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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.05.2025

Wie definiert man ein Zuhause und was weißt du über deine Nachbarn?

Ms Darling und ihre Nachbarn
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Die Bewohner von Shelly House sind erschüttert, denn das Haus soll abgerissen werden und durch neue Luxusapartments ersetzt werden. Die Bewohner sind schockiert gehen jedoch äußerst unterschiedlich mit ...

Die Bewohner von Shelly House sind erschüttert, denn das Haus soll abgerissen werden und durch neue Luxusapartments ersetzt werden. Die Bewohner sind schockiert gehen jedoch äußerst unterschiedlich mit der Neuigkeit um. Joseph, einer der längsten Bewohner, entschließt sich mit seinem Hund zu demonstrieren und wird von seiner jungen Untermieterin Kat bald schon bewusstlos aufgefunden. Ms. Darling, die gewissenhafte, eigenbrötlerische Buchführerin hat dazu schon bald eine Liste an Verdächtigen. Schaffen Kat und Ms. Darling, die jeweils gerne eher für sich sind, gemeinsam dem Rätsel auf die Spur zu kommen und außerdem Shelly House zu retten

Die Charaktere der Hausbewohner sind wundervoll gestaltet. Jeder Bewohner einzigartig mit einigen Schrullen und dem Päckchen seiner Vergangenheit. Die Interaktionen und Dialoge waren unterhaltend. Seite um Seite, wie bei den Schichten einer Zwiebel, kommt man den inneren Geheimnissen jedes Bewohners auf die Spur.

Das Buch liest sich angenehm, auch weil das Kapiteln die sowohl aus Dorothys als auch Kats Sichtweise geschrieben sind. Das Thema als solches ist – leider- auch aktuell und wahrheitsgetreu und dadurch glaubwürdig. Der Plot lieferte so manche überraschende Wendung und Ereignisse. Dennoch war es vor allem die Hintergrundgeschichten der Hauptcharaktere, die mir am meisten gefielen. Man wird erinnert, dass jede Person seine eigenen Kämpfe ficht und Probleme hat und wie wenig man davon oft mitbekommt und wie wichtig gegenseitiges Verständnis und Akzeptanz ist.

Auch das Cover finde ich gut gelungen, vor allem wenn man die Geschichte schon kennt, finde ich es sehr passend gewählt. Eindeutig mein Favorit im Vergleich zum amerikanischen Cover.

Insgesamt für mich eine ans Herz gehende Geschichte mit liebevoll gestalteten Charakteren. Man darf sich allerdings keinen Krimi mit viel Spannung erwarten, eher ein Gesellschaftsroman mit ein bisschen Rätselraten.

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Veröffentlicht am 27.05.2025

Cozy Read über Freundschaft

Das Buch der neuen Anfänge
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Von der Autorin Sally Pages hatte ich auf Grund ihres Debutromans schon gehört, hatte jedoch noch nichts gelesen. Angesprochen an diesem Buch hat mich das liebevoll gestaltete Cover und der Klappentext, ...

Von der Autorin Sally Pages hatte ich auf Grund ihres Debutromans schon gehört, hatte jedoch noch nichts gelesen. Angesprochen an diesem Buch hat mich das liebevoll gestaltete Cover und der Klappentext, die beide viele Geschichten und Handlungsstränge versprechen.

Jo Sorsby lässt ihr bisheriges Leben hinter sich und übernimmt den Schreibwaren-Haushaltswaren-Laden ihres Onkels. Dies alles geschieht freiwillig und auch wieder nicht. Jo flüchtet aus ihrem bisherigen Leben, die Trennung von ihrem bisherigen Freund liefert den Anlass. Gesundheitliche Probleme ihres Onkels geben ihr die Gelegenheit dazu.

Im Laufe der Zeit lernen wir liebevoll gestaltete Charaktere der Gemeinschaft kennen. Jo schließt Freundschaften und erkennt, dass sie nicht so gewöhnlich ist, wie ihr Spitzname ihr andichtet. Auch wird man daran erinnert, dass jeder Mensch sein Päckchen trägt und sich so manches hinter der Fassade verbirgt.
Die Autorin schreibt sehr atmosphärisch und beschreibt detailreich. Man kann sich den Ort und die Charaktere dadurch sehr gut vorstellen, man fühlt sich, als wäre man unter ihnen. Interessant sind auch die fiktiven Gespräche die Jo mit ihren Kunden führt.
Jedoch zieht sich die Geschichte durch auch etwas und fühlt sich vor allem zu Beginn etwas langatmig an.

Allgemein würde ich es als cozy feel good read bezeichnen, der zeigt dass Hoffnung besteht, man neu beginnen kann und Freundschaften Rückhalt bieten. Vor allem in der heutigen unruhen Zeit tut es einem wohl gut dieses Buch mit seiner Kernbotschaft zu lesen.

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Veröffentlicht am 27.05.2025

Persönliche Geschichten in sich schnell entwickelnden Zeiten

Die Töchter der Ärztin
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Die Serie – die Töchter der Ärztin- findet mit dem Band Zeit des Vertrauens nun ein Ende. Dieser Band reiht sich gut an die Vorgänger an, sowohl was die Gestaltung des Einbandes betrifft als auch den passenden ...

Die Serie – die Töchter der Ärztin- findet mit dem Band Zeit des Vertrauens nun ein Ende. Dieser Band reiht sich gut an die Vorgänger an, sowohl was die Gestaltung des Einbandes betrifft als auch den passenden Übergang an die Handlungsstränge.

Ich kannte nun schon die Vorgängerbücher und freute mich nun auch den letzten Teil zu lesen, um den Abschluss zu erfahren. Begonnen hat die Geschichte im ersten Teil Die Ärztin1876 mit der jungen Richarda, die später Ärztin wird, und endet nun in den 1930er Jahren mit Geschichten die auch ihre Töchter betreffen.

Wir befinden uns im Jahr 1930. Ricarda ist mittlerweile in Pension. Tochter Henny lebt mit Mann und den zwei Kindern in Kalifornien und hofft auf eine gute Position in einem Krankenhaus. Doch die Geschichte nimmt eine unerwartete Wendung und Fragen tun sich auf. Die zweite Tochter Antonia lebt in Berlin und ist in der Praxis der Familie tätig. Sie kämpft mit dem Problem Arbeit bzw. Berufung und privates Glück unter einen Hut zu bekommen.

Sollte man die Vorgängerbände noch nicht gelesen haben, hilft das Personenglossar und die Karten im Einband. Somit sollte auch ein später Einstieg in die Serie gut möglich sein. Zu Beginn werden die Personen und ihre Vorgeschichten zudem auch aufgegriffen.

Es werden mehrere Handlungsstränge, an mehreren Orten, parallel erzählt. Es geht um das Leben und die Schicksale unterschiedlicher Familien, die eng miteinander verwoben sind. Man spürt die wachsende Bedrohung der NSDAP und die Auswirkung auf einzelne Familienmitglieder. Die Herausforderungen durch die Zeit und Gesellschaft, allerdings auch persönliche Fragen, die auch heute noch aktuell wären.

Da ich aus dem medizinischen Feld kam fand ich vor allem auch wie schon in den Vorgängerbüchern die medizinischen Methoden der damaligen Zeiten spannend.

Ich werde die Personen vermissen und hätte mich gefreut wenn die Geschichte weiter erzählt werden würde.

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Veröffentlicht am 27.05.2025

Spannender Beginn einer hoffentlich neuen Serie

Wir finden Mörder (Wir finden Mörder-Serie 1)
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Richard Osman hat seine bisherige Serie beendet. Ich kannte alle bisherigen und musste dieses daher unbedingt lesen. Wenn man das Cover der Englischen Fassung der Thursday Murder Club Serie kennt wird, ...

Richard Osman hat seine bisherige Serie beendet. Ich kannte alle bisherigen und musste dieses daher unbedingt lesen. Wenn man das Cover der Englischen Fassung der Thursday Murder Club Serie kennt wird, findet man sich gleich erinnert. Dieses Buch ist jedoch etwas anders als die Vorgängerromane der Thursday Murder Club Serie. Die Ermittler wechseln, das Setting wird ein anderes.

Es dreht sich um einen Privatermittler und ehemaligen Pensionisten, Steve Wheeler, der in einem kleinen südenglischen Dorf ein beschauliches Leben führt. Seine Schwiegertochter, Amy Wheeler, ist Personenschützerin für verschiedenste Personen und arbeitet weltweit. Auf dem Grundstück ihrer derzeitigen Arbeitgeberin wird eine Leiche gefunden und Sophie gerät unter Verdacht. Auch auf sie selbst wird ein Attentat verübt. Ihr Schwiegervater Steve muss helfen, denn auf ihn kann sie sich verlassen.

Wie die kurze Einleitung schon vermuten lässt, ist dieser Roman etwas anders als die Bisherigen. Wir verlassen das beschauliche englische Dorf und bewegen uns auf der Weltbühne. Es wechselt öfter der Ort, dies mag man realistisch finden oder nicht, es erlaubt aber definitiv andere Handlungen als die Vorgängerserie. Ich finde es etwas actionreicher.

Gleich bleibt allerdings der Wortwitz, der britische Humor und spannende Charaktere. Man denkt sich vielleicht, dass das Buch auf Grund der Morde und Action nur düster sein mag, all das vorhergenannte macht das allerdings weg und man wird öfter herzhaft lachen, wie ich finde.

Außerdem behandelt das Buch mehr zwischenmenschliches als ich von einem Thriller oder Krimi erwarten würde. Wir sehen, wie sich der schrullige Steve nach dem Tod seiner Frau aufrappelt und wieder mehr in die Welt eintaucht. Auch ein Duo Schwiegertochter und Schwiegervater hat man nicht so oft.

Zu Beginn brauchte ich etwas mich an die neuen Charaktere zu gewöhnen. Auch das Tempo war nicht allzu hoch. Mit jeder weitem weitern Kapitel nahm die Geschichte allerdings Fahrt auf.

Ich freue mich auf einen nächsten Teil und kann das Buch wärmstens empfehlen.

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Veröffentlicht am 27.05.2025

ein sich langsam entwickelnder Thriller

Die blaue Stunde
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Paula Hawkins hat ein neues Buch geschrieben Die BLAUE STUNDE. Ihren berühmten Vorgängerroman The Girl on the train habe ich geliebt und so freute ich mich umso mehr auf dieses Buch.

In einer Skulptur ...

Paula Hawkins hat ein neues Buch geschrieben Die BLAUE STUNDE. Ihren berühmten Vorgängerroman The Girl on the train habe ich geliebt und so freute ich mich umso mehr auf dieses Buch.

In einer Skulptur der schon verstorbenen Autorin Vanessa Chapman wird ein menschlicher Knochen entdeckt. Die Aufregung dadurch ist groß. Die Suche nach den Antworten auf viele Fragen beginnt. James Becker, ein Kurator eines Museums nimmt sich dieser an und landet auf einer abgeschiedenen Gezeiteninsel

Das deutsche Cover passt meiner Meinung nach gut zum Titel und verspricht eine düstere Stimmung. Im Vergleich zur englischen Gestaltung, die ich schon gesehen habe, passt es auch besser zum ersten Roman der Autorin.

Hawkins beginnt die Geschichte langsam. Sie nutzt mehrere Nebenstränge in der Handlung und mehrere Zeitebenen, jedoch fand ich es trotzdem einfach diesen zu folgen. Die Figuren werden gut gezeichnet und beschrieben, sympathischer werden sie dadurch allerdings nicht immer. Ich mochte vor allem die Ausschnitte aus dem Tagebuch der Künstlerin, die andere Einblicke erlaubten. Auch die Schilderung der Atmosphäre auf einer einsamen Insel durch die Autorin fand ich sehr gelungen. Es erlaubt einen gewissen Gruselfaktor.

Grundsätzlich ist es im Vergleich zu anderen Thrillern sicher ein sich eher langsam entwickelnder. Man muss sich vor allem im ersten Teil darauf einlassen. Die Themen Einsamkeit und Abgeschiedenheit und auch Misogynie werden behandelt. Man taucht auch sehr in die Kunstwelt mit ihren vielen Begriffen ein.

Auch wenn sich der Geschichte langsam entwickelt, kam das Ende für mich dann doch etwas rasch. Ich hätte gerne noch etwas Zeit für weitere Erklärungen gehabt und es bleiben bei mir noch ein paar Fragen offen.

Mir gefiel das Setting auf einer einsamen, nur durch einen Menschen bewohnten, Insel und der Schreibstil der Autorin. Es ist jedoch kein extrem gruseliger, nervenzehrender Thriller für mich.
Grundsätzlich werde ich im Vergleich immer eher Girl on the Train wählen, ich würde das Buch allerdings dennoch empfehlen.

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