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Veröffentlicht am 28.04.2026

Geheimnisse, Schuld und Mord

Das letzte Buch von Marceau Miller
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Marceau Miller ist ein bekannter und erfolgreicher Autor. Kurz nach Veröffentlichung seines neuesten Buches, am Tag nach der Veröffentlichungsparty im Haus der Millers am Genfersee verschwindet er spurlos. ...

Marceau Miller ist ein bekannter und erfolgreicher Autor. Kurz nach Veröffentlichung seines neuesten Buches, am Tag nach der Veröffentlichungsparty im Haus der Millers am Genfersee verschwindet er spurlos. Wie man rasch erfährt, stürzt er beim Klettern in den Tod. Die Polizei spricht von einem Unfall, seine Frau Sarah glaubt dem nicht. Sarah versinkt in Tauer, Wut und dem Gefühl, dass es eben kein Unfall war. Auch bekommt Sarah einen Brief zugestellt, geschrieben von ihrem Mann Marceau selbst, adressiert an Sarah und gemeinsame Freunde, in dem von Geld und einem letzten Manuskript die Rede ist, das diverse Rätsel der Vergangenheit in Marceaus Leben erklären soll. Doch wo ist es zu finden. Hängt alles mit dem Verschwinden von Marceaus Schwester Jade vor vielen Jahren zusammen.

Mit dem Prolog steigt man rasch in die Geschichte ein- Marceau Miller wie er nach einem Angriff durch eine Person abstürzt, erzählt durch Marceau Miller selbst. Im Folgenden erleben wir den Roman hauptsächlich erzählt durch den Blickwinkel seiner Ehefrau-Sarah. Von der unbeschwerten Zeit in den Tagen vor dem Verschwinden, bis zum Tod und den anschließenden Ermittlungen folgt man vor allem Sarahs Gemütszustand. Aber auch Karen und die eingefügten Manuskriptseiten, und damit die Perspektive von Marceau selbst, treiben die Handlung weiter.

Sarah ist von Schmerz gezeichnet und schafft den Alltag als solches nicht mehr. Doch sie ist gleichzeitig getrieben durch den Gedanken die Wahrheit über den Tod Marceaus und dessen Vergangenheit herauszufinden. Lösung soll dafür das Manuskript liefern. Trauer, Wut und Unverständnis waren für mich sehr verständlich, jedoch hadere ich mit der Tatsache wie sehr sie ihre eigenen Kinder aus dem Leben ausschließt. Verständlich hingegen sind all die Brüche und Vertrauensverluste, die sie gegenüber alten Wegbegleitern im Laufe der Geschichte fühlt.

Nicht alles an diesem Roman verläuft gradlinig, hat manche Länge und so manchmal zweifelt man an Sarahs Geisteszustand und ob nicht so manches nur in ihrer Fantasie stattfindet. Jedoch war die Auflösung schlüssig für mich, und das Grundthema so verständlich.

Für mich war der Roman definitiv lesenswert, auch auf Grund der Tatsache, dass der Autor selbst in die Figur des Marceau Millers schlüpft. Eine interessante Verknüpfung einer spannenden literarischen Idee mit Elementen eines Krimis wenn nicht sogar psychologischen Thrillers.

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Veröffentlicht am 19.04.2026

Spannende Mordserie im deutsch-dänischen Grenzgebiet

Nordlicht - Das fremde Gesicht
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Im nordfriesischen Süderlügum findet man den Sohn des Pferdegestüts aufgeknüpft und mit verklebtem Mund. Auch auf dänischer Seite, nicht weit entfernt, wird ein Barbesitzer tot an einem gedeckten Tisch ...

Im nordfriesischen Süderlügum findet man den Sohn des Pferdegestüts aufgeknüpft und mit verklebtem Mund. Auch auf dänischer Seite, nicht weit entfernt, wird ein Barbesitzer tot an einem gedeckten Tisch entdeckt. Auch hier mit verklebtem Mund und auch hier wieder mit einem Foto eines fremden Gesichtes im Mundraum. Die schon in der Vergangenheit aktive Sondereinheit Padborg für gemeinsame Zusammenarbeit im dänisch-deutschen Grenzgebiet nimmt wieder ihre Ermittlungen auf. Die Truppe um Rasmus Nyborg und Vibeke Boisen staunt nicht schlecht, als ein ähnlich gelagerter Fall auch in Kopenhagen auftaucht. Hier trieb ein Geschäftsmann mit zugeklebtem Mund nackt im Hafenbecken. Die Verbindung der Opfer scheint rätselhaft und der Druck steigt, taucht doch wieder eine Leiche auf. Zusätzlich ist Rasmus durch seine eigenen Ermittlungen in anderer Sache etwas abgelenkt.

Für mich war dies der erste Roman der Nordlichtserie, aber es wird definitiv nicht der letzte sein. Auch ohne Vorkenntnisse verlief der Einstieg problemlos, da ausreichend Background transportiert wurde. Man wird über Zusammenhänge und Hintergrund der Charaktere ausreichend informiert und bekommt rasch ein Gefühl für die Personen.

Rasch ist man auch mitten in der Geschichte, die konstant Spannung liefert. Geht man zunächst (ohne den Klappentext zu lesen) von einem einzelnen, wenn auch etwas skurrilen Mord auf deutscher Seite aus, findet man rasch heraus, dass dies wohl kein einfacher Mord sein wird. Tatorte ähneln sich trotz ihrer Unterschiedlichkeit, und die Spannung wird konstant hochgehalten, ist doch die Verbindung lange unklar.

Hauptsächlich wird die Handlung durch die Ermittlungen der beiden Hauptermittler Vibeke und Nyborg sowohl in Deutschland als auch Dänemark vorangetrieben. Ab und an sind jedoch auch Kapitel aus anderen Blickwinkeln und auch Rückblenden eingestreut, deren Verbindung sich erst mit der Zeit erschließt, aber eine Ahnung geben, dass alles nicht ganz so gewöhnlich ist. Zusätzlich bekommt man auch noch Einblicke in das Privatleben der beiden Ermittler und bekommt mit den Ermittlungen von Rasmus in der Drogenszene einen weiteren doch eher aktionreichen Handlungsstrang.

Sprachlich besticht der Roman durch eine klare Sprache. Strukturiert werden Ermittlungsschritte beschrieben, ohne jedoch langweilig zu sein. Gekonnt wird auch die Landschaft und das Lebensgefühl in der Grenzregion vermittelt.

Für mich war dieser Krimi definitiv ein Highlight das mich gefesselt hat, und ich werde mich rasch an die Vorgängerbände heranwagen.

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Veröffentlicht am 14.04.2026

Spannend und leider doch realistischerweise möglich

Revenge
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Liv und Sara sind bisher eher flüchtige Bekannte – besuchen sie doch einfach die gleiche Schulstufe derselben Schule. Doch ein Abend in einer Tankstelle ändert alles, da Vince Saras Freund von einem Unbekannten ...

Liv und Sara sind bisher eher flüchtige Bekannte – besuchen sie doch einfach die gleiche Schulstufe derselben Schule. Doch ein Abend in einer Tankstelle ändert alles, da Vince Saras Freund von einem Unbekannten angeschossen wird. Liv, die versucht sich und Sara zu schützen, leistet schließlich Erste Hilfe, und rasch wird klar, dass sich nur Liv und Sara richtig über die Situation austauschen könne. Doch sowohl Liv als auch Sara haben diverse Ereignisse in der Vergangenheit zu verbergen. Bald stellt sich die Frage, wem sie noch trauen können, tauchen doch bei ihren eigenen Ermittlungen immer mehr Sonderbarkeiten auf.

Der Schreibstil ist rasant, modern und flüssig. Auch wenn der Roman als Young Adult Roman beworben wird, ist er dennoch nicht mit Jugendausdrücken überfrachtet. Er schafft eine gute Balance in der Sprache und Darstellung.

Generell wird die Geschichte in eher kurzen Kapiteln präsentiert, die jeweils anderen Personen folgen vor allem Liv, Sara und einem mysteriösen Er. Teilweise wechselt auch die Zeitebene. All dies sorgte bei mir dafür, dass ich das Buch eigentlich nicht zur Seite legen konnte, weil ich eben immer wissen wollte, wie es weiter geht. Viele Fakten und Vermutungen werden präsentiert und man ist eben nur mehr am Rätseln und kann gar nicht schnell genug weiterlesen.

Die Themen, die im Buch aufgegriffen werden – Missbrauch, Rache und Schuld, sind ernst und keine leichte Kost. Nicht umsonst ist das Buch zu Beginn mit Warnhinweisen auf triggernde Inhalte ausgestattet, etwas das ob der Altersklasse sicher eine gute Entscheidung ist. Besonders schön ist, dass abseits der schweren Themen auch das Thema Freundschaft gut aufgegriffen wurde.

Es ist definitiv ein Thriller der wichtige Themen aufgreift, und dennoch nicht zu hart ist. Ich bin gespannt, was man von der Autorin weiters noch erwarten darf.

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Veröffentlicht am 10.04.2026

der längste Sommer des Lebens

Little Hollywood
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Es ist Mai 1999 und Leonie, Leo, ist gerade in den letzten Zügen ihrer Schulkarriere – nämlich den Abschlussprüfungen. Vor ihr steht eine Zeit der Chancen, der Unbeschwertheit. Doch leider ist nicht alles ...

Es ist Mai 1999 und Leonie, Leo, ist gerade in den letzten Zügen ihrer Schulkarriere – nämlich den Abschlussprüfungen. Vor ihr steht eine Zeit der Chancen, der Unbeschwertheit. Doch leider ist nicht alles einfach und leicht: Herzschmerz, trifft auf familiäre Sorgen und die Angst vor dem Ungewissen. Denn Leo hat es nicht leicht, sind ihre Eltern doch getrennt und ihre Mutter verfällt immer wieder in depressive und zerstörerische Phasen, speziell wenn es Probleme mit Leos Vater gibt. Jener droht nun da er zu Unterhaltszahlungen verpflichtet wurde. Leo versucht gleichzeitig Ben, ihren jüngeren Bruder zu unterstützen und Bezugsperson zu sein. Doch eben auch die Liebe hat ihre Tücken, hat Olli ein Freund seit Kindertagen sie doch geküsst und geht nun auf Distanz. Doch zum Glück gibt es Filme und die Videothek „Little Hollywood“ in die sich Leo flüchten kann und mit der Zeit lernt sie auch die Gesellschaft von Jo, Mitschüler und Angestellten, schätzen.

Ein Roman, der es schafft, dass man sich an die Zeit erinnert, in der man die vertraute Umgebung Schule verlässt, um in die weite Welt der Erwachsenen aufzubrechen. Alles scheint möglich, alles leicht, aber doch sind da die Zweifel. Ich war wirklich fasziniert, wie gut dies der Autorin gelang, und fühlte mich an meinen eigenen längsten Sommer zurückerinnert. Der atmosphärische Schreibstil lässt einem dabei auch einfach keine Wahl.

Leos Sinnkrise und Zweifel sind nachvollziehbar und realistisch und man merkt zwischen all den Gefühlen und Problemen, dass sie ein Stück erwachsener wird. Man kann die familiären Probleme ausreichend erahnen, auch wenn die Autorin dies nur andeutet und man so zwischen den Zeilen auch erkennt, dass der Roman tiefere Probleme wie häusliche Gewalt und psychische Belastungen anprangert.

Gut gelungen fand ich die eingestreuten Filmzitate, eben auch um dem Buchtitel gerecht zu werden. Doch man würdigt damit auch einfach die großen Filme der Zeit.

Ein Roman der lange nachhallt und den ich auch immer wieder lesen würde um mich an die Zeit der Unbeschwertheit zu erinnern.

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Veröffentlicht am 08.04.2026

Spannung und Beklemmung durch den Zeitdruck

Noch fünf Tage
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Lis ist Köchin für eine sehr wohlhabende Familie und bereitet ein entsprechendes Festmahl für die Silvesternacht zu. Doch etwas läuft schief, die Familie samt Kinder wird durch einen Giftanschlag getötet. ...

Lis ist Köchin für eine sehr wohlhabende Familie und bereitet ein entsprechendes Festmahl für die Silvesternacht zu. Doch etwas läuft schief, die Familie samt Kinder wird durch einen Giftanschlag getötet. Auch Lis schwebt in Gefahr – denn einerseits bleiben auch ihr nur 5 Tage, da auch sie Gift aufgenommen haben dürfte und andererseits gerät sich in Verdacht, Täterin zu sein. Sie ist fest entschlossen den Fall zu klären auch um ihre Tochter Cosima zu schützen.

Erzählerin dieses Romans ist Lis, die vom Krankenbett aus ermittelt. In relativ kurzen Kapiteln, eingeleitet durch die jeweilige Uhrzeit der Handlung, bekommt man Einblick in Lis Gedankenwelt und Erinnerungen. Durch diesen Kniff hat man einerseits einen leichten Überblick und spürt, wie die Zeit zwischen den Fingern zerrinnt, man ist mitten in der Spannung. Bedrückend ist vor allem auch die Angst um ihre Tochter, etwas das nachvollziehbar wirkt und authentisch ist.

Schrittweise, aber nicht unbedingt immer chronologisch erinnert sich Lis an verschiedenste Begebenheiten in der Vergangenheit- ihre Arbeit bei der Familie Harmanns, ihre Arbeit in der Spitzengastronomie und dem Universum, in dem sich Multimillionäre bewegen. Man erfährt wie die Familie Harmann zu ihren Nachbarn und Angestellten steht, und welche Rolle Lis für sie einnimmt. Schritt für Schritt ergeben diese Rückblicke Hinweise wie sich diese Geschichte zugetragen haben könnte.
Etwas fraglich für mich war, ob ich an Lis Stelle, meine letzten Tage ebenfalls mit Ermittlungen zubringen würde. Auch die Tatsache, dass Lis den Tod doch recht rasch akzeptiert hat – es fehlen die so bekannten 5 Phasen der Trauer – scheint etwas schwer glaubhaft. Natürlich hätte es keinen Zweck und die Zeit ist gedrängt und man möge vielleicht nach Gerechtigkeit trachten, allerdings hätte ich mir zumindest etwas mehr in diese Richtung erwartet.

Der Thriller ist empfehlenswert, wenn man Bücher mag, in denen sich die Spannung aus einem packenden Erzählstil ergibt und der Ausweglosigkeit und dem Stress der. Action reiche Szenen sind nicht enthalten, aber es war für mich dennoch ein Pageturner.