwehr verübt etliche Einbrüche während ihrer Einsätze. Andy Nearland, eine freiberufliche Ermittlerin, versucht Undercover der Sache auf den Grund zu gehen. Nur Ben, ein ...

Eine Einheit der New Yorker Feuerwehr verübt etliche Einbrüche während ihrer Einsätze. Andy Nearland, eine freiberufliche Ermittlerin, versucht Undercover der Sache auf den Grund zu gehen. Nur Ben, ein Feuerwehrmann der Crew und Tippgeber, weiß wer sie ist und hofft u.a. mit ihrer Hilfe seine verschwundene Freundin und ihren Sohn zu finden.

Besonders gereizt hat mich, dass die großen Helden- Feuerwehrmänner- auch eine dunkle Seite haben können. Die Idee während Bränden Überfälle zu begehen hat mich interessiert.

Die Charaktere sind gut entwickelt und mit ausreichend Hintergrundgeschichte ausgestattet, so dass man die Beweggründe in der Regel gut verstehen kann, und manche auch von Herzen verabscheuen kann. Man taucht in eine wirkliche Männerwelt ein, die man auch durchwegs als toxisch bezeichnen kann, u.a. wegen Umgangston, der fast schon Mobbinghafte Umgang mit Kollegen.

Besonders mochte ich die toughe Andy, die sich gut in der Männerwelt behaupten kann und sich nicht von ihren FBI-Bekannten unterbuttern lässt und Ben gut anleitet, wie die Ermittlung laufen soll. Der Charakter wird dadurch interessant, dass sie sich wirklich die Rolle lebt und ganz darin auf geht. Außerdem spielt sie jetzt nicht so nach den Regeln, wie dies ein offizieller FBI wohl machen würde.

Das Buch beginnt mit einem Vorausblick auf das Ende der Story und wird danach aus wechselnder Perspektive von den beiden Hauptcharakteren Andy und Ben erzählt. Durch Rückblenden werden die Geheimnisse der einzelnen Charaktere aufgearbeitet und man rätselt, wer eigentlich welches Geheimnis von jemand anderem kennt. Ich mochte den Schreibstil, der Ton ist durchwegs oft rau und ruppig, passend zur (toxischen) Männerwelt, in der man sich befindet. Etwas verwirrend war die wechselnde Verwendung von Namen, Spitznamen und Nachnamen. Die Geschichte hätte in meinen Augen doch gerne etwas mehr Tempo in manchen Bereichen haben können.

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