Platzhalter für Profilbild

verhei

Lesejury Star
offline

verhei ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit verhei über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.11.2025

interaktiv Italienisch lernen mit etwas Escape Room Flair

Il segreto di Roma
0

Ein kleiner Sprachlernroman für Italienisch Lernende im Sprachlevel A2. Besonders an diesem Werk ist, dass er in Form eines Escape-Room Buch Abenteuers aufgebaut ist.

Ansprechend fand ich das Design und ...

Ein kleiner Sprachlernroman für Italienisch Lernende im Sprachlevel A2. Besonders an diesem Werk ist, dass er in Form eines Escape-Room Buch Abenteuers aufgebaut ist.

Ansprechend fand ich das Design und die landeskundlichen Informationen, die eingestreut wurden. Vokabel wurden in einem kleinen Hinweis auf der Seite und im Glossar erklärt. Unterstützend gibt es auch noch nie Möglichkeit die Vokabel in einer Vokabeltrainer-App zu wiederholen.

Die Rätsel, die einen Escape Room Charakter vermitteln, jagen einen durch Rom an verschiedenen Sehenswürdigkeiten vorbei und lässt einen auch etwas in die allgemeine Kultur schnuppern. Für Hardcore Rätselfans werden die Rätsel wohl zu leicht sein, allerdings steht bei diesem Buch ja auch der Spracherwerb im Vordergrund.

Für mich war der kurze Roman ein Ansporn mich wieder etwas mehr mit Italienisch zu beschäftigen, das ich Jahre lang nicht verwendet habe. Ich denke auch für andere, schon etwas fortgeschrittene Leser, ist es eine angenehme, kurzweilige Unterbrechung im sturen lernen von Vokabeln und Grammatik.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 11.11.2025

Spannung - und so viele Wendungen

Seventeen Years Later
0

Sloane Abbot ist gefeierte Podcasterin in Australien und arbeitet sich durch diverse True-Crime Fälle. Von ihrer Mitarbeiterin Tara, wird sie auf einen Fall in Neuseeland aufmerksam gemacht: Vor siebzehn ...

Sloane Abbot ist gefeierte Podcasterin in Australien und arbeitet sich durch diverse True-Crime Fälle. Von ihrer Mitarbeiterin Tara, wird sie auf einen Fall in Neuseeland aufmerksam gemacht: Vor siebzehn Jahren soll der junge Maori Bill Kareama, damals Koch, die Familie Primrose getötet haben, bei der er angestellt war und gewohnt hat. Um den Fall neu aufrollen zu können, wendet sie sich an den Gefängnispsychologen TK, der lange für eine Wiederaufnahme gekämpft hat. Bill selbst bestreitet die Tat bis heute vehement.

Erzählt wird die Geschichte grundlegend aus zwei bzw. drei parallelen Perspektiven, die der Ermittler Sloane und TK und aus Erinnerungen von Bill, aus einem von ihm verfassten Manuskript. Natürlich dreht sich die Handlung um das Finden des Täters, jedoch lernt man währenddessen auch die Welt der Maori etwas kennen -Bräuche, Rituale und den Hürden denen sie im Alltag begegnen.

Schichtweise taucht man ein, die Spannung wird im Zuge der Geschichte immer höher, mit kleinen Peaks schon zuvor. Wie bei einem typischen guten Thriller, und so rätselt man auch permanent mit wer den der Täter ist, ob man gerade belogen wird. Besonders hervorheben möchte ich, dass ich selten so lange bei einem Thriller gerätselt habe und mich auf falsche Fährten habe führen lassen wie bei diesem. Denn im Prinzip ist es an einem Punkt möglich, dass jeder der im Umfeld der Familie ist, mit den Morden zu tun hat. Nichtsdestotrotz wird dieses Rätsel schlussendlich minutiös aufgelöst und alle Teile fallen logisch in ihren Platz.

Ein Thriller den ich wärmstens empfehlen kann, auf Grund von exzellenter Spannung, Wendungen, Dramatik und spannender Figuren. Aber Achtung sorgfältig lesen, damit einem keine Spur entgeht.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Spannung
Veröffentlicht am 10.11.2025

Agentin back to the roots- aktionreicher Agententhriller

Kälter
0

Auf Amrum arbeitet Luzy Morgenroth zur Wendezeit als Dorfpolizistin. Ruhig beschaulich, wie man sich einen ca.2000 Personen Ort vorstellt, noch dazu ist im Herbst 1989 die Touristensaison vorbei. Doch ...

Auf Amrum arbeitet Luzy Morgenroth zur Wendezeit als Dorfpolizistin. Ruhig beschaulich, wie man sich einen ca.2000 Personen Ort vorstellt, noch dazu ist im Herbst 1989 die Touristensaison vorbei. Doch schlagartig ändert sich dies: zuerst ein Gast mit gefälschten Papieren im Hotel, dann wird ein Besatzungsmitglied der Fähre vermisst. Weiter Ermittlungen bringen weitere Gefahren zu tage. Luzy muss sich wehren und wird zur Luzy der Vergangenheit – eine gut ausgebildete Personenschützerin, mit viel Erfahrung und Training. Ja fast eine Waffe.

Trotz des doch sehr ruhigen, beschaulichen Beginns taucht man rasch in die Welt der Personenschützer und Geheimdienste allgemein ein. Ja dies erfordert ein gewisses, spezielleres Vokabular, doch auch dies hat man rasch im Lesefluss verinnerlicht. Das Tempo wird immer wieder hochgetrieben, jedoch wird auch in all der Spannung und der Action nicht an Details gespart. Spannend, fesselnd, rasant erzählt, wie ein guter Thriller ist. Aber auch mit gewissem Witz, (schwarzem) Humor und generell dem Talent, die Sache atmosphärisch sehr dicht zu gestalten.

Die Hauptfigur Luzy Morgenroth ist eine Frau mit außergewöhnlichen Fähigkeiten. Schon bald zu Beginn wird einem dies sehr rasch klar. Sie ist spannend, interessant, getrieben. Für Andreas Pflüger ist ein solch starker Frauencharakter nicht überraschend, allerdings in der Thriller-Agentenwelt, doch speziell erwähnenswert.

Etwas geschichtliches Hintergrundwissen kann sicher nicht schaden, da man so manche Facette damit leichter versteht. All dies zeigt allerdings auch, dass man einen gut recherchierten Thriller vor sich liegen hat, und sein Autor sich auch im Politikalltag auskennen dürfte.

Es empfiehlt sich, sich etwas Zeit für den Thriller zu nehmen, ob der Fülle an Information und der Fülle an Charakteren, Agenten, Codenamen.
Für mich war dies definitiv ein lesenswerter Thriller, der allerdings doch etwas härter in der Sprache ist, als man auf den ersten Blick glaubt.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 10.11.2025

Die Vergangenheit holt einen ein- gelungener Thriller

Düsteres Tal
0

In Nairobi leitet Clara Lofthus ein Hilfsprojekt, den Aufbau einer Schule. Begleitet wird sie von ihrer Familie- Lebensgefährte Axel und den zwei Söhnen. Doch obwohl sie Nairobi liebt, ist es dort nicht ...

In Nairobi leitet Clara Lofthus ein Hilfsprojekt, den Aufbau einer Schule. Begleitet wird sie von ihrer Familie- Lebensgefährte Axel und den zwei Söhnen. Doch obwohl sie Nairobi liebt, ist es dort nicht immer ruhig und es kommt zu einem Terroranschlag, dabei rettet sie Kinder. Zurück in Norwegen bietet man ihr den Posten der Innenministerin an. Sie kämpft für ihr politisches Ziel, ein Gesetz, um die Position von Frauen in gewalttätigen Familien zu stärken. Doch in all dem Trubel um ihre neue Berühmtheit recherchiert eine Podcast-Redaktion um Erik Heier und befördert so manches Geheimnis zu tage. Wird dies ihr Untergang sein? Wem kann sie noch trauen?

Die Geschichte wird in kurzen Kapiteln und wechselnder Perspektive erzählt – meist aus der Sicht von Clara, Axel und dem Journalisten Erik Heier. Schicht für Schicht taucht man in das Geheimnis ein, der Spannungsbogen steigt. Es geht um Machtgier, Rache, Schuld und dem Wunsch nach Kontrolle. Wir blicken in den Kopf einer komplizierten Figur - Clara.

Die Charaktere sind sehr tiefgründig gezeichnet und bringen Spannung und das gewisse etwas. Eben ein guter psychologischer Thriller mit einer politischen Komponente. Clara Lofthus verkörpert das Klischee einer typischen Politikerin, taff und ambitioniert, mit teilweise ändernder Meinung und Aussage je nach öffentlicher Stimmungslage. Langsam beginnt die öffentliche Fassade von Clara zu bröckeln und man erkennt, dass sie nicht die nette unschuldige Frau von nebenan ist. Sie ist berechnend mit eigenem Moralkodex- überstrahlt einerseits öffentlich alles mit Mitgefühlt und ist andererseits ganz anders und gefährlich. Erik Heier zeichnet sich durch Ehrgeiz und einen guten Riecher aus und ist viel mehr als eine Nebenfigur. Daneben eine Familie, die mit der immer neu auftauchenden Wahrheit kämpft.

Wichtig zu erwähnen ist, dass das Buch der dritte Band einer Trilogie um Clara Lofthus ist. Grundsätzlich lässt sich der Band auch unabhängig von den Vorgängerbänden lesen, ich denke jedoch, dass einem der Einstieg mit Vorwissen leichter fällt. Auch so manche Figur mag dadurch leichter greifbar werden, wenn man die Zusammenhänge erkennt, die so nur angeschnitten werden.

Ich werde definitiv die Vorgängerbände nachlesen, so gefesselt war ich von diesem Band.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 10.11.2025

Todesangst sorgt für perfekte Gesichtsausdrücke- ein Kunstthriller

Der Bildersammler
0

Kunsthistorikerin und Restauratorin Tessa von Linden findet in einer einsamen, sonst verschlossenen Kapelle in einem kleinen Wald einen Leichnam. Doch damit nicht genug, der Leichnam ist mit Wundenmalen ...

Kunsthistorikerin und Restauratorin Tessa von Linden findet in einer einsamen, sonst verschlossenen Kapelle in einem kleinen Wald einen Leichnam. Doch damit nicht genug, der Leichnam ist mit Wundenmalen übersäht und gekleidet wie der Heilige Sebastian. All dies schildert sie dem zuständigen Hauptkommissar Lennart Wiedmeyer und unterstützt ihn mit weiteren Informationen wie dem Fund des Originalgemäldes, dass der Mörder nachahmen wollte. Rasch befindet sie sich im Strudel der Ereignisse, denn der Täter scheint sich nicht mit einer Tat zu begnügen.

Der Roman ist gekennzeichnet durch einen flüssigen Schreibstil und hält den Spannungsbogen durchwegs dauerhaft hoch. Kapitel werden hauptsächlich aus der Sicht der Kunsthistorikerin erzählt, mit einigen Exkursen zu anderen Figuren, und ab und an von Rückblicken in das Umfeld des Mörders unterbrochen. Dies gibt der Geschichte eine gewisse Tiefe und vermittelt früh etwas zum Modus Operandi des Täters. Erwähnenswert ist weiters, wie detaillierte die Beschreibung zu den Kunstwerken ist.

Tessa von Linden erscheint als engagierte, detailverliebte Beraterin, ja teilweise schon antreibende Kraft. Gemeinsam mit Lennart Wiedmeyer ergibt sich ein gutes Ermittlerteam. Die Rollenverteilung -Berater und Ermittler -erscheint teilweise gedreht zu sein, wohl auch auf Grund der Erzählweise der Geschichte aus Sicht von Tessa. Die Chemie zwischen den beiden stimmt definitiv. Gelungen fand ich auch, dass man auch auf Kommissar Zufall vertrauen konnte, der die Ermittlungen entschieden weiterbrachte. Ein charmantes Detail, dass der allgemein detaillierten und systematischen Ermittlungsarbeit auch einen gewissen pragmatischen Touch gibt.

Der Thriller ermutigte mich definitiv mich wieder etwas mehr mit diversen Kunstwerken auseinander zu setzen und auf manche Details mehr zu achten.

Ich kann den Roman aber ohne schlechtem Gewissen auch an nicht so kunstaffine Leser empfehlen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere